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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
8


am 18. Juni 2015
Der breiten Öffentlichkeit wird kaum bewusst, dass wir uns unter dem Zeichen des Gender-Mainstreaming zur Zeit in einer top-down Kulturrevolution befinden, also einer Veränderung der Gesellschaft, die von den Parlamenten zu den Bürgern geht. 1995 gab es eine Weltfrauenkonferenz in Peking, die von vornherein von linken Kräften manipuliert wurde. Die Beschlüsse dieser Konferenz wurden von der UNO und den verschiedensten Parlamenten als Handlungsgrundlage übernommen. In kaum begreifbarer Naivität handeln hier Politiker in der irrigen Annahme, es ginge nur um die Gleichstellung der Frauen. In Wirklichkeit kreiert Gender den neuen Menschen. Das geschieht in einer Zeit, in der wir uns bemühen, schädliche Eingriffe in die Natur zu vermeiden. Im Rahmen des Gender wird verkündet, der Unterschied zwischen den Geschlechtern sei nicht naturgegeben, sondern sei nur eine Folge der Erziehung. Jeder Mensch müsse selbst entscheiden, welchem Geschlecht er sich zuordnet. Das ist auch der Grund, warum in Standesämtern bei der Eintragung einer Neugeburt auf eine Geschlechtsbezeichnung verzichtet werden soll.
Jede Gesellschaft ist auf genügend gesunden und gut erzogenen Nachwuchs angewiesen. In diesem Buch wird von den Autoren aufgezeigt, wie man heute das Mutter-Sein abwertet, weil es die Selbstverwirklichung der Frauen verhindert. Hier wird letztlich die Axt an die Familien gelegt, weil an die Stelle der Familie die Krippe treten soll. Frauen sollen von Kinderbetreuung befreit werden. Man übersieht, dass die von der Familie, der Kindererziehung befreite Frau nun an die Maschine, an eine bezahlte Tätigkeit gefesselt wird.
Wissenschaftlich wird in diesem Buch bewiesen, wie wichtig es für Kinder ist, in den ersten drei Jahren in der Familie betreut zu werden. Nachweisbar sind Gehirn-und andere Schäden, wenn diese Betreuung fehlt. Krippen können kein Familienersatz sein.
Immer wieder wird auf Gutachten hingewiesen, die nachweisen, wie positiv Krippenerziehung sich auswirkt, wie es völlig gleichgültig sei, ob ein Kind einen Vater und eine Mutter hat. Man sollte sich durch solche Gutachten nicht verwirren lassen. Es gibt wohl keine gutachtliche Aussage, die nicht durch andere Gutachten widerlegt wird. . Müßig ist es, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Das Buch ist wichtig, weil es exakt viele Gender-Aussagen widerlegt. Letztlich sollte jeder Mensch sich nicht von ideologisch auf Abwege geratenen Menschen verwirren lassen, , sondern sich auf die eigene Beobachtung und das eigene Verständnis von den natürlichen Gegebenheitn verlassen. Wenn dann diese Ansichten wissenschaftlich zusätzlich abgesichert werden, wie es in diesem wichtigen Buch geschieht, ist das nur zu begrüßen.
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am 31. Januar 2016
Mein Gott, wie naiv kann der Mensch sein! Als ich zum ersten Mal von „Gender Mainstreaming“ hörte, glaubte ich, es gehe dabei um die Fortsetzung der Frauenbewegung, um eine Ideologie, die sich die Befreiung der Frauen von den Fesseln der patriarchalen Unterdrückung auf die Fahnen schreibt. Zwar kamen mir die Methoden und Mittel, mit deren Hilfe dieses Programm umgesetzt werden sollte, gewöhnungsbedürftig und falsch vor – weshalb ich „Vergewaltigung der menschlichen Identität“ gekauft habe - doch erst, als ich etwas mehr zu diesem Thema recherchiert habe, ist mir bewusst geworden, dass Gender Mainstreaming die Gleichstellung der Geschlechter nicht aus Gründen anstrebt, die man allgemein vermutet. „Selbst konservative Politiker glauben im Gespräch noch immer, es gehe nur um Gleichberechtigung und die Beseitigung der patriarchalen Rückstände“, so Andreas Späth, der Herausgeber dieses Buches.

In Wirklichkeit geht es bei dieser „Bewegung“, die in Wirklichkeit keine ist, weil sie nicht von unten nach oben ausgerichtet ist, sondern von oben nach unten (Harald Seubert nennt es „Kulturrevolution „top-down“), gar nicht um Menschen, ihre Chancen, ihre Freiheit, ja, nicht einmal um die Gleichberechtigung der Geschlechter und Förderung von Frauen und des „dritten Geschlechts“ zwecks Verbesserung ihrer Lebensqualität, sondern darum, „Humanressourcen“ optimal zu nutzen. Um Gender Mainstreaming, seine Ziele und Motive zu verstehen, muss man es nämlich vor dem Hintergrund des sogenannten Diversity Managements (Vielfalt-Management) betrachten, als ein Bestanteil eines Managementkonzept, bei dem es vordergründig nicht um die Gleichberechtigung von Menschen geht, sondern um ihre optimale Ausbeutung. Darum, so Eva Maria Lidl (2006), Frauen und Männer „gewinnorientiert zu nutzen“, um wirtschaftlichen Erfolg und die Wertsteigerung des jeweiligen Unternehmens zu steigern. Noch einmal ein bitteres Erwachen, du denkst, es geht um mehr Menschlichkeit, um Toleranz, Freiheit und Selbstbestimmung, und in Wirklichkeit geht es nur um Profit, ökonomische Strategien und Gewinnoptimierung. Wieder ein Wolf im Schafspelz! (Bevormundung, Manipulation und Ausbeutung unter dem Deckmantel der Befreiung.)

Was hat die Gleichberechtigung der Geschlechter mit den wirtschaftlichen Interessen zu tun? Eine Menge. Eines der Probleme, die der Wirtschaft am meisten zusetzten, war – und ist – der Mangel an qualifizierten Fachkräften, das u.a. dadurch verursacht wird, dass die Schlüsselpositionen in der Wirtschaft von den sogenannten „hegemonialen Männern“ besetzt werden. Dieser Begriff, geprägt von Raewyn Connel, stammt aus der Geschlechterforschung und beschreibt eine gesellschaftliche Praxis, die die dominante soziale Position von weißen, heterosexuellen Männern (Alfa-Männer) und eine untergeordnete Position von „Nicht-Männern“ (Frauen, Beta-Männer und das sogenannte „dritte Geschlecht“ - Schwule, Lesben, Transsexuelle, Bisexuelle - für das die Gender AktivistInnen die „dritte Toilette“ fördern).
Die Diskriminierung von (nicht hegemonialen) Männern und Frauen würde wahrscheinlich keinen Politiker um den Schlaf bringen, wenn dadurch nicht ein immenser wirtschaftlicher Schaden entstehen würde. Man denke an die vielen Frauen, die ihren Beruf wegen der Familie aufgeben müssen und der Wirtschaft verloren gehen, weil ihre Männer sich weigern, sie zu Hause zu entlasten, oder an die gut ausgebildeten Lesben oder schwule Männer, denen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung (falls sie bekannt war) Jahrhunderte lang Zugang zur Macht des Patriarchats erschwert wurde! Für diese Gruppe von Menschen ist Genderismus ein Segen, denn die Gender-Ideologie befreit sie von der Last der Diskriminierung und ebnet ihnen den Weg zum Aufstieg und zum wirtschaftlichen Erfolg. Wir haben hier mit einer klassischen Win-Win- Situation zu tun. Ein Nutznießer der Gender-Revolution ist auch die „Schönheitsindustrie“, die endlich auch biologische Männer als ihre Kunden gewinnen kann. (Der Verlagstext zum Buch von Michael Stuber (Berater im Diversity Marketing) „Gay Marketing: Die ganze Vielfalt nutzen – von der neuen Offenheit profitieren“: „Homosexuelle sind eine vielversprechende Zielgruppe – dies wird zumindest seit einiger Zeit in den Medien berichtet. Doch was ist tatsächlich dran am Mythos des kaufkräftigen und dennoch brachliegenden Segmentes? Und wie kann dieser Markt in der Praxis effizient erschlossen werden?“)

Trotzdem kann man in vielen EU-Ländern, wo Gender zum „durchgängigen Leitprinzip“ erklärt wurde, wachsenden Widerstand gegen diese neue Ideologie beobachten. Gender Mainstreaming würde die Familie zerstören, die Ehe abwerten, das Recht des Kindes auf Mutter und Vater verletzen, die Bedeutung der Mutterschaft herabsetzen, abweichende sexuelle Praktiken, sexuelle Promiskuität und Sex für Jugendliche fördern, durch die Frühsexualisierung der Kinder und ihre (übergriffige, weil verfrühte) Konfrontation mit diversen Gender-Rollen* ihre natürlichen Anlagen verbiegen und durch die Entkoppelung des biologischen von dem sozialen Geschlecht ihre natürliche Identitätsbildung verhindern. Abgesehen davon wird den Gender AktivistInnen mangelndes Wissen über die neurobiologischen Unterschiede der Geschlechter, bzw. seine Missachtung, vorgeworfen. Was ist dran an solchen Vorwürfen?

Die Autoren des vorliegenden Buches – Dr. Harald Seuber (Prof. für Philosophie und Religionswissenschaften), Andreas Späth (Religionspädagoge) und Dr. Manfred Spreng (Neuro- und Sinnespsychologe) – haben Gender Mainstreaming unter die Lupe genommen.
Ihr Fazit: Gender ist eine totalitäre Ideologie, die neurobiologische Unterschiede zwischen Mann und Frau missachtet und durch die Infragestellung der Heteronormativität und des geschlechtsspezifischen Verhaltens, Denkens und Fühlens zur „Vergewaltigung der menschlichen Identität“ führt. Gender sei auch keine Befreiungsbewegung (wie der klassische Feminismus), sondern ein politisches Instrument der Umerziehung und der Gleichschaltung der Menschen, das vor allem Kinder in Mitleidenschaft zieht. „Dekonstruktive Bestrebungen“, geschlechtliche Identität des Menschen zu manipulieren, können zu „psychischen und somatischen Beeinträchtigungen und Schädigungen“ führen.

Dass das Geschlecht ein soziales Produkt und nicht erlernbar sei, veranschaulicht Späth am Fall von Bruce Reimers, der im Alter von 8 Monaten einer Geschlechtsumwandlung unterzogen wurde. Obwohl er nicht wusste, dass er früher ein Junge war, weigerte er sich – trotz der entsprechenden Erziehung zum Weiblichen - nach der Umwandlung Mädchenkleider zu tragen, mit Mädchenspielzug zu spielen und sich wie ein Mädchen zu verhalten. Gezwungen, als Brenda zu leben, war er so verstört, dass man ihm im Alter von 14 Jahren sagen musste, dass er als Junge auf die Welt kam, was ihn sofort dazu veranlasst hatte, seine Geschlechtsumwandlung rückgängig zu machen. Späth kommentiert es: Männer und Frauen seien, „sowohl von ihrer äußeren Erscheinung, ihrem Hormonsystem, ihren Gefühlen und ihrer Gehirnstruktur unterschiedlich und nicht umerziehbar“. Auch Schicksale von Menschen, die behaupten, in einem falschen Körper geboren zu sein, darf man in diesem Zusammenhang nicht ausblenden. Ihre Geschichten sind oft tragisch und finden erst mit der Geschlechtsumwandlung, die das innere Geschlecht mit dem äußeren Geschlecht in Übereinstimmung bringt, ein Happy Ende. Beweisen solche Fälle nicht, dass das Geschlecht doch nicht anerzogen ist? Dass die bewusste (durch Erziehung herbeigeführte) Entkoppelung des biologischen von dem sozialen Geschlecht (gender) ein Übergriff ist? Eine wichtige Frage, die im Kapitel über die neurophysiologischen Unterschiede der beiden Geschlechter beantwortet wird: auch das Gehirn hat Geschlecht, und seine geschlechtsspezifischen Eigenschaften können weder chirurgisch, noch hormonell noch durch gezielte Erziehung verändert werden. „Sie prägen die menschliche Natur und damit die Geschlechtsidentität in nicht beliebig manipulierbarer Weise.“

Alle drei Autoren des vorliegenden Buches sind sich in einem Punkt einig: Gender ist eine Irrlehre. Das Wort Irrlehre mag als eine „falsche“ Lehre oder als eine „anti-christliche“ Lehre verstanden werden. Beides wäre richtig. Manfrend Spreng behauptet, Gender Mainstreaming (konkret: die von GM geförderte Fremdbetreuung der Kinder in Kitas) würde die normale Gehirnentwicklung gefährden. Damit wäre Genderismus falsch, aber keine Sünde. Die „Häresie“ der Gender-Ideologie bestehe darin, so der Theologe Seubert, dass sie die Geschlechtlichkeit des Menschen (ihm) zur freien Verfügung stelle. „Lasst uns einen neuen Menschen machen“, lautet der Titel des entsprechenden Kapitels, eine Anspielung an die menschliche Hybris, an den „Irrglauben“, der Mensch könne die Rolle des Schöpfers übernehmen. „Unsere leib-seelische Natur, einschließlich des Geschlechtes, ist uns gegeben und zugleich ist sie uns aufgegeben“, zitiert Seubert aus R. Spaemann „Glück und Wohlwollen“.

Dieses Kapitel ist durchdrungen vom Geist der christlichen Philosophie. Das wird wahrscheinlich für die meisten genderkritischen Bücher gelten, denn Genderismus leugnet im Grunde genommen die Existenz der Seele und müsste schon deshalb von jedem religiösen und spirituellen Menschen in Frage gestellt werden. Was an der Gender–Ideologie anti-christlich ist, ist auch seine beispiellose Respektlosigkeit gegenüber dem Menschen. Besonders die Unterwerfung der menschlichen Identitätsfindung unter das Primat der Ideologie ist fragwürdig: Umprogrammierung der Kinder in Hinblick auf ihre spätere Integration in die neoliberale Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt? Mit Recht spricht Späth von der Vergewaltigung der menschlichen Identität, doch wir haben hier auch mit der Vergewaltigung der menschlichen Würde zu tun - nicht als ein „fleischliches“, sondern als ein „göttliches“ Wesen. Ilona Banet

* Vgl. „Sexualpädagogik der Vielfalt“ von Elisabeth Tuider
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am 31. März 2012
Buchbesprechung: Manfred Spreng, Harald Seubert, Andreas Späth (Hg.), Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 2. überarbeitete Auflage, Logos Editions 2012, 110 S., 6,90 €.

Die Verfasser vermitteln in drei hervorragend zusammengestellten Beiträgen einen kritischen Einblick in die Ziele des in Europa flächendeckend eingeführten Gender-Mainstreaming-Verfahrens und der diesem zugrunde liegenden Theorie. 'Politische Geschlechtsumwandlung' nannte vor 6 Jahren Volker Zastrow, FAZ-Redakteur, das Konzept. Besonders wertvoll in dieser jetzt in zweiter verbesserter Auflage vorliegenden Studie sind die kompetenten Beiträge aus der Hirnforschung und der Philosophie, die man so kompakt m.W. nirgends findet.

Menschenversuch und Machterschleichung
Andreas Späth skizziert einleitend ' gut dokumentiert und mit bestürzenden Beispielen illustriert ' die Entstehung und die zunehmende Machterschleichung der Gender-Theorie auf dem Weg über das verschleiernde Gender-Mainstreaming-Verfahren. Am Anfang stand der Menschenversuch eines amerikanischen Psychiaters, der nach Jahren unsäglichen Leidens mit dem Selbstmord des Probanden endete, aber jahrzehntelang als eindeutiger Beweis für die Möglichkeit einer restlosen Geschlechtsumwandlung galt. Diese Ideologie gewann ihre gesellschaftspolitische Dynamik aus den Kompensationsbedürfnissen von Feministinnen, die ihre Traumata manipulativ in machtvolle Hebel umsetzten. Inzwischen hat sie in Gestalt des GM-Verfahrens krakenartig ihre Tentakeln um jede Behörde, jede Körperschaft, jede Kirche, jede Hochschule, jeden Kindergarten, jeden Verein geschlungen.

Gender-Mainstreaming wurde nicht in Parlamenten gewissenhaft diskutiert und beschlossen. Es ist hierzulande das 'top-down' vorangetriebene Produkt der durch einen machtbewußten Feminismus gekaperten europäischen Exekutive. Es schleicht sich sorgfältig versteckt unter dem Sympathieträger 'Geschlechtergerechtigkeit' ein. An Universitäten sind mit Steuermitteln auskömmlich alimentierte Gender-Institute entstanden, deren ideologische Forschungsansätze in Bezug auf wissenschaftliche Qualitätsstandards an Marxismus-Leninismus- oder Rassenstudien unsäglicher Zeiten erinnern. Prometheisches Ziel der Gender-Ideologie ist wieder einmal der 'neue Mensch', dem man den real existierenden Menschen opfert.

Die Vergewaltigung des Gehirns
Prof. Manfred Spreng, Experte für Neuro- und Sinnesphysiologie, Medizininformatik und Biokybernetik, zeigt beeindruckend, daß Männer und Frauen sich keineswegs nur durch ihre Genitalorgane unterscheiden, sie sind viel tiefgreifender 'durch zahlreiche prägende neurophysiologische Unterschiede in den sie geschlechtsspezifisch charakterisierenden Gehirnen' verschieden. Gerade im Gehirn stoßen die Versuche, die spezifische Identität von Männern und Frauen durch soziokulturelle Einwirkung aufzulösen, auf Schranken. In der Regel beschädigen Versuche, diese Beschränkungen zu öffnen, lebensnotwendig vorgegebene Identitäten mit nicht selten pathologischen Folgen. Die Macht der Natur setzt dem Allmachtswahn des Menschen auch hinsichtlich der Geschlechtsidentität Grenzen.

Auf dem philosophischen Prüfstand
Prof. Harald Seubert demonstriert durch philosophische Analyse und ideengeschichtliche Prüfung die 'Haltlosigkeit und Selbstwidersprüchlichkeit' der Gender-Theorie. Sie zielt zum ersten Mal in der Geistesgeschichte darauf, die ganzheitlich durch polare Identitäten bestimmte Geschlechtlichkeit des Menschen zur freien Verfügung zu stellen. Nicht nur die soziokulturellen Geschlechterrollen werden Veränderungsprozessen unterworfen, sondern der Körper selbst wird in ein Experimentierfeld für Menschenversuche verwandelt. Gender-Theoretiker verstehen ' so Seubert - die Leiblichkeit des Menschen als Spielfeld, auf dem sich immer neue 'Konstruktionen' und Mischformen modellieren lassen. ''Trans-gender', also der Wechsel des Geschlechts, wird geradezu zum Programm.' Seubert kritisiert überzeugend den postmodern libertären, fließenden Konstruktivismus dieser Ideologie, der monoman die Wesensfragen (Was ist eine Frau, was ein Mann?) zugunsten des konstruktivistischen Machens (Wie konstruiere ich mich als Frau, als Mann?) überspringt. Er nennt dieses reduzierte Denkverfahren einleuchtend 'schwaches Denken' und zeigt, daß sich hinter diesem Denken eine erstaunliche Allmachtsphantasie verbirgt.

Die Deutungshoheit des Pathologischen
Dies Spiel mit einer Vielheit von nicht festgelegten Identitäts-Möglichkeiten birgt, wie Seubert und Spreng aus ihren Fachbereichen zeigen, erhebliche Gefahren, denn die anthropologischen Normen werden aus pathologischen Fehlformen gewonnen, die zumeist immenses Leid in sich schließen. Das Pathologische gewinnt in diesem Denken die Deutungshoheit über das Gesunde, das Abnorme über das lebensdienlich Normale. Das konstruktivistisch zugrunde gelegte Menschenbild wird nicht aus der bewährten natürlichen heterosexuellen, auf Ehe und Familie zielenden Perspektive bezogen, sondern aus der Leidens-Sicht marginaler Minderheiten, nämlich der Schwulen und Lesben, der Intersexuellen, der Transsexuellen, also aller 'Queer-Menschen' konstruiert. Sowohl Seubert wie auch Spreng weisen darauf hin, daß dieser destruktive Konstruktivismus nur scheitern kann, weil sich die Natur nicht beliebig manipulieren läßt. Er wird weder dem gegebenen Wesen des Menschen noch dem Menschen als Person gerecht. Das wird besonders erhellend sichtbar in Harald Seuberts Gespräch mit den großen jüdischen Philosophinnen Edith Stein und Simone Weil.

Das Gender-Mainstreaming-Verfahren ist ideologisch tief vergiftet. Liest man es im Kontext der Gender-Theorie, nimmt es geradezu Züge einer sich neu formierenden Zivilreligion an, zu der sich vermutlich jeder wird bekennen müssen, der sich um eine Stelle im öffentlichen Dienst bewirbt.
Andreas Späth, Manfred Spreng und Harald Seubert liefern faktenorientierte Aufklärung für 6,90 €. Ihre Studie sollte jeder sorgfältig lesen.

Dr. Dieter Müller
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am 9. Dezember 2013
Dieses Buch stellt eine Muß-Lektüre dar für alle, die sich über die Gleichstellung informieren wollen. Man sollte sich aber beim Lesen der einzelnen Artikel Zeit nehmen und ein Lexikon bereitliegen haben.
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am 25. Januar 2012
Manfred Spreng - Harald Seubert (Hrsg. Andreas Späth), Vergewaltigung der menschlichen Identität - Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, Logos Editions, 2011; 95 S.; 5,80 €; ISBN 978-3-9814302-2-5

Der pointierte Titel der Publikation weckt Neugier und Fragen! Es geht um ein existenzielles Thema - und zugleich ein sozialphilosophisch-politisches Paradigma. Dieses wird seit gut 15 Jahren von kleinen Zirkeln weltweit zielstrebig vertreten. Schließlich ist es - auf dem Weg über die Brüsseler EU und dank kooperierender Kräfte in deutschen Parteien - auch in der Bundesrepublik Deutschland Zug um Zug regierungsamtlich ("top-down") implementiert worden. Aber bis heute ahnen Millionen von Bürgern nicht so recht, was ihnen damit geschah. Aufklärung tut not.

"Fremdwörter sind Glücksache", heißt es. In diesem Falle geht es mehr darum, dass mit Begriffen wie Gender und Gender-Mainstream Raum für Mehrdeutigkeiten und unterschiedliche Interpretationen geschaffen wurde. Vexier-Bildern gleich werden diese auch in Deutschland herumgereicht. Bei vielen Bürgern aber und selbst bei hohen Verantwortungsträgern herrscht über die geistigen Hintergründe und die genauen Inhalte, über die Ziele und Folgen der Umsetzung nicht die gebotene Klarheit und Einmütigkeit. Soll ggf. jeder selber das heraus- oder hinein-interpretieren, was ihm als sympathisch oder plausibel erscheint? So redet man aneinander vorbei.

In dieser Gesprächslage lohnt es sich, die Beiträge dreier Autoren kennenzulernen, die sich - mit je eigenen Instrumentarien der Wahrnehmung - seit Jahren mit den anthropologisch und kulturell grundlegenden Sachverhalten befassen und die, wie ausführliche Anmerkungen in den Aufsätzen belegen, auf entsprechend umfangreiche Literaturkenntnis zurückgreifen:

Die gesellschaftspolitisch orientierende Einführung (18 S.: "Gender Mainstreaming - Befreiung oder Gesinnungsterror") stammt von dem kirchlich engagierten Autor Andreas Späth. Es folgt der fachwissenschaftlich orientierte Beitrag(32 S.) "Adam und Eva - Die unüberbrückbaren neurophysiologischen Unterschiede" von Prof. Manfred Spreng. Dem schließt sich eine facettenreiche philosophische Kritik von Prof. Harald Seubert an (25 S.): "Gender Mainstreaming oder: Lasst uns einen neuen Menschen machen". Im Anhang ist die Edition ausgestattet mit Zusatzinformationen zu den Autoren, mit einem ausführlichen, hilfreichen Stichwortverzeichnis, einem Register der zitierten Personen sowie - gerade im Blick auf die heutigen politischen Bezüge sinnig und reizvoll - einer Reihe von zugehörigen Zitaten von Politikerinnen und Politikern aus dem deutschsprachigen Raum. Zum Inhalt:

Die von Simone de Beauvoir vertretene Vorstellung, dass der Mensch weitgehend sich nach eigenen Vorstellungen selbst "konstruieren" könne, wird von den Autoren als verhängnisvolle Selbsttäuschung erwiesen. Als durchgängiges Thema zeigt sich in den Beiträgen die Unterschiedenheit und gleich¬zeitige Komplementarität von Mann und Frau (v.v.). Andreas Späth belegt u.a. Beispiele für üble medizinische Menschenversuche und Thesen im Sinne des "Gleichheitsfeminismus", benennt aber auch versäumte und verdrängte Möglichkeiten, im besten Sinne "geschlechter-sensibel" zu handeln. Am Beispiel des bekannten Würzburger Thesenpapiers der "Grünen Jugend" legt er dar, dass die Gender-Ideologie mit ihren sprachlichen Verwirrspielen und ethisch totalitärer Willkür ein weiteres Einfallstor der Zerstörung der traditionellen Familie ist. - Diese und weitere Hinweise erhalten ihre vertiefende Deutung aus den humanmedizinisch vergleichenden Darlegungen des Neurophysiologen Manfred Spreng zum Gehirn von Mann und Frau ("Geschlecht und Zwischenhirn", "Geschlecht und Gesamthirn" u.a.m.). Seine Darlegungen zu den neurophysiologischen Sachverhalten sind von höchst anschaulicher Lebensnähe! Keine Sekunde lang berührt einen etwa die Versuchung, die fachkundigen Beschreibungen zu überspringen. In der ausführlichen, faszinierenden Zusammenfassung kommt M. Spreng u.a. zum Ergebnis: "Nicht Gleichheit, sondern nur Verschiedenheit [von Mann und Frau] kann sich optimal ergänzen!" Und: Wertgleichheit setzt keineswegs die Rollenidentität voraus.

Ebenso erhellend ist der Gang durch die Religions- und Philosophiegeschichte mit H. Seubert, seine Analyse und Kritik der verschiedenen Denkansätze der Gender-Konzeptionen: ihre eigenen Prämissen werden dem wissenschaftlichen Diskurs nicht ausgesetzt; Fragen nach dem Wesen von Mann und Frau werden im konstruktivistischen Ansatz apriori eliminiert u.a.m.. Besonderes Interesse dürfte der Exkurs finden: "Christliche Philosophinnen und das Denken der Geschlechterdifferenz"! H. Seubert betont dazu, dass er es auch selbst als besonderen Gewinn erfahren hat, dass er diesem Thema in der literarischen und der direkten Begegnung mit seiner Kollegin Prof. H.-B. Gerl-Falkovitz vertiefend nachgehen konnte! Er bilanziert: die Mittel der Wissenschaft erweisen die Unhaltbarkeit der Gender-Ideologie. Es wird erkennbar, "dass weite Teile modischer Diskurse und machtvoller Eingriffe in die Natur des Menschen letztlich einem Popanz folgen und der Kaiser nackt ist. Die Haltlosigkeit steht freilich in einem umgekehrt proportionalen Verhältnis zur Gefährlichkeit der Gender-Ideologie."

Auch wer mit diesem Thema seit Jahren befasst ist, wird kaum eine Veröffentlichung nennen können, die vom sachkundig vernetzten Inhalt her, vom begrenzten Umfang, von der gedank¬lichen Dichte und von ihrer illustrativen Darstellung her direkt vergleichbar empfehlenswert wäre. Der Band hält, was der Klappentext verspricht: "In einer bisher einzigartigen Zusammenschau von Natur- und Geisteswissenschaft zerlegen der Gehirnforscher Manfred Spreng und der Religionsphilosoph Harald Seubert das Konstrukt des Gender Mainstreaming in seine Bestandteile. Sie zeigen die geistesgeschichtlich trüben Quellen ebenso wie die verheerenden Folgen, denen der Mensch durch die Vergewaltigung seines natürlichen Wesens durch eine Ideologie ausgesetzt ist, die schon seine grundlegenden Anlagen im Gehirn missachtet. Was einst durch die rot-grüne Bundesregierung zur politischen Querschnittsaufgabe erklärt wurde, wird als nicht umsetzbar enttarnt. Jenseits ideologischer Flügelkämpfe entfernt das Buch alle Tarnkappen."

Die Lektüre der Texte wird zum lebensnahen Bildungserlebnis und ist ein Genuss in politischer Verantwortung. Zu den Stärken der Publikation gehört, dass - bei aller Entschiedenheit der Autoren in der Sache - sich kaum polemische Anklänge finden. Die Autoren signalisieren mit ihrer stringent zusammenklingenden Argumentation, dass politischer Handlungsbedarf besteht - zumindest für jene, die sich wissenschaftlicher Wahrhaftigkeit stellen und die unsere Zukunft nicht einfach in den Wind schreiben wollen. Sie wecken nicht die Illusion, dass die Seifenblase der Selbsttäuschungen und der Irreführungen etwa einfach und schnell zum Platzen zu bringen sei, aber sie legen Grund zu der Hoffnung, dass dieser Prozess beschleunigt auf den Weg gebracht werden kann. Je früher, desto besser! Immer deutlicher zeigt sich: Da, wo Frauen und Männer in die oberflächlich-soziologisierende Gender-Schablone gepresst werden, sind viele in ein Prokrustesbett kalter Gleich-Stanzung gedrückt, während andere konsequent auf existenziellen Identitätsverlust getrimmt werden. Auf diese Weise sind nicht nur Individuen vergewaltigt, sondern immer mehr auch ganze Lebenszusammenhänge!

Rolf-Alexander Thieke, Pfarrer und Religionslehrer i.R.
Berlin, am 25. Januar 2012
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am 2. April 2012
Das vorliegende Buch ist das dritte Buch, das ich zum Thema Gender-Mainstreaming gelesen habe. Es fasst die Beweggründe und Ideologie gut zusammen und beweist gleichzeitig, wie unsinnig und zerstörerisch diese neue "Religion" ist für unsere Kinder und unsere Gesellschaft.
Es entfernt die Maske, die die Bewegung vor sich herträgt, es gehe um "Gleichbehandlung, Gerechtigkeit zwischen Mann und Frau" usw. Darum geht es mitnichten. Am Ende steht das Ende der Meinungsfreiheit, das Ende von Mann und Frau und ein totalitäres gesellschaftliches System. Wehe denen, die die Ansichten nicht teilen!
Das Buch belegt auch auf wissenschaftlicher Basis sehr klar die Unterschiede zwischen Mann und Frau, die man - sofern man im Besitz seiner Vernunft ist - nicht leugnen kann, was diese Gender Mainstreaming-Ideologie aber genau tut.
Das Buch ist sehr empfehlenswert und ein Must-Read für jeden Bürger, der wissen will, was sich im Lande tut! Man versteht die Vorgänge in der Tagespolitik viel besser - beispielsweise den geradezu krampfhaft vorangetriebenen Krippenausbau für Unter-Dreijährige - Eltern wird die Erziehungshoheit zunehmend entzogen, Kinder sollen möglichst früh vom Staat sozialisiert und im gender-Sinne "sexualisiert" werden. Eltern, die ihre Kinder in den ersten Lebensjahren selbst erziehen möchten, werden plötzlich als "rückständig" bezeichnet, wo doch die Sozialwissenschaften genau belegen, wie wichtig eine verlässliche Bindung und Bindungsfähigkeit - die in dieser sensiblen Phase entsteht - für spätere Bildungsfähigkeit ist.
Weitere empfehlenswerte Bücher haben beispielsweise auch geschrieben:
Gabriele Kuby: "Die Gender-Revolution: Relativismus in Aktion" und
Barbara Rosenkranz: "MenschInnen -Gender Mainstreaming: Auf dem Weg zum geschlechtslosen Menschen"
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am 16. Dezember 2013
Ein Buch, daß jeder lesen sollte, der noch eine eigene Meinung besitzt. Das Buch klärt wissenschaftlich auf, daß die von Gender-Mainstreaming angestrebte Gleichstellung von Mann und Frau nicht nur anatomisch unmöglich ist, sondern insbesondere auch neuro-physiologisch. Wer heute bereits behauptet , daß Gleichstellung möglich ist, zeigt deutlich auf, daß er bereits von Gender "verseucht" ist und dieser neuen Ideologie angehört.
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am 16. Februar 2015
Ich habe mich doch sehr gewundert über das Buch wie auch die Rezensionen hier. Das Buch malt ein überzogenes Bedrohung-Szenario von der Identitätszerstörung durch Gender und Gender Mainstreaming. Schon die Sprache ist schwer verdaulich: Nicht nur die "Vergewaltigung" im Titel wird bemüht, da fällt auch gerne die Guillotine. Auf dem Umschlag: Adam und Eva mit eingefärbten Gehirnen - es wäre lächerlich, wenn es nicht den vollkommen ernst gemeinten Beitrag zu den "unüberbrückbaren" Unterschieden gäbe. Hier wird feststellt, Frauen könnten schlechter einparken und Männer schlechter zuhören (das kennen wir von der Kategorie populäres Sachbuch, wissenschaftliche Beiträge würden es differenzierter sehen und eine empirische Studie zeigt: Frauen glauben zwar, sie könnten schlechter einparken, tatsächlich sind sie darin aber eine Winzigkeit besser darin als Männer).
Als Belegquellen werden gerne Journalisten wie V. Zastrow und R. Pfister zitiert, mit Wissenschaft hat das nichts zu tun. Das Buch ist vor allem religiös gefärbt, es wird nicht sachlich und auf der Basis einer breiten Quellenlage argumentiert. So fällt der Vorwurf der "Ideologie", die angeblich vom Konzept Gender ausgeht, sehr leicht auf die Autoren zurück. Denn es gäbe ja durchaus ganz andere Stimmen und auch Forschungsergebnisse (z.B. Cordelia Fine) - nur die passen nicht ins Bild von Manfred Spreng und Harald Seubert.
Vor allem ist erschreckend: Das Buch versucht den Lesenden weiszumachen, dass alle, die Gender Mainstreaming als Strategie zur Herstellung des verfassungsgemäßen Auftrags der Herstellung von Gleichberechtigung sehen, fehlgeleitet wurden. Nach der Logik der Autoren hat sich die Bundesregierung so wie viele andere Regierungen wie auch internationale Organisationen seit Jahrzehnten täuschen lassen. Denn "in Wahrheit" ginge es bei Gender Mainstreaming gar nicht um Gleichberechtigung und Menschenrechte - sondern um Identitätszerstörung. Wir dürfen uns fragen: Für wie dumm halten die Autoren eigentlich den Rest der Welt? Nur sie kennen die wahren Hintergründe? Das ist doch schon reichlich krude und deutet auf alle Figuren einer Verschwörungstheorie hin. Deswegen sei hier empfohlen: Wenn Sie dieses Buch lesen, tun Sie es mit Vorsicht - und informieren Sie sich auch noch mit anderen Quellen, die weniger fundamentalreligiös sind. So hat die Bundeszentrale für Politische Bildung ein gutes Informationsportal zu Gender Mainstreaming. Oder sie glauben den Autoren. Dann kommen Sie zu dem Schluss: Die Vereinten Nationen und die EU wie auch viele andere internationalen Organisationen, die Deutsche Bundesregierung, alle Regierungen mit Gender-Aktionsplänen weltweit - also quasi fast der Rest der Welt – haben sich von wirren „Genderisten“ täuschen lassen und sind einem Irrglauben auf den Leim gegangen. Wie skurril.
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