Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Learn More Herbstputz mit Vileda Hier klicken Fire Shop Kindle Soolo festival 16


Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 2. Januar 2014
Hey

habe mir das Buch zu Weihnachten schenken lassen, weil ich neugierig war :-)

Zunächst einmal bin ich positiv überrascht vor allem vom ersten Teil, in dem es um Stütze ("Support") und die "Grundprinzipien" des Singens geht. Das passt für mich alles sehr gut, wenn man mal die etwas eigenwillige Terminologie übersetzt hat ;-)

Der Begriff "Support" gefällt mir dabei noch am Besten und auch der deutliche Hinweis darauf, daß Singen Energie und auch Kraft erfordern kann und es eben nicht nur um "Entspannung" geht. Das Buch beschreibt auch den ökonomischen und songdienlichen Umgang mit der Support-Energie für meine Begriffe sehr gut.

Die "Modes", Klangfarben und Effekte kommen daher wie ein riesiger Baukasten. Wobei ich auch hier die spezielle Terminologie für mich erst einmal übersetzen musste.
Ich komme zu dem Schluss (auch nach anhören der Hörbeispiele):

Neutral = (Halb)klassischer Ansatz in allen möglichen Variationen von hauchig bis komprimiert bis "klassisch" (Pseudo-Klassisch??)
Curbing = Leicht jammeriger Sound mit "Hold" (zurückgehaltener Sound, keine ausklingenden Töne mit Vibrato)
Overdrive = Belting
Edge = Twang

Der Begriff "Twang", wie er im Buch verwendet wird bedeutet soviel wie "Fokus" und/oder "Vordersitz.
Die Grundprinzipien sind also:

1. Atemverbindung ("Support")
2. Fokus/Vordersitz (das heisst im Buch "notwendiger Twang")
3. Lockerer Unterkiefer mit Öffnung nach unten/hinten, Verspannungen vermeiden

So weit so gut.

Im Buch verstreut sind viele "Fallbeispiele", in denen es ganz oft darum geht, wie einem Sänger oder einer Sängerin bei einem speziellen Problem geholfen wurde. Dabei denke ich ganz oft: Ja, klar: Atemverbindung optimieren, Verspannungen lösen und dann einen Mode zentrieren. Da käme jeder gute Gesangslehrer auch ohne CVT drauf ;-) Es geht auch viel um den nötigen Vokalausgleich in jedem "Mode", daß man also z.B. nicht auf einem reinen i oder u-Vokal belten kann, Edge auf ä geübt wird und sich alle Vokale dann im Song nach ä ausrichten usw. Auch ein absolut alltägliches Thema für jede Gesangslehrerin.
Einem Opernsänger in den Höhen "Edge", also einen stark twangigen Ansatz beizubringen und diesen dann "etwas abzudunkeln" mag ja eine Akutlösung sein, aber meinem ehemaligen Klassiklehrer würden die Haare zu Berge stehen - und dauerhaft klingt das für mich weder nach echter klassischer Technik noch sinnvoll im Sinne der Stimmhygiene. Klar ist allerdings, daß es dem Sänger mit dieser Lösung erst einmal viel leichter fällt, die Höhen zu erreichen. "Edge" bzw. ein sehr starker Twang verkleinert das Instrument so enorm, daß man damit typischerweise sehr leicht in die Höhen kommt.

Auffällig ist auch, daß es in den Beispielen immer um fertige Sängerinnen und Sänger geht, ambitionierte Semiprofis oder sogar BühnensängerInnen, die voll im Beruf stehen.
Es geht NICHT um GesangsanfängerInnen und genau da liegt für mich der blinde Fleck dieser Methode bzw. des Buches:

Es beinhaltet KEINE grundlegende Stimmbildung. "Register" z.B. kommen gar nicht vor, bzw. werden sogar als falsche Terminologie beschrieben. Für Sadolin gibt es nur die Modes, keine Register oder Registerübergänge.
Ein Anfänger/Anfängerin erhält also durch reines CVT keine Stimmbildung im "funktionalen" Sinne, daß also an Brust-, und Kopfregister oder an einer Mixed Voice (unabhängig von den stilistischen Modes) gearbeitet würde. Diese Aspekte kommen schlicht gar nicht vor.

Ich habe das Buch noch nicht ganz durch, habe aber alles schon mal überflogen und mir einen Überblick verschafft. Für mich ist es ein tolles Buch für GesangslehrerInnen, weil es viele Ideen enthält und neue Inspiration durch eine neue Terminologie und spezielle Herangehensweisen. (Auch wenn zumindest ich all das bisher auch schon
unterrichtet habe ohne von CVT irgendwas gewusst zu haben).

Es ist für mich KEIN Buch, das es Anfängern erlauben würde sich den richtigen Gesangsunterricht zu ersparen. Allenfalls eignet es sich für AutodidaktInnen, die bereits Sänger und Sängerinnen SIND als Baukasten und Inpirationsquelle. Das betrifft aber eigentlich alle Gesangsbücher und ist für mich daher nicht bloss diesem Buch oder dieser Methode anzulasten.

Ich werde jetzt mal bisschen mit den "Effekten" und Stilmitteln herumexperimentieren, um zu schauen, in wieweit sich das für den Unterricht nutzbar machen lässt. Vor allem interessiert mich die Ornamentierungstechnik, die das Buch anbietet.

Mein Fazit ist, daß dieses Buch sich an GesangslehrerInnen und versierte (oder sehr talentierte) Sänger und Sängerinnen richtet und für diese beiden Zielgruppen auch einen tollen Fundus an stilistischen Möglichkeiten anbietet. Als Lehrbuch für Leute ohne Gesangstalent ist es nach meiner Erfahrung als Gesangslehrerin unbrauchbar. Anders mag das sein für AutodidaktInnen mit gesanglichem Talent. Solchen SängerInnen kann das Buch evtl eine Sprache an die Hand geben, die es ihnen ermöglicht, den eigenen - unbewussten - Gesang zu erweitern und mit mehr stilistischen Facetten und Klangfarben auszustatten.
11 Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. April 2015
als sänger, der auch ständig unterrichtet, kann ich diesem buch eine hervorragende bewertung geben. es ist modern geschrieben, als auch am modernen gesang orientiert. die andorderungen an heutige sänger sind anders als früher. darauf gehen wenige techniken ein. sehr empfehlenswert.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Januar 2014
CVT wird ja äusserst kontrovers diskutiert, deshalb wollte ich mir selbst ein Bild machen und habe das (meiner Meinung nach viel zu teure Buch) gekauft. Nicht mal eine CD ist dabei. Man kann die Hörbsp. nur auf der CVT Homepage runterladen - und diese Möglichkeit hat man auch nur 3 Mal.
In Sachen Marketing ist Frau Sadolin nämlich einfach eine wahre Koryphäe: Viele altbekannte Sachen verpackt sie lediglich als neu (längst bekannte Tatsachen, wie z.B. aus dem Belcanto) oder findet einfach neue Namen für alte Fachausdrücke (einst Belting, bei ihr umbenannt in Edge). Und das wird dann als Complete Vocal Technique angepriesen.
Ich bin seit Jahren erfolgreiche Gesangspädagogin in sämtlichen Genres, habe Ausbildungen bei namhaften und berühmten Jazzsängern und -sängerinnen sowie bei Popsängern gemacht, habe ein Operndiplom und stehe seit Jahren selbst erfolgreich auf der Bühne.
Ich kann nur sagen: wer viel Geld für wenig ausgeben möchte, bitte; für ein Label mit wenig Inhalt. Das ist CVT meiner Meinung nach.
Ein kleiner Tipp am Rande für Leute, die sich wirklich für Singen interessieren: super gute Technik und wirklich stimmschonende Übungen gibt es bei Elisabeth Howard (eine geniale Kursleiterin und Sängerin dazu!), sehr zu empfehlen auch Melissa Cross (gerade für den Metal-Bereich: super Anweisungen für Screaming % Co.) und auch die Estill-Technik (Jo Estill) ist um ein weites besser und fundierter als CVT.
Probiert selbst aus, was für euch das Richtige ist, der beste Weg. Sollte es CVT sein, gut.
Aber aufgepasst: von einigen Lehrern (Jazzer und Popbereich, z.T. sogar bekannte Leute) habe ich erfahren, dass sie schon CVT Schüler bekommen haben, deren Stimmen völlig versungen waren, richtig kaputt zum Teil. Wenn C. Sadolin von schnellen und sofortigen Erfolgen spricht, ist das Bauernfängerei. Ich kann auch als Spitzen-Sporttrainer keinem meiner Zöglinge sagen, dass, wenn sie mit MIR trainieren, schon morgen einen Marathonlauf absolvieren können. Singen hat mit Muskeln und stetem Training, genau wie Sport, zu tun (kostet Zeit und erfordert fleissiges Üben). Und ob ich nun Beyoncé singen höre, L. Pavarotti oder F. Mercury: die haben ihr Können nicht innerhalb kurzer Zeit erlernt. Mental vielleicht, aber körperlich, von den Muskeln her - unmöglich.
Glaubt bitte nicht, dass ihr einfach mal so schnell Metal singen könnt oder Musicals durch eine besondere Zaubertechnik. Die Stimmbänder werden euch die Grenzen zeigen.
Und die Anweisung im CVT Buch "Ihr müsst euch nicht einsingen vor dem Auftritt"......da haben sich bei mir die Zehennägel hochgebogen!!
11 Kommentar| 19 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Februar 2014
Ein wirklich gutes Buch, nicht unbedingt für Laien, diese könnten trotz der guten Beschreibungen viele Fehler einüben, ein
Gesangslehrer/in bleibt unümgänglich. Doch es macht Spaß zu lesen und schwierige, besonders anatomische Ansichten sind sehr gut beschrieben und abgebildet. Man kann die Vielfalt des Singens noch mal unter verschiedensten Gesichtspunkten erlesen und verstehen. Doch nicht zu vergessen, trotz aller Technik, der Gesang ist frei.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. April 2014
Meine Ansprüche an ein Stimmbuch sind sehr hoch. Ich favorisiere funktionale Stimmansätze (so wie Rabine oder Lichtenberger). Diese stellen keine spekulativen Postulate auf und erheben diese zu Grundsätze. Und sie entwickeln sich auch weiter. Wissen solcher Ansätze ist hart erarbeitet und basiert auf empirischen Forschungen. Dieses Buch folgt einem Trend, wonach Gesang zu einem externalisierten Produkt menschlicher Tricks wird. Effekhascherei. In den Mainstream Gesangslehren, als auch in der Klassik, gibt es einige Strömungen derer, die meinen die Wahrheit gefunden zu haben. Alles muss "amazing" sei und schnell und irgendwie anders klingen. Auf Kosten der stimmlichen Gesundheit. WIssenschaftliche, Physiologische Sachverhalte werden vereinfacht oder falsch wieder gegeben (so auch in diesem Buch), als neu entdeckte Effekte unter großen Titeln verkauft. Physiologisch korrekte Abläufe im selben Atemzug als unmöglich und falsch deklariert. Ein wertvolles Zitat hierzu: " Well-balanced voices are sometimes treated as "boring" by those who seek idiosyncratic voices that they judge more "individualistic!" Voices are unique by nature. No two voices sound the same. However proper production can make voices sound like they have something in common. Idiosyncrasy is not necessarily "Individuality". It is rather like taking two exact same automobiles, painting them different colors and calling them two completely different machines. It is superficial."
11 Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden