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  • Saul
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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
5
4,4 von 5 Sternen

Saul-CD von Händel mit Nikolaus Harnoncourt als Dirigent ist sehr ansprechend und gut gemacht.
Chor und Orchester sind erstklassig. Insgesamt sehr schön.
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am 28. März 2013
Dietrich-Fischer Dieskau als Saul in Händels gleichnamigem Oratorium? Blickt man auf die Box, so mag man heutzutage vielleicht seinen Augen nicht trauen. Aber: Der Name steht da wahrhaftig, ebenso wie der seiner Frau Julia Varady. Beide Interpreten gehören nun nicht unbedingt zu dem, was man in einem Oratorium Händels erwarten würde und wenn ich mich erinnere, was Fischer-Dieskau so an Händel eingespielt hat (ich denke da mit einem gewissen Grausen an eine Böhm- und eine Richter-Aufnahme des Giulio Cesare und eine Ariensammlung unter Richter), so wundert es mich, dass ich diese Einspielung überhaupt gekauft habe. Und doch war und bin ich in einem gewissen Maße von seiner Darstellung der Rolle beeindruckt. Gut, Fischer-Dieskau ist zu diesem Zeitpunkt 60 Jahre alt, da klingt nicht mehr alles wirklich schön, die Geschmeidigkeit ist brüchig geworden, die Läufe und Koloraturen in „With rage I shall burst“ oder „A serpent in my bosom warm’d“ klingen nicht mehr überzeugend, bisweilen auch nicht so recht präzise, bisweilen ersetzt er die mangelnde Kraft durch ein etwas affektiertes Forcieren. Sieht man davon aber einfach einmal ab, so ist doch seine Zeichnung des Charakters des Israelitenkönigs und seiner Entwicklung enorm eindruckvoll. Ich höre da einen alternden Monarchen, einen ruhmreichen Führer des Volkes, der Angst davor hat, das an einen jüngeren Helden zu verlieren, was er am meisten liebt: die Macht. In keiner anderen Aufnahme werden einzelne Reflexionen der Figur, Textzeilen wie „O how I hate the stripling and fear!“ oder das geradezu wie weggetreten klingende „Of God fosaken, in vain ask his counsel“, so nuanciert und treffsicher herausgearbeitet. Dieses Oszillieren zwischen verletztem Stolz, Angst, Hass, Furcht vor den Konsequenzen des eigenen Handelns: das hört man in seiner gesamten emotionalen Brite mE eigentlich nur hier.

Anthony Rolfe Johnson, den ich als Händel-Sänger sehr bewundere, hatte am Tag dieser Aufführung mE keinen seiner besten Tage. Nicht, dass er schlecht sänge. Seine Stimme, die wesentlich eleganter und leichter klingt als diejenigen von Davies oder Tear, klingt auch hier ganz wunderbar. Bedenke ich aber, wie bestechend, textnah und ausdrucksstark er eine Händel-Rolle formen kann (Samson, Zadok), so finde ich seinen Jonathan zwar nobel, aber sehr zurückhaltend, introvertiert, wenig involviert. Das klingt alles sehr routiniert, aber irgendwie nicht „up to scratch“.

Ganz anders Paul Esswood, der – wie auch schon bei Ledger – einen sehr klangschönen David präsentiert, wieder mit herrlichen Piani in hoher Lage und sehr geschmackvollen (und im Übrigen ganz anderen) Verzierungen. Das sind schon echte Ohrenschmeichler, und zwar weil sie so ausgesprochen natürlich und so wenig gekünstelt klingen (O Lord, whose mercies numberless“). Sein eher feminines Timbre kompensiert er hier durch einen mehr Dramatik, mehr Expressivität wagenden Zugriff auf die Partie.

Mit Julia Varady als Merab kann ich sehr, sehr wenig anfangen. Zugegeben: Sie gehört ohnedies nicht zu meinen liebsten Sopranistinnen; ihre Darstellung hier kann das aber auch nicht ändern. Nicht nur, dass mein Anglistenherz bisweilen ob ihrer „pronunciation“ zuckt, auch ihre unschönen Vokalausgleiche bei Koloraturen („What abject thoughts a prince can have“), ihre harte Tiefe, ihr Hineindrehen in höhere Töne (g’’ in „Capricious man“) – all das macht mich nicht so richtig glücklich. Daneben finde ich den Ton der Stimme zu alt für eine Merab, ein Bild der Figur kann sie mir auch nicht vermitteln.

Dagegen ist Elizabeth Gales Darstellung der Michal mE sehr erfreulich: eine junge, glasklare und leicht manövrierbare Stimme mit schnellem Vibrato und schön dosiertem Volumen. Sie macht eigentlich alles richtig und führt mir die deutlich vernünftigere, freundlichere Tochter des Saul plastisch vor Augen. Eine Perle ist ihre herrliche pastorale Darstellung der Arie „Black rage and fell despair possest“.

Helmut Wildhaber ist für allerhand kleine Rollen zuständig: Abner, Doeg, der Amalekiter, der High Priest (wobei von dieser Partie bis auf ein einziges Rezitativ alles gestrichen wurde) und di Hexe von Endor. Eine schöne Stimme hat er nicht, flacher, etwas quäkender Ton, wenig Volumen als Hexe wenig dämonisch.

Matthias Hölle ist ein komturesker Samuel, sehr würdig, sehr gestreng, der den Ratschluss Gottes zu den Klängen des Orgelpositivs ohne jegliches Mitgefühl für den gequälten Missetäter verkündet.

Warum Harnoncourt für dieses Konzert auf die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor zurückgegriffen hat will sich mir nicht so wirklich erschließen. Nicht dass das Ensemble unpräzise sänge, es ist sehr beweglich und setzt Harnoncourts gestalterische Ideen völlig überzeugend um. So gefällt mir ganz besonders die Herangehensweise an den „Envy“-Chor, der oft mit Stentorstimmen herausposaunt wird. Harnoncourt will und macht das anders: ganz Piano, wie ein Flüstern. Der Neid ist in seiner Lesart – so scheint es mir – weder offen noch direkt, er springt einen nicht an. Er ist ein „Lüftchen“, spielt sich hintenherum ab.
Aber Fähigkeit zu Gestaltung ist eben nicht alles. Denn der Klang des Ensembles… Dick, groß, etwas muffig. Es klingt in meinen Ohren, als sei das Ensemble nicht auf Händel, sondern auf „Boris Godunow“ eingesungen. Tatsächlich hätte es mich im Epinicion nicht gewundert, wenn der Chor auf einmal ein saftiges „Slava, slava, slava!“ angestimmt hätte.

Insgesamt jedoch – und da spielt auch das fabelhaft knarzige und zupackende Spiel des Concentus musicus keine unerhebliche Rolle – ist Harnoncourts „Saul“ eine sehr farbige, sehr bühnennahe Angelegenheit, die die ganze Palette Händelscher Charakterisierungskunst beherrscht und voll ausschöpft, sodass sie zu keiner Sekunde wirklich Langeweile aufkommt. Ein Wermutstropfen sind jedoch die recht reichhaltigen Striche.
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am 3. Juni 2010
In seinem so langem Musikerleben hatte Harnoncourt eine Phase, in der einiges von Händel aufgeführt hat und dies dann festgehalten und veröffentlicht wurde.

Er selbst mit seinem concentus musicus ist für die Bewertung bedeutsam.Harnoncourt war immer einer emotionaler Musiker. Bei einem Werk wie dem "Saul" ist dies von Vorteil, handelt es sich doch nur vordergründig um ein Oratorium, ist verkappt eigentlich eine Oper. Der Unternehmer Händel hatte die Überzeugung gewonnen, er könne besser mit dieser musikalischen Form die Menschen begeistern.

Die dramatische Geschichte von Saul wird von Harnconcourt mit der notwenigen Emotion umgesetzt. Wenn man heute die Aufnahme von Jacobs hört, wird man feststellen, das war noch steigerungsfähig.

Die Solisten sind unterschiedlich zu bewerten. Fischer-Dieskau singt den "Saul". Er hat nicht viel Händel in seiner reichen Karriere gesungen. Im Zeitpunkt der Aufnahme war er 60 Jahre alt. In den achtziger Jahren gab es diverse Aufnahme, die Verschleiss-Erscheinungen der Stimme zeigten. Dies allerdings ist nicht der Haupteinwand. Eher, dass dramatische Partien Fischer-Dieskau nie so gut lagen wie die lyrischen. Er musste forcieren und die Stimme klang dann nicht sehr schön.

Seine Frau Julia Varady hingegen sang hinreissend.

Der Chor ist in seiner Grösse diesem Werk durchaus angemessen, allerdings ist das Chorniveau heute ein anders. Mit reinen Profi-Chören klingt es dann doch besser,man höre Gardiner oder Jacobs.

Zusammenfassend kann man die Aufnahme von Harnoncourt auch nach 25 Jahren noch hören. Aber von diesem Werk gibt es bessere Aufnahmen.
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am 10. November 2010
meint Harnoncourt im Interview habe ihn von allem Anfang an Händel interessiert.
Kaum ein Oratorium gibt dieser Begeisterung von Harnoncourt so viel "Futter". Nicht umsonst entstand dieses Oratorium in einer Zeit, in der Händel der Oper mindestens innerlich nch gar nicht entsagt hatte, vielleicht daran dachte, einen dritten Anlauf in diesem Genre zu machen. Die "Ersatzhandlung": ein Oratorium, das eigentlich eine verkappte Oper ist.

Händel stand einige Zeit im Zentrum des Interpretationsinteresse von Harnoncourt.
Er hat einen emotionalen "Messiah" dirigiert, eine umwerfend freche "Wassermusik".

Diese Aufnahme ist eine live-Aufnahme. Harnoncourt spielte zwar mit seinem concnentus, aber nicht mit den Schönberg-Chor, sondern demjenigen der Wiener Staatsoper. Ein grosser Chor. In Zeiten kleiner ensembles ( MCreesh z.B.) hört sich das ein wenig überholt an.

Auch seine Solisten gefallen unterschiedlich. Fischer-Dieskau als Saul,damals 60, war sicher ein grosser Gestalter,konnte den emotionalen Ansatz von Harnoncourt gut herausarbeiten.Dennoch, er hat wenig Händel gesngen ( im Gegensatz zu Bach).
Paul Esswood ( den Harnoncourt viel eingesetzt hatte, den ich oft ziemlich grausam fand) singt den David ganz ordentlich( zu meiner Überraschung).

Gardiner, von dem es auch eine live-Version dieses Stücks gibt, hatte durchgängig die besseren Solisten.

An Harnoncourt gefällt auch nach Jahrzehnten sein unmittelbarer Zugang zur Dramatik dieses Stücks.

Mit den genannten Einschränkungen wirklich empfehlenswert.
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am 27. Oktober 2002
Das Oratorium (Live-Aufnahme vonm 28.04.1985) hat mir sehr gut gefallen. Die Handlung, Davids Sieg über Goliath und die Philister, wird in 2 Stunden und 15 Minuten schnell und zügig vermittelt. Harnoncourt hat hier ein Meisterwerk geschaffen, was ich so noch nie gehört habe!
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