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am 28. Oktober 2007
Nachdem sich die Aufregung um die Rekonstruktion des unvollendeten vierten Satzes von Bruckners Neunter wieder gelegt hat, kann man sich wieder gelassen der dreisätzigen Version zuwenden, die von den Hörern offensichtlich schon seit jeher als vollständig empfunden worden ist. Und welcher Dirigent wäre für diese Rückbesinnung besser geeignet als Carlo Maria Giulini? Der Rezensent erinnert sich dankbar an dessen Aufnahme mit dem Chicago Symphony Orchestra, die ihm vor fast 30 Jahren das Tor zu Bruckner mit wahrhaft ekstatischen Hörerlebnissen öffnete.
Die vorliegende zwölf Jahre später entstandene Einspielung mit den Wiener Philharmonikern übertrifft die frühere womöglich noch an Radikalität der Deutung. Kompromisslos werden die klanglichen Schärfen von Bruckners Schwanengesang herausgestellt, die an vielen Stellen bestürzende Modernität seiner Harmonik und Melodik. Dabei ist die Darstellung völlig frei von sentimentalen Verzerrungen - die bei Bruckner gefährlich nahe liegen - dank des ruhigen Atems, der von der ersten bis zur letzten Minute waltet und auch bei den erschütternden Höhepunkten durchgehalten wird. Dieser Atem weitet den Klangraum und führt ganz natürlich zu einem langsamen Tempo in den Ecksätzen, ohne dass sich beim Hörer der Eindruck des Schleppens einstellt. Exemplarisch lässt sich das an einer heiklen Stelle der Partitur, dem Einsatz des Seitenthemas nach dem zweiten C-Dur Ausbruch im dritten Satz (bei 16:09) belegen: Was in anderen Einspielungen wie ein plötzlicher Spannungsabfall, eine Ermattung erscheint, wirkt hier als durchaus schlüssiger Übergang.
Das Scherzo andererseits überrascht den Hörer mit den luftigen, tänzerisch beschwingten Pizzicati zu Beginn, nach denen freilich die stampfenden Marcato-Felder umso schockierender wirken. Das schöne Trio wird nicht geisterhaft verhuscht und damit verflüchtigt, sondern unbefangen ausmusiziert.
Das Finale, mit seiner sich selbst auflösenden Form, stellt für jeden Dirigenten eine große Herausforderung dar. Giulini setzt auf die dramaturgische Wirkung der beiden geballten C-Dur Akkorde (bei 2:07 bzw. 15:08) und des dissonanten Zusammenbruchs gegen Ende (23:44). Die C-Dur Akkorde sind gleichsam Spalten des Klangewölbes, aus denen gleißend helles Licht strömt, während die große Dissonanz die ganze Kathedrale, die im ersten Satz noch so majestätisch errichtet wurde, zum Einsturz bringt. Diese Stelle zählt sicher zu den geheimnisvollsten in der gesamten sinfonischen Literatur: Ist sie eine Vorwegnahme des eigenen Todes oder, wie anspielungsreich gesagt wurde, das Ineins von Lust und Gnade? Die erhabene Ruhe der abschließenden Coda gibt darauf keine eindeutige Antwort.
Diese Aufnahme aus dem Jahr 1988 ist zu Recht legendär geworden und immer noch erste Referenz. Im Großen Musikvereinssaal von Wien mit dessen delikater Akustik live aufgenommen, klingt sie im Übrigen wie eine perfekte Studioaufnahme.
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am 17. Oktober 2006
Diese Aufnahme der 9. Sinfonie von 1989 unter dem späten Carlo Maria Giulini ist sicherlich eine der besten Aufnahmen des Katalogs. Hier stimmt einfach alles! Das Werk wurde mit sehr guter Technik im Musikvereinssaal in Wien aufgenommen und ist unglaublich gut durchhörbar eingefangen. Durch die Tatsache, daß es ein Livemitschnitt ist, kommt die unerhörte Spannung, Intensität und Schönheit, die Giulini diesem Werk angedeihen läßt, trotzdem ohne aufnahmetechnische Abschläge beim Hörer herüber. Die vom genialen Leonard Bernstein kurz darauf entstandene Einspielung von Bruckners 9. mit den Wiener Philharmoniker im selben Saal, kommt -obwohl durchaus interessant- hier nicht einmal interpretatorisch sowie aufnahmetechnisch in die Nähe.

Giulini weiß um den Geist Bruckners, er musiziert die Phrasen fast mit Celibidache'scher Größe aus und hält die Spannungsbögen bis zum Schluß. Kein Takt ist uninspiriert oder akademisch heruntermusziert. Leider sind solche großen interpretatorischen Leistungen in unserer heutigen Zeit sehr selten geworden und deshalb unbezahlbar und unwiederholbar und dieses noch auf höchstem Aufnahmeniveau. Ein Muß für alle Brucknerliebhaber. Carlo Maria Giulini ein großer Dirigent, ein großer Mensch. Höchste Bruckner-Referenz!
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am 2. Februar 2003
Wer Bruckners Werke kennt und bereits die ein oder andere Versionen der 9ten besitzt und glaubt, das Nunplusultra vorliegen zu haben, der irrt. Ich zumindest kenne keine andere Kombination, in der diese Aufnahme so grossartig zelebriert wird. Weder Wand, noch Karajan, Jochum oder auch Celibidache - und diese Herren verstehen ihr Handwerk, kommen an dieses Werk heran. Giulini verlangt den Wienern alles ab - und er bekommt alles. Diese Aufnahme, tontechnisch perfekt - ist ein Ohrenschmaus par excellance. Optimale Abtimmung, die Tempi eher forsch und energisch ergeben neben der vollen und prallen Symphonik ein gigantisches Symposium, das seines Gleichen sucht. Leidenschaft und Dramatik werden in dieser Aufnahme gelebt. Toll, einfach nur toll - eine wunderbare CD, die süchtig macht!
Ob als Erstanschaffung oder als Vergleich - Begeisterung und Faszination ist garantiert.
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am 3. Oktober 2013
Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Diese Aufnahme ist eine Sternstunde! Möglicherweise die beste Aufnahme der 9. Symphonie, mit Sicherheit in ihrer Gesamtheit die beste Aufnahme, die ich je gehört habe und ich kenne inzwischen sicherlich an die 20 Aufnahmen, die großen mit Schuricht, Wand, Celibidache und Co. inkludiert. Giulini dirigiert Bruckner mit langem Atem, großer Geste, aber auch mit Respekt und Demut, er bemüht sich um jede Phrase, nichts wird überhuscht oder überlesen, jeder Note wird Bedeutung beigemessen. Er hält die großen Spannungsbögen, manche Phrase wirkt bis zum Zerreißen gespannt - eine weitere Steigerung scheint nicht möglich, seine Tempi sind breit, aber immer geradezu verblüffend logisch und nie gehetzt. Der Kopfsatz - wohl Bruckners ausladendster und dramatischster - gewinnt durch Giulinis Bedacht enorm an Tragweite und Präsenz, ohne sich hierbei in allzu breiten Tempi zu verlieren, wie dies mitunter bei Celibidache passiert (dessen Aufnahme großartig ist - wohlgemerkt), die Steigerungen sind enorm, geradezu dramatisch - hier spürt man auch wie gut das Orchester wirklich sein kann - ich habe die Wiener Philharmoniker selten so motiviert und im positiven Sinne "genervt" erlebt, sie scheinen richtig unter Strom zu stehen. Und nicht zuletzt die hervorragende Aufnahmequalität trägt wesentlich zu dieser elektrisierenden Atmosphäre bei. Im Scherzo sind die Pizzicati wie mit einer Rasierklinge gezupft, das sonst oft so beiläufig verhuschende Trio wird zum geisterhaften Tanz. Im Adagio schließlich nimmt sich Giulini viel Zeit um die weitläufige Struktur des Satzes zu erkunden und fügt schließlich alle Spannungsbögen zum friedlichen Ausklang zusammen. Wieviel man hier falsch machen kann, möchte manch einer gar nicht meinen ( ich empfehle hierzu die Aufnahme unter Harnoncourt anzuhören - schaurig!).

Ich erlaube mir hier noch eine kurze Bemerkung zur Vier - Satz - Version der Symphonie, die ja durch die Aufnahme von Rattle in jüngerer Zeit wieder ins Gespräch gekommen ist: Freilich mag Bruckner viel an einem 4. Satz gelegen sein, soviel, daß er sogar das Te Deum "in Kauf" genommen hätte. Freilich mögen die Fragmente beinahe lückenlos sein, eine Rekonstruktion verhältnismäßig einfach sein und die Vervollständigung daher möglich. Freilich lehrt uns die über Jahrzehnte falsche Aufführungspraxis der Brucknersymphonien, daß hier wohl noch Nachkorrekturen sinnvoll sein könnten, ja sollte etwa gar die 9. die am längsten falsch gespielte und in ihrer Version verfremdete Symphonie Bruckners sein?
Oder?... Oder wollen wir uns einfach nicht mit dieser in ihrer Unvollständigkeit so perfekten Symphonie abfinden? Könnte es nicht sein, daß eine Fortführung der Musik nach diesem "göttlichen" Adagio nicht mehr möglich war und ein 4. Satz hier nur mehr einen Appendix bildet, der keine weitere Steigerung mehr erzielen kann? Beim Anhören des 4. Satzes überkommt einen - trotz aller Schönheit der Musik - ein wenig dieses Gefühl... Nicht umsonst "haderte" Bruckner jahrelang mit dieser Symphonie, könnte es gar sein, daß der, dem die Symphonie gewidmet ist, selbst diese Entscheidung fällte??? Ich denke in Anbetracht dieser Klänge - gleichsam die finale Apotheose der Brucknerschen Musik - dürfen wir uns zu solch mystischen Verirrungen hinreißen lassen!!!
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am 15. Oktober 2015
Häufig werden Bruckners Symphonien als Klangkathedralen bezeichnet. In dieser Aufnahme gelingt es Maestro Giulini, wie bisher keinem anderen durch perfekt gewählte Tempi, große dynamische Spannweite, spannende sowie erschütternde Phrasierung und nicht zuletzt, durch die exzellent spielenden Wiener Philharmoniker, einen Meilenstein in der Brucknerdiskographie zu setzen. So kann diese Aufnahme getrost als absolute und unübertroffene Referenzeinspielung der 9. Bruckner betrachtet werden. Auch aufnahmetechnisch die Aufnahme ein Meilenstein, in Digitaltechnik aufgenommen, gehört diese mitunter zu den am besten klingenden Veröffentlichungen der Deutschen Grammophon. Ich kann nur jedem Brucknerliebhaber eine Kaufempfehlung aussprechen.
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am 6. Dezember 2005
Bruckners letzte und unvollendete 9. Symphonie wird von Giulini würdevoll, monumental und mit viel Gefühl dirigiert und von den Wiener Philharmonikern entsprechend umgesetzt. Obwohl als Liveaufnahme deklariert, wurde bezüglich des Klanges ein äusserst transparenter und klarer Tonteppich erreicht, der im Scherzo temporeich und monumental einfährt. Das Adagio wurde von Giulini sehr feierlich umgesetzt und bekommt so ein ganz spezielles Bild, das der im Angesicht des Todes von Bruckner geschriebenen Partitur vermutlich sehr nahe kommt. Alles in allem eine hervorragende Bruckner Interpretation die es sich lohnt zu kaufen.
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TOP 500 REZENSENTam 12. August 2014
Die 9. Symphonie gehört zu den Bruckner-Symphonien, denen ein "glückliches" Schicksal beschieden ist, wenn man die Zahl guter bis sehr guter Aufnahmen betrachtet (natürlich Celibidache, Wand, Furtwängler, etc.). Hier werden wir aber Zeuge einer besonderen Bruckner-Sternstude:
Giulini dirigiert mit großer Ruhe und Innenspannung eine in sich ungemein geschlossene Wiedergabe dieses "hymnischen" Werks. Und trotz (oder gerade wegen?) der langsamen Tempi schafft es Giulini, den Spannungsbogen zu halten, diesen immer wieder zu steigern und das Werk immer als Ganzes zu sehen (nicht wenigen Dirigenten droht diese Symphonie zu zerfallen). Und Giulini hat auch die "geistige Tiefe", um dem Adagio eine Art Transzendentalität zu verleihen, die einen tief bewegt zurücklässt. Wenn das Adagio so verklingt, stellt sich die Frage nach einem möglichen 4. Satz nicht mehr, man hat den Eindruck, dass danach einfach nichts mehr kommen kann.
Die Wiener Philharmoniker, bei Bruckner häufig so etwas wie eine sichere Bank, übertreffen sich hier selbst: über dem warmen Streicherklang erheben sich die Bläser (v..a. die Hörner, ein wahrer Genuss) wunderbar harmonisch, ohne je der Gefahr des Lieblichen ausgesetzt zu sein. Als ob auch sie gespürt haben, dass sie Zeuge werden, bzw. beteiligt sind an einer (Bruckner-) Sternstunde.
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am 23. April 2013
Das Stück wurde schon sehr oft eingespielt, doch diese Aufnahme ist ohne Konkurrenz. Die großen brucknerschen Spannungsbögen schrauben sich bei Giulinis gemächlichen Tempi zwar langsam in die Höhe, es wird aber ausnahmslos ausdrucksvoll und klangschön musiziert, so das es immer aufregend bleibt. Eine Freude ist auch die Aufnahmetechnik: Der Raumklang aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins ist grandios, eine wahre Sternstunde der Aufnahmetechnik und der Bruckner-Diskographie !
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am 12. März 2014
Selbst im Jahre 2014, in dem soeben die neueste Einspielung dieser Sinfonie mit Haitink und dem LSO erschienen ist, hat Giulini's Dirigat am meisten Gefühl, Leidenschaft und Spiritualität. Doch genau darum ging es Bruckner doch - nämlich um den Übergang vom Leben zum Tod. Es ist wirklich erstaunlich, wie hervorragend die Aufnahmequalität ist - räumlich, atmend, konturscharf und warm. Die Schlaginstrumente kommen völlig unverwischt 'rüber - bei vielen klassischen Aufnahmen immer wieder ein Problem. Ich vergleiche diese Einspielung mit denen von Haitink (2014) und Barenboim (1991) und ziehe die Konsequenz: Giulini bleibt in der Sammlung (Rattle mit seinen 4 Sätzen auch), Haitink und Barenboim müssen gehen.
Bravo!
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am 26. Juli 2015
Ja, es sind gedehnte Tempi und Giulini versenkt sich und die Musiker und die Zuhörer in Tiefen, in die nur wenigen gegönnt ist vorzustoßen. Ist es ein Konzert oder ein Gebet oder einfach Mystik? Machtvoll und doch besänftigend der Erste Satz, irrwitzig und doch mikrologisch präzise der Zweite, eine orchestrale Himmelfahrt der Dritte. Wer noch kein Brucknerianer ist, wird es nun.
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