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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
2

am 17. November 2005
Karajans Interpretation - da mag Paddy Both Recht haben - ist sicher nicht die authentischste, zu dieser Erkenntnis ist man bereits vor Jahren gelangt, egal ob es sich um Bach oder Beethoven handelt. Doch ist diese Betrachtungs- und Beurteilungsweise Maßstab aller Dinge? Definitiv nicht!! Karajan war ein großartiger Künstler, der es verstand, im Bereich der klassischen Musik unbeschreibliche Stimmungen durch seine Aufführungen und Interpretationen zu erzeugen. Auch wenn Barockmusik nie mehr so interpretiert werden wird und Karajan bei der Masse der Klassikkonsumenten aus der Mode gekommen zu sein scheint - meine Hochachtung vor seiner Persönlichkeit und seiner unvergleichlichen musikalischen Gestaltungsweise wird niemals verloren gehen!
Beachtenswert ist bei Karajans H-Moll-Messe bereits die exzellente Solistenauswahl. Schon allein die Janowitz macht diese Aufnahme außergewöhnlich innig-religiös. Auch die Besetzung für die Instrumentalsoli in bestimmten Nummern ist spitzenmäßig. Thomas Brandis singt auf seiner Violine und ist doch angemessen zurückhaltend gegenüber dem Gesang. Der zurecht weltberühmte Flötist James Galway spielt mit einer beispiellosen rhythmischen Perfektion und dabei doch mit einer wunderbar klangvollen Tongebung und mit einer unerreicht himmlischen Leichtigkeit, daß man sich fragt, wann er beim Spielen überhaupt atmet. Die chorische Leistung des Wiener Singvereins ist nicht immer durch absolute Präzision gekennzeichnet, aber durch Karajans Dirigat schon allein dynamisch sehr vielseitig und insgesamt enorm lebendig, farbig und ausdrucksstark.
Von den vielen Aufnahmen, die von diesem Werk auf dem Markt sind, gehört die Einspielung Karajans für mich immer noch zu den besten.
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 27. November 2002
(Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich wirklich die selbe CD meine, da das Cover etwas anders aussieht. Auf meinem Exemplar sieht man einen nachdenklichen Karajan in s/w, und die Aufnahme ist von 73/74.)
Nun, meine Kritik fällt nicht so gut aus. Für meinen Geschmack hat Karajan viel zu massiv orchestriert, sodaß ich bei Tuttistellen schon fast an seine Beethoven-Interpretationen denken muß. Vieles verschwimmt und wirkt undifferenziert. Sowohl im Chor als auch im Orchester. Besonders gravierend finde ich an vielen Stellen die Blechbläser (cum sacto spirito, et resurrexit u.a.), die nicht vermuten lassen, daß man es mit den Berliner Philharmonikern zu tun hat. Ich dachte, daß man in diesem Orchester Kiekser und intonale Schwächen nicht duldet. Ohne ins Detail zu gehen möchte ich aber doch die Sänger, und zwar die Solisten loben, wobei ich das nicht so gut einschätzen kann. Am meisten beeindruckt hat mich das Violinsolo vom "Laudamus te" im Duett mit dem Alt. Für mich einer der wenigen Glanzpunkte dieser Aufnahme. Auch die anderen Arien sind meiner Meinung nach gelungen interpretiert, vielleicht manchmal mit zu viel Pathos. Ich habe Bach nie persönlich kennengelernt, aber ich schätze ihn nüchterner, oder anders, demütiger ein. Ich unterstelle Karajan jetzt einmal einen Hang zum kräftigen und funkelnden Auftrit, der in meinen Augen an der Aussage der Messe, gerade in der detailverliebten Komposition Bachs in h-moll, vorbeidonnert.
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Produktion dem Standard der Deutschen Grammophon wirklich gerecht wird. Mein Fazit lautet: nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut.
Paddy Both
8 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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