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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
2
HalbEngel
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:16,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 20. August 2011
'Ich glaube nicht an Noten. Ich glaube an den Rausch in mir' - So beschreibt Hauptfigur des Romans 'Halb Engel' von Tobias O. Meißner seine Lebensphilosophie.
Die Hauptfigur ist der Gitarrist Floyd Timmen, dessen Leben die Musik ist.
Er liebt die Musik nicht nur, er lebt sie. Und das ist auch der Grund, warum er an ihr zu zerbrechen droht.
Aufgewachsen in einer Kleinstadt in Pennsylvania, gelingt es Floyd Timmen durch sein begnadetes Gitarrenspiel, bald mit seiner Band MBMI zu großen Ruhm und Erfolg zu kommen.
So erreichen seine Songs Spitzenpositionen in den Charts und auch die MTV-Awards lassen nicht lange auf sich warten.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten ' das merkt auch Halb Engel Timm Floyd bald. Der plötzliche kommerzielle Erfolg seiner Band gibt ihm Anlass, über das wahre Wesen der Musik zu sinnieren.
Von den Medien als Halb Engel stilisiert, fragt sich Timmen nun nach seiner wahren Identität und vor Allem auch nach der Identität der Musik, denn Timmen und die Musik sind Eins und können nicht von einander getrennt werden.
Bei dieser teils philosophische angehauchten Suche nach dem wahren Kern der Musik, welcher für Timmen gleichbedeutend mit dem Kern des Lebens ist, lässt der Autor Tobias O. Meißen auch die Stimmen der Kritiker, Fans, Journalisten und Groupies zu Wort kommen und zeichnet so ein recht umfassendes und kritisches Bild vom heutigen Medienzirkus.
Das Buch, welches im Golkonda-Verlag nun neu aufgelegt wurde, wurde mit ansprechenden, zur Geschichte passenden Illustrationen versehen und zeichnet sich durch einen abwechslungsreichen Schreibstil aus, der auch Gedichte und Songtexte von Floyd Timmens Band beinhaltet.
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Elvis Presley, Kurt Cobain, Jimi Hendrix - die größte Gefahr für einen Halbengel ist es, zu fallen. Dies ist nicht nur die Geschichte des genialen Rockmusikers Floyd Timmen. Es ist auch die Geschichte eines Aufstiegs, einer Engel-Werdung und eines Falls. Doch vor allem ist es die Geschichte der Rockmusik. Tobias O. Meißner entführt uns in eine schillernde, laute, schreckliche und schöne Welt und er lässt dabei nicht nur den Gitarristen Floyd zu Wort kommen, sondern auch die anderen Musiker. Die Groupies, Produzenten, Kritiker und Fans.

"HalbEngel" liegt hier in der neuen Auflage des Golkonda-Verlages vor, der sich bei der Gestaltung sehr viel Mühe gegeben hat. Erstmals wurde auch das Gedicht "Zuerst die Echos" mit abgedruckt. Diese kleinen, aber sehr feinen Zeilen fehlten leider in der alten Rotbuch-Ausgabe. Neben dem schönen HalbEngel-Cover überraschen auch die Innenseiten mit kleinen Illustrationen.

Auf die Lektüre war ich sehr gespannt, denn die Musik ist kein sehr essentieller Bestandteil meiner Welt. Natürlich höre ich ab und zu gerne Musik und dann auch bevorzugt Rock - allerdings erlag ich noch nie der Faszination, die auf der Rückseite beschrieben wird mit "Ich glaube nicht an Noten. Ich glaube an den Rausch in mir." Ob der Autor, den ich mit jedem seiner Bücher mehr zu schätzen weiß, es schaffen konnte, mich trotzdem gefangen zu nehmen mit seinen Worten?

Er konnte. Zwar noch nicht gleich mit den ersten Kapiteln, die in "HalbEngel" als Rythmus bezeichnet werden - hier war das ganze für mich noch etwas zu technisch mit all den Fachausdrücken der Musikszene. Aber später, als die Geschichte plötzlich menschlicher, emotionaler wurde. Die ersten Rythmen waren meiner eigenen Welt leider zu fern, als dass ich mich richtig hineindenken konnte. Vieles verstand ich schlicht und einfach gar nicht und ich vermute, dass auch sämtliche Anspielungen auf Musiker und die Szene an mir vorbeigingen. Zeitweise fühlte ich mich also wie die sprichwörtliche Sau, der Perlen vorgeworfen werden. Trotzdem fühlte ich, dass da etwas war. Ich fühlte, ohne es zu wissen: Dieses Buch ist typisch Tobias O. Meißner. Also eigentlich das, was ich so gerne mag. Aber noch sollte es mich nicht in meinem Inneren erreichen.

Dann kamen die Rythmen, die mich gefangen nahmen. Kritikerstimmen, Pressemappen und eine Konzertbeschreibung, bei der ich sicher war, dass ich nicht nur den wabernden Cannabis-Duft, sondern auch den Schweiß der Extase riechen kann. Und da war er doch schon: Tobias mit Witz, Wortgewandtheit, Verwandlungsfähigkeit. Ganz großartig fand ich ein Interview mit Floyd, in dem mir dieser endlich sympathisch wurde.

Floyd Timmen ist ein HalbEngel, der irgendwann bemerkt, dass er Gefahr läuft, zu fallen. Ist diese Welt auch seine Welt? Denn eigentlich ist seine Gitarre alles, was er braucht, um sich frei und glücklich zu fühlen. Schließlich steht er vor dem zweiten großen Wendepunkt seines Lebens und muss sich entscheiden, was ihm seine Freiheit wert ist.

Das Ende lässt die Frage in den Köpfen zurück: Was ist Freiheit? Wann ist jemand wirklich frei? Gibt es diese absolute Freiheit überhaupt?

"HalbEngel" konnte mich nicht zu 100% überzeugen, aber es war nahe dran. Das zentrale Thema sind weder Floyd Timmen, noch seine Band - Hauptcharakter ist die Musik. Um nichts anderes geht es hier. Alle Menschen, die in der Geschichte mitspielten, betraten ihre Bühne und verließen sie dann wieder. Aber die Musik blieb vom Anfang bis zum Ende.
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