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am 24. Juli 2012
Ein wirklich bemerkenswertes Buch, welches gleichermaßen spannend und beunruhigend ist.
Jeder der heute privat oder beruflich mit Putins Russland zu tun hat wird früher oder später merken, dass hier etwas nicht stimmt und in krassem Gegensatz zu dem Image steht, welches der Kreml krampfhaft versucht aufrecht zu erhalten. Luke Harding vermittelt in seinem Buch das entsprechende Hintergrundwissen. Das Buch ist viel weniger persönlich, als ich ursprünglich befürchtet habe. Es handelt sich eigentlich um eine hervorragende Darstellung des Ist-Zustands der russischen "Demokratie". Persönliche Erlebnisse werden herangezogen, um die perfiden Methoden darzustellen, wie das "Regime Putin" mit seinen Kritikern umgeht. Dieser persönliche Bezug ist es aber auch, der dieses Buch so deutlich von normalen zeitgeschichtlichen Werken unterscheidet: Hier kann man wie in einem Krimi mit Harding mitfiebern und entdeckt trotzdem immer neue Aspekte der russischen Realität. Ich empfehle dieses Buch allen, die mehr über das heutige Russland erfahren möchten. Am Ende wird den Leser die verstörende Erkenntnis einholen, dass Luke Harding hier ein aus erster Hand recherchiertes SACHbuch vorgelegt hat.
22 Kommentare| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2012
Europa ist weitgehend abhängig von russischen Öl- und Gaslieferungen, schwerreiche russische Oligarchen kaufen im Westen Immobilien, Firmen, Fußballvereine (und Staatsbürgerschaften). Die Masse der Bevölkerung Russlands lebt in bitterer Armut und ist weitgehend rechtlos. Zahlreiche Bevölkerungsgruppen in ehemaligen Sowjetrepubliken sind schwersten Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt.

Luke Harding, Journalist der britischen Zeitung "The Guardian" hat einige Jahre als Russlandkorrespondent hinter die Kulissen geblickt und ein mutiges und bestürzendes Buch geschrieben. Pflichtlektüre vor allem für europäische Regierungschefs, Aussenminister, Industrielle, Bankiers und Wähler.
55 Kommentare| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2012
Von 2004 bis zu seinem Rausschmiss 2011 war Luke Harding Moskau-Korrespondent des Guardian. Sein Buch ist teils eine Sammlung von Artikeln über Russland heute, teils autobiographischer Bericht über die Ereignisse, die zu Hardings endgültigem Abschied von Moskau führten. Ich fand diese persönliche Seite des Buchs besonders ansprechend: Einbrüche in seine Privatwohnung, Lauschangriff, und dann die Aufhebung seiner Akkreditierung, die Aufhebung der Aufhebung, Deportation, Aufhebung davon, und die Auswirkungen, die das alles auf seine Familie hat, besonders auf seine beiden Kinder. Ein paar ziemlich wichtige Leute müssen viel Zeit mit seinem Fall vergeudet haben. Mit dem Ergebnis, dass ihr Land nun akkurat als 'Mafiastaat' beschrieben wird.

In einem der letzten Kapitel ('Die Akte') beschreibt Harding, wie ihm plötzlich klar wurde, was ihm widerfahren war: er war Opfer des weichen Terrors geworden, den die Staatssicherheit der ehemaligen DDR als 'Zersetzung' perfektioniert hatte. Ich hatte vorher von 'Zersetzung' nur als 'Wehrkraftzersetzung' im Zweiten Weltkrieg gehört. Harding berichtet, dass unter Honecker 'Zersetzung' eine akademische Disziplin wurde, mit dem Ziel, Opfer mundtot zu machen. Er trifft einen emeritierten Professor für 'Operationale Psychologie' (also Zersetzung), der immer noch ein wenig stolz ist auf die Methoden, die er mitentwickelt hat. 20 Jahre nach dem erfolgreichen Aufstand gegen die Anwender dieser Methoden ist das fast komisch. Aber wenigstens hatte der Mann seit dem Sturtz seiner ehemaligen Dienstherren genug moralische Klarheit gewonnen, einzusehen, dass sein Verhalten damals falsch gewesen war.

Die ostdeutschen Methoden der Zersetzung wurden in vielen Ostblock-Staaten benutzt und Harding erzählt beängstigend plastisch, dass sie mittlerweile wieder in Russland Anwendung finden. Kombiniert mit dem 'hartem Terror' der Verfolgung oder sogar Ermordung von Oppositionellen, über die er auch schreibt. Ich empfehle dieses Buch allen, die etwas darüber erfahren wollen, wie es sich heute anfühlt, in einem Staat zu leben, dessen Lenker keine Kritik vertragen.
22 Kommentare| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2012
Absolut lesenswert. Harding rückt das Bild vom "waschechten Demokraten Putin" (Zitat Ex-Bundeskanzler Schröder) ins richtige Licht. Es werden sowohl persönliche Erfahrungen mit Putins Polizeistaat als auch russische innen- und außenpolitische Aspekte dieser Diktatur beleuchtet. Für außenstehende erschreckend - für Leute, die das System kennen, bzw. darunter leiden traurige Realität.
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am 29. März 2014
Luke Harding beschreibt in diesem Buch nicht nur seine eigenen Erfahrungen als Reporter in diesem Land, sondern stellt auch viele Hintergründe zu aktuellen Konflikten und den Umgang mit diesen Konflikten seitens der russischen Administration dar. Dass dies nicht unvoreingenommen und objektiv erfolgen kann, ist unmissverständlich. Dennoch überzeugt in seinen Darstellungen das hohe Maß an journalistischem Aufwand und persönlichem Einsatz sowie sein Mut, die Machenschaften der mächtigen Personen und Gruppen in diesem Land aufzuzeigen. Dabei wird sehr deutlich, dass die Menschen in Russland oftmals befremdlichen, unnötigen, ja sogar skurrilen Konflikten ausgesetzt sind. Leider enden einige dieser Konflikte allzu oft tödlich.

Wer mit den Augen von Luke Harding hinter die Kulissen der politischen Machenschaften in diesem Land schauen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Eine unvoreingenommene und objektive Bewertung dieser Machenschaften ist nicht beabsichtigt und wird wohl aufgrund der Komplexität auch bei keinem anderen Autor befriedigend zu finden sein. Der Leser darf sich also sein eigenes Bild von Russland machen und sich darüber freuen, dass ihm lohnenswerte Ansatzpunkte dafür gegeben werden.
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am 17. Mai 2015
2007 trat Luke Harding seinen neuen Posten als Moskau-Korrespondent der britischen Tageszeitung The Guardian an. Schon in den ersten Monaten brachen mysteriöse Agenten des russischen Geheimdienstes FSB, dem Nachfolger des KGB, in seine Wohnung ein – Auftakt eines außergewöhnlichen psychologischen Kleinkriegs gegen den Journalisten und seine Familie, der sich durch seine unerschrockene Berichterstattung über politische Morde, Rechtsextremismus, ländliche Armut und den Georgienkrieg weiter unbeliebt machte. Nachdem Harding aus einer amerikanischen WikiLeaks-Depeche zitiert hatte, in der Russland als «quasi-Mafiastaat» bezeichnet wurde, gipfelte die Kampagne Anfang 2011 in der Verweigerung der Wiedereinreise. Sein Bericht ist ein mitreißendes und verstörendes Porträt des heutigen Russlands.
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Es war vorhersehbar. Der "Guardian" ist Rußland betreffend im wahrsten Sinne kein unbeschriebenes Blatt. Hinter dieser englischen Zeitung steht der russische Oligarch, Multimilliardär und ausgewiesene Putinfeind Boris Beresowski, dieses Blatt fungierte und fungiert auch als sein Sprachrohr, wo er u.a. zum gewaltsamen Sturz Putins aufrief und verlauten ließ, daß er von London aus die "gewaltsame Palastrevolution" gegen Putin vorbereite und finanziere. Wenn diese Zeitung nun ihren Rußlandkorrespondenten Luke Harding nach Moskau entsendet, offensichtlich mit dem Auftrag, dort Kontakte zu "Oppositionellen" zu knüpfen, brisante Informationen zu sammeln und für den "Guardian" entsprechende Reportagen zu verfassen, so braucht man sich eingedenk der Vorgeschichte und Hintergründe über den Ausgang nicht zu wundern. Oder war das gar so beabsichtigt ?

Freilich ist die russische Gangart in solchen Dingen recht resolut und wenig diplomatisch. Dies ist aber bekannt und Rußland macht, wie andere Länder auch, von seinem souveränen Recht gebrauch, die Akkreditierung ausländischer Korrespondenten an die Einhaltung gewisser Gepflogenheiten zu knüpfen. So, wie es übrigens das derzeit vom Westen so kritisierte "NGO" -Gesetz in gleicher Form bereits seit 1939 in den USA gibt. Wer regt sich eigentlich bei uns über das Vorgehen z.B. israelischer Behörden im Falle antiisraelischer Recherchen und Berichterstattungen ausländischer Journalisten auf ? Und welcher westliche Journalist resp. Autor ging eigentlich mit dem Putinvorgänger Jelzin so hart ins Gericht, der die demokratischen Keime der "Glasnost" und "Perestroika" zertrat und Rußland den "Oligarchen" und in - wie ausländischen Mafiosi und Plünderern Tür und Tor öffnete ? Damals, in den 90er Jahren, mußte man auf russischen Straßen und in den Städten tatsächlich Angst haben ! Nach dem Zusammenbruch konnte sich der berüchtigste und mächtigste dieser "Oligarchen", der nicht nur Jelzin in der Hand hatte, gerade noch vor Putin ins Exil retten und spinnt nun mit seinen Milliarden von London und den USA aus seine Fäden.

Eine Demokratie nach exakt westlichem Vorbild könnte derzeit mit Sicherheit in Rußland noch nicht bestehen, dafür sind noch viel zu viel "Aufräumarbeiten" zu leisten, wie man es in Rußland nennt. Und Putin hat dabei ganz offensichtlich auch im sozialen Bereich erhebliche Fortschritte erreicht und das Land wieder stabilisiert. Fraglich ist nur : warum respektiert man im Westen eigentlich nicht den Willen des russischen Volkes ? Sie haben Putin nun mal mit erdrückender Mehrheit wieder gewählt...

Nein, dieses Buch liefert in keiner Weise ein ausgewogenes Bild über Rußland und läßt ganz klar die Absicht erkennen, die Regierung unter Putin als dämonische Diktatur darzustellen und bei den Lesern im Westen das alte Feindbild wieder zu aktivieren. Nicht wirklich verwunderlich, wenn man die Hintergründe kennt.
Ich stimme jedenfalls dem Rezensenten zu, der den Lesern, die sich wirklich unvoreingenommen informieren möchten, das Rußlandbuch des bekannten Auslandskorrespondenten der ARD, Thomas Roth, empfiehlt oder das einschlägige Werk von Peter Scholl Latour.
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am 7. Juli 2012
Von einem renommierten Blatt wie "The Guardian" hätte ich eigentlich erwartet, daß man 2 Jahrzehnte nach offiziellem Ende des kalten Krieges einen gestandenen Landeskenner als Rußandkorrespondenten nach Moskau entsendet, einen Profi, der nicht geich von Beginn an in jedes "Fettnäpfchen" tappt und als akkreditierter Korrespondent sogar Schwierigkeiten mit der Landessprache hat...
Ein Auslandskorrespondent soll nach international üblichem Medienauftrag eigentlich zur "Verständigung" beitragen und seiner Redaktion für die Leser ein möglichst unvoreingenommenes, umfassendes und objektives Bild über das betreffende Land vermitteln.
Wer als Ausandskorrespondent seine Aufgabe aber nur darin sieht, im Gastland nur den Schmutz zusammenzutragen und tendenziös ein abgrundtief düsteres Bild zu zeichnen, der braucht sich nicht wundern, wenn ihm schließlich die Akkreditierung entzogen und die Wiedereinreise verweigert wird.

Wenn die Artikel von L. Harding über Rußland im "The Guardian" genauso aussahen, wie der Inhalt dieses Buches, dann hat er als "Auslandskorrespondent" auf ganzer Linie versagt, denn dieses Buch trägt mit seiner Einseitigkeit nicht im geringsten zur Aufklärung und Völkerverständigung bei, sondern vermittelt ein völlig verzerrtes Bild, schürt alte Feindbilder und Ängste, vergrößert die Kluft zwischen Westeuropa und diesem für uns so wichtigen Nachbarn.
Natürlich stellt sich die Frage, ob darin vielleicht sein eigentlicher Autrag bestand und welche Interessengruppen dahinter stehen - etwa der jetzt in London lebende russische Ex- Oligarch und ehemalige Mediengigant Boris Beresowski, der sich vor Putin gerade noch rechtzeitig mit seinen Milliarden in britisches Asyl retten konnte und der ausgerechnet im "The Guardian" wiederholt zum gewaltsamen Sturz der Putinregierung aufrief (nachzulesen über Google/Stichwort Beresowski bei Wikipedia) ??? - ich weiß es nicht. Ansonsten wäre dieses Buch wohl nichts anderes als eine peinliche Haßtirade und ein Armutszeugnis für das eigene Versagen...

Wer sich ein wirklich umfassendes, professionell recherchiertes, durchaus kritisches, aber vorurteilsfreies Bild vom heutigen Rußland machen möchte, dem empfehle ich das Buch des bekannten, erfahrenen und stets um Objektivität bemühten Rußlandkorrespondenten der ARD, Thomas Roth, Russland: Das wahre Gesicht einer Weltmacht.
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