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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 12. Juni 2015
Seit ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1987 wird über diese "Pathétique" heftig diskutiert und gestritten, die Meinungen von Fachkritik und Musikpublikum klaffen weit auseinander.
Obwohl ich selbst mindestens ein Dutzend Aufnahmen von Tschaikowskys Sechster im Schrank habe, darunter so hochkarätige wie die von Fricsay (DGG), Fritz Reiner (RCA), Toscanini (RCA), Abbado (DGG), Karajan (DGG) und die beiden von Mrawinsky (ebenfalls DGG), hat mich doch irgendwann die Neugier gepackt; ich wollte diese ungewöhnliche Interpretation kennenlernen.
Das ist inzwischen geschehen, und ich muß freimütig sagen, daß ich die Begeisterung der anderen Rezensenten nicht teilen kann. Die ersten drei Sätze weisen bereits sehr gedehnte Zeitmaße auf, wenn ich sie mit Bernsteins Kollegen vergleiche, aber der Finalsatz, der die Satzbezeichnung "Adagio lamentoso - Andante" trägt und üblicherweise ca. 9 Minuten in Anspruch nimmt, wird von Bernstein auf über 17 (!) Minuten zerdehnt (fast würde man sagen: wie Kaugummi in die Länge gezogen), und das geht nach meinem Empfinden doch erheblich zu weit. Von einem "Andante" kann hier wirklich nicht die Rede sein, vielmehr kommt mir das gesamte Finale eher wie ein einziges "Largo lamentoso" vor.
Selbstverständlich kann man hier die künstlerische Freiheit ins Feld führen, und ich gestehe einem Künstler vom Format Leonard Bernsteins das Recht zu, seine persönlichen Vorstellungen zu verwirklichen, aber anfreunden kann ich mich mit diesem geballten Seelenschmerz ganz und gar nicht. Sensible Menschen könnten dabei leicht in Depressionen verfallen. Ich gestehe, daß es mich nicht wenig Mühe gekostet hat, den Satz bis zum Ende durchzuhören, nicht weil ich befürchte, trübsinnig davon zu werden, sondern weil ich den Eindruck hatte, daß die Musik ganz einfach nicht vom Fleck kommt. Bernstein badet geradezu in seinen Gefühlen, daß man fast befürchten muß, er würde noch vor dem Schlußakkord in seinen eigenen Tränen ertrinken .......
Als Beispiel für eine total aus dem Rahmen gefallene Interpretation und als Vergleichsobjekt ist die CD gut geeignet, aber mit so viel überbordender Sentimentalität bin ich ganz einfach überfordert.
Klangtechnisch ist die Digital-Aufnahme aus 1986 in bester Verfassung, und das New York Philharmonic Orchestra läßt sich voll auf Bernsteins Wünsche ein und spielt hervorragend. Auch das bebilderte Booklet weist keine Mängel auf.
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am 26. August 2003
Es gibt einige gute Aufnahmen von der 6. und diese gehört zu den exzellenten. Bernstein besticht wie so oft durch seine unglaubliche Liebe zum Detail, auch wenn sich das Stück dabei in die Länge ziehen kann. Hier dauert knapp eine Stunde was sonst zwischen 45-50 min. zu liegen kommt, meiner Meinung nach absolut zurecht, denn gewisse Abschnitte kann man einfach nicht genug "langsam" spielen. Es ist kein Stück, welches man sich nebenbei anhören kann. Es braucht viel Geduld, Konzentration und ein ruhiges Umfeld, um das nötige Verständnis für die Symphonie zu entwickeln, welche musikhistorisch einen so denkwürdigen wie tragischen Moment darstellt. Tchaikovsky verstarb wenige Tage nach der Uraufführung. Wahrscheinlich war es Suizid, in den die Gesellschaft ihn damals getrieben hatte. Bernsteins Interpretation gleicht einer späten Würdigung und Ehrerweisung Tchaikovskys, welcher ein absolutes Meisterwerk geschaffen hat. Es scheint, als wolle Bernstein die Symphonie und das "zuletzt Gesagte" allen nochmals zugänglich machen.
Neben dem unglaublich weit ausgespielten 1. und 4. Satz imponiert Bernstein auch duch seine Interpretation des 2. Satzes - einer Art Walzer im 5/4 Takt, welche in anderen Aufnahmen zu Strauss'scher Heiterkeit neigt - durch eine nicht aufkommend wollende Fröhlichkeit, was möglicherweise damit zu tun hat, dass Tchaikovskys Stimmung zu Zeit der Verfassung kaum diesem entsprach und Berstein sich auch nicht wirklich danach fühlt.
Alternative: Aufnahme mit Fedoseyev
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Die Wahrnehmung von Musik ist immer etwas sehr Persönliches. Für mich ist Musik genau dann großartig, wenn ich sie mit meinem persönlichem Erleben verbinden kann, wenn sie Relevanz für mein Leben hat. Und es gibt nur wenig Musik, der das gelingt. Die Symphonie Nr. 6 von Tchaikovsky - besonders ihr 3. Satz - ist ein Beispiel für eine Musik, die über den Moment des Hörens hinaus eine Bedeutung für mich hat. Sie hilft. Sie hilft mir in meinem Leben. Seit vielen Jahren.

Umso höher die Ansprüche an das eigene Leben sind, umso mehr geht auch schief. Wut und Frust, kleinere Hindernisse und größere Ärgernisse, Phasen nahe dem Burnout, Familienfehden und Ehekrisen, all das kann an Bedeutung verlieren, wenn man nur diese Musik hört. Dieser dritte Satz baut einen auf. Er spricht zu einem. Ich meine einmal gelesen zu haben, dass die Besonderheit des Menschen gegenüber den anderen Mitgeschöpfen auf dieser Welt genau in den beiden Fähigkeiten zur Sprache und zur Musik liegt. Und kaum ein Stück Musik illustriert besser, wie nahe die Musik an der Sprache sein kann, wie sehr sich diese beiden Fähigkeiten ergänzen. Eine Botschaft erreicht den Zuhörer, auch ohne dass hier in der Musik Worte verwendet werden. Es ist ein durchdachtes Stück Musik, was wir hier hören. Ein Thema fängt leise an, wird modifiziert, steigert sich, neue Ideen ergänzen sich im Verlauf bis alles in einen widerum durchdachten Höhepunkt mündet, an dem alles klar und einfach, und dennoch mitreissend erscheint. Es gibt einen Text von Tolkien im Silmarillion, in dem die Schöpfung der Welt durch die Götter nicht viel anders beschrieben wird. Lese ich diese Passagen, so denke ich an Tchaikowsky. Höre ich diese Musik, so erinnert sie mich an die Fähigkeit des Menschen zur Schöpfung, und damit auch an meine eigene Fähigkeit als Mensch, Dinge zu erschaffen. Seien es Gedanken, Gegenstände, Lösungen, Texte, Beziehungen zu Menschen.

Viele, die die Pathetique zum ersten Mal hören, fühlen sich an ein Requiem erinnert. Dies mag nicht zuletzt daran liegen, dass die Sinfonie nach dem euphorischen, dritten Satz still und leise und fast etwas traurig endet. Nun hat diese Musik auch im Leben des Komponisten einen besonderen Platz. Sie steht am Ende eines Lebens, das ein schweres war und zu früh - nur kurze Zeit nach der Vollendung dieses Werkes - endete. Tchaikowsky hatte es nicht einfach, und er hat sich sein Leben auch nicht einfach gemacht. Er war homosexuell, in einer Zeit, in der dies von seiner Umwelt nicht akzeptiert wurde. Seine Ehe mit einer Frau endete in einem Desaster. Seine Musik war zu Lebzeiten oft umstritten, er hatte viel Kritik einzustecken, gerade von Menschen, die ihm wichtig waren. Aber er hat sein Ding durchgezogen, und damit im Bereich Musik etwas hinterlassen, was noch über hundert Jahre für viele Menschen Relevanz hat und haben wird. So wie diese 6. Sinfonie, die in ihrer Gesamtheit auch für eine Biographie stehen kann. Erst einmal fängt das Leben langsam und unsicher an, es gibt in der Jugend ein paar Stürme. Dann ist man erwachsen, im vollen Besitz seiner Fähigkeiten. Man macht ein Fass auf (im dritten Satz). Und dann ist es aber auch gut, und man kann notfalls sogar in Ruhe sterben. Denn es ist vollbracht.

Noch ein Wort zu dieser Aufnahme. Die Pathetique mit ihrem dritten Satz kann man auch wie einen Gassenhauer spielen, schnell, dramatisch mit viel Rhythmuss. Man merkt dieser Musik ihr Alter nicht an, und viele Aufnahmen spielen entsprechend aktueller Hörgewohnheiten das alles ziemlich schnell herunter. Ohne jetzt ein Spezialist für klassische Musik zu sein: Hier in dieser Aufnahme wirkt das zuerst etwas ruhiger, bringt aber die die vielen, versteckten Kleinigkeiten in der Partitur besser zur Geltung. Man hört mehr, mehr als es in anderen Aufnahmen der Fall zu sein scheint. Hier entfaltet sich die Musik in ihrer vollen Breite.

Vielleicht hilft ja dieses wunderbare Stück Musik auch noch im Leben von ein paar anderen Menschen.
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am 24. Juni 2015
Normalerweise halte ich mich mit solchen drastischen Aussagen zurück, zumal Leonard Bernstein ein von mir sehr geschätzter Dirigent ist; (u.a. seine Beethovenaufnahmen, Mahlersinfonien, Opern, z.B. Tristan und Isolde nach meinem Geschmack größtenteils gut bis sehr gut) aber:
frei nach Faust "oh verweile doch du Augenblick du bist so schön", wird im 4. Satz, was sich in den vorherigen Sätzen schon andeutet, jeglicher Spannungsbogen durch das langsame Tempo, (fast doppelt so langsam wie bei Mrawinski) zerstört. Statt Dramatik, Trauer, Verzweiflung kommt nur eines auf: Langeweile. Dieser Hang Tempi zu dehnen ist bei Bernstein häufig anzutreffen, oft im Interesse der Musik aber diesmal...(s.o.)
PS: Höre gerade die, wie ich finde sehr schöne Aufnahme der 6. von Giulini, (direkt im Anschluss an die Bersteininterpretation); ja so oder ähnlich könnte sie klingen, die 6. von Tchaikovski....
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am 1. März 2015
Mit Genuss habe ich mir dieses Meisterwerk angehört. Ruhe und Ausgeglichenheit sind das Ergebis dieses Klangerlebnisses. Unbedingt weiter zu empfehlen
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am 16. Januar 2014
ich habe die cd an jemanden verschenkt, der gerne Klassik hört. Er ist sehr begeistert und hört die CD mit Begeisterung
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