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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
20
4,4 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 13. August 2017
Inhalt:

Ein zerbrochener Planet. Schollen, die im Äther treiben. Maschinen mit Seelen und Menschen ohne Skrupel. Dampfkraft, groteske Maschinentechnik und übernatürliche Phänomene. Und über all dem eine geheimnisvolle Toteninsel, die die Welt der Lebenden heimsucht. Willkommen in der bizarren Welt von "Steam Noir" - der Steampunk-Saga der "Jakob"-Schöpfer Felix Mertikat und Benjamin Schreuder.

Ein Einbruch in einer Villa in der Ätherhafenstadt Schierling ruft ein außergewöhnliches Ermittlerteam auf den Plan: Heinrich Lerchenwald, Junggeselle und Lebemann, seit vielen Jahren als Bizarromant für den Januskoogener Leonardsbund tätig; Richard Hirschmann, beseelter Maschinenmensch, sanftmütig, aber verbissener Kriminalist; Frau D., Tatortermittlerin und Suffragette in Personalunion. Ein außergewöhnliches Fahndergespann für einen außergewöhnlichen Fall: Eine verlorene Seele, ein Wiederkehrer von der Toteninsel Vineta, hat die Leiche eines Mädchens entwendet, das vor Jahren in den Hauskamin eingemauert wurde. Die Suche nach der Seele und dem Mörder des Mädchens führt Heinrich und seine Kollegen auf die Spuren eines ominösen Wunderheilers, der an der Erforschung mechanischer Organe arbeitet.

Cover:

Stilvoll gestaltetes Cover in gedeckten Farben und weißer Umrandung.
Das sprach mich sofort an.

Rezension:

Als ich diesen Comic entdeckte habe ich mich gleich voller Freude darauf gestürzt und wurde nicht enttäuscht.
Der Anhang führt Einsteiger erstmal grob in die Materie ein, was ich für eine super Idee halte, da ich ein Neuling bin.
Der Plot ist wirklich klasse, ich war sofort gefesselt. Sehr ungewöhnliche Story, die sowohl Steampunk als auch Fantasy-Elemente enthält mit einer tollen Atmosphäre.
Der Spannungsbogen läßt zwar auf sich warten, aber währenddessen erfährt man mehr über die einzelnen Charaktere und über die bizarre Welt, in der sie leben.
Grafisch eher düster, ein wenig bizarr und im Retrostil gehalten. Steampunk eben.
Das Album an sich ist sehr hochwertig gebunden und ein echter Hingucker.

Fazit:

Interessant, sehr unterhaltsam und toll gezeichnet.
Die Story ist noch ein wenig dünn und kommt nur langsam in Fahrt, aber es gibt ja noch Nachfolgebände. :-)

Empfehlung:

Für Fans von Comic, Steampunk und Krimis.
Alles in einem.

Von mir gibt's:

4 von 5 Sternen
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Die Stadt Schierling im Jahre 5 nach den blinden Tagen. Der Bizarromant Heinrich Lerchenwald (ein okkulter Wissenschaftler, wenn man so will) und seine Kollegen vom Leonardsbund (privatisierte okkulte Ermittler) Frau D. und der Robotermensch Herr Hirschmann (dessen beeindruckende Gestalt das Cover ziert) sehen sich mit einem merkwürdigen Fall konfrontiert, der einen Untoten Einbrecher, die Leiche eines kleinen Mädchens und ein geheimnisvolles Organimplantat (das Titel gebende Kupferherz) involviert.

Außerdem wird Lerchenwald zusätzlich noch von den Mitgliedern des Kalendarischen Ordens ,besucht', was er zwar mit erstaunlicher Gelassenheit nimmt, ihn jedoch gleich zu Beginn der Geschichte eine Tür kostet.

Wie hängt all dies miteinander zusammen?

Das wird im ersten Band der vierbändigen Comicserie 'Steam Noir' (basierend auf dem Rollenspiel ,Opus Anima', dessen Grundregelwerk man sich auch kostenlos runterladen kann nicht geklärt, doch auf jeden Fall wird genug Spannung aufgebaut, um auf jeden Fall neugierig auf den nächsten Band zu machen.

Die wahren Stars des zweiten Gemeinschaftsprojekt von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder (die letztes Jahr mit ihren preisgekrönten Comicband ,Jakob' debütierten) sind in Wirklichkeit (wie auch bei Jakob) jedoch die wunderbaren Zeichnungen Mertikats, die den Leser in die mysteriöse, im Äther treibende, Welt Kurip-Aleph entführen und in ihrem Detailreichtum, aber auch mit ihren bizarren (das Lieblingswort dieser Rezension) Design vor seinen Augen eine fremde, wunderschöne Kulisse entstehen lässt, über die man mehr erfahren möchte.

Vorbildlich ist auch der Anhang des Bandes, der Neueinsteiger grob, aber informativ in die Welt einführt und auch die Funktion einiger Organisationen der Welt (darunter auch der weiter oben erwähnte Leonardsbund) und mit drei Pin-Ups (unter anderem eines von Sarah Burrini, die Zeichnerin des Webcomics ,das Leben ist kein Ponyhof') abgerundet wird.

War ,Jakob' schon damals grafisch überragend, aber im erzählerischen Bereich noch etwas unsicher, so kommt ,Das Kupferherz' viel runder rüber, trotz (oder vielleicht auch gerade wegen) des außergewöhnlichen Hintergrunds. Die Geschichte, obwohl sie kritisch gesehen ,nur' der Einführung der Welt und aller handlungsrelevanter Figuren dient, ist wie gesagt spannend, die Figuren Heinrich Lerchenwald, Frau D. und Herr Hirschmann sind sympathisch und die beiden Autoren nehmen sich Zeit, um den Leser behutsam in die Geschichte einzuführen.

Ein gutes Gesamtpaket also, dass seine vier Sterne ohne wenn und aber verdient hat, jedoch vom Rezensenten noch einen fünften Stern als Vertrauensvorschuss für das was da noch kommen mag und auf Grund der (wie schon geschrieben) überragenden Zeichnungen erhält.

Wohlverdient und hoffentlich den hohen Erwartungen in den Folgebänden gerecht.
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Ja, ich war sehr gespannt auf das zweite Comic-Projekt der Jakob-Macher Felix Mertikat (Zeichnungen) und Benjamin Schreuer (Geschichte). Denn Jakob war - obwohl ein Comic-Erstling - vom Bildinhalt und auch der Tiefe der darin geschilderten Story ganz großes Kino. Und obwohl "Steam Noir - Das Kupferherz" bereits in der Monatszeitung "Comix" vorveröffentlicht wurde, wollte ich das fertige Buch abwarten, um mich dann ganz in die Fantasy-Geschichte fallen lassen zu können und die Handlung in einem Rutsch lesen und in guter Druckqualität sehen zu können.

Das Fazit gleich vorab: Ich wurde nach der Wartezeit nicht enttäuscht. Diese Mischung aus Rollenspiel- und Fantasy-Elementen fesselt sehr schnell und Mertikat hat sich zeichnerisch augenscheinlich auch noch weiter entwickelt (als wäre das nach Jakob nötig gewesen...).

Das auf mehrere Bände angelegte "Steam Noir" beginnt in der Ätherhafenstadt Schierling. Hier lebt der wild frisierte Bizarromant (= Ermittler) Heinrich Lerchenwald, der den Fall eines eingemauerten Mädchens und dessen verlorener Seele untersucht. Ihm zur Seite stehen der massive Maschinenmensch Richard Hirschmann (er ist auf dem Titelbild zu sehen) und Frau d., eine Tatortermittlerin.

Die bizarren Charaktere, denen die Ermittler begegnen, erinnern etwas an das Comic-Universum Mike Mignolas (Hellboy), ohne dieses jedoch zu kopieren. Während bei Mignola beispielsweise ein Schraubenkopf-Wesen zum Helden einer eigenen Heft-Serie und eines Kurzfilms wurde, trifft Heinrich Lerchenwald auf der Toteninsel Vineta Herrn Keitzler, der einen großen Teekessel anstelle eines Kopfes trägt. Und während Hellboy über eine schlagkräftige steinerne Hand verfügt, geht eine Hand Lerchenwalds im Handlungsverlauf erstmal verlustig.

Dem Team Mertikat und Schreuer ist eine dunkle, fantasievolle und lesenswerte Fantasy-Geschichte geglückt. Das (Retro-)Design sorgt für die richtige Stimmung und spannt einen interessanten Bogen zwischen Modernem und Altem. Allenfalls die Farbgebung ist sehr trist und ein bisschen eintönig ausgefallen.

Der Band wird durch zwei redaktionelle Beiträge abgerundet und in einer Galerie haben die Zeichner Thorsten Kiecker (RIA), Florian Steinl (Wanted) und "Das Leben ist kein Ponyhof"-Autorin Sarah Burrini ihre Versionen der "Steam Noir"-Charaktere beigesteuert.

Das großformatige gebundene Album von Cross Cult ist hervorragend gedruckt und gebunden. Also auch für das zweite Comic-Projekt der beiden aus Deutschland stammenden Künstler verdiente fünf Sterne. Band zwei soll im Oktober 2012 erscheinen.

PS: Wer genau hinsieht, findet auch den durch eine "Hasenscharte" entstellten Jakob in zwei Panels. Zumindest eine Paralleluniversum-Version von ihm.
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Steam Noir 1: Das Kupferherz

Felix Mertikat und Benjamin Schreuder sind zurück. Ihr erster gemeinsamer Comic "Jakob" war einer der Überraschungserfolge des Jahres 2010, und beide wurden folgerichtig mit dem Sondermann (Preis der Frankfurter Buchmesse) für den besten Newcomer ausgezeichnet. Dabei kommen beide nicht direkt aus der Comicecke. Benjamin Schreuder schrieb Geschichten für Computerspiele, Felix Mertikat arbeitete als Illustrator für diverse Rollenspielverlage, bis er 2008 sein eigenes Rollenspiel "Opus Anima" veröffentlichte.

Auf dieses Rollenspiel-Universum greifen nun Mertikat und Schreuder zurück. Die Geschichte ist in der Welt Landsberg angesiedelt, auf den Überresten eines zerbrochenen Planeten, den sog. Schollen, die durch Metallkonstruktionen zusammengehalten werden. Auf der Welt existieren mehrere unterschiedliche Städte und Staaten, die recht unterschiedlich ausgeprägt sind. Wie der Name 'Steam Noir' schon suggeriert, ist die Geschichte dem Genre Steampunk zuzuordnen, d.h. Die Gesellschaft und Kleidung ist viktorianisch geprägt, jedoch auf einer höheren Technikstufe, bei der Roboter, künstliche Prothesen und natürlich Dampfkraft eine wichtige Rolle spielen. Zusätzlich wird die Handlung hier noch übernatürlichen Elementen angereichert.

Hauptfigur ist Heinrich Lerchenwald, ein 'Bizarromant' vom Leonardsbund, d.h. er ist ist Ermittler in Sachen Seelen und Geister. Auf Landsberg gehen diese Geisteraktivitäten jedoch über ein normales Maß hinaus. Sobald ein Geist bzw. eine Seele aus dem Reich der Toten, der Insel Vineta, wiederkehrt, kommt es zu schrecklichen Veränderungen von Lebewesen, die mit Gegenständen verschmelzen, und ähnlichen Unglücken.
Lerchenwald zur Seite stehen Richard Hirschmann, offenbar eine menschliche Seele in einem Robotkörper sowie Frau D., eine hübsche und eloquente Ermittlerin.

Das Team wird zu einem weiteren mysteriösen Fall gerufen. Eine wiedergekehrte Seele führt Lerchenwald zu einem zugemauerten Kamin, hinter dem sich die Leiche eines jungen Mädchens befindet, die vor Jahren dort qualvoll starb. Während der weiteren Ermittlungen wird die Wohnung Lerchenbergs plötzlich von Bewaffneten gestürmt, die ein "Kupferherz" fordern. Was steckt dahinter?

Fazit: Gutes aus deutschen Landen! Cross Cult präsentiert nun erneut das bewährte Kreativteam von "Jakob". Dabei machen Mertikat und Schreuder alles andere als sich selbst zu wiederholen. Ein komplettes, kreatives Universum mit vielen Rätseln und Wundern wartet darauf, vom Leser entdeckt zu werden. Kenntnis des Rollenspiels "Opus Anima" sind dabei nicht notwendig.Das Konzept Hellboy-meets-Steampunk geht dabei sehr gut auf.
Die Zeichnungen von Felix Mertikat transportieren dabei die Stimmung ausgezeichnet. Vor allem seine interessanten Figuren gefallen mir sehr gut. Sehr detailreich und düster kommen die übernatürlichen Figuren, aber auch die Uniformen der Soldaten, die veränderten Tiere und Maschinen kommen sehr gut zur Geltung. Einzig die Koloration kommt gelegentlich etwas steril daher.
Präsentiert wird das als großformatiger Hardcoverband, zwar etwas kleiner als das Standardalbum, aber sehr gut verarbeitet. Im Bonusteils gibt es Infos zu Land und Leuten von Landsberg, sowie Zeichnungen von Thorsten Kieker (Ria), Sarah Burrini (Das Leben ist kein Ponyhof) und Florian Steinl (Wanted).
Insgesamt also eine feine neue Serie, die den hohen Erwartungen nach Jakob mehr als gerecht wird.
Die Serie ist auf 4 Bände ausgelegt.

(project:equinoX)
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am 21. November 2011
Mit ihrem Erstlingswerk Jakob" haben Felix Mertikat und Benjamin Schreuder völlig zu recht im vergangenen Jahr für viel Furore gesorgt und auch einige Preise gewonnen.
Mit Spannung habe ich daher auf ihre nächste Koproduktion gewartet, die nun mit Steam Noir #1 vorliegt.
Herr Lerchwald und Frau D ermitteln in einem seltsamen Fall. Eine Seele hat sich gezeigt und auf ein Mädchen aufmerksam gemacht, das vor einiger Zeit eingemauert wurde und dabei umgekommen ist.
Derweil dringt der kardinalische Orden bei Herrn Lerchwald ein. Sie geben vor, das Kupfer-herz zu suchen. Lerchwald ist hiervon völlig überrascht, aber er befindet sich auch in Gefahr. Als er einer Seele zu nahe kommt, verliert er eine Hand. Dank eines geheimnisvollen Gön-ners erhält er eine Prothese.

Auf den ersten Blick liest sich das Kupferherz wie ein Krimi bzw. wie ein bizarrer Krimi mit Fantasy Elementen. Die Handlung selbst ist dem Rollenspiel Opus Anima von Felix Mertikat entsprungen.
Auf den zweiten Blick öffnet sich dem Leser eine bizarre Welt mit spannenden und skurrilen Charakteren, die teilweise geheimnisvoll sind. So stellt man sich als Leser beispielsweise schon nach wenigen Seiten die Frage, wie wohl Frau D wirklich heißt. Dies löst Schreuder auch beinahe" auf, aber lässt diese Frage geschickt in den Cliffhanger für Band # 2 einflie-ßen.
Die bizarre Umgebung, in der Kupferherz spielt, ist fester Bestandteil des Plots, der auf insgesamt vier Bände angelegt ist. Und wie es sich für einen guten Krimi gehört, stiftet er zunächst Verwirrung beim Leser, um dann den Fall Schritt für Schritt aufzulösen. Dies gelingt Schreuder mit solch einer erstaunlichen Perfektion, als habe er schon zahlreiche Krimi Szenarien verfasst. Als Leser empfindet man großes Vergnügen daran, wie sich die Protagonisten immer tiefer im Fall verstricken. Lediglich Frau D scheint den Überblick zu behalten.
Felix Mertikat zeichnet im Steam Punk, d.h. er zeichnet futuristische Maschinen aus der Perspektive des viktorianischen Zeitalters. Es lohnt sich, die Umgebung genau zu betrachten, auch wenn man vielleicht schnell weiterlesen möchte, um dem Krimi zu folgen. Seinen individuellen Panelaufbau, wie wir ihn schon in Jakob kennengelernt haben, behält er weitgehend bei und schafft auch so einen Wiedererkennungswert.
Nicht unwichtig für das Gesamtverständnis des Plots ist der Appendix.
Etwas geschockt war ich dann doch, als ich las, dass die Fortsetzung ein Jahr auf sich warten lässt.
Insgesamt zeigen Schreuder und Mertikat jedoch, dass Jakob" alles Andere als eine Eintagsfliege war.
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Steam Noir basiert auf dem Rollenspiel "Opus Anima" von Felix Mertikat und Till Bröstl. *Rümpf* Rollenspiel. Und dann noch so ein hoher Preis für nur 64 Seiten Comic, da kommen ja dann noch drei Bände dazu... Solche Bedenken sind schnell verflogen, wenn man diesen sehr schön verarbeiteten Comic-Band dann in der Hand hält. Bei meiner Ausgabe wurde leider die rechte obere Ecke eingekickt, aber schön sieht dieses Album aus und es ist hochwertig verarbeitet.

Ein kleines Mädchen spielt mit einem riesigen Taucherglocken-Roboter-Wesen - dieses Bild hat mich stark an das Spiel Bioshock erinnert, das meiste andere an die Guy Ritchie Verfilmungen von Sherlock Holmes und Comics von Alan Moore, die im 19. Jahrhundert spielen. Aber dann ist es doch wieder ganz anders, deutsch, aber doch auf internationalem Niveau. Zeichnungen und Geschichte sind gleichermaßen großartig!

In einer sonderbaren Welt wollen die Seelen einiger Verstorbener in die Welt der Lebenden zurückkehren. Ermittler Heinrich Lerchenwald, entfernte Ähnlichkeit mit Robert Downey Junior, versucht das Mysterium zu entschlüsseln und begibt sich dabei auf eine sehr gut erzählte, spannende Story voller wunderbarer Szenarien. Die Zeppeline und Agenten erinnern an den Film Iron Sky, der Humor von Steam Noir ist aber behutsamer.

Das hier ist ein ganz, ganz großartiger Comic! Deutschland hat nach Wilhelm Busch, Fix & Foxi, Werner, Nick Knatterton und manch anderen Exoten in der Welt der Bildergeschichten nun ein ganz neues, frisches Eisen im Feuer - unbedingt anschauen, es lohnt sich!

64 Seiten, Hardcover, Farbe, Autor: Benjamin Schreuder, Zeichner: Felix Mertikat, Extras: Anhang mit Zeichnungen und Erklärungen zur Story, cross cult 2011
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am 8. Dezember 2013
Felix Mertikat und Benjamin Schreuder haben hier gekonnt eine düstere und bizarre Handlung im Retrostil des viktorianischen Zeitalters in wunderschönen und gelungenen Zeichnungen umgesetzt. Auch wenn der Titel Steam-Noir nahelegt, dass eines der Hauptanliegen das Genre Steampunk wäre, kann man beruhigt feststellen, daß hier nicht auf eine Gattung Comics gesetzt wird, nur weil die gerade so hipp und aktuell ist, sondern kombiniert Elemente des amerikanischen Krimi Noir mit Steampunk und Fantasy, gewürzt mit einer kleinen Prise Horror. Schritt für Schritt taucht man mit den drei Ermittlern, also dem Bizarromanten Heinrich Lerchenfeld, der Tatortermittlerin Frau D. und Herrn Hirschmann tiefer in diese faszinierende Welt ein. Diese im Auftrag des Leonardsbunds nach verirrten Seelen.
Die Welt, in der sich die Geschichte abspielt ist sehr umfangreich, allerdings hilft der Appendix dabei, einiges etwas besser zu verstehen und schliesslich soll ja für die restlichen Bände der auf 4 Teile angelegten Reihe noch etwas übrig bleiben, was erforscht und entdeckt werden will.

Fazit:
Cross Cult hat mit der solide und ansprechend verarbeiteten Hardcover-Ausgabe ein passendes Outfit mit einem herrlichen Cover abgeliefert. Gepaart mit den wunderbar gefärbten faszinierenden Zeichnung ist dies der Anfang einer lesenswerten ästhetischen Reihe, die hoffentlich in diesem Stil weitergeführrt wird.

Rezension © 2013 by
Klaus Spangenmacher für ComicOla.de
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am 13. Juli 2016
Eine Seele bricht in ein Haus ein um die Leiche eines acht jährigen Mädchens zu stehlen, welches vor vielen Jahren hinter einem Kamin eingemauert wurde. Bei den Ermittlungen stößt das Ermittlerteam des Leonardbund nicht nur auf merkwürdige Vertreter des Kalendarium Ordens, sondern auch auf einen berühmten Arzt und Erfinder, dieser hatte dem kleinen Mädchen vor Jahren ein kupfernes Herz eingepflanzt um ihr ein normales Leben zu ermöglichen. Wie es scheint ist genau dieses Herz der Grund zu sein, warum die Leiche gestohlen wurde. Doch wer steckt dahinter?

Aufmachung:
Das Hardcover besticht sofort durch seine qualitativ sehr hochwertige Aufmachung. Das in weiß gehaltene Buch mit den an Kupfer erinnernden Farblichen Absetzungen im A4-Format macht ordentlich was her.

Im Innern gibt es zu Beginn einen kurzen Überblick über die Mitwirkenden und einer Danksagung. Dann geht es auch schon mit dem Comic los, der durch seine farblich eher düstere Atmosphäre im krassen Gegensatz zum Cover aufwartet. Die Texte heben sich gut lesbar von den Grafiken ab. Hat man die 58 Seiten der Geschichte durchgelesen, so kommt man zu den Appendices, welche dem Leser einen tieferen Einblick in die Welt von „Steam Noir“ verleihen. Abgeschlossen wird das Ganze mit einer kleinen Galerie.

Meine Meinung:
„Steam Noir – Das Kupferherz 1“ weiß zu überzeugen. Vom ersten Blick auf das Cover über die Haptik, den sehr gelungenen und stimmungsvollen vollfarbigen Illustrationen und der guten Geschichte, bis hin zum Bonusmaterial, überzeugt das Buch und ist seine Euronen definitiv wert. Lediglich eine Sache ist mir negativ aufgefallen. Auf Seite 47 ist der Bildtext vom sprechenden Charakter teilweise verdeckt. Dadurch leidet die Geschichte zwar nicht, aber es ärgert doch ein wenig.

Wer hochwertige Comic-Bücher mag, ein Steampunk Fan ist und gerne Kriminalromane liest, der wird an diesem Comic nicht vorbei gehen können. Ich für meinen Teil werde mir die beiden anderen Teile auch noch zulegen. Nicht zuletzt um die Serie zu komplettieren, aber hauptsächlich weil mich die Story angefixt hat.

Meine Wertung:
3,5 von 5 Würfel
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am 12. Juli 2013
Beschreibung

Ein ungewöhnlicher Einbruch in einer Villa, mitten in der Ätherhafenstadt Schierling beschäftigt ein ebenso ungewöhnliches Ermittlerteam. Der Junggeselle Heinrich Lerchenwald, der seit einigen Jahren als Bizarromant für den Leonardsbund arbeitet, den Maschinenmensch Richard Hirschmann sowie die taffe Tartortermittlerin Frau D.

Dieser Fall erfordert alles Können des Ermittlerteams. Ein Wiederkehrer von der Toteninsel Vineta hat die Leiche eines jungen Mädchens entwendet. Auf der Suche nach der Seele und dem Mörder des Mädchens geraten Heinrich Lerchenwald, Richard Hirschmann und Frau D. auf die Spur eines Forschers, der mit mechanischen Organen arbeitet.

Meine Meinung

“Steam Noir – Das Kupferherz 1″ von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder ist der erste Band einer ausgergewöhnlichen und atmosphärischen Comic-Reihe im Steampunk Stil. Schon das Cover mit seinen dunklen Braun- und Blautönen sowie die Abbildung des Maschinenmanns, Richard Hirschmann, sind ein erster Vorgeschmack auf den eindrucksvollen Inhalt des Comics.

Der Stil des Comics ist recht düster und passt wunderbar zur Steampunk-Geschichte. Im Vordergrund stehen Brauntöne in den verschiedensten Farbnuancen. Im ersten Moment hatte ich Angst, dass der Comic dadurch etwas langweilig werden könnte, aber ich wurde eines besseren belehrt. Die Atmosphäre, die durch die gekonnten Zeichnungen entsteht ist einfach sagenhaft und schwer in Worte zu fassen. Ein wahrer Augenschmaus!

Die bizarre Geschichte von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder hat mich sofort angesprochen. Handlungsort ist ein zerbrochener Planet, dessen Schollen im Äther treiben. Dort leben Menschen sowie grotesk anmutende Maschinen und dann gibt es da noch die Toteninsel Vineta. Die Seelen der Toteninsel suchen die Lebenden Heim, eine Begegnung zwischen Mensch und Seele trägt verheerende Folgen nach sich.

Der Bizarromant Heinrich Lerchenwalt interessiert sich vor allen Dingen für die Seelen und ist bei seinem neusten Fall sofort Feuer und Flamme. Es wurde eine eingemauerte Mädchenleiche geklaut und jedes Anzeichen spricht dafür, dass eine Seele dafür verantwortlich ist. Doch was sollte eine Seele mit einer Mädchenleiche wollen? Diese Frage stellt sich auch das ausergewöhnliche Ermittlerteam. Dabei geben besonders Heinrich Lerchenwald und der beseelte Maschinenmensch Richard Hirschmann ein gutes Team ab. Die weibliche Note bringt die Tatortermittlerin Frau D. in’s Spiel. Neben diesen Hauptfiguren gibt es noch jede Menge kreative Nebendarsteller, die den Comic um ein vielfaches bereichern und beweisen wie Mensch und Maschine in einem ausgeklügelten Steampunkuniversum verschmelzen.

Die Welt von Steam Noir ist so umfassend und komplex, dass so manche Sinneseindrücke auf einen einprasseln. Eine große Hilfe war mir da der umfangreiche Anhang in dem die Zusammenhänge näher erklärt werden und man auf so einige Fragen Antworten findet. Trotzdem bleibt einiges ungeklärt was die Neugier ganz schön anstachelt.

Über die Autoren

Felix Mertikat wurde 1983 in Esslingen geboren und versuchte sich nach dem Abitur zuerst an einem Biologie-Studium. Danach entschied sich Felix Mertikat für die Filmakademie. Neben dem Studium hat er als Illustrator für diverse Verlage und Projekte gearbeitet. Sein Comicdebüt “Jakob” entstand in Zusammenarbeit mit Benjamin Schreuder und wurde direkt von der Frankfurter Buchmesse mit dem Sondermann-Preis ausgezeichnet.

Benjamin Schreuder wurde 1981 in Schongau geboren. Schon in der Kindheit erfand er Bildergeschichten. Benjamin Schreuder studierte Filmwissenschaft und Allgemeinen & Vergleichenden Literaturwissenschaft in Tübingen, Zürich und Mainz. Im Spätjahr 2008 begann er sein Drehbuch-Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg. Dort begegnete er Felix Mertikat und es entstand ihr erstes gemeinsames Werk “Jakob”.

Information zur Reihe

1. 2011 Steam Noir – Das Kupferherz 1 2. 2012 Steam Noir – Das Kupferherz 2 3. 2013 Steam Noir – Das Kupferherz 3 4. 2013 Steam Noir – Das Kupferherz 4 (erscheint im Spätjahr 2013)

Fazit

Ein rundum gelungener Steampunk-Comic, der vor allem durch seine kurios-kreativen Zeichnungen besticht!

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 09.07.2013
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am 19. Dezember 2011
INHALT
Der Bizarromant Heinrich Lerchenwald, der Robotermensch Herr Hirschmann und Frau D arbeiten als Ermittler. Sie werden zu einem Fall gerufen, der sehr sonderbar erscheint: eine Seele drang in ein Haus, und es wurde die Leiche eines Mädchens gestohlen, welches wohl vor vielen Jahren eingemauert wurde. Bald darauf stürmen Mitglieder des kalendarischen Ordens die Räume von Lerchenwald und bedrohen ihn, er solle das Kupferherz herausgeben. Welches Kupferherz? Als Lerchenberg bald darauf eine Hand verliert, wird ihm von einem Gönner ein technisches Wunderwerk zum Ersatz geboten. Wer ist dieser geheimnisvolle Spender, der sich so gut auf die technische Umsetzung menschlichen Lebens versteht? Was hat es mit dem eingemauerten verstorbenen Mädchen auf sich?

OPUS ANIMA
Es ist mir kaum möglich, über STEAM NOIR zu schreiben, ohne zuvor OPUS ANIMA zu erwähnen. Offen gesagt stelle ich es mir für jemanden, der dieses Rollenspiel nicht kennt, auch sehr schwer vor, den Comic - der die Umsetzung einer Geschichte dieses Universums darstellt - zu verstehen. Es gibt im Rahmen der Handlung zwei, drei Einschübe mit Erklärungen, und im Anhang der Geschichte sind weitere Informationen zu finden. Doch das Regelwerk ist dick, die Welt und ihre Bewohner an sich sehr komplex. Ich denke, man kann das Werk auch ohne dieses Hintergrundwissen lesen, allerdings entgeht einem sehr viel an zusätzlicher Information zwischen den Zeilen, die man zwar nicht vermisst aber welche die Geschichte um sehr viele Facetten bereichert. Bei der Signierstunde meinten die beiden Autoren dagegen, dass zuviel Hintergrundwissen vielleicht sogar ungünstig sei, da man sich zuviele Gedanken mache über Dinge, die den Genuss eher schmälern würden. Nun, das soll jeder Leser für sich entscheiden ;-)

OPUS ANIMA und somit auch STEAM NOIR ist eine Mischung aus Krimi, Sci-Fi, Fantasy, Noir, Horror, Goth, Mystery, Steampunk. Etwas so eigenes, dass man eigentlich schon ein neues Genre dafür erfinden müsste. Doch, man sollte schon etwas schräg sein und einen Hang für düstere Geschichten haben, wenn man sich mit OPUS ANIMA und STEAM NOIR befasst.

ZEICHNUNGEN, ERZÄHLWEISE
Die Bilder sind düster. Als "hübsch" kann man sie nicht bezeichnen, aber das ist auch nicht gewollt. Dafür sind sie gekonnt und eindringlich. Markante Gesichter, denen man das anstrengende Leben ansieht. Kein unnötiger Hintergrund, nur dunkle Schattierungen in den leeren Flächen der Panels. Ich lese den Comic mehrfach, denn er hat sehr viele Aspekte. Zum einen natürlich die Handlung, die man schnell erfassen möchte, also flink das erste Mal lesen und auf die Handlung achten. Beim zweiten Mal dann gilt es die Bilder zu bewundern, auf die Hintergründe zu achten, dabei entdeckt man auch den kleinen JAKOB aus gleichnamigem Comic sowie kleine Besonderheiten und Eigenheiten, die der Geschichte zusätzliche Dichte verleihen. Und ein drittes Mal sollte man lesen, ohne sich von den Bildern und der äußeren Handlung ablenken lassen, sich dafür auf den Subtext konzentrieren. Denn Vieles ist unausgesprochen, viel Inhalt wird zwischen den Zeilen vermittelt, es bleibt sehr viel Raum für eigene Interpretationen, was der Geschichte einen zusätzlichen Reiz verleiht.

BIZARR, DÜSTER, KREATIV
Es gibt so viel, was ich gerne erzählen würde, und doch fällt es mir ausnahmsweise enorm schwer, all dies in Worte zu fassen. Dies liegt vor allem daran, dass Felix und Benjamin in ihren Werken sehr viel transportieren, das weniger mit dem Verstand erfasst als vielmehr erspürt werden muss. Es ist eine komplett neue Welt, in die sie den Leser entführen. Maschinenmenschen, ein Mensch mit Teekessel als Kopf, umherwandernde Seelen von der Toteninsel, mechanische Herzen, Bizarromanten, und all das in einer alltäglichen Selbstverständlichkeit. Einzelne Dialoge, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken und erst bei tieferem Erfassen des Inhalts ihren Hintergrund offenbaren, für jeden Leser etwas eigenes bedeuten mögen. STEAM NOIR kann man nicht erklären, man muss es erleben. Und selbst, wenn ich es noch auf zehn Seiten versuchen würde zu beschreiben - man muss es selbst gelesen haben, alles andere sind nur hohle Worte.

FAZIT
KUPFERHERZ ist der gelungene Auftakt einer Reihe, die auf vier Bände ausgelegt ist. Unerträglich, dass es bis zum nächsten Band noch knapp ein Jahr dauern wird, man möchte es nicht mehr aus der Hand legen, und sobald man fertig ist, blättert man auf die erste Seite und fängt noch einmal von vorne an. Für alle Fans von Steampunk, Gothic, Horror und anspruchsvoller Dark Fantasy ein absolutes Muss!
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