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am 10. Januar 2009
Die Darstellungen des Nahostkonflikts, wie man sie aus den deutschen Medien kennt, vermitteln im wesentlichen das Bild eines durch blinden Haß geprägten Gegeneinanders zweier Parteien, die beide teils Recht, teils Unrecht, aber auf jeden Fall kein Interesse an einer vernünftigen und gerechten Lösung ihrer Interessensdivergenzen haben. Nicht selten jedoch (und insbesondere von als links geltenden Organen) werden zunehmend die Israelis als hochgerüsteter Aggressor dem notleidenden, vom Flüchtlingselend gepeinigten Volk der Palästinenser, welches diese mit seltsamer Grausamkeit auch noch aus den letzten ihm verbliebenen Enklaven wegzubomben versucht, gar die "Endlösung der Palästinenserfrage" anstrebt, gegenübergestellt.

Tarachs Buch untersucht diese gängigen Klischees und bietet einen aufschlußreichen Überblick über die tatsächliche Konstellation. Er widmet die ersten Kapitel der historischen Kontinuität und Kongruenz des Antisemitismus von Christentum, Nationalsozialismus und Islam sowie der engen Zusammenarbeit ihrer Vertreter, wobei im Mittelpunkt der reaktionäre ehemalige Großmufti von Jerusalem, Amin El-Husseini, steht, der als geistiger Begründer und erster Führer der "palästinensischen Befreiungsbewegung" gelten kann.

Im Folgenden untersucht der Autor, ausgehend von der Unabhängigkeitserklärung Israels 1948 und nach dem entsprechenden Un-Beschluß vom November 1947, das Verhältnis Israels zu seinen Nachbarstaaten, zur PLO aber auch das zur Sowjetunion und nicht zuletzt zu den USA und vice versa.

Auch wenn man dem streitbaren (und offenbar eher links stehenden) Autor nicht in jedem Punkt folgt, so wird man die Genese und aktuelle Konfrontation im Nahen Osten nach der Lektüre des Buches von Tarach mit anderen Augen sehen: Ob es um die (vor allem von der Sowjetunion unterstützten) Gründung Israels geht, um die verblüffenden Sonderregelungen der UN für Palästinensische Flüchtlinge, deren Flüchtlingsstatus (weltweit einzigartig!) erblich ist, oder ob es um öffentlichkeitswirksam und weltweit durch die Nachrichtendienste verbreitete Bilder angeblicher palästinensischer Opfer israelischer Sicherheitskräfte geht, die sich bei näherer Recherche zuweilen als von palästinensischen Moslems halb zu Tode geprügelte jüdische Studenten entpuppen.

Aber auch das zweierlei Maß, mit dem israelische Militäraktionen gegeißelt werden, während den führenden palästinensischen Gruppen das Niederbrennen jüdischer Synagogen (z.B. nach dem Abzug der israelischen Armee aus dem Gaza-Streifen und Teilen der Westbank) oder die in den letzten Jahren fast täglichen Angriffe auf Israel, sei es durch Raketen der Hisbollah, der Hamas oder die zahlreichen Selbstmordattentate gegen israelische Staatsbürger, nicht selten verständnisvoll kommentiert oder gar als Quasi-Menschenrecht zugestanden werden, dies zweierlei Maß, welches Tarach an zahlreichen, ziemlich heftigen Beispielen belegt, stimmt nach der Lektüre dieses Buches nachdenklich: Was ist uns da eigentlich von den Medien erzählt worden?
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am 3. Februar 2009
Tilman Tarach spricht in seinem Buch "Der ewige Sündenbock" tatsächlich Tacheles.

Viele Hintergrundinformationen, die man als aufgeklärter Mensch schon einmal irgendwo gelesen oder gehört hat, sind in dieser akribischen Klarstellung vereint. Insofern ist dieses Buch ein wichtiges Handwerkszeug und eine hervorragende Argumentationshilfe, da Tilman Tarach nicht bloß Behauptungen aufstellt, sondern profundes Wissen mit eindeutigen Quellen belegt.

Wenn er sich in seiner Ausdrucksweise zuweilen auch vergaloppiert, empfinde ich Tarachs Schreibstil als gelungen, da sein Buch weder polemisch platt noch ausufernd dröge und ermüdend geschrieben ist. Ein Buch, auf das ich lange gewartet habe um der einseitigen, antiisraelischen Propaganda, die oftmals durch die Medien verbreitet wird, Paroli bieten zu können.

Neben Mitchell Bards "Behauptungen und Tatsachen" und Ludwig Schneiders "100 Fragen an Israel" würde ich Tarachs "Der ewige Sündenbock" als die derzeit aktuellste und umfassendste Informationsquelle über Hinter- und Beweggründe des Nahostkonfliktes bezeichnen.

Entgegen vielen einseitigen Publikationen, die die berechtigten Interessen Israels nicht berücksichtigen, ist dieses Buch ein Lichtblick - derzeit vielleicht sogar eine Art Standardwerk für den unvoreingenommenen, interessierten Leser.
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am 1. Februar 2009
Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen, auch wenn das Thema Nahostkonflikt ein ernstes und auch trauriges ist. Tilman Tarach liefert profundes Hintergrundwissen zu dem ewigen Konflikt und auch zu den typischen Argumenten, wie sie immer wieder auftauchen. Dabei argumentiert er mit viel Witz und für meinen Geschmack solider, eleganter und leichtfüßiger als beispielsweise Dershowitz. Manchmal kommen ironisch-polemische Bemerkungen, doch Tarach weicht Sachargumenten nie aus.

Das Buch sollte Pflichtlektüre für jeden Sympathisant der "Linkspartei" sein, aber es ist in Wahrheit auch für jeden geeignet, der die Motivlage und die inneren Zusammenhänge des Nahostkonfliktes verstehen will. Es ist angenehm zu lesen, und die Tatsache, daß die (zahlreichen!) Quellen nicht als Endnoten auf den letzten Seiten zu finden sind, sondern als Fußnoten da, wo sie hingehören, erleichtert das Lesen zusätzlich.

Elke Hartmann
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am 31. August 2013
Lässt der Leser sich auch auf die zugegebenermaßen teils der eigenen Position des Autors geschuldeten polemischen Bewertungen ein, wird er einen guten Überblick über die leidvolle Geschichte Menschen jüdischen Glaubens oder des jüdischen Volkes oder der Juden erhalten. Es bleibt dann aber auch nicht aus, sich mit einigen sich aufdrängenden Fragen zu beschäftigen; wieso waren und sind es die Juden, deren biblisch beschriebene Menschenrechts-Verbrechen verglichen mit den Menschenrechts-Verbrechen der beiden anderen großen,monotheistischen Religionen in Summe, also quantitativ, eher gering ausfallen, die über Jahrhunderte hinweg verfolgt, angefeindet und in Vielzahl getötet wurden? Wieso sieht in der modernen Welt niemand Anlass, die seinerzeit bestehende, heute noch fortwirkende ideologische Nähe zwischen den Nazis und führenden Islamisten zu thematisieren? In diesem zusammenhang schließt sich die Frage des Kniefalles westlicher Demokratien vor islamistischen Forderungen innerhalb ihrer Staaten an, gerade vor dem Hintergrund der Überzeugung, dass nur Moslems Menschen erster Güte und alle Nichtmoslems als Menschenzweiter Klasse, als Dhimmis bezeichnet, tributpflichtig (Geld, Eigentum, körperliche Unversehrtheit, sexuelle Selbstbestimmung etc.)seien? Wieso unterstüzt die westliche Linke eher palästinänsische denn israelische Positionen?

Man muss die Diktion, der sich der Autor in Teilen bedient, nicht mögen; in den Sachthemen sind seine Ausführungen und Folgerungen hingegen wohl kaum angreifbar.
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am 26. August 2010
Der Autor hat hier nichts wirklich neues dargestellt, dafür aber vieles was die Allgemeinheit nicht oder auch nicht gerne zur Kenntnis nimmt. Mit vielen Belegen und Quellverweisen vergessene oder verdrängte oder den meisten doch unbekannte Tatsachen findet man hier zusammengestellt. So wird hier der Mythos widerlegt, dass Israel ohne die finanzielle, politische und militärische Hilfe der USA nicht entstanden wäre. Jedoch waren es die USA, die die Ausrufung des jüdischen Staates sabotieren wollten. Den Krieg von 1948 bestritt Israel mit Sowjetwaffen. Im Sechs-Tage-Krieg 1967 siegte Israel mit Hilfe der französischen Mirage Kampfflugzeugen. Eigentlich kam es erst in den siebziger Jahren zur Freundschaft mit den USA. Tanach analysiert die anti-israelische Politik der Araber, aber auch der UNO und der westlichen Staaten mitsamt ihren antisemitischen Motiven und Ursachen mit vielen Details und Zusammenhängen. Er widerlegt auch die Vorstellung, wonach Juden und Muslime bis zur Ankunft der Zionisten friedlich koexistiert hätten. Auch vorher schon gab es arabische Massaker an Juden. Tanach erspart uns auch nicht nachzuweisen, dass die Nazi-Theologie heute noch lebt und ihren verderblichen Einfluss ausübt. Die faschistischen Organisationen der Hamas und Hisbollah befürworten eine Politik wie sie schon die Nazis praktizierten. Leider polemisiert der Autor oft. Das mindert die Stärke seine Argumente eher als dass es ihnen hilft. Trotzdem ein wichtiges Buch, das jeder gelesen haben sollte, der sich ein Bild von der Lage im Nahosten machen will.
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am 9. November 2009
Eigentlich wäre man beinahe geneigt zu sagen, Tilman Tarach, promovierter Jurist aus Freiburg im Breisgau, habe mit seinem Buch "Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die »Protokolle der Weisen von Zion« und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt" Neuland betreten, denn nur wenige Autoren haben sich bisher der schwierigen Aufgabe gestellt, [...] eines der besten deutschsprachigen Bücher zum Thema Judentum, Antisemitismus, Israel und arabisch-israelischer Konflikt zu schreiben, wie Aviv Shir-On, stellvertretender Generaldirektor für Medien und Öffentlichkeitsarbeit im israelischen Außenministerium, treffend festgestellt hat.

Sich mit einer derartigen Herausforderung zu befassen erfordert mehr als die Inangriffnahme und Überwindung des berühmt-berüchtigten ersten leeren Blattes. Was bei der Lektüre des Buches schon nach wenigen Seiten auffällt ist die immense Sorgfalt und Präzision, mit der Tilman Tarach zu Werke geht, dazu seine instinktsichere Verknüpfung und situative Zusammenführung der historischen Dimension des Antisemitismus speziell in Nahost mit der persönlichen Verstricktheit der Protagonisten.

Exemplarisch sichtbar und konkretisiert wird dies u.a. in der Schilderung der Person des Großmuftis von Jerusalem, Amin el-Hussein, und dessen enger Verbindung zur NS-Führung, seiner Spiegelung des originär islamischen Judenhasses in der nationalsozialistischen Entsprechung und ihrer beider Übereinstimmung im eliminatorischen Antisemitismus. Und hier kommt ein Alleinstellungsmerkmal Tarachs zur Geltung, das nur wenige seiner Kollegen bieten können, nämlich seine überaus kundige und vor allen Dingen gewissenhafte Quellenarbeit.

Sehr überzeugend auch, wie der Autor am Beispiel der Dämonisierung Israels durch die UNO, vieler ihrer Mitgliedstaaten und Unterorganisationen sowie des dubiosen UN-Menschenrechtsrates und des speziell für die Palästinenser installierten UNRWA im Detail aufzeigt, was schon der SPIEGEL-Autor und Publizist Henryk M. Broder in zwingender Klarheit ausgesprochen hatte - nämlich die Projektion des verfolgten einzelnen Juden der NS-Zeit auf die Delegitimierung des jüdischen Staates Israel als Jude unter den Nationen und der Antizionismus als "legitime"Entsprechung des Antisemitismus heute - und nur deshalb weniger verdächtig und salonfähig, weil er meist im Gewande des linken Kulturrelativismus und dialektischen Marxismus daherkommt.

Ein Gegenstand spielt dabei eine zentrale Rolle, der im Zeitalter alltäglicher Medienpräsenz zunehmend an Bedeutung gewinnt: die Vermengung von linker Sozialromantik mit ihrem neuen Gegenstand der Begierde, nachdem das Lumpenproletariat in der westlichen Welt nicht mehr existiert - nämlich der "entrechteten" und "verfolgten" arabischen Nation und ihrer fanatischen Apologeten. Wie kann man linken Antisemitismus besser kaschieren als mit dem hybriden Anspruch auf den Alleinvertretungsanspruch auf das Soziale und Gerechte, wenn man es am Beispiel der angeblich von Israel unterdrückten Palästinenser demonstriert?

An dieser Stelle zeigt sich übrigens, dass eine mir bekannte Rezensentin wohl einer Fehleinschätzung aufsitzt, wenn sie Tarachs sachlich völlig zutreffenden Hinweis darauf, dass die USA dem jungen jüdischen Staat keine Unterstützung zukommen ließ und z.B. bei der förmlichen Anerkennung Israels der Sowjetunion den Vortritt ließ, ja selbst 1948 Israel in seinem ersten großen Überlebenskampf anfangs in keiner Weise beistand, indirekt als sozialistische Romantisierung der Gründungsphase Israels interpretiert. Tilman Tarach hat dieser Unschärfe entgegengewirkt, indem er klar darauf hinwies, dass die Sowjetunion allein aus praktischem Selbstzweck handelte. Auch hat er die systemimmanenten Ursachen bei den Linken richtig benannt (siehe mein Hinweis im Absatz oben).

Oft verkannt oder unter den Teppich gekehrt wird auch die Tatsache, dass literarische Scheußlichkeiten wie Die Protokolle der Weisen von Zion quer durch alle politischen Reihen und Bevölkerungsschichten einen ungebremsten Zuspruch erfahren. Der Autor geht dieser Frage intensiv nach, und spätestens hier muss sich dem (lernbereiten) Leser erschließen, warum Ultralinke, Nazis und radikale Muslime trotz vordergründiger Unterschiede eine unverrückbare Konstante in der gemeinsamen Schnittmenge "Judenhass" finden.

Von dieser Überlegung ausgehend führt Tarachs Analyse zur Berichterstattung der Medien im aktuellen "Palästina"-Konflikt und einer geradezu ins Groteske verdrehten Journalistenethik, die im Übereifer eines sozialistischen Helfersyndroms Ursache und Wirkung schamlos verdreht und Israel, den einzigen demokratischen Staat in Nahost, nahezu täglich zum Täter abstempelt.

Tilman Tarachs Buch deckt schonungslos Fakten auf (auch was "fromme" christliche Verfehlungen betrifft), und seine Sprache mag bei dem einen oder anderen um etwas mehr emotionale Zurückhaltung bemühten Zeitgenossen vielleicht ein wenig Stirnrunzeln auslösen. Aber das ist bei diesem Buch allenfalls sekundär und meines Erachtens sogar geboten. Der Autor ist ehrlich, überzeugend und geradlinig. Wer Probleme mit der semantischen Etikette hat, sollte sich mit der Süddeutsche Zeitung begnügen. Das Problem dabei ist nur, dass er dort oder bei anderen "Qualitätsblättern" selten reinen Wein zum islamischen oder linken Antisemitismus eingeschenkt bekommt.

"Israelfreunden", die Kritik an israelischen Regierungsentscheidungen mit versteckter Leugnung der Existenzberechtigung des jüdischen Staates verwechseln, ist bei der Lektüre zu wünschen, dass sie neue Einsichten gewinnen und vorherige Fehlschlüsse korrigieren. Für aufrichtige Sucher wird Tilman Tarachs Buch selbstredend ein Gewinn sein.
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am 5. Januar 2010
Dschihad und Judenhaß?

Vor einem Jahr führte Israel einen Präventivschlag gegen die Hamas im Gaza. Davor wurde die israelische Stadt Sderot bereits 8 Jahre von Kassam-Raketen bombardiert.Für die jüdische Bevölkerung dort ein Albtraum, der bis heute anhält. Jedoch wurde Israels Recht auf Selbstverteidigung weltweit kritisiert. Eine einseitige Berichterstattung seitens der europäischen Medien geht von dem Agressor Israel aus und stilisiert die "Palästinenser" zu Opfern. Folge dessen, sind Holocaust-Relativierungen und blinde Hamas-Solidarität, ohne jedoch in die Hintergründe zu kennen. Wer kennt die Charta der Hamas, die von der Bevölkerung von Gaza demokratisch gewählt wurde?

Tilman Tarach hat ein gut recherchiertes, fundiertes Buch über den Nahostkonflikt geschrieben mit vielen Quellenangaben zum Nachlesen.

Die Geschichte der Juden im Nahen Osten vor der Staatsgründung 1948 wird beschrieben. Von den antijüdischen Progromen in Palästina 1929 bis zu dem begeisterten Hitlerfreund und Judenhasser Muhammad Amin el-Husseini wird die geläufige Behauptung der "Israel-Kritiker" von dem "friedlichen Nebeneinander" in "Palästina" widerlegt. Weiter zu den weltbekannten gefäschten "Protokollen der Weisen von Zion" und dem Antisemitismus in den arabischen Ländern. Zudem wird die Rückratlosigkeit führender EU Politiker aufgezeigt,die machtlos/veränstigt/zustimmend dem Antisemitismus der "Israelkritiker " gegenüberstehen und sich finanziell insbesondere für die Araber in Palästina einsetzt. Die EU leistet ebenfalls die Hunderte Millionen Aufbauhilfe für die Menschen in den besetzten Gebieten, die überall hinfliessen, nur nicht bei den bedürftigen Menschen, die es gewiss bräuchten. Ebenso wird die UN kritisch beleuchtet und die Gesamte Industrie von "Paliwood", die es geschafft hat, die "Zionisten" als ewigen Sündenbock zu manifestieren, so dass jeder Nachwuchs-Judenfeind auf so genannten "Friedensdemonstrationen für Gaza" sein klerikalfaschitisches Gedankengut auf offener Strasse herausschreien kann.

Nicht die arabischen Nachbarstaaten sind in der Sicht der "Antizionisten" für das Leid der "Palästinenser" verantwortlich, sondern nur und einzig allein die bitterbösen Israelis. Meinungstenor in der Presse- Meinungstenor auf der Strasse.

Das Buch von Tarrach ist eine gute Einführung zu dem Thema. Dabei gibt es noch weitere Fachliteratur zum islamischen Antijudaismus und dem Nahostkonflikt, ebenso wichtige Originalquellen, die nach der Lektüre dieses Buches mein Interesse geweckt haben.

Das Buch ist gewiss einer der aktuellsten und am besten belegten zu dem Thema. Würde es jedem weiterempfehlen und vergebe 5 Sterne.

Die Verstrickungen vom Großmufti von Jerusalem mit der SS werden in der öffentlichen Debatte kaum benannt. Defizite, die man mit diesem gut recherchierten Buch ausarbeiten kann.
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am 7. März 2010
Mit soviel Eleganz und Faktenwissen wie bei Tarach ist noch nie unseren prominenten westlichen "Israelkritikern" die Maske heruntergerissen worden - von Norbert Blüm bis Rupert Neudeck, von Noam Chomsky bis Jimmy Carter. Diese Herrschaften werden entlarvt als armselige Würstchen, die sich für ihren vorgeblichen "Mut" selbst beweihräuchern und beweihräuchern lassen. Hier wird gezeigt, dass die westlichen Massenmedien und führenden Politiker (auch die US-amerikanischen!) durchaus einseitig sind, wenn es um den Nahen Osten geht - aber einseitig gegen Israel! Dafür werden Fälschungen fabriziert und Geschichte wird geklittert. Tarach beschreibt zum Beispiel die unterschlagene Biographie des Muftis von Jerusalem, Amin al-Husseini. Schon vor Hitlers Auftauchen auf der politischen Bühne strebte der Mufti eine Scharia-Ordnung, seine persönliche Diktatur und die Ausrottung der Juden im arabischen Raum an. Tarach demonstriert die vielen Parallelen zwischen dem Mufti, der Moslembruderschaft und dem Nationalsozialismus. Er beschreibt, wie die Nazis alle Hebel in Bewegung setzten, um die zionistischen Siedlungen in Palästina auszulöschen und weiteren jüdischen Zuzug dorthin zu verhindern. Hitler war nicht nur Antisemit, sondern auch der erste Antizionist. Umgekehrt half ihm der Mufti aktiv bei der Vernichtung der Juden in Europa. Einige Jahre später trat der gebürtige Ägypter Arafat in die Fußtapfen seines Verwandten Husseini. Er setzte dessen antisemitischen Kurs nahtlos fort. Auch das beweist Tarach schwarz auf weiß. Der Oslo-Friedensprozess war nur ein Trick des Palästinenserführers, um Kräfte zu sammeln und hinterher (mit der "Al-Aqsa-Intifada") um so brutaler zuzuschlagen.

Zu den Legenden, die Tarach zerstört, gehört auch die vermeintliche pro-israelische Politik der USA. Der entscheidende Verbündete Amerikas in Nahost ist bis zum heutigen Tag nicht der Judenstaat, sondern das erz-islamistische, korrupte, unterdrückerische, durch und durch antisemitische und antiisraelische Regime in Saudi-Arabien. Der Einfluß von Juden auf die US-Außenpolitik (Kissinger u. a. ) hat sich für Israel keineswegs förderlich ausgewirkt.

Aufschlussreich sind auch die Parallelen, die der Verfasser zum Balkankonflikt zieht. Auch hier wurde durch unsere Politiker und Meinungsmacher die islamische Konfliktpartei (bosnische Moslems, Kosovo-Albaner) bejubelt, die Gegenseite (Serben) dämonisiert und niedergemacht. Die Wahrheit blieb dabei auf der Strecke.

Tarachs Buch sollte Pflichtlektüre für alle sein, die sich für den Konfliktherd Nahost interessieren. Es ist das beste Buch zum Thema.
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am 2. November 2014
Sehr vieles wusste ich bereits, insgesamt zeigt dieses Buch wie sehr wir von den sogenannten "Qualitätsmedien" mit ihren "unabhängigen" Berichten hinters Licht geführt werden. Wer sich sachlich und wahrheitsgemäß über die Hintergründe des Nahostkonfliktes informieren will, dem kann man dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.
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am 27. September 2010
und noch mehr kann man sauber dokumentiert in dieser beunruhigenden und messerscharf argumentierenden Abhandlung zum Nah-Ost Konflikt erfahren. Trotz der vielen Quellen und Zitate ist das Buch sehr gut lesbar. Schlägt man es auf, legt man es, ob der Brisanz dessen, was der Autor da so alles aufdeckt, so schnell nicht mehr weg.....
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