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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
32
4,9 von 5 Sternen
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am 21. Januar 2008
Meine ersten Erfahrungen mit Tom Waits hatte ich mit "The Black Rider", welches mir mal ein Kumpel in die Hand gedrückt hatte. Angesichts einiger wirklich schräger Klänge und krass klingenden Texten war ich zunächst sehr erschrocken, aber dank so genialen Titeln wie "The Briar and the Rose", "The right bullets" oder "Flash pan Hunter" gehört dieses Album mit zu meinen Lieblings-CDs dieses einmaligen Künstlers. Und mit der Zeit lernt man auch die teilweise wirklich durchgeknallten, recht psychopathisch anmutenden Songs zu schätzen. Nachdem ich nun fast alle Platten von Herrn Waits gehört habe, komme ich zudem Schluss, dass "The black Rider" nicht gerade ein Einstiegsalbum für Neulinge ist. Stattdessen empfehle ich lieber "Rain Dogs".
Denn dieses Album zeigt durchaus die Vielseitigkeit dieses Künstlers (der Objektivität schadend, muss ich leider zugeben, dass ich der Musik von Tom Waits absolut verfallen bin). Es beginnt schon mit dem wunderbar verrückten "Singapore", welches schwungvoll und mitreissend ist und über einen herrlich makaberen Text verfügt. Schwungvoll und einfallsreich geht es auch weiter mit Songs wie "Rain Dogs", "Big Black Mariah" oder "Cemetery Polka". Das Waits auch in der Lage ist, mitfühlende Balladen zu schreiben, beweist er hervorragend mit "Downtown Train", "Time" oder "Anywhere I lay my head", welche wirklich ins Herz gehen.
Im Gegensatz zu späteren Platten wie "Bone Machine" oder eben "The Black Rider" geben sich die Klänge von "Rain Dogs", ähnlich wie in der Popmusik, noch recht angenehm, sie gehen gut ins Ohr und verstören nicht. Gerade deshalb ist dieses Album Einsteigern sehr zu empfehlen. Jedoch ist Tom Waits seine Handschrift nicht zu verkennen. Da wären die kahlen Hintergrundklänge in dem ebenfalls recht durchgedrehten "Clap Hands"-Song oder die exotische Ouvertüre, die den Song "Rain Dogs" einleitet. Und nicht zu vergessen sind seine hervorragenden, wenn auch oftmals schwer zu deutenden Texte über die Verlierer und Entäuschten, aber auch über Hoffende und Liebende dieser Welt, Texte voller Emotionen, welche er mit seiner angeschlagenen, aber nichts desto trotz unglaublich kraftvollen Stimme das einzigartige Flair verleiht, das eben den Künstler Tom Waits ausmacht.
Ihr merkt schon, es wird langsam etwas polemisch bei mir, aber glaubt mir, Schuld daran ist nur meine Faszination für diese Musik.

Fazit: Meines Erachtens nach ist "Rain Dogs" nicht nur eines der besten Alben, sondern auch eine perfekte Scheibe für Neulinge, die sich mal versuchen wollen in der finsteren Welt von Tom Waits. Nicht so krass wie seine späteren Werke, trägt es doch unverkennbar seine Züge.
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am 20. Dezember 2000
Als ich "Rain Dogs" fuer eine Woche aus der Bibliothek auslieh, ahnte ich kaum, dass mich die Lieder noch fuer die naechsten zwei Jahre verfolgen wuerden, obwohl ich sie in der Zwischenzeit nicht zu hoeren bekommen sollte. Meine erste Reaktion auf Waits' Musikstil war mehr oder weniger die Frage: "DARF man das denn??" Von dem ersten Kraechtzen, bevor "Singapore" loslegt, bis zu dem rhythmisch sehr lockeren fade-out des New-Orleans-Begraebnismarsches "Anywhere I Lay my Head" hat diese Scheibe nicht viel an sich, woran man als durchschnittliches Produkt dieser Gesellschaft gewoehnt sein koennte. Die wirklich anscheinend zum erloeschen missbrauchte Stimme, die unkonventionellen Instrumentenkombinationen, die weltfremde Poesie (die manchmal aus einer vergangenen Aera hervorzurufen scheint), und das beinahe unverschaemte Zusammenwerfen verschiedenster Musikstile sind alles Dinge, von denen jeder "weiss", dass sie auf Musikaufnahmen ganz falsch sind. Auch die Vielfalt der Musikrichtungen, die hier vertreten sind, ist eigentlich Gift fuer eine CD, aber die Einzigartigkeit der Tom-Waits Mannerismen sorgt wieder fuer Einheit. Die duester-komische Thematik sowie die Instrumentenauswahl erinnern an film noire, besonders weil viele der Bilder zur Vergangenheit des Nordamerikanischen Kulturalltags gehoeren. So spielen Segelschiffe, Dampfzuege, Pferderennen und andere anachronistische Elemente hier einige der Hauptrollen. Fuer mich ist Tom Waits nicht nur ein wahres Original, sondern auch eine Art Einbahnstrasse. Wer seine Werke einmal entdeckt, geht nicht so schnell zurueck.
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TOP 500 REZENSENTam 27. August 2008
Es war der großartige Jim Jarmusch Film ,Down By Law' der mich auf dieses Album und dadurch auf die Musik von Tom Waits gebracht hat. Das war 1985 und in dieser Hoch-Zeit der Popmusik war es schon ziemlich ungewöhnlich eine Platte zu hören, die zwar mit jeder Menge Geräusche unterlegt war, aber mit elektronischen Instrumenten so gar nichts am Hut hatte.

Spätestens bei song Nr. 2 (,Clap Hands') ist man von seiner Stimme gefangen, die trotz der Rauheit und Brüchigkeit jede Emotion authentisch vermitteln kann. Songwriterisch ist diese 19 song Kollektion sowieso von einer Qualität die sich bei vielen anderen Songwritern nicht einmal auf einem best of Album findet. ,Jockey Full Of Bourbon' und ,Tango Till They're Sore' sind die beiden songs die Jarmusch in Down By Law verwendete und die die trostlose - in schwarz weiss eingefangen - Stimmung, zu Beginn des Films, genial untermalen. ,Big Black Mariah' ist ein rumpelnder Honky Tonk Blues bei der Waits Stimme kanpp davor ist in den Wahnsinn abzudriften. ,Hang Down Your Head' ist eine wunderschöne Ballade - mindestens so gut wie ,Downtown Train', ,Time' ist ein song der bei mir immer weihnachtliche Stimmung erzeugt, und bei dem zartbesaitete Gemüter vielleicht so gar zu Weinen anfangen könnten - weil er so schön ist.
Ganz toll auch ,Walking Spanish' - ein dreckiger wütender Blues und vor allem das hysterisch gesungene ,Anywhere I Lay My Head' mit dem New Orleans Trauermarsch outro.

Eines der emotional packendsten Alben, das ich je gehört habe, mit genialen und ungewöhnlichen Arrangemenst bei denen man weiß: jedes noch so zufällig wirkende Ächzen, Knarren, Klappern oder Surren wurde ganz individuell und sorgfältig von Waits für den jeweiligen song ausgewählt. Marc Ribot hat übrigens laut eigenen Aussagen über die Aufnahmen zu dieser Platte und den Input den er von Waits dafür bekommen hat seinen eigenen unverwechselbaren Gitarrenstil entwickelt und der paßte zu diesen songs wie die Faust auf's Auge: minimalistisch, instensiv, diletantisch wirkend und trotzdem so perfekt; man kann es kaum beschreiben, man muß es hören.
Das, meine Damen und Herren, ist eine meiner 5 ,Insel-Platten'.
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am 27. Oktober 2001
...sang Tom Waits einst auf einer alten 70er-Liveaufnahme..."I just don't fit in". Anno 1985 plötzlich, nachdem er mit dem Vorgängeralbum "Swordfishtrombones" alle Grundsätze der modernen Jazz/Pop-Musik über Bord geworfen hatte und damit seinen ureigenen Musikstil erfunden hatte, kam auch schon das nächste Juwel: "Rain Dogs" ist ein brillantes Opus, beschreibt in 19 Einzelgeschichten die Leben von gescheiterten Existenzen, präzise beobachtet und hochlyrisch verarbeitet. Dazu Waits' melancholische Rauchhaus-Stimme, welche die Hörer von poppigen Boygroups mit ihren vor jedem Auftritt frisch geölten Organen vor den Kopf stoßen wird wie gelegentliche Biertrinker eine Flasche Whiskey. Nach eben der klingt Waits bzw. als hätte er sie intus, was den Stücken seinen typischen Charme auferlegt: man kann wohl kaum einem anderen Sänger nachsagen, eine ähnlich modulationsfähige Stimme zu haben.
Hörtipps kann ich leider keine geben: von "Singapore" bis "Anywhere I Lay My Head" ist alles durchweg grandiose Musikkost, ungewöhnlich, jedoch nach einiger Zeit absolut suchterzeugend. Wer als Musiker oder begeisterter Musikhörer bisher Tom Waits verpasst hat, sollte sich kurzerhand mit diesem Album auf eine etwas andere Hörerfahrung einlassen.
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am 18. Juni 2013
Auch wenn mich jetzt viele gern steinigen würden:

Das ist vom heutigem Standpunkt aus betrachtet das wirklich einzig sehr gute Album aus den 80ern. In diesem verdammten Jahrzehnt (was Mode, Hedonismus und Musik betrifft) haben auch ansonsten wirklich gute Künstler viel Mist produziert, nur Tom Waits nicht.

Er entwickelt seinen Stil konsequent weiter und schafft es innerhalb von kurzen Songlängen, Stimmungen zu erzeugen, die mache progressive Bands nicht in 10-Minuten-Songs hinkriegen. Nicht ein Hänger auf dem Album, viele Musikstile gekonnt vertreten und ein abwechlungsreiches Albumkonzept, was als Ganzes funktioniert.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Januar 2012
Bei den Vinyl-Reissues von ,MusicOnVinyl` muss man ja tw. vorsichtig sein, denn minderwertiges cover art (Frankie Goes To Hollywood - ,Welcome To The Pleasuredome`) wurde hier schon zu recht bemängelt und auch die Klangqualität entspricht nicht immer dem, was man sich bei den - nicht gerade billigen - Ausgaben dieses Schallplatten Spezialisten erwartet.

Anders hier: das remastering von Waits Meisterwerk kann als durchwegs gelungen betrachtet werden (auch wenn die Original LP ja schon nicht schlecht klang). Etwas mehr Dynamik und vor allem viel mehr Räumlichkeit machen diese längst überfällige Neuauflage zu einem Hörerlebnis, das wirklich Spass macht. Fast meint man Waits und seine Mitstreiter würden vor einem im Wohnzimmer spielen. Den gezupften Standbass bspw. bei ,Walking Spanish` kann man fast vor sich sehen und so nahe war man diesen songperlen wohl noch nie.

Auch das cover kommt in dickem hochwertigen Karton mit glasklaren Bildern, hochwertig verarbeitet daher. Für jeden Waits Fan der eine halbwegs brauchbare Anlage mit Plattenspieler besitzt also geradezu ein Muss. Und der geforderte Obulus ist hier wirklich absolut gerechtfertigt.
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am 7. Dezember 2016
Ihr wisst ja, wie das ist. Von Tom Waits hatte ich nicht eine CD, bei insgesamt weit über 2000 CDs. Da war der Gedanke: An DEM kannst du doch nicht vorbei gehen. Ehrensache, da muss eine CD her. Und ich kaufte eine. Und ich hörte sie nie. Tja, schade... Tut mir leid, Tom Waits. Musste halt warten, wie es dein Name schon sagt. Vielleicht höre ich dich eines Tages...
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Juni 2009
Eine wahrliche meisterhafte CD und ein sehr gutes Einstiegswerk in die Musik Tom Waits, die alles andere als leicht zugänglich ist. Im Grunde ist sie einzigartig. Auch auf dem vorliegenden Album kombiniert Tom Waits wieder unendlich viele Stilmittel, die zusammen mit seiner damals schon durch den permanenten Alkohol- und Zigarettenkonsum stark aufgerauten Stimme diese ganz besondere Musik ergibt.
Tom Waits gehört sicherlich zu den besten Songwritern aller Zeiten. Wie auf fast allen anderen CDs befinden sich auch auf dieser Scheibe wieder einige Songs, die einfach nur wunderbar sind und die man schon nach dem ersten Hören nicht mehr aus dem Ohr bekommt, mit anderen Worten: Ohrwürmer. Zu nennen sind in diesem Fall insbesondere: "Hang down your head", "Time", "Blind Love" und "Downtown Train". Für Menschen mit einem leichten Hang zur Melancholie ist Tom Waits Musik einfach unverzichtbar.
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am 15. Januar 2000
Rain Dogs gehoert zu der Triologie von Waits. Wo er mit dem alten R. n' B. und Folk aufhoerte, und anfing 'Blues aus dem Bauch' zu machen. Ein Stil Blues der nur er beherrscht. Fast alle Blues konventionen ueber Bord werfend, kreiert Tom Wait hier einen neuen Stil. Duester, kalt und allein gelassen beschreibt er die Menschen in seinen Lieder. Singt von der Gier, dem Neid und Brutalitaet, zu atonalen Klaengen. Nichts destototz oder gerade deswegen ein Meilenstein in der Discographie der alternativen Musik. Mein persoenliches lieblingssong "Hang down your head" und "Time" welche harmonische Balladen, sind. Mit "9th & Hennepin" (Tom Waits beschreibt gesprochen, zu einer unheimlichen Musik eine duestere, kalte Landschaft, die genauso kalt ist wie sein zynisches 'I've seen it all' am Ende. Wenn ich mich richtig entsinne , war dieses Stueck der Grund warum ich Fan von Waits wurde. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Wäre Tom Waits auf seinem Album "Swordfishtrombones" von 1983 in eine neue Stadt gezogen, hätte er sich auf "Rain Dogs" in einer Wellblechhütte am Stadtrand häuslich eingerichtet. In akribischer Kleinarbeit setzt er das Konzept des Vorgängers fort und widmet sich diesmal dem Volk der Straße.

Die Konsequenz, mit der sich Waits seit den 70ern vor dem Mainstream verschließt, fand ihren Höhepunkt zwischen 1983 und 87: Jede Menge Orgeln, Bläser und zahllose Gegenstände, die als Percussion zweckentfremdet wurden, rumpeln und walzen kompromisslos alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Waits transformiert sich auf den Alben "Swordfishtrombones", "Rain Dogs" und "Franks wild Years" in einem letzten Schritt endgültig zum musikalischen Exzentriker. Schockiert vom Sound der "Swordfishtrombones" setzt ihn sein Label Asylum prompt vor die Tür.

Gute zwei Jahre später erscheint mit "Rain Dogs" unter dem neuen Label Island Records eine Fortsetzung des Kult-Albums von 1983. Waits tobt sich in allerlei Genres aus und bildet mit Country, Irish Folk und Gospel eine Zäsur zu seinem gewohnten Klangkosmos. Er macht verstärkt Anleihen bei Kurt Weill und beschwört so den zweiten Akt einer dämonischen Drei-Groschen-Oper herauf, wie er schwärzer nicht sein kann. Der kalifornische Sänger portraitiert Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben und täglich aufs Neue in einem Sumpf aus Gewalt, Sex und Drogen ertrinken. Seit jeher hatte der 61-Jährige auf seinen Alben mit der Stimme experimentiert - trieb sie an die Grenzen des Belastbaren: Er bellte, jaulte, schrie, grölte und ließ die Worte regelrecht in das Mikrofon explodieren. "Rain Dogs" bildet da keine Ausnahme. Ob es die Piraten-Hymne "Singapore", das säuselnde "Hang down your Head" (der erste Song, den er zusammen mit seiner Frau Kathleen Brennan schrieb) oder das vor Verzweiflung und Agonie schreiende "Anywhere I lay my Head" ist: Fast alle Songs werden von der Stimme des Songwriters getragen. Was hin und wieder auch die Belastbarkeit des Hörers auf eine harte Probe stellt, wenn Waits beispielsweise rostig und monoton "Tango till they sore" knurrt.

Im Hintergrund agieren jedoch zwei, für das Album wichtige, Komponenten, wie sie disparater nicht sein können: Avantgarde-Gitarrist Marc Ribot und Ausnahme-Drummer Michael Blair. Bereits im Opener "Singapore" fällt Ribots pointiertes Gitarrenspiel auf, das den Hörnerv wie tausend kleine Nadeln punktiert. Blair geht das Ganze unkonventioneller, aber nicht minder effektvoll an: Immer wieder drischt er auf alte Möbel und Mülltonnen ein; schlägt Türen zu oder zerdeppert Porzellan. Nur die wenigsten Songs von "Rain Dogs" gehen vorüber, ohne von Blairs skrupelloser Rhythmus-Maschinerie vorangetrieben zu werden. Eine dieser Ausnahmen ist die elegische Ballade "Time", die von einer Person erzählt, die im Leben alles verloren hat.

Um das Team der verschrobenen Musiker perfekt zu machen, lud Waits Keith Richards ein. Der zweite Mann bei den Rolling Stones steuerte neben seinem Gitarrenspiel auch die Backing-Vocals von "Blind Love" bei.

"Rain Dogs" ist Waits abwechslungsreichstes Album. Allerdings auch eins, auf dem er sich wenig experimentierfreudig zeigt. Die Songs bleiben im Rahmen und Ausreißer wie "Trouble's Braids" von "Swordfishtrombones" sucht man hier vergeblich. Allerdings hat er die Brücke zwischen Rock, Blues, Folk und Alternative-Elementen nie so gekonnt geschlagen wie hier. "Rain Dogs" ist ein bizarres Puzzle, bei dem am Ende alle Teile perfekt zusammenpassen, obwohl sie eigentlich nicht zum selbenn Bild gehören.
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