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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
7
5,0 von 5 Sternen
Debussy: La Mer / Nocturnes / Jeux / Rhapsodie pour Clarinette et Orchestre
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 4. April 2017
Hier ist schon eine Menge sinnvolles und zurecht außerordentlich lobendes gesagt worden. Dennoch mag ich meine Verzückung über vorliegende Aufnahme kundtun(zumal der letzte Beitrag ja auch schon ein paar Jährchen her ist). Zwei Dinge verbinden mich jetzt schon besonders mit dieser Aufnahme (und der Images cd auch von Boulez mit den Clevelands). Zum einen die Tatsache , dass ich offenbar schon mehr direkt von Debussy beeinflusste Musik gehört hab als mir bewusst war. Und zum anderen nach so langer Beschäftigung mit Referenzaufnahmen aus dem Jazz und der Kammermusik(auch z.T. orchestrale Musik) immer doch noch auf Überraschungen zu stoßen , die den Horizont erweitern. Debussy hatte ganz klar pure kompositorische Genialität und einen sanft/radikalen visionären musikalischen Geist zu bieten. Ich habe ihn erst in jüngerer Zeit intensiv gehört und erstaunliche Rückschlüsse auf die gesamte musikalische Entwicklung im 20. Jahrhundert gespürt. Im klassischen Bereich selbst aber auch in der Jazzorchestrierung wie in der Filmmusik bis hin sogar zu einiger Popmusik
sind die Referenzen zahlreich und deutlich. Mehrere Vergleiche von den zahlreichen Einspielungen seiner wichtigsten Orchesterwerke lassen dabei keinen Zweifel zu ,dass Boulez etwas außergewöhnliches geschaffen hat. Die vorliegende Aufnahme (und die andere Boulez/Debussy Einspielung aus den 90ern) wird dem Komponisten wohl mehr als gerecht. Sie präsentiert die Musik als fragile Kostbarkeit. Das Cleveland orchestra performt so sehr als Einheit und klangorientiert, dass auch das aller letzte bischen orchestraler Muff und das Gefühl von irgendeiner unbestimmten Mittelmäßigkeit wie weggeschwemmt werden. Diese Präzision ist schlichtweg faszinierend. Es mag sein ,dass Boulez ein wenig "entweder oder" ist. Klar , analytisch, modern und federleicht präsentiert er die Musik von allem schwerfälligen Popanz befreit. Was bleibt ist pure Ästhetik und ein klarer Blick auf die genial komplexen musikalischen Geflechte aus Debussys Feder. Zum Teil im zügigen Tempo und doch nie hastig durschwebt er zusammen mit den Clevelands die Musik, die in gewisser Weise traumartig oder wie halluzinativ vorbeizieht.
Auch wenn diese tendenziell modernere Version wie gesagt auch polarisieren mag. Mit Abstand und offenem Geist betrachtet ist es schwer Boulez hier irgenwelche Vorwürfe zu machen. Diese Aufnahme ist nicht weniger als Zeugnis einiger der raffiniertesten und besten Kompositionen
der Musikgeschichte und ist auch klanglich und technisch referenzwertig.
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am 23. Juli 2005
Für Debussys Orchesterwerke ist Boulez der Interpret schlechthin. Die aufs Höchste verfeinerte digitale Klangtechnik kommt seinen strukturell-klanglichen Intentionen auf geradezu ideale Weise entgegen.
Die vorliegende Aufnahme der Nocturnes gehört sicher zu seinen besten Aufnahmen überhaupt. Man weiß gar nicht, was man mehr bewundern soll, die mythisch entrückte Aura des ganzen Werkes, die höchste Spielkultur der Clevelands oder die wunderbar ausgewogene Dynamik und Struktur der Tempi. 23 Minuten reinsten Hörerglücks.
Jeux ist das bedeutendste Orchesterwerk Debussys, wenngleich nicht allzu bekannt, was an seiner kühnen Formidee liegt. Das ganze Werk befindet sich in einem Status permanenter Neuschöpfung, Motive, Harmonien und Rhythmen entstehen aus dem Nichts, kombinieren sich mit spielerischer Leichtigkeit und vergehen wieder. Über allem liegt das unbestimmt Schwebende der Balletthandlung, einer subtilen erotischen Dreiecksgeschichte. Boulez hat darauf hingewiesen, dass der Hörer sich dem unvorhersehbaren und unberechenbaren Fluss der Musik anpassen und sozusagen ständig präsent sein muss. Die Umstellung der Hörgewohnheiten erfordert Mühe aber sie lohnt sich! Jeux dauert nur 16 Minuten, enthält aber virtuell Musik für eine ganze Stunde.
Nach der lieblichen Rhapsodie für Klarinette und Orchester beschließt Debussys bekanntestes Werk, La Mer, die fantastische Auswahl dieser CD. Es ist immer wieder verblüffend, wie der Hörer, der diese Hauptwerke zu kennen meint, angeleitet von Boulez' Interpretationen Neues entdecken kann. Beispielsweise lässt der Beginn des dritten Teils mit seinen düster abgeblendeten Gongschlägen auf einmal die Klangwelt von Weberns Orchesterstück op.6 Nr. 4 aufblitzen und das triumphale Übereinandertürmen der Themen im Finale verweist auf eine Debussy scheinbar völlig fern liegende Welt, nämlich die Schlusscoda von Bruckners 8. Sinfonie
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TOP 1000 REZENSENTam 17. Mai 2010
Claude Debussys schrieb einige grandiose Orchesterwerke. Mit dieser CD beweist Pierre Boulez, dass er zurecht als bester lebender Impressionismus Interpret bezeichnet werden kann.

Die bekannteste sinfonische Dichtung des Franzosen ist "La Mer". Lautmalerisch und voll und ganz im Zeichen des Impressionismus schafft es Debussy, einen Tag auf dem Meer in Musik umzusetzen. Im ersten Teil beschreibt er den Sonnenaufgang - ein leiser, pittoresker im Vergleich zum ravelschen aus "Daphnis et Chloé" - und das stille, sanfte Meer bis zum Mittag. Spielerisch und sehr farbig lässt er im zweiten Satz die Wellen spielen. Der Höhepunkt des Stückes ist der dritte Teil, in dem Debussy den Winde einen unfassbar farbenreichen Dialog mit den Wellen führen lässt.

Ähnlich ziseliert, in der Anlage nur etwas wuchtiger gebaren sich die "Nocturnes". Die drei Bilder dieses Zyklus' weisen keinen größeren Zusammenhang zueinander auf. Zunächst beschäftigt sich Debussy mit den Wolken. Die düsteren und geheimnisvollen Klangimpressionen, die der Meister hier projiziert, sind wirklich einmalig. In den "Fêtes" hingegen gibt er sich ganz gelassen und losgelöst frei. Auch hier ist der dritte Teil das Highlight. Debussy greift die düstere Stimmung des ersten Teiles wieder auf und führt den Hörer auf eine schreckenhafte Fahrt zu den Sirenen. Er setzt einen wortlosen Frauenchor für die Sirenen ein - eine sehr erlesene Nuance!

Eines seiner spätesten Orchesterwerke ist "Jeux". Dieser Geniestreich wird auch heute noch hinlänglich vernachlässigt, obschon es sich um eines der besten Werke Debussys handelt. Es beschreibt lautmalerisch auf höchstem Niveau einen heißen Sommertag. Man stelle sich einen Stadtpark vor, in dem einige Menschen Picknick machen, einen betriebsamen Tennisplatz - daher der Name - und irgendwo in der Ferne ein Fest oder ein Marsch. Das Stück ist sehr facettenreich und eines von Debussys buntesten und abwechslungsreichsten Oeuvres.

Als Zugabe gibt es die Rhapsodie für Klarinette und Orchester, ein verträumtes Stück, in dem die Klarinette weniger mit dem Orchester konzertiert, als vielmehr gemeinsam mit diesem pastorale Klangwelten erschließt.

The Cleveland Orchestra spielt diese Stücke fehlerfrei, bis ins letzte Momentum transparent, aber dennoch mit dem richtigen Gespür für diese Werke. Boulez ist im Bereich des musikalischen Impressionismus einfach ungeschlagen. Keiner, kein Karajan, kein Dutoit, kein Abbado kommt an diese Perfektion heran. Die Aufnahmequalität ist hervorragend.

Fazit: Wohl eine der besten CDs aus dem umfangreichen Sortiment der DGG - unerreicht auf Jahrzehnte!
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am 31. Januar 2010
Clarté ergänzt durch reife Gelassenheit ermöglichen es Pierre Boulez ein weiteres Mal sich den Orchesterwerken Claude Debussys in maßstabsetzender Weise anzunehmen. Den ersten Einspielungen aus den Sechzigerjahren haftet etwas so einzigartig Frisches und Singuläres an, dass man sich kaum eine Steigerung vorstellen mag. Was den vorliegenden Aufnahmen aus den Neunzigerjahren dennoch Reiz verleiht, ist die unvergleichliche Souvernänität durch lang gereifte Erfahrung und weit überlegene Gelassenheit. Es gibt so viele Interpretationen mit Theaterdonner, mit Lightshow und dem ganzen Sensationsbrimborium sich totlaufender Entertainementstrategien. Nichts davon wendet Boulez auf, im Gegenteil, er spart nach wie vor mit all den Sensationen und Eintagsknallern, um einem Werk gerecht zuwerden, das mehr mit japanischen Farbholzschnitten denn mit konventionellen Entertainementshows zu tun hat. Insofern erhalten diese Aufnahmen wiederum Pionierstatus im Sinne von weniger ist mehr: die Partituren Debussys enthalten all die Linienführung und Farbgebung, die das Orchester zu impulsieren hat, damit im Zuhörer die Impressionen live entstehen können. Was von diesem Prozess in digitalisierter Form überhaupt tranferierbar ist, kommt hier durchaus rüber. Bleibt zuwünschen, dass diese Maßstabsetzung von Interpreten und KLangkörpern auch als solche erkannt und als Orientierung genommen wird. DA gibt es durchaus hoffnungsvolle Vorstöße nachfolgender Dirigentengenerationen!
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am 26. November 2013
Diese CD öffnet in ihren 70 Minuten Spieldauer einen feinfarbigen und sehr schlüssigen Debussy-Mikrokosmos. Man taucht ein in eine Welt zartest dargebotener Melodiefragmente in der alles zu schweben scheint und pastellfarben schimmert. Nichts Grobes, Vordergründiges oder Unkontrolliertes stört hier - Boulez lässt das Orchester die Stücke wie etwas sehr zerbrechliches, ungeheuer kostbares spielen.

Die Aufnahme besitzt eine hohe Transparenz, was der Musik Debussys und Boulez Interpretation mit ihren Myriarden an feinen Strukturen und aquarelligen Klangfarben sehr zu Gute kommt. Die Aufnahmetechnik hat dabei der Versuchung widerstanden, die Höhen zu betonen, so dass von den Klangfarben eine schöne, leicht warme Tonalität resultiert ohne jegliche überzogene Fülligkeit.
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am 28. Oktober 2008
Claude Debussy (1862- 1918), der Vertreter des musikalischen Impressionismus stellt ein Bindeglied zwischen Romantik und Moderne dar. Sein Stück "Nocturnes" [Die Nacht] ist ruhig, getragen, geheimnisvoll und Debussy geht bereits experimentell an das Zusammenspiel zwischen Orchester und Frauenchor heran. Es ist in drei Teile untergliedert "Nuages" [Wolken], "Fêtes" [Feste] und "Sirènes" [Verführerinnen], wobei besonders "Sirènes" fremdartig, schwebend und ein wenig wie Filmmusik aus den 50er Jahren klingt.

Die "Première Rhapsodie" ist ein ähnliches Werk mit ähnlichem Klangkörper, wie "Nocturnes", mit einzelner Klarinette, sehr gut vorgetragen von Franklin Cohen. "Jeux" [Spiele] ist mit 16 Minuten das längste Stück auf der CD und ist, wie der Name schon sagt, verspielter, schneller und abwechslungsreicher, als die vorherigen Stücke.

"La Mer" [Das Meer] ist ein imposantes Meisterwerk der symphonischen Musik, das mich immer wieder beeindruckt. Mit dem langsamen "De l'aube à midi sur la mer" [Morgengrauen bis Mittag auf dem Meer] beginnt die sinfonische Dichtung, bei der ich mir den Charakter des Meeres immer sehr gut vor Augen führen kann. Ruhe und Kraft liegen darin, genauso wie Macht und Gefahr. "Jeux de vagues" [Spiel der Wellen] ist ein Auf und Ab von musikalischen Themen, die das Wellenspiel m.E. sehr gut hörbar machen. Der absolute Höhepunkt der CD und auch des Werkes "La Mer" ist der dritte Teil "Dialogue du vent et de la mer" [Dialog zwischen Wind und Meer] - gewaltig, mächtig, unheilvoll und zugleich doch mit majestätischer Würde. "La Mer" beschließt mit einer furiosen Schlusssequenz und liefert uns ein stürmisches Ende!

Das Cleveland Orchestra + Chorus unter der Leitung von Pierre Boulez trägt Debussys Werk großartig vor und überzeugt mit jeder Note.
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am 25. Februar 2013
Ich habe die CD an meinen Schwager verschenkt, der ein guter Kenner der klassischen Musik ist, und er hat sich über dieses Geschenk sehr gefreut.
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