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TOP 500 REZENSENTam 11. Oktober 2006
Ich gehöre wahrlich zu den Verehrern des großen Dirigenten Herbert von Karajan, muß aber eingestehen, daß seine Bach-Interpretationen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, mich nicht sonderlich überzeugen können. Sie sind mir denn doch zu konventionell, zu sehr den Traditionen des 19. Jahrhunderts verhaftet.
Das trifft im Besonderen auf seine diversen Einspielungen der Brandenburgischen Konzerte zu, in denen er (die bestens disponierten) Berliner Philharmoniker für meinen Geschmack in viel zu starker Besetzung aufspielen läßt. Spieltechnisch ist zwar alles perfekt, die von Konradin Groth geblasene Trompete im zweiten Konzert klingt so leicht und beweglich wie eine Flöte, aber trotzdem ist nach meinem Dafürhalten nicht viel mehr als gehobene Unterhaltungsmusik herausgekommen. Daß es sich nicht um besonders werkorientierte Interpretationen handelt, beweist schon die Tatsache, daß die DGG sie nicht in ihrer ambitionierten Reihe "Archiv-Produktion" veröffentlicht hat. Ein eklatanter Fortschritt gegenüber den Aufnahmen von 1964/65 aus St. Moritz ist ebenfalls nicht auszumachen.
Wenn man schon nicht zu den Originalklang-Versionen von Harnoncourt & Co. greifen möchte, dann würde ich weit eher zu den Aufnahmen von Karl Richter (DGG), Karl Münchinger (Decca), Raymond Leppard (Philips) oder Benjamin Britten (Decca) raten. Diese klingen doch weit weniger bombastisch, sind vielmehr klar durchgezeichnet und kommen m.E. Bachs Intentionen, obwohl auch sie moderne Instrumente verwenden, wesentlich näher.
Die klangliche Seite der Karajan-Produktion, die 1980 in der Berliner Philharmonie realisiert wurde, ist einwandfrei, und wer des Dirigenten Bach-Auffassung goutiert, kommt voll auf seine Kosten. Mein Geschmack sind sie nicht.
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am 18. Mai 2016
Normalerweise kein HvK Fan .... aber diese Aufnahme finde ich genial.Die BBK mit Romantikbesetzung, das ist wie Udo Lindenberg mit Panikorchester. Wie ein Rezensent unten schreibt: die wunderbare, trance-artige Strömung des flächig-farbenen Orchesterklangs, und das eher ruhige Tempo tagen einen davon, da wird man richtig "high" von. Und auch das Cover: Könnte von Pink Floyd sein, wirklich psychedelisch.....
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am 23. Februar 2011
Es gab Zeiten, da war Herbert von Karajan für mich der unumstößliche Spitzendirigent schlechthin. Speziell für Musikstücke, bei denen kein Solist vonnöten ist, habe ich eine Zeit lang meine Vorauswahl nach einer einfachen Formel getroffen: "Bei Stücken, die mir gefallen, brauche ich eine Karajan-Aufnahme, wenn es eine gibt. Was mir nicht mal bei Karajan gefällt, wird mir auch bei keinem anderen gefallen." Kritik an Karajan habe ich bisweilen regelrecht persönlich genommen. Bei allem Respekt, den ich Karajan auch heute noch entgegenbringe bin ich doch ganz froh, dass ich auch andere Interpreten nicht ignoriert habe und diesen Tunnelblick nicht komplett beibehalten habe. Es gibt für vieles hervorragende Karajan-Aufnahmen, für so manches nur wenige bessere, manch anderes ist aber auch misslungen. Manche Einspielungen waren vermutlich zur Zeit ihrer Enstehung ein wichtiger Meilenstein sind aber heute überholt.

Bei der Musik von Johann Sebastian Bach habe ich auch in meiner Karajan-Hochphase eine Ausnahme gemacht. Karajan und Bach schienen mir irgendwie nicht zueinander zu passen. Als der Karajan-Boom bei mir abgeflaut war erfuhr ich zufällig, dass es Aufnahmen der Brandenburgischen Konzerte von Karajan gibt und musste spontan lachen. Ich dachte mir, das muss ja grauenvoll klingen. Der Karajan'sche Breitklang, vermutlich extrem niedrige Tempi, tiefer romantischer Kitsch, das war für mich abgemacht. Ich habe mir lange nicht die Zeit genommen reinzuhören. Kürzlich habe ich es doch getan und ich war positiv überrascht.

Der Breitklang, also das Ineinanderfließen der Orchesterinstrumente zu einem einzigen großen Instrument wie es Karajan vorschwebte fällt nicht so extrem aus. Das Klangbild ist durchaus solide transparent. Auch das Tempo ist in keiner Richtung irgendwie extrem, sondern durchaus passend. Ich mag das 4. Brandenburgische Konzert zwar gerne etwas schneller, aber es wird häufig vergleichsweise langsam interpretiert und das kann man sich auch gut anhören. Ich musste also ein wenig Abbitte leisten. In jedem Fall viel besser als erwartet!

Also empfehlenswert? Hm...das nun weniger. Es geht einfach noch viel klarer, transparenter, lebhafter, flüssiger. Es klingt auch zu wenig nach Barockmusik. Eher nach einem etwas konventionell geratenen Mozart. Es gibt zig Alternativen, die besser sind. Natürlich muss ich da Vertreter der historischen Aufführungspraxis wie Pinnock, Goebel, Gardiner, Hogwood, Herreweghe und viele weitere, die ich jetzt ungerechterweise vergesse, nennen. Aber auch unter denen, die mit der historischen Aufführungspraxis nicht direkt etwas zu tun bzw. sie nur sehr gemäßigt als Einflussquelle nutzen gibt es um Längen bessere wie z.B. Güttler mit den Virtuosi Saxoniae oder neuerdings z. B. Abbado und Chaily.

Diese Aufnahmen sind im Grunde überflüssig, es gibt auch bei strengster Auslegung der Konkurrenz gegenüber und wohlwollendster Karajan gegenüber Minimum 5, eher 10 bessere Aufnahmen. Da kann ich nicht mehr wie 2 Sterne vergeben.

Eigentlich nur dem bedingungslosen Karajan-Fan und/oder -sammler zu empfehlen bzw. denjenigen, die die Brandenburgischen Konzerte von so vielen verschiedenen Seiten betrachten wollen, dass Sie wirklich eine nahezu vollständige Sammlung ihrer Einspielungen haben wollen.

Wer einfach nur nach guten Aufnahmen dieser Konzerte sucht, ist hier falsch!
Die insgesamt überzeugendste Gesamteinspielung bietet aus meiner Sicht The English Concert unter Trevor Pinnock. Speziell für die ersten beiden höre ich allerdings die Virtuosi Saxoniae unter Ludwig Güttler wegen des exquisiten Bläserklangs noch lieber und das Vierte spielt Gudrun Heyens mit der Musica Antiqua unter Reinhard Goebel zwar extrem schnell, aber auch außergewöhnlich schön.
22 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. März 2014
Schnell pünktlich und unversehrt wurde der bestellte Artikel geliefert. Hab die CD's auch schon angehört und finde Bach immer wieder schön. Ich mag Barockmusik.
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am 1. Juni 2007
wenn man diese Konzerte hört. Sie sind wie ein 6 Gänge Menu bei Bocusse oder Thieltges . Sie erfreuen das Ohr, wie diese Köche den Gaumen. Herbert von Karajan kredenzt hier den unereichten Ton seiner Berliner Philharmoniker dazu. Sie klingen wie ein Chateau d'escournel, jenem superben Wein aus Saint Estephe. kräftig aber dennoch weich und voluminös im Klang. Eine Bachaufnahme, ideal als Hintergrundmusik für eine martinee in Feinschmeckertempel.
22 Kommentare| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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