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Bruckner: Die 3 Messen / The Masses / Les Messes
Format: Audio CD|Ändern
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Februar 2016
Anton Bruckner hat vergleichsweise zäh und erst spät breite Aufmerksamkeit und Würdigung für seine kompositorischen Leistungen erfahren. Paradoxerweise lag das weniger an seinen sakralen Werken, wie den vorliegenden Messen, als vielmehr an den sinfonischen Schöpfungen, für die er heutzutage bekannt ist. Das war unter anderem darin begründet, daß Kirchenmusik zu Bruckners Zeit außerhalb des weltlichen Musikwettbewerbs stand. Ein breites Publikum konnte der Komponist mit seinen teils gefeierten Sakralwerken eben nicht erreichen, sondern nur mit nichtgeistlichen Schöpfungen wie den neun "regulären" und zwei weiteren Sinfonien, der Ouvertüre g-Moll oder der weltlichen Kantate "Helgoland".

Noch heute richtet sich der Blick bei Bruckner vorzugsweise auf die Sinfonien und weniger auf die Kirchenmusik – die Diskographie unterstreicht das. Um so besser, daß es diese Aufnahmen unter der Leitung Eugen Jochums gibt. Denn eine besondere Beziehung verbindet den Dirigenten mit Bruckners Kunst und macht ihn zu einem der herausragenden Bruckner-Interpreten. Ihm zur Seite stehen das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks.

1. Messe in d-Moll (WAB 26) [Edition Haas], aufgenommen: Januar 1972
- Sopran: Edith Mathis, Alt: Marga Schiml, Tenor: Wiesław Ochsman, Bass: Karl Ridderbusch; Orgel: Elmar Schloter

1864: Zehn Jahre sollten vergehen, bis sich Bruckner nach seiner b-Moll-Messe wieder der Gattung zuwandte. In dieser Zeit hat er sich ausgiebig mit sinfonischer Struktur und Instrumentation befaßt. Nach der Uraufführung in Linz im selben Jahr (unter Bruckners Leitung) fand die Messe eine sehr positive Aufnahme. Musikalisch ist sie anspruchsvoll.

2. Messe in e-Moll (WAB 27) [revidierte Fassung von 1882], aufgenommen: Februar 1971

1866: Von August bis November des Jahres entstand die e-Moll-Messe – nach der offiziell ersten Sinfonie. Sie wurde infolge von Bauverzögerungen jedoch erst 1869 unter Bruckners Leitung uraufgeführt. Sie war nämlich ein Auftragswerk zur Weihe der Votivkapelle des Neuen Doms in Linz. Vielleicht war es dieser spezielle Kontext, der Bruckner ein Werk von großer Spiritualität schreiben ließ, das von der Kritik erneut sehr positiv beurteilt wurde.

3. Messe in f-Moll (WAB 28) [Edition Haas], aufgenommen: Juli 1962
- Sopran: Maria Stader, Sopran: Claudia Hellmann; Tenor: Ernst Haefliger, Bass: Kim Borg; Orgel: Anton Nowakowski

1867/68: Wiederum ein Auftragswerk stellt diese Messe die Krönung der Bruckner'schen Meßkompositionen dar. Uraufgeführt wurde sie 1872 in Wien, obgleich die Premiere und die folgende Rezeption (zunächst) unter keinem guten Stern standen. Zwischen der e-Moll- und der f-Moll-Messe lagen ein Nervenzusammenbruch und die Genesung des Schöpfers. Durch ihre sinfonische Anlage eignet sich die Messe besonders für Konzertaufführungen.

Die drei Messen verbinden die tiefe Gläubigkeit ihres Schöpfers mit dessen handwerklicher Souveränität. Dadurch entstanden instrumentale Großwerke, bei denen in einer seltsamen Symbiose die Intimität der Messe mit den gewaltigen Ausmaßen einer Bruckner-Sinfonie verschmelzen. Und dennoch sind es zutiefst eindringliche Werke. Da gibt es Momente, in denen sich der Himmel auftut und Momente, in denen die Herrlichkeit des Glaubens jubiliert. Gleichwohl haben die Kompositionen einen ganz eigenen Charakter: Die erste Messe ist repräsentativ und festlich, die zweite introvertierter, der liturgischen Nutzung besonders nahe, und die dritte Messe gewissermaßen die Essenz der beiden Vorgängerinnen.

Diese wundervollen Werke liegen in gleichsam fabelhaften Interpretationen vor. Dem Hörer bleibt dabei nicht verborgen, daß Bruckners Musik dem Dirigenten eine Herzensangelegenheit war und er sich eingehend in seiner Laufbahn mit ihr befaßt hat. Orchester, Chor und die Solisten liefern unter seiner Führung wahre Glanzleistungen ab, die die Messen himmlisch erstrahlen lassen.
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am 5. März 2015
Wenn man Bruckner liebt, wäre es schade, seine Messen (und diese Aufnahmen davon) zu versäumen.

Diese Einspielungen sind mehr als nur Musikaufnahmen - sie sind Meditationen, musikalisch gelebte Spiritualität. Man kann sich hingeben und in diese Welt eintauchen - nicht bloß zuhören.

Eugen Jochum waren die Messen offenbar tiefstes Anliegen. (Im Booklet steht, dass er bei jeder Bruckner-Sinfonie-Aufführung auch eine Messe gespielt hat.)
Dabei kommen seine ganz persönlichen Qualitäten als Dirigent zur Wirkung : er läßt die Musik in großer Ruhe und Weite sich entfalten - in der aber auch durchgehend konzentrierte Spannung vermittelt wird, die den großen musikalischen Bogen erhält. Wie in zahlreichen anderen Einspielungen Jochums wird eine grundlegend lebensbejahende und wohltuende Stimmung vermittelt. Quasi : Musik, die lächelt. (Ich habe das so bei keinem anderen Dirigenten je erlebt.)
Die SolistInnen sind erlesen und singen wunderschön - ohne "herauszustechen" sondern in Harmonie mit Chor und Orchester.

Insoferne sind diese Aufnahmen einzigartig.

---

Die einzigen leichten Abstriche sind bei der Aufnahmetechnik zu machen - die bei den Chorstimmen am Rand der Überforderung dahinbalanziert. Der Ton ist manchmal - nicht oft - im Grenzbereich der Übersteuerung - nicht schlimm, aber hörbar.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Februar 2016
Anton Bruckner hat vergleichsweise zäh und erst spät breite Aufmerksamkeit und Würdigung für seine kompositorischen Leistungen erfahren. Paradoxerweise lag das weniger an seinen sakralen Werken, wie den vorliegenden Messen, als vielmehr an den sinfonischen Schöpfungen, für die er heutzutage bekannt ist. Das war unter anderem darin begründet, daß Kirchenmusik zu Bruckners Zeit außerhalb des weltlichen Musikwettbewerbs stand. Ein breites Publikum konnte der Komponist mit seinen teils gefeierten Sakralwerken eben nicht erreichen, sondern nur mit nichtgeistlichen Schöpfungen wie den neun "regulären" und zwei weiteren Sinfonien, der Ouvertüre g-Moll oder der weltlichen Kantate "Helgoland".

Noch heute richtet sich der Blick bei Bruckner vorzugsweise auf die Sinfonien und weniger auf die Kirchenmusik – die Diskographie unterstreicht das. Um so besser, daß es diese Aufnahmen unter der Leitung Eugen Jochums gibt. Denn eine besondere Beziehung verbindet den Dirigenten mit Bruckners Kunst und macht ihn zu einem der herausragenden Bruckner-Interpreten. Ihm zur Seite stehen das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks.

1. Messe in d-Moll (WAB 26) [Edition Haas], aufgenommen: Januar 1972
- Sopran: Edith Mathis, Alt: Marga Schiml, Tenor: Wiesław Ochsman, Bass: Karl Ridderbusch; Orgel: Elmar Schloter

1864: Zehn Jahre sollten vergehen, bis sich Bruckner nach seiner b-Moll-Messe wieder der Gattung zuwandte. In dieser Zeit hat er sich ausgiebig mit sinfonischer Struktur und Instrumentation befaßt. Nach der Uraufführung in Linz im selben Jahr (unter Bruckners Leitung) fand die Messe eine sehr positive Aufnahme. Musikalisch ist sie anspruchsvoll.

2. Messe in e-Moll (WAB 27) [revidierte Fassung von 1882], aufgenommen: Februar 1971

1866: Von August bis November des Jahres entstand die e-Moll-Messe – nach der offiziell ersten Sinfonie. Sie wurde infolge von Bauverzögerungen jedoch erst 1869 unter Bruckners Leitung uraufgeführt. Sie war nämlich ein Auftragswerk zur Weihe der Votivkapelle des Neuen Doms in Linz. Vielleicht war es dieser spezielle Kontext, der Bruckner ein Werk von großer Spiritualität schreiben ließ, das von der Kritik erneut sehr positiv beurteilt wurde.

3. Messe in f-Moll (WAB 28) [Edition Haas], aufgenommen: Juli 1962
- Sopran: Maria Stader, Sopran: Claudia Hellmann; Tenor: Ernst Haefliger, Bass: Kim Borg; Orgel: Anton Nowakowski

1867/68: Wiederum ein Auftragswerk stellt diese Messe die Krönung der Bruckner'schen Meßkompositionen dar. Uraufgeführt wurde sie 1872 in Wien, obgleich die Premiere und die folgende Rezeption (zunächst) unter keinem guten Stern standen. Zwischen der e-Moll- und der f-Moll-Messe lagen ein Nervenzusammenbruch und die Genesung des Schöpfers. Durch ihre sinfonische Anlage eignet sich die Messe besonders für Konzertaufführungen.

Die drei Messen verbinden die tiefe Gläubigkeit ihres Schöpfers mit dessen handwerklicher Souveränität. Dadurch entstanden instrumentale Großwerke, bei denen in einer seltsamen Symbiose die Intimität der Messe mit den gewaltigen Ausmaßen einer Bruckner-Sinfonie verschmelzen. Und dennoch sind es zutiefst eindringliche Werke. Da gibt es Momente, in denen sich der Himmel auftut und Momente, in denen die Herrlichkeit des Glaubens jubiliert. Gleichwohl haben die Kompositionen einen ganz eigenen Charakter: Die erste Messe ist repräsentativ und festlich, die zweite introvertierter, der liturgischen Nutzung besonders nahe, und die dritte Messe gewissermaßen die Essenz der beiden Vorgängerinnen.

Diese wundervollen Werke liegen in gleichsam fabelhaften Interpretationen vor. Dem Hörer bleibt dabei nicht verborgen, daß Bruckners Musik dem Dirigenten eine Herzensangelegenheit war und er sich eingehend in seiner Laufbahn mit ihr befaßt hat. Orchester, Chor und die Solisten liefern unter seiner Führung wahre Glanzleistungen ab, die die Messen himmlisch erstrahlen lassen.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Februar 2016
Anton Bruckner hat vergleichsweise zäh und erst spät breite Aufmerksamkeit und Würdigung für seine kompositorischen Leistungen erfahren. Paradoxerweise lag das weniger an seinen sakralen Werken, wie den vorliegenden Messen, als vielmehr an den sinfonischen Schöpfungen, für die er heutzutage bekannt ist. Das war unter anderem darin begründet, daß Kirchenmusik zu Bruckners Zeit außerhalb des weltlichen Musikwettbewerbs stand. Ein breites Publikum konnte der Komponist mit seinen teils gefeierten Sakralwerken eben nicht erreichen, sondern nur mit nichtgeistlichen Schöpfungen wie den neun "regulären" und zwei weiteren Sinfonien, der Ouvertüre g-Moll oder der weltlichen Kantate "Helgoland".

Noch heute richtet sich der Blick bei Bruckner vorzugsweise auf die Sinfonien und weniger auf die Kirchenmusik – die Diskographie unterstreicht das. Um so besser, daß es diese Aufnahmen unter der Leitung Eugen Jochums gibt. Denn eine besondere Beziehung verbindet den Dirigenten mit Bruckners Kunst und macht ihn zu einem der herausragenden Bruckner-Interpreten. Ihm zur Seite stehen das Symphonieorchester und der Chor des Bayerischen Rundfunks.

1. Messe in d-Moll (WAB 26) [Edition Haas], aufgenommen: Januar 1972
- Sopran: Edith Mathis, Alt: Marga Schiml, Tenor: Wiesław Ochsman, Bass: Karl Ridderbusch; Orgel: Elmar Schloter

1864: Zehn Jahre sollten vergehen, bis sich Bruckner nach seiner b-Moll-Messe wieder der Gattung zuwandte. In dieser Zeit hat er sich ausgiebig mit sinfonischer Struktur und Instrumentation befaßt. Nach der Uraufführung in Linz im selben Jahr (unter Bruckners Leitung) fand die Messe eine sehr positive Aufnahme. Musikalisch ist sie anspruchsvoll.

2. Messe in e-Moll (WAB 27) [revidierte Fassung von 1882], aufgenommen: Februar 1971

1866: Von August bis November des Jahres entstand die e-Moll-Messe – nach der offiziell ersten Sinfonie. Sie wurde infolge von Bauverzögerungen jedoch erst 1869 unter Bruckners Leitung uraufgeführt. Sie war nämlich ein Auftragswerk zur Weihe der Votivkapelle des Neuen Doms in Linz. Vielleicht war es dieser spezielle Kontext, der Bruckner ein Werk von großer Spiritualität schreiben ließ, das von der Kritik erneut sehr positiv beurteilt wurde.

3. Messe in f-Moll (WAB 28) [Edition Haas], aufgenommen: Juli 1962
- Sopran: Maria Stader, Sopran: Claudia Hellmann; Tenor: Ernst Haefliger, Bass: Kim Borg; Orgel: Anton Nowakowski

1867/68: Wiederum ein Auftragswerk stellt diese Messe die Krönung der Bruckner'schen Meßkompositionen dar. Uraufgeführt wurde sie 1872 in Wien, obgleich die Premiere und die folgende Rezeption (zunächst) unter keinem guten Stern standen. Zwischen der e-Moll- und der f-Moll-Messe lagen ein Nervenzusammenbruch und die Genesung des Schöpfers. Durch ihre sinfonische Anlage eignet sich die Messe besonders für Konzertaufführungen.

Die drei Messen verbinden die tiefe Gläubigkeit ihres Schöpfers mit dessen handwerklicher Souveränität. Dadurch entstanden instrumentale Großwerke, bei denen in einer seltsamen Symbiose die Intimität der Messe mit den gewaltigen Ausmaßen einer Bruckner-Sinfonie verschmelzen. Und dennoch sind es zutiefst eindringliche Werke. Da gibt es Momente, in denen sich der Himmel auftut und Momente, in denen die Herrlichkeit des Glaubens jubiliert. Gleichwohl haben die Kompositionen einen ganz eigenen Charakter: Die erste Messe ist repräsentativ und festlich, die zweite introvertierter, der liturgischen Nutzung besonders nahe, und die dritte Messe gewissermaßen die Essenz der beiden Vorgängerinnen.

Diese wundervollen Werke liegen in gleichsam fabelhaften Interpretationen vor. Dem Hörer bleibt dabei nicht verborgen, daß Bruckners Musik dem Dirigenten eine Herzensangelegenheit war und er sich eingehend in seiner Laufbahn mit ihr befaßt hat. Orchester, Chor und die Solisten liefern unter seiner Führung wahre Glanzleistungen ab, die die Messen himmlisch erstrahlen lassen.
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am 23. November 2013
Was Messkompositionen betrifft, steht den drei Bruckner-Messen nur noch Bachs H-Moll-Messe, die "Missa Solemnis" Beethovens und die C-Moll-Messe Mozarts auf Augenhöhe.
Das sagt einiges über die musikgeschichtliche Relevanz dieser Werke, und im Gesamtschaffen Bruckners sind die drei Messen neben seinen Sinfonien und dem "Te Deum" die wichtigsten Kompositionen.
Bruckner-typische Kolosse, alle drei in Moll: D-Moll, E-Moll, F-Moll.
Geniale Schöpfungen, welche nicht nur religiöse Menschen berühren mögen in ihren üppigen Wirkungen und zuweilen auch innigen Momenten.

Der Dirigent Eugen Jochum war der erste, der Ende der 50er und in den 60er Jahren alle Bruckner-Sinfonien auf Schallplatte aufnahm.
Auch allgemein galt seine Liebe insbesondere Bruckner, für den er sich stark und dessen Werke er bekannt(er) machte.
Die vorliegenden Aufnahmen entstanden in den Jahren 1962, 1971 und 1972.
Die Klangqualität ist in Anbetracht des Alters klasse.
Es spielt das tolle Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, es singt der Chor des Bayrischen Rundfunks.
Gesangssolisten sind u.a. Edith Mathis, Maria Stader und Ernst Haefliger (die drei genannten schätze ich besonders).
Sehr empfehlenswert.
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