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am 21. Januar 2014
Das unbegreifliche Böse
Spieker will das Böse begreifen und besiegen. Das wird nicht gelingen. Fast jeder ist zwar überzeugt, kein Böser zu sein, aber täglich erleben wir, wie viel Böses es gibt. Wie kann etwas so stark sein, das wir fast alle verabscheuen? Sind es Fehlleistungen des Gehirns, sind es Gene, die uns Böses machen lassen, sind es Erziehungsfehler? Wie weit sind wir selbst verantwortlich, können wir das in uns schlummernde Böse erfolgreich zurückhalten?
Die entsetzlichen Beispiele des Bösen machen das Lesen zuweilen zur Qual. Auf viele der oben angeschnittenen Fragen geht Spieker ein. Aber man fragt sich, ob er sein Anliegen, das Böse zu minimieren, nicht mit einem straff geschriebenen Essay eher erreicht hätte als mit einem Buch, das durch Aneinanderreihung von Fakten wie ein trockener Kuchen wirkt, gäbe es nicht in ihm Rosinen.
Es ist schon wichtig mit dem Autor über den Zusammenhang zwischen der zunehmenden Bindekraft der Familien und der Zunahme von Delikten nachzudenken. Die Verrohung in der Gesellschaft steht im negativen Kontrast zu dem positiven Zeichen, dass heute nicht mehr Siegessäulen, sondern Mahnmale errichtet werden. Interessant ist auch, sich darüber klar zu sein, dass gewaltiger Steuerbetrug letztlich in die gleiche Kategorie fällt wie Schwarzfahren oder kleine Schwindeleien bei der Steuererklärung. Tugend ist leider oft nichts anderes als Mangel an Gelegenheit und Angst vor den Folgen.
Eine wunderbare Rosine in diesem Buch sind die politischen Aussagen. Da geht es um die Dummheit der Bürger, die Katastrophen hätten rechtzeitig wahrnehmen und damit auch hätten verhindern können. Vor dem Jahr 1914 stand das Jahr 1913, und vor dem entsetzlichen Zweiten Weltkrieg stand das Jahr 1932.
Es lohnt auch darüber nachzudenken, wie leichtfertig wir über die gewaltigen Zahlen der Tötung von Embryonen hinweggehen und wie wenig Bedenken wir gegen Sterbehilfe haben. Die Achtung vor dem Leben ist stark gesunken. Vielleicht hätte Spieker sich noch deutlicher dazu äußern sollen, wie wichtig die religiöse Bindung der Menschen für den Kampf gegen das Böse ist. Jesus fordert Feindesliebe, aber keineswegs das Böse zu lieben. Am Ende seines Buches bekennt der Autor seinen Gauben an den ‚Himmel, also an eine höhere Gerechtigkeit. Dabei erfahren wir allerdings auch, dass nur noch 40% an Himmel und Hölle glauben. Diese beiden Wörter sind religiöse Metaphern. Hier wird deutlich, dass die Fragen nach dem Bösen eigentlich mehr in den Zuständigkeitsbereich der Theologen fallen. Spieker endet sein Buch mit dem Schlusssatz aus dem Kapitel 13 des Korintherbriefes, dem Hohen Lied der Liebe. Da das Buch zum Nach-und Weiterdenken anregt, ist es durchaus empfehlenswert.
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am 23. Februar 2014
Die Wertung wäre optimal ausgefallen, wenn der Autor auf die detaillierte Beschreibung der Grausamkeiten des Bösen verzichtet hätte. Solche Beschreibungen haben sich in meine Seele gebrannt. Man kann all das sehr gut umschreiben, ohne die Phantasie eines sensiblen Lesers derart zu verletzen.
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am 4. November 2015
Mir hat das Buch wegen der drastischen Sprache an vielen Stellen nicht wirklich gefallen. Es gibt viele Informationen, die ich wichtig finde, um die eigene Meinungsbildung zu unterstützen. Die Sprache jedoch enttäuschte mich und ist wohl eher für junge Menschen ansprechend. Ich bin 73 J. und lege auf gute Ausdrucksweise großen wert.
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am 3. April 2013
Wie schon die bisherigen Bücher des Journalisten Markus Spieker ist auch dieses wieder ein sprachlicher und intellektueller Hochgenuss. In genialen Formulierungen und plastischen Beispielen zeichnet der Autor die Abgründe menschlicher Natur nach. Das Versprechen des Buchtitels, "das Böse zu begreifen" wird - was ich für eine unglaubliche Leistung halte - gehalten. Obwohl ich schon viele verschiedene Bücher zu der Thematik lesen durfte, ist dieses das erste, das mir eine Vorstellung von der Wechselwirkung gibt, was das Böse mit dem Menschen und der Mensch mit der dem Bösen macht. Die geniale Charakterisierung als destruktives Nichts als Gegensatz zum konstruktiven Guten mag möglicherweise für manche Leser zu philosophisch sein. Im Ergebnis ist dieses Fazit des Buches aber deshalb so hilfreich - und daher hält der Buchtitel tatsächlich sein Versprechen -, dass man dem Sog der Destruktion nur dadurch entkommen kann, indem man sich durch das Gute - im christlichen Glauben - erlösen lässt. Insgesamt höchste Kaufempfehlung für alle, die auf eine unterhaltsame Art und Weise ihr Leben auf guten Grund setzen wollen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. März 2013
Huhu, ein Buch über das Böse! Wozu ist das wohl gut? Gibt es davon nicht schon reichlich? ARD-journalist Markus Spieker legt seinen Büchern über Glaube, Hoffnung und Liebe ein Buch über das Böse nach. Dabei ist die Titelthese schon eine kleine Provokation: Um das Böse zu besiegen, muss man es begreifen. Stimmt das wirklich? Zumal Spieker sich einige Mühe gibt, um zu zeigen, dass das nicht geht – jedenfalls nicht restlos.

Das Böse ist vielleicht begreifbar, aber kaum verstehbar; es ist überhaupt ganz unklar, was es ist. Wir wissen nur: Es ist da. Und wir sehen es täglich in den Nachrichten, in Menschen, mit denen wir streiten – und nicht selten in uns selbst. Spiekers Programm in diesem Buch: er will das Böse outen, beschreiben, erklären, in die Defensive bringen. „Denn das Böse breitet sich da aus, wo es unerkannt, unverstanden und unwidersprochen bleibt“ (S. 12). Spiekers Buch führt uns reichlich hundert Seiten lang in die Abgründe des Menschlichen. Osama Bin Laden, Anders Breivik, Hitler – viele Bekannte aus (Zeit-) Geschichte, Film und Literatur. „Licht aus“ heißt diese erste Buchhälfte treffend, allerdings auch ein wenig lang geraten. Wir bekommen das Böse in seinen vielen Facetten vorgeführt.

Der viel spannendere zweite Teil heißt logisch „Licht an“ und zeigt Strategien gegen das Böse auf. Die vielen Beispiele von Menschen, die sich aktiv gegen das Böse in seinen irdischen Erscheinungen wenden, sind schon deswegen erhellend, weil für jeden etwas dabei ist und die Sammlung tatsächlich den Eindruck hinterlässt, dass wir dem Bösen keinesfalls wehrlos ausgeliefert sind. Es liegt auch an uns selbst, Versuchungen zu widerstehen.
Für Spieker ist klar, dass die positive Hoffnung stärker ist als das abgrundtiefe Böse. Das Böse hat keine Zukunft, sondern nur destruktive Vergangenheit und Gegenwart. Doch selbst wenn ein fernes gutes Ende sicher kommt, müssen wir doch den Weg dahin mitgestalten. Der besteht darin, das Böse zu vermeiden, bekämpfen, bestrafen, verzeihen, verbessern. Und hierfür hat Spieker viele gute Beispiele parat. Ermutigend!

Am Schluss stehen drei Tipps. Erstens: Augen zu und Finger weg vom Bösen! Zweitens: Gute Rahmenbedingungen schaffen, Freunde und Umgebung auswählen. Drittens: Nicht auf eine Besserung der Welt hoffen, sondern auf das unendlich Gute, das Gott selber ist. Dass unverbesserliche Optimisten es besser haben, durchs Leben zu kommen, ist sowieso klar. Allen anderen kann dieses Buch helfen, optimistischer in die Welt zu gucken. Ein Mutmacher-Buch!
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am 10. Juli 2013
Ich mag Markus Spiekers Schreibstil. Er formuliert klar, präzise, auf den Punkt. Und wenn er sich einem Thema widmet, geht er dabei im besten Sinne journalistisch vor: Er beleuchtet es von allen Seiten und ergreift dabei dennoch Partei, bleibt kein unbeteiligter Zuschauer, sondern taucht in das beschriebene Geschehen ein.

In „Um das Böse zu besiegen, muss man es begreifen“ entwirft er eine, wie es im Klappentext heißt, „Gebrauchsanweisung gegen das Böse“, dem Grauen, dem er als Journalist täglich begegnet. Dabei geht er auch kritisch auf seine Rolle als professioneller Berichterstatter ein. Besonders ausführlich widmet er sich jedoch zwei zentralen Fragen:

1. Woher kommt/Wie entsteht das Böse?
2. Wie überwindet man es?

Auf die erste Frage geht Spieker sehr lang und ausführlich ein. Meinem Empfinden nach wesentlich zu detailliert und langatmig. Etliche Abschnitte habe ich einfach übersprungen, weil ich mir nicht noch eine Beschreibung bestialischer Gewalttaten antun wollte. Da hätte man auch gut kürzen können. Das Böse wird nicht besser dadurch, dass man es so lang und breit beschreibt. Außerdem wirkte Spieker mir in diesem Teil des Buches oft zu abgeklärt. Seinem Kapitel über das „Ur-Böse“, den Teufel, konnte ich auch nicht viel abgewinnen; er vertritt hier eine äußerst liberale Haltung.

Der zweite Teil, in dem der Autor der Frage nachgeht, wie das Böse besiegt werden kann, wertet das Buch hingegen enorm auf. Es ist sehr schade, dass er insgesamt recht kurz geworden ist. (Das Buch ist zwar in einen „negativen“ und einen „positiven“ Teil unterteilt. Doch im „positiven“ Teil stehen das Böse und seine Auswirkungen noch bis ins 15. Kapitel - von 18 insgesamt - im Vordergrund.) Ich hätte mir definitiv mehr Beispiele für Menschen gewünscht, die das Böse überwunden haben.

So steht man nach dem Lesen dieses Buches noch stark unter dem Eindruck all der (wahren) Geschichten, die das Böse in den Mittelpunkt rücken. Es ist daher definitiv nichts für schwache Nerven, aber könnte eine gute Lektüre für alle sein, die das Thema wirklich interessiert und sich ein Bild von einem christlichen Standpunkt aus (oder über einen christlichen Standpunkt) machen wollen.
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am 13. April 2013
Es gibt heute nicht viele Autoren, die einem Buch die drei wesentlichen Eigenschaften mitgeben können: tiefschürfend, in die Breite gehend und dabei noch glänzend geschrieben zu sein. Dr. Markus Spieker beherrscht sie - und vereint sie in diesem neuen Buch einmal mehr. Dabei konzentriert er sich auf das Wesentliche: Das Böse wird beschrieben, dabei weder bagatellisiert, noch zu wichtig genommen. Es bedeutend, das Böse zu begreifen, um es überwinden zu können. Außerdem tappt Markus Spieker nicht in die typisch christliche Falle, das Böse erklären zu wollen und seinen Ursprung aufzuzeigen. Die Frage danach wird gestellt - die Antwort nicht gegeben, es gibt sie nicht. Apropos christlich: Wer Berührungsängste vor Antworten und Anregungen aus der Bibel hat, sollte die Finger von dem Buch lassen - oder es gerade deshalb versuchen. Markus Spieker predigt nicht, er denkt schreibend nach. Das tut dem Buch und dem Leser gut.
In einem Satz: Wie jedes Spieker-Buch unbedingt empfehlenswert! Man kann sich nur wünschen, dass es einen Teil 2 des Buches geben wird: Das Gute - wie wir es finden und weitergeben...
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am 30. März 2013
Markus Spieker ist Nachrichtenjournalist bei der ARD. Hier wird er mit „dem Bösen“ in allen Bereichen unseres Lebens dauernd konfrontiert. Es ist sein Beruf einen brutalen Raubüberfall, einen schrecklichen Unfall, ein Selbstmordattentat usw. in einer 10 Sekunden Botschaft an das Volk zu bringen.
Als Christ zitiert er immer wieder mal sporadisch einen Bibelvers in seinem Buch. Dann beschreibt u.a. sehr genau wie ein Henker im Mittelalter seinem Sohn brutale Foltermethoden beibringt.

Markus Spieker will dem Leser mit seinem Buch „Das Böse“, eine Gebrauchsanweisung gegen das Böse geben. Die Geschichte der Menschheit zeigt leider, dass uns unsere Programme und Gebrauchsanweisungen nicht helfen und keine Lösungen hervorbringen. Auf 223 Seiten zitiert er Meinungen und Aussagen aus 137 literarischen Quellen. Leider kommt dabei wenig ermutigendes, wegweisendes, tröstendes heraus.

Der Autor schreibt viel über den Teufel, stellt ihn aber auch in Frage. Man hat den Eindruck Herr Spieker will das Thema Teufel griechisch „diabolos“ nicht klar definieren. Der Duden spricht sehr deutlich von einer Person – Teufel: Widersacher Gottes, dessen Reich die Hölle ist; Gestalt, die das Böse verkörpert; Satan Dämon, böser Geist der Hölle.

Wo der Satan seinen Ursprung hat kann oder will Herr Spieker nicht aufzeigen. Zum Schluss seines Buches auf Seite 230 macht Markus Spieker es sich ganz einfach.

Er schreibt: „Das Böse verschwindet in das Nichts, aus dem es kommt“. Der Leser fragt sich wie etwas aus dem „Nichts“ kommen kann und warum Herr Spieker soviel Zeit in ein Buch investiert um über das „Nichts“ zu berichten?

Der Apostel Johannes schreibt:
1. Joh. 3,8 Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

Ist Jesus für etwas aus dem „NICHTS“ gestorben?

„Das Böse“, eine Lesestoff für Leser die schon immer mal depressiv werden wollten.
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