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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
6
3,8 von 5 Sternen
Die Frau Ohne Schatten (Gesamtaufnahme)
Format: Audio CD|Ändern
Preis:25,98 €+ 3,00 € Versandkosten


am 25. Juli 2016
Die Frau ohne Schatten war ein Herzenskind Karl Böhms, der diese Oper sowohl in der Eröffnungswoche der Wiener Staatsoper nach dem zweiten Weltkrieg herausbrachte als auch die anschließende erste Gesamt-Studioeinspielung bei der Decca durchdrückte. Was als finanzielles Risiko niedergeschrien wurde, wurde zum Erfolg; die Einspielung darf heute noch als eine der besten Einspielungen des Werks gelten.
Hier liegt ein Live-Mitschnitt aus den 70er Jahren vor. Erstaunlich ist als erstes, dass man auf beiden Aufnahmen Leonie Rysanek als Kaiserin findet. Ebenso erstaunlich ist, dass eine Sängerin diese Partie über einen so langen Zeitraum im Repertoire behält und kaum etwas vom Zauber dieses Feenwesens verloren hat. Ein ihr kongenialer Partner ist James King als Kaiser. Mit schlankem doch durchschlagskräftigem Tenor ist er m. E. einer der besten Rollenvertreter, die es auf Tonträger gibt. Birgit Nilsson - hier wie die Rysanek schon im Herbst ihrer Karriere - singt die Färberin. Die Höhe ist intakt, aber die Mittellage schon etwas flach (sie war fast 60 beim Zeitpunkt des Mitschnitts); dennoch einmal mehr ein eindrucksvolles Zeugnis dieser Ausnahmesängerin. Walter Berry singt den Barak und bei ihm hört man, dass diese Partie vielleicht doch etwas zu groß für ihn war, er muss sich teilweise ganz schön strecken, um der nicht undramatischen Partie gerecht zu werden. Ruth Hesse als Amme bekommt die üblichen Striche vor allem im dritten Akt und muss sich vor allem im ersten Akt erst hörbar einsingen in die Partie, gewinnt aber im Lauf durch einen Mezzo mit dämonischer Einfärbung. Auch die kleineren Partien sind durch die Bank weg rollendeckend und teilweise wirklich hervorragend besetzt. Als besonderes Kenner-Highlight kann man Leonie Rysanek in meines Wissens der einzigen Einspielung mit ihrer Schwester Lotte hören, die die Partien des Falken und des Hüters übernimmt.
Karl Böhm hat dieses Stück einfach im Gespür, er lotet jedes Gran an musikalischer Stimmung aus. Die Wiener folgen ihm in gewohnt guter Weise, wenn es auch an mancher Stelle so laut wird, dass man um die Verständlichkeit der Sängerworte fürchtet. Alles in allem ist dieser Mitschnitt aber wirklich hörbar und eine Kaufempfehlung.
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am 20. Januar 2015
Wenn man sich zum Kauf dieses CD entschieden hat, weiß man was man zu erwarten hat und wird auch nicht in der Erwartung betrogen. Ein sehr gutes Klanggefühl, das weitestgehend mit einer Bühneninszenierung mithalten kann. Aber ich betone: weitestgehend!, denn der Kribbelfaktor blieb aus.
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am 16. Juli 2002
Diese Ausgabe der "Frau ohne Schatten" ist sicherlich eine Referenzaufnahme. Vier Hauptgründe sind hierfür zu nennen.
1.) das überzeugende Dirigat von Karl Böhm, der hier auch nicht zu kräftig gestrichen hat (ich bevorzuge die strichlose Aufnahme dieses grandiosen Musikdramas) und "seine" Wiener zu einem Höhenflug bringt.
2.) die grandiose Leonie Rysanek, eine der ganz Großen in der Rolle der Kaiserin, die zwar schon mit stimmlichen Problemen zu kämpfen hat (einen Spitzenton lässt sie aus). Aber diese Aufnahme ist ein Beispiel, dass auch im "Abendrot" einer Sänger-Karriere eine authentische und mit Glut erfüllte Interpretation möglich ist. Und die Rysanek IST hier die Kaiserin, sie singt sie nicht bloß.
3.) Die Besetzung der weiteren Rollen mit Berry und Nilsson, deren Namen (sie wird als erste genannt) natürlich verkaufsfördernd sein sollte. Berry gibt den Barak glaubwürdig und menschlich, Nilssons Färberin gerät manchmal etwas zu brünnhildenhaft (oder an Elektra erinnernd, das gibt sich nicht sehr viel)aber diese grandiose "Röhre" ist einfach ein Erlebnis.
4.) Es handelt sich hier um eine Live-Aufnahme der Wieder Staatsoper aus den 80er Jahren. Man fühlt die Besonderheit des Live-Mitschnitts und erlebt gewissermaßen die Aufführung neu.
Mit einem Wort: reinhören und kaufen... Wer dieses Werk wirklich liebt und versteht, wird diese Aufnahme lieben!
Zuletzt noch ein Wort zur Klangqualität: Für einen Live-Mitschnitt zu dieser Zeit wirklich hörenswert!
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am 6. Februar 2015
Verglichen mit anderen Aufnahmen von der Frau ohne Schatten, die ich habe (Karajan, Keilberth, Böhm, Solti, Sinopoli), diese ist fast allen anderen unterlegen, vor allem der von Solti und Sinopoli.
Die Konzertaufnahme (technisch nicht besonders gut aufgenommen, mit vielen Bühnen Geräuschen) ist ziemlich flach, „mechanistisch“ dirigiert, die „fabelhafte“ Rysanek finde ich überhaupt nicht überzeugend.
Fazit, besser Solti oder Sinopoli kaufen.
Mein privates Ranking von diesen fünf Aufnahmen wäre:
Nr 1. Solti
Nr 2. Sinopoli
...lange nichts...
Nr 3. Böhm
Nr 4. Karajan (akkustisch leider SEHR schlecht, was zerstört das Genuß)
Nr 5. Keilberth
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am 16. Juli 2002
Ja, das waren noch Zeiten, damals 1977: Leonie Rysanek und James King als Kaiser-Paar, Birgit Nilsson, immerhin auch schon 59 bei der Aufnahme, und Ruth Hesse als Amme, dazu die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm. In der Besetzung gibt es nicht einen Fehlgriff, die Philharmoniker sind prächtigst aufgelegt, und das Erlebnis könnte so perfekt sein...wenn nicht diese grauenvoll verwaschene Aufnahme wäre. Als ob im Publikum ganz hinten jemand ein Tonband hat mitlaufen lassen. Dies macht das Anhören dieser Aufnahme zu einer Qual, die weder über Lautsprecher noch über Kopfhörer empfehlenswert ist.
Man fragt sich, wenn man die Bayreuther Live-Mitschnitte der 60er Jahre kennt (besonders Knappertsbuschs "Parsifal",Böhms "Ring" und vor allem sein unübertroffener "Tristan") und diese mit dieser klanglich dürftigen Aufnahme vergleicht, wieso in Bayreuth in den 60er Jahren eine bessere Technik zur Verfügung stand als in Wien zehn Jahre später.
Also: drei Punkte für das Ensemble, zwei Abzug für die Sound-Qualität!
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am 13. August 2010
Das Stück, gewiss, ist dichterisch wie musikalisch routiniertes Kunstgewerbe. Inhaltlich also viel Lärm und mystisch-mythisches Brimborium rund um's Kinderkriegen; von Hofmannsthal mit dem Schmelz dargeboten, unter den er gottlob nun mal nicht fällt; von Strauss der Oberfläche entlang runterkomponiert ohne musikalische Bezüge jenseits der Märchenschicht des Firlefanzes. Das Ganze schielt penetrant auf Goethe, Mozart und Wagner, riecht aber überall nach Abklatsch.
Wenn schon: Dann diese gediegene Aufnahme im betagten, angestaubten Klanggewand. Ja, so hat man gespielt und gesungen, als Oper noch sinnfrei sein durfte: schön, edel, gläubig, abgehoben, gedankenlos.
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