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Ja, ich war sehr gespannt auf das zweite Comic-Projekt der Jakob-Macher Felix Mertikat (Zeichnungen) und Benjamin Schreuer (Geschichte). Denn Jakob war - obwohl ein Comic-Erstling - vom Bildinhalt und auch der Tiefe der darin geschilderten Story ganz großes Kino. Und obwohl "Steam Noir - Das Kupferherz" bereits in der Monatszeitung "Comix" vorveröffentlicht wurde, wollte ich das fertige Buch abwarten, um mich dann ganz in die Fantasy-Geschichte fallen lassen zu können und die Handlung in einem Rutsch lesen und in guter Druckqualität sehen zu können.

Das Fazit gleich vorab: Ich wurde nach der Wartezeit nicht enttäuscht. Diese Mischung aus Rollenspiel- und Fantasy-Elementen fesselt sehr schnell und Mertikat hat sich zeichnerisch augenscheinlich auch noch weiter entwickelt (als wäre das nach Jakob nötig gewesen...).

Das auf mehrere Bände angelegte "Steam Noir" beginnt in der Ätherhafenstadt Schierling. Hier lebt der wild frisierte Bizarromant (= Ermittler) Heinrich Lerchenwald, der den Fall eines eingemauerten Mädchens und dessen verlorener Seele untersucht. Ihm zur Seite stehen der massive Maschinenmensch Richard Hirschmann (er ist auf dem Titelbild zu sehen) und Frau d., eine Tatortermittlerin.

Die bizarren Charaktere, denen die Ermittler begegnen, erinnern etwas an das Comic-Universum Mike Mignolas (Hellboy), ohne dieses jedoch zu kopieren. Während bei Mignola beispielsweise ein Schraubenkopf-Wesen zum Helden einer eigenen Heft-Serie und eines Kurzfilms wurde, trifft Heinrich Lerchenwald auf der Toteninsel Vineta Herrn Keitzler, der einen großen Teekessel anstelle eines Kopfes trägt. Und während Hellboy über eine schlagkräftige steinerne Hand verfügt, geht eine Hand Lerchenwalds im Handlungsverlauf erstmal verlustig.

Dem Team Mertikat und Schreuer ist eine dunkle, fantasievolle und lesenswerte Fantasy-Geschichte geglückt. Das (Retro-)Design sorgt für die richtige Stimmung und spannt einen interessanten Bogen zwischen Modernem und Altem. Allenfalls die Farbgebung ist sehr trist und ein bisschen eintönig ausgefallen.

Der Band wird durch zwei redaktionelle Beiträge abgerundet und in einer Galerie haben die Zeichner Thorsten Kiecker (RIA), Florian Steinl (Wanted) und "Das Leben ist kein Ponyhof"-Autorin Sarah Burrini ihre Versionen der "Steam Noir"-Charaktere beigesteuert.

Das großformatige gebundene Album von Cross Cult ist hervorragend gedruckt und gebunden. Also auch für das zweite Comic-Projekt der beiden aus Deutschland stammenden Künstler verdiente fünf Sterne. Band zwei soll im Oktober 2012 erscheinen.

PS: Wer genau hinsieht, findet auch den durch eine "Hasenscharte" entstellten Jakob in zwei Panels. Zumindest eine Paralleluniversum-Version von ihm.
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Die Stadt Schierling im Jahre 5 nach den blinden Tagen. Der Bizarromant Heinrich Lerchenwald (ein okkulter Wissenschaftler, wenn man so will) und seine Kollegen vom Leonardsbund (privatisierte okkulte Ermittler) Frau D. und der Robotermensch Herr Hirschmann (dessen beeindruckende Gestalt das Cover ziert) sehen sich mit einem merkwürdigen Fall konfrontiert, der einen Untoten Einbrecher, die Leiche eines kleinen Mädchens und ein geheimnisvolles Organimplantat (das Titel gebende Kupferherz) involviert.

Außerdem wird Lerchenwald zusätzlich noch von den Mitgliedern des Kalendarischen Ordens ,besucht', was er zwar mit erstaunlicher Gelassenheit nimmt, ihn jedoch gleich zu Beginn der Geschichte eine Tür kostet.

Wie hängt all dies miteinander zusammen?

Das wird im ersten Band der vierbändigen Comicserie 'Steam Noir' (basierend auf dem Rollenspiel ,Opus Anima', dessen Grundregelwerk man sich auch kostenlos runterladen kann nicht geklärt, doch auf jeden Fall wird genug Spannung aufgebaut, um auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Band zu machen.

Die wahren Stars des zweiten Gemeinschaftsprojekt von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder (die letztes Jahr mit ihren preisgekrönten Comicband ,Jakob' debütierten) sind in Wirklichkeit (wie auch bei Jakob) jedoch die wunderbaren Zeichnungen Mertikats, die den Leser in die mysteriöse, im Äther treibende, Welt Kurip-Aleph entführen und in ihrem Detailreichtum, aber auch mit ihren bizarren (das Lieblingswort dieser Rezension) Design vor seinen Augen eine fremde, wunderschöne Kulisse entstehen lässt, über die man mehr erfahren möchte.

Vorbildlich ist auch der Anhang des Bandes, der Neueinsteiger grob, aber informativ in die Welt einführt und auch die Funktion einiger Organisationen der Welt (darunter auch der weiter oben erwähnte Leonardsbund) und mit drei Pin-Ups (unter anderem eines von Sarah Burrini, die Zeichnerin des Webcomics ,das Leben ist kein Ponyhof') abgerundet wird.

War ,Jakob' schon damals grafisch überragend, aber im erzählerischen Bereich noch etwas unsicher, so kommt ,Das Kupferherz' viel runder rüber, trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) des außergewöhnlichen Hintergrunds. Die Geschichte, obwohl sie kritisch gesehen ,nur' der Einführung der Welt und aller handlungsrelevanter Figuren dient, ist wie gesagt spannend, die Figuren Heinrich Lerchenwald, Frau D. und Herr Hirschmann sind sympathisch und die beiden Autoren nehmen sich Zeit, um den Leser behutsam in die Geschichte einzuführen.

Ein gutes Gesamtpaket also, dass seine vier Sterne ohne wenn und aber verdient hat, jedoch vom Rezensenten noch einen fünften Stern als Vertrauensvorschuss für das was da noch kommen mag und auf Grund der (wie schon geschrieben) überragenden Zeichnungen erhält.

Wohlverdient und hoffentlich den hohen Erwartungen in den Folgebänden gerecht.
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Steam Noir basiert auf dem Rollenspiel "Opus Anima" von Felix Mertikat und Till Bröstl. *Rümpf* Rollenspiel. Und dann noch so ein hoher Preis für nur 64 Seiten Comic, da kommen ja dann noch drei Bände dazu... Solche Bedenken sind schnell verflogen, wenn man diesen sehr schön verarbeiteten Comic-Band dann in der Hand hält. Bei meiner Ausgabe wurde leider die rechte obere Ecke eingekickt, aber schön sieht dieses Album aus und es ist hochwertig verarbeitet.

Ein kleines Mädchen spielt mit einem riesigen Taucherglocken-Roboter-Wesen - dieses Bild hat mich stark an das Spiel Bioshock erinnert, das meiste andere an die Guy Ritchie Verfilmungen von Sherlock Holmes und Comics von Alan Moore, die im 19. Jahrhundert spielen. Aber dann ist es doch wieder ganz anders, deutsch, aber doch auf internationalem Niveau. Zeichnungen und Geschichte sind gleichermaßen großartig!

In einer sonderbaren Welt wollen die Seelen einiger Verstorbener in die Welt der Lebenden zurückkehren. Ermittler Heinrich Lerchenwald, entfernte Ähnlichkeit mit Robert Downey Junior, versucht das Mysterium zu entschlüsseln und begibt sich dabei auf eine sehr gut erzählte, spannende Story voller wunderbarer Szenarien. Die Zeppeline und Agenten erinnern an den Film Iron Sky, der Humor von Steam Noir ist aber behutsamer.

Das hier ist ein ganz, ganz großartiger Comic! Deutschland hat nach Wilhelm Busch, Fix & Foxi, Werner, Nick Knatterton und manch anderen Exoten in der Welt der Bildergeschichten nun ein ganz neues, frisches Eisen im Feuer - unbedingt anschauen, es lohnt sich!

64 Seiten, Hardcover, Farbe, Autor: Benjamin Schreuder, Zeichner: Felix Mertikat, Extras: Anhang mit Zeichnungen und Erklärungen zur Story, cross cult 2011
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am 14. Februar 2016
Ein tolles Comic. Schnell hat man die Zusammenhänge in dieser Steam Punk Welt begriffen, und kann sich voll auf die tolle Geschichte konzentrieren. Es hat selbst nach mehrmaligen lesen noch viel Spaß gemacht, sich mit den Protagonisten auf die Jagd nach dem Kupferherz zu begeben. Es sind ingesamt 4 tolle Comics, die man jedem Fan von Steam Punk, sowie jedem anderen Comicfan nur ans Herz legen kann.
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am 2. Februar 2013
Sehr sehr gut und packend erzählte Geschichte. Die beiden Bände erzählen den Begin einer Geschichte und schaffen dabei nebenbei eine ganze Welt.
Bin auf Band drei gespannt, wenn er denn endlich erscheint....
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am 21. November 2011
Mit ihrem Erstlingswerk Jakob" haben Felix Mertikat und Benjamin Schreuder völlig zu recht im vergangenen Jahr für viel Furore gesorgt und auch einige Preise gewonnen.
Mit Spannung habe ich daher auf ihre nächste Koproduktion gewartet, die nun mit Steam Noir #1 vorliegt.
Herr Lerchwald und Frau D ermitteln in einem seltsamen Fall. Eine Seele hat sich gezeigt und auf ein Mädchen aufmerksam gemacht, das vor einiger Zeit eingemauert wurde und dabei umgekommen ist.
Derweil dringt der kardinalische Orden bei Herrn Lerchwald ein. Sie geben vor, das Kupfer-herz zu suchen. Lerchwald ist hiervon völlig überrascht, aber er befindet sich auch in Gefahr. Als er einer Seele zu nahe kommt, verliert er eine Hand. Dank eines geheimnisvollen Gön-ners erhält er eine Prothese.

Auf den ersten Blick liest sich das Kupferherz wie ein Krimi bzw. wie ein bizarrer Krimi mit Fantasy Elementen. Die Handlung selbst ist dem Rollenspiel Opus Anima von Felix Mertikat entsprungen.
Auf den zweiten Blick öffnet sich dem Leser eine bizarre Welt mit spannenden und skurrilen Charakteren, die teilweise geheimnisvoll sind. So stellt man sich als Leser beispielsweise schon nach wenigen Seiten die Frage, wie wohl Frau D wirklich heißt. Dies löst Schreuder auch beinahe" auf, aber lässt diese Frage geschickt in den Cliffhanger für Band # 2 einflie-ßen.
Die bizarre Umgebung, in der Kupferherz spielt, ist fester Bestandteil des Plots, der auf insgesamt vier Bände angelegt ist. Und wie es sich für einen guten Krimi gehört, stiftet er zunächst Verwirrung beim Leser, um dann den Fall Schritt für Schritt aufzulösen. Dies gelingt Schreuder mit solch einer erstaunlichen Perfektion, als habe er schon zahlreiche Krimi Szenarien verfasst. Als Leser empfindet man großes Vergnügen daran, wie sich die Protagonisten immer tiefer im Fall verstricken. Lediglich Frau D scheint den Überblick zu behalten.
Felix Mertikat zeichnet im Steam Punk, d.h. er zeichnet futuristische Maschinen aus der Perspektive des viktorianischen Zeitalters. Es lohnt sich, die Umgebung genau zu betrachten, auch wenn man vielleicht schnell weiterlesen möchte, um dem Krimi zu folgen. Seinen individuellen Panelaufbau, wie wir ihn schon in Jakob kennengelernt haben, behält er weitgehend bei und schafft auch so einen Wiedererkennungswert.
Nicht unwichtig für das Gesamtverständnis des Plots ist der Appendix.
Etwas geschockt war ich dann doch, als ich las, dass die Fortsetzung ein Jahr auf sich warten lässt.
Insgesamt zeigen Schreuder und Mertikat jedoch, dass Jakob" alles Andere als eine Eintagsfliege war.
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Steam Noir 1: Das Kupferherz

Felix Mertikat und Benjamin Schreuder sind zurück. Ihr erster gemeinsamer Comic "Jakob" war einer der Überraschungserfolge des Jahres 2010, und beide wurden folgerichtig mit dem Sondermann (Preis der Frankfurter Buchmesse) für den besten Newcomer ausgezeichnet. Dabei kommen beide nicht direkt aus der Comicecke. Benjamin Schreuder schrieb Geschichten für Computerspiele, Felix Mertikat arbeitete als Illustrator für diverse Rollenspielverlage, bis er 2008 sein eigenes Rollenspiel "Opus Anima" veröffentlichte.

Auf dieses Rollenspiel-Universum greifen nun Mertikat und Schreuder zurück. Die Geschichte ist in der Welt Landsberg angesiedelt, auf den Überresten eines zerbrochenen Planeten, den sog. Schollen, die durch Metallkonstruktionen zusammengehalten werden. Auf der Welt existieren mehrere unterschiedliche Städte und Staaten, die recht unterschiedlich ausgeprägt sind. Wie der Name 'Steam Noir' schon suggeriert, ist die Geschichte dem Genre Steampunk zuzuordnen, d.h. Die Gesellschaft und Kleidung ist viktorianisch geprägt, jedoch auf einer höheren Technikstufe, bei der Roboter, künstliche Prothesen und natürlich Dampfkraft eine wichtige Rolle spielen. Zusätzlich wird die Handlung hier noch übernatürlichen Elementen angereichert.

Hauptfigur ist Heinrich Lerchenwald, ein 'Bizarromant' vom Leonardsbund, d.h. er ist ist Ermittler in Sachen Seelen und Geister. Auf Landsberg gehen diese Geisteraktivitäten jedoch über ein normales Maß hinaus. Sobald ein Geist bzw. eine Seele aus dem Reich der Toten, der Insel Vineta, wiederkehrt, kommt es zu schrecklichen Veränderungen von Lebewesen, die mit Gegenständen verschmelzen, und ähnlichen Unglücken.
Lerchenwald zur Seite stehen Richard Hirschmann, offenbar eine menschliche Seele in einem Robotkörper sowie Frau D., eine hübsche und eloquente Ermittlerin.

Das Team wird zu einem weiteren mysteriösen Fall gerufen. Eine wiedergekehrte Seele führt Lerchenwald zu einem zugemauerten Kamin, hinter dem sich die Leiche eines jungen Mädchens befindet, die vor Jahren dort qualvoll starb. Während der weiteren Ermittlungen wird die Wohnung Lerchenbergs plötzlich von Bewaffneten gestürmt, die ein "Kupferherz" fordern. Was steckt dahinter?

Fazit: Gutes aus deutschen Landen! Cross Cult präsentiert nun erneut das bewährte Kreativteam von "Jakob". Dabei machen Mertikat und Schreuder alles andere als sich selbst zu wiederholen. Ein komplettes, kreatives Universum mit vielen Rätseln und Wundern wartet darauf, vom Leser entdeckt zu werden. Kenntnis des Rollenspiels "Opus Anima" sind dabei nicht notwendig.Das Konzept Hellboy-meets-Steampunk geht dabei sehr gut auf.
Die Zeichnungen von Felix Mertikat transportieren dabei die Stimmung ausgezeichnet. Vor allem seine interessanten Figuren gefallen mir sehr gut. Sehr detailreich und düster kommen die übernatürlichen Figuren, aber auch die Uniformen der Soldaten, die veränderten Tiere und Maschinen kommen sehr gut zur Geltung. Einzig die Koloration kommt gelegentlich etwas steril daher.
Präsentiert wird das als großformatiger Hardcoverband, zwar etwas kleiner als das Standardalbum, aber sehr gut verarbeitet. Im Bonusteils gibt es Infos zu Land und Leuten von Landsberg, sowie Zeichnungen von Thorsten Kieker (Ria), Sarah Burrini (Das Leben ist kein Ponyhof) und Florian Steinl (Wanted).
Insgesamt also eine feine neue Serie, die den hohen Erwartungen nach Jakob mehr als gerecht wird.
Die Serie ist auf 4 Bände ausgelegt.

(project:equinoX)
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am 13. Juli 2016
Eine Seele bricht in ein Haus ein um die Leiche eines acht jährigen Mädchens zu stehlen, welches vor vielen Jahren hinter einem Kamin eingemauert wurde. Bei den Ermittlungen stößt das Ermittlerteam des Leonardbund nicht nur auf merkwürdige Vertreter des Kalendarium Ordens, sondern auch auf einen berühmten Arzt und Erfinder, dieser hatte dem kleinen Mädchen vor Jahren ein kupfernes Herz eingepflanzt um ihr ein normales Leben zu ermöglichen. Wie es scheint ist genau dieses Herz der Grund zu sein, warum die Leiche gestohlen wurde. Doch wer steckt dahinter?

Aufmachung:
Das Hardcover besticht sofort durch seine qualitativ sehr hochwertige Aufmachung. Das in weiß gehaltene Buch mit den an Kupfer erinnernden Farblichen Absetzungen im A4-Format macht ordentlich was her.

Im Innern gibt es zu Beginn einen kurzen Überblick über die Mitwirkenden und einer Danksagung. Dann geht es auch schon mit dem Comic los, der durch seine farblich eher düstere Atmosphäre im krassen Gegensatz zum Cover aufwartet. Die Texte heben sich gut lesbar von den Grafiken ab. Hat man die 58 Seiten der Geschichte durchgelesen, so kommt man zu den Appendices, welche dem Leser einen tieferen Einblick in die Welt von „Steam Noir“ verleihen. Abgeschlossen wird das Ganze mit einer kleinen Galerie.

Meine Meinung:
„Steam Noir – Das Kupferherz 1“ weiß zu überzeugen. Vom ersten Blick auf das Cover über die Haptik, den sehr gelungenen und stimmungsvollen vollfarbigen Illustrationen und der guten Geschichte, bis hin zum Bonusmaterial, überzeugt das Buch und ist seine Euronen definitiv wert. Lediglich eine Sache ist mir negativ aufgefallen. Auf Seite 47 ist der Bildtext vom sprechenden Charakter teilweise verdeckt. Dadurch leidet die Geschichte zwar nicht, aber es ärgert doch ein wenig.

Wer hochwertige Comic-Bücher mag, ein Steampunk Fan ist und gerne Kriminalromane liest, der wird an diesem Comic nicht vorbei gehen können. Ich für meinen Teil werde mir die beiden anderen Teile auch noch zulegen. Nicht zuletzt um die Serie zu komplettieren, aber hauptsächlich weil mich die Story angefixt hat.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Würfel
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am 12. Februar 2012
Die Steam Noir Welt wird sehr schön dargestellt in düsteren Pastellfarben und mit bestechend detailierten Zeichnungen. Der Leser bekommt im Appendix eine Einführung in die Geschichte von Landsberg, der Schollenansammlung im Äther, die Schauplatz des Comics ist. Ansonsten ist die Story etwas mager, denn es werden viele Figuren vorgestelllt, die noch eine wesentliche Rolle spielen könnten, dann aber in Band 1 nur noch am Rande agieren. Der Rahmen der Story hat aber durchaus Kultpotential. Eine fremde Welt, in der verlorene Seelen Verzerrungen hervorrufen, die bei Lebenden, die in diese hineingezogen werden zu unheimlichen Körperverformungen führt. Ein Arzt kann abhandengekommene Extremitäten durch mechanische Prothesen ersetzten, mit unter auch ein ganzes Herz, das die Begierde einer verlorenen Seele geweckt hat. Geheimbünde, die das Wesen der Seelen auf mörderische Weise erkunden und unter dem Deckmantel der Ethik operieren. Eine Hauptfigur Heinrich Lerchenwald, der inmitten einer Jagt auf das Kupferherz, selbst in eine Verzerrung gerät und so erfährt wie gut Dr. Presteau's Ersatzextremitäten funktionieren

Unterhaltsam und interessant. Spannungsbogen eher flach. Teil 2 wird dennoch gelesen.
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am 10. September 2014
Der erste Band der auf 4 Teile angelegten Story setzt die Messlatte hoch an. Düsteres Ambiente, das durch die liebevollen, detaillreichen Zeichnungen unterstrichen wird und die generell sehr stimmige Seitenaufteilung machen den Comic gleichermaßen modern und schwungvoll. Die viktorianische Zeit wird perfekt eingefangen, allenfalls die Story kommt ein wenig langsam in Schwung, was aber durch das Artwork auf jeden Fall getragen wird.

Wer Teil 2 und 3, wie ich bereits kennt, weiß worauf er sich freuen darf und liest den ersten Band mit etwas anderen Augen. Felix Martikats düstere Vision einer Steam Noir Welt begeistert auf jeden Fall jeden Fan guter Geschichten, die sich langsam aber stetig entwickeln. Man kann nur hoffen, dass die Filmindustrie auf dieses Werk aufmerksam wird oder eine Videospielumsetzung ins Hause steht, der Stoff hat es auf alle Fälle verdient!
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