Herbst/Winter-Fashion Hier klicken Duplo studentsignup Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More HI_PROJECT Hier klicken Learn More Fire Shop Kindle PrimeMusic GC HW16

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
44
4,3 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:29,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 6. Mai 2015
Als eine sich bewusst und mit großem Rohkostanteil ernährendere Veganerin, die gleichzeitig liebend gerne kocht und rohköstlich "backt", habe ich hier mein Lieblingskochbuch gefunden. Vorher musste ich viele Rezepte abwandeln oder selbst herum probieren und habe über die Jahre übeinen Wust an Printouts aus Food Blogs mit handschrtlichten Anmerkungen angesammelt. Oft fehlte mir der gesundheitliche Ansatz, obwohl das Netz inzwischen auch davon eine Menge guter Rezepter bietet. Aber eben nie so gebündelt wie hier und schon gar nicht in gedruckter Form.

Da ich mich zudem schon lange gluten- und haushaltszuckerfrei ernähre, Soja vorwiegend in fermentierter Form und Fertigessen aufgrund der Zusatzstoffe gar nicht konsumiere, ebensowenig wie die inzwischen massenhaft angebotenen Fleischersatzprodukte, passt dieses Buch perfekt. Auch, dass Brendan das Allergiepotenzial der verwendeten Zutaten berücksichtigt, ist einmalig. Zwar kann man in vielen Rezepter immer das eine für das andere ersetzen, aber erstens geht es selten auf und zweitens schmecken die Rezepte mit den Originalzutaten meistens am Besten.

Dass der erste Teil sich ausgiebigt der CO2-Problematik widmet und ausführliches Grundlagenwissen über Ernährung, Grundlebensmittel und den Basisvorratsschrank vermitteln möchte, finde ich persönlich gut und wichtig. Jedoch kann ich dieses Buch auch denjenigen empfehlen, die keine Lust auf Verantwortung oder Auseinandersetzung mit der unbequemen Wahrheit haben. Bekehrend oder mit erhobenen Zeigenfinger wirkt er in keine Zeile, eher schildert er Fakten, erläutert seine Rückschlüsse, regt zum Nachdenken an. Man kann das Buch auch einfach zum Kochen verwenden und tut trotzdem allem und sich selbst gut.

Die Zutatenbeschreibungen und Rezepte sind zumindest für einen etwas fortgeschrittenen rohköstlichen Veganer leicht verständlich und einfach umzusetzen. Sicher hilft es, die üblichen Verdächtigen der speziellen Haushaltsgeräte wie Hochleistungsmixer, Food Processor und Dörrautomat zu besitzen, aber auch ohne kann man guter Dinge loslegen. Für totale Anfänger ist es ebenso geeignet, weil Brendan gerne alles erklärt; kein einziges Korn, das nicht eine kurze Beschreibung bekäme. Er möchte sich ganz offensichtlich an alle wenden, die sich für die Ernährung der Zukunft interessieren. Ob nun lesender- oder kochenderweise, auf jeden Fall erreicht er seine Leser, weil er auch nie polarisierend oder reißerisch schreibt. Ich habe ihn persönlich erlebt, er stand vor mir in der Schlange in Whole Foods und saß später zwei Tische weiter beim Essen. Er wirkt fast schüchtern, dabei sehr sympathisch und kein bisschen arrogant.
Wenn man ihn überhaupt mit Attila vergleichen möchte: keinerlei Bedürfnis auf Kultstatus. Den erreicht er ganz unangestrengt aber sowieso, davon bin ich überzeugt.

Fazit:
Auf English habe ich auch sein Energy Cookbook, aber dieses hier würde ich am liebsten allen lieben Menschen, die mir am Herzen liegen, schenken. Mal sehen, ob das im Oktober auch noch der Fall ist.
11 Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. September 2014
Ich war von der Kombination vegane Ernährung und Profisportler beeindruckt. Das hat mich dazu gebracht, mir diese Ernährungsweise genauer anzuschauen.
Also, ein gut bewertetes Kochbuch musste her.
Hat sich gelohnt. Es wird viel erklärt (meine Vorredner waren da recht ausführlich), das ist aber für die spätere Motivation durchzuhalten und das ganze Biozeugs anzuschaffen (kostet schon mal was) nützlich, denn man hat ausser die Gesundheit auch noch andere Gründe weiterzumachen.
Die Rezepte: wenn man sich die Grundnahrungsmittel (Chia Samen, verschiedene Pulver, Datteln, Cashews etc) mal angeschafft hat, ist alles sehr einfach. Meine Familie (Mann und 16-jährige Tochter) essen schon mal mit und finden bisher alles ganz ok bis lecker.
Mir schmeckt's, ich fühle mich super wohl und vielleicht kaufe ich auch irgendwann ein Dörrgerät...
Tipp: einen Standmixer sollte man unbedingt haben, sonst klappen die meisten Rezepte nicht.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 24. März 2014
dieses zweite übersetzte buch von profisportler brendan brazier ist genau so faszinierend in seiner vollständigkeit wie sein bestseller "vegan in topform". vieles deckt sich, doch der schwerpunkt ist hier ein anderer. mir geht es in dieser rezension um einen vergleich der beiden werke, so dass jeder sich besser entscheiden kann, welches geeigneter ist. in vielen bereichen ähneln sie sich sehr.
denn auch im ersten buch sind über 1oo seiten rezepte -köstlich und vegan- zu finden (incl. 12 wochen-plan), in diesem "kochbuch" sind es über 200 seiten, die meisten dieser ideen sind von köchen aus der veganen szene beigesteuert.
auch in seinem zweitwerk legt der autor, der sich einerseits auf seine eigene erfahrung, andererseits auf die wissenschaftliche forschung verläßt, viel aufmerksamkeit auf die umweltverträglichkeit einer gesunden ernährung: gut für den körper, gut für die umwelt, gut für die menschen - so sein credo! es liegt ihm am herzen, das spürt man mit jeder zeile. er befasst sich sehr ausführlich mit verschiedenen aspekten, die ressourcen zu schonen, stellt spannende vergleiche her- echt verantwortlich! dieser aspekt wird oft vernachlässigt, hier bekommt er große gewichtung.
seine vegane thrive-diät wird nicht nur in den kreativen, meist einfachen rezepten präsentiert, sondern auch sehr detailliert begründet. das ist das besondere, das macht aus diesem kochbuch ein ernährungsbuch! man erfährt eine menge über nährstoffdichte, superfoods, antioxidantien.... schlicht über die elemente gesunder, vollwertiger ernährung, mit großem rohkostanteil. das deckt sich großteils mit dem ersten buch. nährstoffübersichten und ein glossar erleichtern das verständnis, so dass man mit diesem wissen auch eigene rezepte kreieren kann.
das erste buch hat eben noch einen großen schwerpunkt auf stressreduzierende und leistungssteigernde aspekte der ernährung gelegt, für sportler vorwiegend, doch beiweitem nicht nur. dieses hier betont ebenfalls den zusammenhang von leistung und gesundheit, ist aber alltagstauglicher für alle , gerade auch für ältere menschen.
fazit: wer nicht jung und sportlich aktiv ist, braucht eigentlich nur "das kochbuch" ( das eben weit mehr als ein kochbuch ist)
ich kann beide nur wärmstens empfehlen. ich bin vom fach, habe dutzende von ernährungsratgebern und kochbüchern durchforstet, aber kaum eines gefunden, dass alle aspekte so vollständig integriert. dieses eine buch erspart viele andere!
meine hochachtung geht an brendan brazier, mein dank auch an den narayana verlag.
11 Kommentar| 99 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2014
Brendan Brazier schätze ich sehr. Seine eigenen Rezeptkreationen (in seinen früheren Büchern) sind aber manchmal etwas "strange" und schmecken sicher nicht jedem, was nicht den Wert seiner früheren/anderen Bücher mindert. Eine Auswahl seiner eigenen Rezepte finden sich auch hier. Umso begeisterter bin ich über die Rezepte, die von KöchInnen veganer Restaurants stammen. Man kann es schmecken, dass diese davon leben (müssen), dass die bei den ersten Kontakten oft ungewohnten veganen Rezepte, trotzdem so lecker sind, dass man gerne in ihre Restaurants zurück kommt. Wenn ich nicht Cashewsahne bereits im veganen Kochbuch von Barbara Rütting entdeckt hätte, wären schon allein die noch vielfältigeren Variationen von Casewsahne den Preis wert gewesen: Aktive Cashewsahne mit Brottrunk zubereitet ... endlich selbstgemachte vegane dicke, saure Sahne und sooo lecker.
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Oktober 2014
...gegenüber der ersten Ausgabe. TIppfehler wurden beseitigt. Rezeptangaben stimmen teilweise noch immer nicht. wie aus 2 Romatomaten und 60 ml Öl 1 Liter Tomatensosse werden soll, habe ich leider noch immer nicht nachvollziehen können.
Sehr gute Rezeptideen, leider sind manche ohne sehr gute Küchenmaschinen nicht zu bewältigen. Aber wer möchte schon 600 EUR für die vielgespriesene Küchenmaschine ausgeben? Zutaten sind nicht ganz billig, manchmal zu exotisch. Meistens nur im Versandhandel erhältlich. Schön ist dass bewußt auf das ganze Pseudoersatzfleisch produkte wie in vielen anderen vegangen Kochbüchern verzichtet wird und nicht nur Nudel mit Soße Gerichte gemacht werden. VIel kreativität an Zutaten und Rezepten ist hier zu finden, Sehr gute Geschmackskompositionen. Gefreut hätte ich mich allerdings über ein paar bändel als Einmerker und einen festen EInband aus KArton.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Januar 2015
Ich bin selbst Triathletin und lebe vegetarisch, nicht vegan. Aber in diesem Werk gibt es vieles für mich zu Lesen, nachzukochen oder nachzumachen. Sehr vieles weiß man schon, wenn man als Sportler einen verantwortungsvollen Umgang mit seinem Körper hat. Aber viele Kombinationen sind auch für mich neu und habe ich auch schon in meinen Lebensstil übernommen.
Mein Exemplar ist bereits mit kleinen Lesezeichen und Vermerken zum Geschmack übersät,
da ich immer wieder gerne dazu greife, wenn es um die Auswahl meiner Speisen geht.
Besonders erwähnenswert finde ich die Burger nach Brendan Brazier, die aus den einfachsten Zutaten wie Mandeln, Leinsamen, Kokosöl und Essig hergestellt sind. Einfach genial. Schnell in der Herstellung eine Geschmacksexplosion beim Verzehr. Oder auch die verschiedenen Pizzaböden, wie sie im Buch von B. Brazier "Vegan in Topform" nachzulesen und nachzukochen sind.
Im großen und ganzen kann der vegane Lebensstil als "zurück zum Ursprung" bezeichnet werden, sieht man einmal von den vielen Fertiggerichten aus Soja ab, die vor Fett und Weizen nur so triefen und von denen ich kein Freund war und bin.
0Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Dezember 2014
Vegan in Topform – Das Kochbuch von Brendan Brazier

Vegan in Topform unmöglich? Alles Quatsch, dies beweist uns der ehemalige Ironman-Triathlet Brendan Brazier in seinem Buch mit mehr als 200 Rezepten.
Das Buch ist unterteilt in 6 größere Blöcke + Einleitung + Anhang.
Die Einleitung
Hier bekommt man einen Einblick in die persönliche Geschichte von Brendan Brazier, gleichzeitig bekommt man eine kurze Zusammenfassung was einen in jedem Block erwartet und natürlich auch welche Köche an diesem Buch mitgewirkt haben wie z.B. Amanda Cohen , Matthew Kenney...
Hier kann ich vorab schon mal versprechen, man schmeckt es, dass Spitzenköche diese Rezepte bis ins letzte Detail ausgetüftelt haben und für alle Reisefans gibt es auch Tipps zu Brendan Braziers Lieblingsrestaurants die in New York, Toronto, Los Angeles, Montreal usw. zu finden sind.
1.Gesundheit hängt von der Ernährung ab
Hier geht es vor allem um den Ernährungsstress, was dies ist, wie man diesen abbaut, gesunden Schlaf und was dies vorallem mit gesunder Ernährung zu tun hat.
Ebenso wichtig und intensiv wird in diesem Kapitel die Nährstoffdichte beleuchtet und nach
welchen Richtlinien die Thrive-Diät aufgebaut ist.
2. Wie unsere Landwirtschaft die Umwelt belastet
Ein super interessantes Thema, hier werden einem Zahlen und Fakten näher gebracht, dass z.B. in den USA 800 Millionen Menschen vegetarisch Ernährt werden könnten, allein von der Getreidemenge die momentan als Viehfutter genutzt wird. Dies entspricht der 2,7 fachen Einwohnerzahl der USA. Das ist natürlich die logische Konsequenz, wenn man sich ansieht, dass für 1 kg Rindfleisch 16 kg Weizen, Mais oder Soja benötigt werden. Was allerdings ebenso wichtig ist, ist der Nährstoffanteil im Boden, denn die Gleichung mehr Nahrung = mehr Nährstoffe geht nicht auf.
Natürlich geht Brendan Brazier noch auf andere wichtige Punkte ein, die zu beachten sind, wie das Wasser, der Wasserverbrauch oder besser die enorme Wasserverschwendung in der Tierzucht (für 450 Gramm Fleisch werden zur Erzeugung 10.000 Liter Wasser benötigt).
Auch die Luftqualität, die fossilen Brennstoffe sind extrem wichtig und werden auch genauer betrachtet.
3. Hunger nach Neuem: Lösungen für Umwelt und Gesundheit durch Nahrung
Was kosteten Linsen im Vergleich zu Hühnerfleisch? Warum kostet ein Hamburger weniger als ein Apfel? Diese und mehrere dieser Fragen werden hier geklärt.
4. Die acht Elemente guter Ernährung
Hier werden Basenbildenende Nahrungsmittel, Antioxidantien, Kalzium, Elektrolyte, Essenzielle Fettsäuren, Eisen, sekundäre Pflanzenstoffe und Rohkost erklärt und aufgezeigt welches die besten Bezugsquellen sind ebenso was die gesundheitliche Wirkung dieses Elements ist.
5. Nährstoffreiche Vollwertkost
Hier geht es um die nützliche Grundausstattung an Vorräten.
Egal ob grünes Gemüse, Meeresalgen, Buchweizen, Samen, Öle, Nüsse, Obst oder Superfoods werden erklärt wie diese Wirken und welche die gesündesten sind und welche Elemente darin zu finden sind.
6. Rezepte
Definitiv mein Lieblingskapitel, da ich leidenschaftlich in der Küche stehe.
Man findet vom Granatapfel-Smoothie, einen rohköstlichen Nussbraten, Quinoa-Falafeln, Snacks (momentan bietet es sich an die Grünkohlchips mit Salz und Essig oder mit Sauerrahm und Zwiebeln auszuprobieren)bishin zum Himbeereis am Siel alles in diesem Buch und genau dies ist der Grund warum es für mich zu einer Pflichtlektüre für jeden macht, der sich für gesundes Essen interessiert.
Eine Geschmacksexplosion waren auch die Zucchini-Fettuccine mit Zitronen-Pfeffercreme, so lecker cremig, frisch und unglaublich leicht zuzubereiten.
Im Anhang findet man alles über Vitamine, Anleitungen zur Herstellung von Rejuvelac, Irischem Moos-Gel , Literaturhinweise, Glossar und weiterführende Informationen bezüglich Büchern und Filmen.

Ich bin einfach durch und durch begeistert von diesem Buch, da es extrem leckere Rezepte enthält, die super gesund und super lecker schmecken, aber auch die Daten, Fakten und Hintergründe in diesem Buch nicht zu kurz kommen.
Somit ist dieses Buch nicht nur für Sport begeisterte, sondern wirklich für jeden, der sich mit einem gesunden bewussten Lebensstil auseinandersetzen möchte.
review image review image review image
0Kommentar| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Der besondere Wert dieses Buches liegt in der gut strukturierten Form der Themenbewältigung des Umwelt-Problems in KOMBINATION mit abwechslungsreichen, nährstoffreichen Rezepten.

Zuerst wird auf gut 100 Seiten erklärt, wie die Erzeugung von tierischen Lebensmittel die Ressourcen unseres Planeten verbraucht. Diese Erklärungen gipfeln in der Berechnung, dass ein tägliches Frühstück mit Omlett, Schinken, Käse und Milch über ein Jahr gerechnet eine CO2-Emission erzeugt, als ob wir circa 25.000 km mit dem Auto fahren. Hingegen erzeugen wir für ein tägliches veganes Frühstück soviel CO2, als ob wir etwas über 3000 km im Jahr fahren. Das ist doch ein beachtlicher Unterschied.

Brazier denkt dann weiter: das Verhältnis zwischen den Ressourcen, die für die Herstellung eines Nahrungsmittels verbraucht werden und der Nährstoffdichte (Mikronährstoffe) interessiert ihn. Er rechnet exemplarisch mit vielen Nahrungsmitteln, wie Soja, Hanf, Grünkohl, Rindfleisch, Hähnchen vor, wie viel man gewinnt, wenn man vegan isst, immer im Sinne der enthaltenen Nährstoffe. Er fordert folgerichtig die Berechnung dieses „Nährstoff-Ressourcen-Quotienten“ für alle erzeugten Nahrungsmittel.

Im zweiten Teil des Buches (über 300 Seiten) werden die für Brazier so wichtigen Mikronährstoffe, wie basenbildende Nahrungsmittel, Antioxidantien, Kalzium, Elektrolyte, Essentielle Fette, Eisen, sekundäre Pflanzenstoffe, einige Superfoods und die Rezepte von 5 Köchen vorgestellt. Das Ziel dieser Ernährung ist, so wenig Verdauungsenergie wie möglich zu verbrauchen, und dabei die größte Menge an Mikronährstoffen aufzunehmen. Die Rezepte, mit vielen spannenden Geschmackserlebnissen machen neugierig. Es ist bei allen Rezepten gekennzeichnet, welche Zutaten gebraucht werden, Zubereitungszeit und für wie viele Esser es reicht, wobei der Übergang von Roh und Gegartem zerfließt. Brazier rät: Gekochtes und Gebackenes nicht über 160 Grad anzuheizen, besser unter 46 Grad bleiben, um die Nährstoffe zu erhalten.

"Steckrübensuppe", "grüne Spargelcremesuppe", aber auch Miso-Pilzsauce und Kürbis-Gnocchi mit Topinamburpüree schmecken gut. Mit der deutschen Ausgabe probiere ich mich zur Zeit durch die Dressings. Für einen Koch-Anfänger eignet sich meiner Meinung nach dieses Buch nicht, da zu wenig Koch-Basics erklärt sind.Anfangs stellte sich uns die Frage, ob sich diese Art zu kochen 1: 1 auf den deutschsprachigen Raumübertragen lässt, wenn man das Prinzip der Regionalität berücksichtigen will. Es werden ja auch Nahrungsmittel verwendet, die hier nicht wachsen, wie blaue Agave, Mango, … hierzu findet sich die Antwort im Buch: die Herstellung von Nahrungsmitteln mit Fleisch und Milchprodukten braucht deutlich mehr Energie, als ihr Transport (S. 55).

Die Rezept und die Anschaffung einzelner Zutaten, wie z. B. Acaibeere kann anfangs etwas aufwändig und teuer sein. Man kann sie aber auch einfach weglassen und es schmeckt auch noch, das habe ich bei 2 Rezepten probiert. Insgesamt habe ich die Lösung gefunden, mit einer Freundin die Zutaten zu bestellen, die nicht vor Ort zu beschaffen waren. Gerade von den Superfoods braucht man eher kleine Mengen. Aufgrund der Eignung von nährstoffreicher Nahrung für eine Entschlackung fanden wir die Anschaffungskosten okay. Man kann sich nach und nach die Zutaten für die einzelnen Rezepte zulegen, wie man es ja sonst auch macht.

Das Buch wird abgerundet mit Quellenangaben für jedes einzelne Kapitel, mit einem großen Glossar, mit weiterführender Info für Bücher und Webseiten, auch deutsche Webseiten und Rechner werden angegeben, Stichwortverzeichnis und Rezeptverzeichnis sind getrennt, was hilfreich ist.

Das Buch von Brazier legt eine breite Basis für Jedermann/-frau, der/die genussvoll vegan, aber auch sojafrei und glutenfrei kochen und leben möchte, aber auch RAW kennenlernen mag, also eine Ernährung mit wenig bearbeitetem (erhitztem) Essen.
Für Menschen, die sich - und sei es gelegentlich - vegan, gluten- und sojafrei ernähren möchten eine Fundgrube!

Die Bewertungen kosten Zeit, daher freue ich mich auf Ihren "hilfreich"-Klick
0Kommentar| 81 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Oktober 2015
Ich war 19 Jahre vegetarisch, bis mir im August 2013 ein Flyer vom Wiener VGT (= "Verein gegen Tierfabriken") über die Milchindustrie und deren Verknüpfung mit der Fleischindustrie in die Hände gekommen ist. Ich habe ad hoc auf vegane Ernährung umgestellt und mit der Zeit habe ich bemerkt, dass ich generell viel achtsamer werde. Es ging mir irgendwann nicht mehr nur um die Ethik sondern um das große Ganze, sozusagen um die Wertschätzung der gesamten Schöpfung.

Und genau dort setzt das Buch von Brendan Brazier an (Kapitel 2 + 3), er informiert über die ganzheitlichen Zusammenhänge - konkret, wie sich die Landwirtschaft und insbesondere die kommerzielle "Nutztierhaltung" auf die Umwelt auswirkt. Weiters geht er auf die Themen Wasserhaushalt, fossile Brennstoffe und Treibhausgase näher ein.
Er veranschaulicht komplexe Inhalte und detaillierte Daten in Form von einfachen Grafiken/Diagrammen und Ministatistiken, die für jeden leicht nachvollziehbar sind.
Seine Erklärungen sind in klarer Sprache formuliert und die Textpassagen wurden nicht mit Zahlen überladen. Mit einem Wort diese zwei Kapitel lassen sich genauso flüssig lesen, wie der Rest des Buches.

In Kapitel 1 geht er zunächst auf Ernährungsstress (-->Nebennierenüberlastung = zu hoher Cortisolspiegel) ein und wie selbiger mit der Qualität von Nahrungsmitteln bzw. deren Nährstoffdichte zusammenhängt und er erwähnt die Richtlinien seiner Thrive-Diät.

Ab Kapitel 4 geht es dann richtig los mit dem Thema Ernährung und den einzelnen Produkten, welche die Regenerationsfähigkeit verbessern und keinen Ernährungsstress verursachen.
Besonders die Seiten über SUPERFOODS fand ich interessant, Chia, Stevia z.B. sind vielen von uns ja bekannt, aber Sacha Inchi und Yerba Mate hatte ich vorher noch nicht gehört.

Die Rezepte sind abwechslungsreich und anders, für mich sind sie eine gute Inspiration. Ich habe mir nach und nach die verschiedenen Zutaten im Reformhaus besorgt und damit meinen Speiseplan erweitert. Ich koche grundsätzlich nicht 1:1 nach Rezepten, ich mag es kreativ zu sein und die Zutaten zu kombinieren die mir auch am Besten schmecken.
Ich habe meinen eigenen Lieblings-Smoothie kreiert, den möchte ich allen interessierten VeganerInnen und denen die es noch werden möchten natürlich nicht vorenthalten:
*MARA's SMOOTHIE*
1 Banane, 250 ml Mandelmilch, 1 Esslöffel Hanfprotein (z.B. von Green Panda), 1 Teelöffel Kokosfett - vorher verflüssigen (z.B. von Vitaquell), 5 gewaschene Spinatblätter (roh), 1 Prise Bourboun-Vanille (Schote), etwas Agavendicksaft - wer es süßer mag.
Alles in den Standmixer geben und homogen mixen...und dann genießen :-)
Ideal als Frühstück oder nach dem Training!

Eine abschließende Anmerkung möchte ich noch zu den auf Seite 394 genannten Bezugsquelle/Nährstoffquellen von Vitamin B12 machen. Brendan Brazier nennt hier Chlorella, Miso, Nährhefe und Kombucha.

In fundierter veganer Ernährungsliteratur (Vegane Ernährung, Dr. Gill Langley, EchoVerlag) wird allerdings darüber informiert, dass nach neuesten Studien an Menschen in diesen Nahrungsmitteln wahrscheinlich lediglich Vitaminanaloga (= "chemische Doppelgänger") enthalten sind, die der Körper aber nicht verwenden kann. Manche Menschen sind offenbar auch in der Lage selbst Vit. B 12 im Darm zu produzieren, dazu gibt es aber derzeit noch keine aussagekräftigen Studien.
Um langfristig einen möglichen Mangel vorzubeugen, trinke ich sicherheitshalber Pflanzensäfte die mit Vit. B12 angereichert sind und verwende auch eine vegane Zahncreme die Vit. B12 enthält (z.B. von Sante).
11 Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juli 2014
Dieses vegane Kochbuch ist mehr als ein Kochbuch.
Es führt in die modernsten Erkenntnisse in Sachen Ernährung ein und wirft tiefe Blicke in die Welt der Nahrungsmittelherstellung.
Zugleich bietet es viele Informationen zu dem Thema, warum vegan die eindeutig bessere Ernährungsweise gegenüber Fleisch- und Milchkonsum ist.
Die Rezepte sind sehr lecker und sehr einfach nachzukochen und haben einen Vorteil: Sie sind allesamt ohne Soja und Tofu und füllen damit eine Lücke im Markt der veganen Kochbücher, die allzu oft zu Sojaprodukten greifen.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden