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am 6. August 2013
Das ist ein kleines, feines Büchlein mit Lesebändchen und deshalb nicht so billig wie das meiste auf dem Massenmarkt. Es wird auch nur wenige Leser ansprechen, die aber werden glücklich sein und den Verfasser preisen, daß er den Mut zum Schreiben dieses Buches hatte.

Gidon Kremer, der bewunderte Geiger, Leiter seines Ensembles „Kremerata Baltica“ sagt hier, was sich kein anderer zu sagen traut.

Er beschreibt eindringlich, wie junge Virtuosen durch ihren Ehrgeiz und die Schallplattenindustrie dazu gebracht werden, wie Sportler danach zu gieren, der erste seines Faches zu sein und womöglich auch noch zugleich der jüngste. Kremer kleidet seine Erfahrungen mit diesem Phänomen in die Form von zehn Briefen, die er an eine junge Pianistin schreibt. Er nennt sie Aurelia, es bleibt aber verborgen, ob er damit eine bestimmte Person oder nur einen Typus meint.

Kremer schreibt Klartext. Er sagt, daß es die einzige Aufgabe eines Interpreten sei, der Musik, das heißt, dem Werk und seinem Schöpfer zu dienen. Aller sportliche Ehrgeiz, der erste sein zu wollen, ist vom Übel. Weder mit Schnelligkeit, noch mit Kleidung, Sex oder anderen außermusikalischen Fähigkeiten und Zur-Schau-Stellungen wird man zum größeren Künstler.

Die jungen Künstler sind es nicht einmal selbst, die die Schuld an dieser Entwicklung haben, sondern sie sind den Modeerscheinungen unserer Zeit, ihren Managern, Schallplattenfirmen, dem Internet, dem Fernsehen, den Wettbewerben, dem Glamour ausgeliefert. Sie glauben, es müsse so sein, wie es ist. Nicht Schubert ist angesagt, sondern Rachmaninoff. Man redet ihnen ein, daß sie draußen sind, wenn sie nicht mitmachen.

Kremer variiert seine Überzeugungen in allen Briefen, und am Ende fügt er noch ein Kapitel mit dem „Dekalog eines Interpreten an, bei dem vermutlich Schumanns Musikalische Haus- und Lebensregeln Pate gestanden haben.

Der Leser braucht sich nicht Kremers Meinungen vollkommen anzuschließen und das junge musikalische Talent nicht rigoros Kremers Ansichten zu folgen - aber lesens- und bedenkenswert sind sie.

Ich wünschte, ein musikalisches Forum wie die Zeitschrift „Fono Forum“ brächte es über sich, Kremers Buch zu diskutieren und damit einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen.
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am 18. Juli 2013
Für alle Musiker interessant, sich mal klar zu machen, was in der Szene so passiert, und wozu das führen wird. GK nimmt ganz unverblümt Stellung zu den geschäftsorientierten Einflüssen, die auf große musikalische Talenten einwirken und diese so auch verkommen lässt zu Geschäftsleute, die an erster Stelle Ruhm und Geld erlangen wollen, deren Stil damit leicht aber mit dem ihrer Kollegen und Kolleginnen verwechselt werden, anstelle sich zu wirklich einmaligen, unverwechselbaren Künstlern zu entwickeln. Es ist eben nicht gut möglich, Künstler und Geschäftsmann (-Frau) zu sein. Gute Geschäftsmänner und -Frauen sind meistens nur zweitrangige Künstler. Zum Glück gibt es auch einige Ausnahmen. Die wirklich große noch lebende Künstler sind auf zwei Händen zu zählen !
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am 9. August 2014
Wunderschön geschrieben. Ein väterlicher Freund gibt unverblümt seine Erfahrungen weiter. Immer wieder sehr überraschend für mich. Vermittelt auch den Blick hinter die Kulissen .
Ein schönes Bändchen für jeden, der Musik liebt , selbst musiziert und alle Interessierten .
Gidon Kremer ist nicht nur auf seiner Geige ein großer Meister.!
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am 24. August 2014
Es geht um und an die junge georgische Pianistin Khatja Buniashvili, erstaunlich begabt, die sich leider bereits als schön und geheimnisvoll und mit Konzerten auf Waldlichtungen vermarkten lässt.
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