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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
5
4,0 von 5 Sternen
J Strauss: Der Zigeunerbaron (Gesamtaufnahme,Live Wien 1994)
Preis:18,67 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 30. September 2003
Die Aufnahme des "Zigeunerbaron" unter Nikolaus Harnoncourt von 1995 steht meiner Meinung nach unter dem Interpretations-Motto, aus der heiteren Operette eine seriöse Oper zu machen. Ganz anders als in der Einspielung von 1963 unter Robert Stolz wird hier die emotionale Energie des Werkes durch einen schlichten aber straffen musikalischen Grundton ersetzt. Dadurch wird die Entfaltungsmöglichkeit der Sänger eingeschränkt, sie sind Teil des Gesamten. Das ist eine Herausforderung für gute Sänger, trotzdem noch genügend Gestaltungsspielraum auszunutzen, wie hier auch gezeigt wird.

Das Außergewöhnliche an dieser Aufnahme sind diejenigen musikalischen Nummern, die sonst in anderen Aufnahmen nicht zu hören sind, wie zum Beispiel das Sittenkommissions-Couplet, das Couplet des Zsupán "Mir helfen die Doktoren nicht mehr", in dem die Pauken eine wichtige Rolle spielen, sowie die Introduktion zum Finale des zweiten Akts "Nach Wien".

Aus diesen selten gespielten Stücken möchte ich besonders das Couplet der Mirabella "Just sind es 22 Jahre" hervorheben. Hier wird die Handschrift Harnoncourts deutlich wie sonst nirgends. Diese Mischung aus Singen und Sprechen, wunderbar vorgetragen von Elisabeth von Magnus, die gespannte Streicheratmosphäre, der kantige Begleitrhythmus von Bläsern und von Schlagzeug sowie das wuchtige "Bumm" der Pauken. Allein dieses Couplet rechtfertigt den Kauf dieser Einspielung!

Sängerisch überzeugt Julia Hamari als Czipra. Überragend singt Pamela Coburn das Zigeunerlied der Saffi im ersten Akt. Ein witziger Glücksgriff ist die Besetzung des Conte Carnero durch Jürgen Flimm, der mit seinem spröden Kölner Charm sowohl sängerisch als auch sprachlich zur guten Stimmung beiträgt.

P.S.: Großen Fans des "Zigeunerbarons" empfehle ich auch die Aufnahme von 1963 unter Robert Stolz. Unterschiedlicher in ihrer Auffassung können zwei Interpretationen nicht sein. Und trotzdem sind sie beide auf ihre Art einzigartig!
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am 30. April 2000
Wenn Nikolaus Harnoncourt sich des "Zigeunerbarons" annimmt, sind musikalische Qualität und höchste Werktreue garantiert. Insofern überrascht diese Gesamtaufnahme nicht, sondern erfüllt auch die höchsten Erwartungen vollkommen. Der Humor allerdings, den Jürgen Flimm (Carnero) und insbesondere Rudolf Schasching (Zsupán) beisteuern, macht diese Inszenierung zu einem wahren Fest. Einfach brillant !
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am 28. Juli 2013
Dem seriösen Forscherdrang Nikolaus Harnoncourts darf man es sehr zugute halten, dass er mit dem vorliegenden Zigeunerbaron eine Einspielung vorlegt, die an Vollständigkeit im restlichen Katalog ihresgleichen sucht. Die Seriösität steht sich in gewisser Weise hier wiederum aber auch ein wenig im Wege, rückt er doch die Operette ein wenig zu sehr in die Ecke der ernsteren Schwester Oper. Da geht mit der Akribie auch ein wenig an Fahrt und Frische des Werks verloren.
Welch ein Glück, dass er neben den hervorragend spielenden Wiener Symphonikern ein Ensemble zur Verfügung hat, dass diese Aufnahme zu einer der besten macht, die auf dem Markt verfügbar sind. Da sind nicht einfach Sänger hingestellt worden, sondern da hat man offenbar bei der Besetzung schon sehr genau nach den einzelnen Charakteren geschaut.
Herbert Lippert als tenorstrahlender Sandor Barinkay, Pamela Coburn mit festem Sopranklang als Saffi; da singt die hervorragende Julia Hamari die Czipra und wertet die Partie enorm auf, Rudolf Schasching mit treffsicherem Gespür für Komik als Schweinezüchter. Elisabeth von Magnus als Mirabella kann mit ihrem sonst häufig gestrichenem Couplet genauso für sich einnehmen wie der Regisseur Jürgen Flimm in der für ihn auch sicher ungewöhnlichen Partie des Conte Carnero. Wolfgang Holzmair mit auftrumpfendem Bariton rundet das Ensemble als Graf Homonay ebenso gekonnt ab, wie Christiane Oelze (Arsena) und Hans-Jürgen Lazar (Ottokar).
Eine Aufnahme mit großem Unterhaltungswert und der hat sich hörbar auch bei der konzertanten Aufführung im Jahr 1994 auf das Publikum übertragen.
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am 4. Juni 2007
Der große Pluspunkt dieser Aufnahme ist die Tatsache, dass dieser Zigeunerbaron musikalisch wirklich einmal vollständig ist, man hört einige Musiknummern, die auf der Bühne und in anderen "Gesamtaufnahmen" konsequent gestrichen werden. Die gesanglichen Leistungen dieser Aufnahme gehen in Ordnung, vor allem Pamela Coburn als Saffi und Julia Hamari als Czipra. Ob Regisseur Jürgen Flimm unbedingt den Carnero geben muß, ist Geschmackssache, er fällt gesanglich natürlich deutlich aus dem restlichen Ensemble heraus.

Harnoncourt geht sehr akribisch zu Werke, rückt das Stück deutlich in größere Nähe zur Oper, Witz und Humor bleiben da etwas auf der Strecke
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am 9. Oktober 2001
Hier hat er fehlgegriffen.Der Zigeunerbarton von harnoncourt ist eine langweilige Aufnahme!!!Dies muss man erst einmal zustandebringen.Damit kein Missverständnis entsteht:Harnoncourt ist ein großer Dirigent, seine Genoveva (Schumann) und seine Zauberflöte sind ein Muss für jeden Opernfan.
Strauss` Operetten scheinen ihm nicht zu liegen ,was nach seinen Wiener Neujahrsdirigaten verwunderlich ist.Hier liegt ein verunglückt überarbeiteter Zigeunerbaron vor:zu lang ausgedehnt die Zusatzszenen, ohne Schwung die Musik, die Sänger meist Mittelmaß.Keine Empfehlung.
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