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am 21. Juli 2004
Buddhistische Praxis kann darin bestehen, sich aus dem Getriebe der Welt in die Einsamkeit zurückzuziehen und in der Abgeschiedenheit in sich zu gehen. Buddhistische Praxis kann aber auch darin bestehen, genau an die Plätze zu gehen, an denen sich Gier, Hass und Verblendung am krassesten manifestieren, um sich gerade durch die Konfrontation mit dem nackten Leiden zu heilen. Bernard Glassmann, der Stifter des Peacemaker-Ordens, führt daher seit Jahren Retreats durch, die die Teilnehmer auf eine Bewährungsprobe stellen: Wenn man in einem ehemaligen Konzentrationslager meditiert oder einige Wochen wie ein Obdachloser leben und sich sein Essen erbetteln soll, gibt es keine Möglichkeit, sich in spirituelle Selbstgefälligkeit zurückzuziehen. Glassmann versucht, so drei Grundsätze umzusetzen: "Nichtwissen oder Loslassen aller vorgefassten Ansichten; Zeugnis ablegen von Freude ebenso wie von Leiden; und Heilung unserer selbst und des ganzen Universums." (S. 33)
Das vorliegende Buch berichtet in schlichter, eindringlicher Sprache von den Erfahrungen, die Glassmann auf diese Weise in den letzten Jahren gesammelt hat, den Menschen und Schicksalen, die ihm begegnet sind. Die beiden eindringlichsten Kapitel erzählen von Auschwitz und dem Letten, einem Gelände in Zürich, das in den neunziger Jahren als Drogenumschlagplatz berüchtigt war. Seinen Entschluss, gerade an solche Orte zu gehen, begründet Glassmann mit seiner Philosophie der Einheit in der Vielfalt: Nur wenn wir uns nicht mehr abgrenzen, wenn wir in Beziehung treten, kann sich Heilung entwickeln: "Wenn man Zeugnis ablegen will, kann man dies nicht mit einer vorgefassten Meinung darüber tun, was man sehen und was geschehen wird. Ich wollte einfach dort sitzen und die Dinge auf mich zukommen lassen. Zeugnis ablegen bedeutet zu etwas in Beziehung treten. Ich wollte zum Letten und all seinen Bewohnern eine Beziehung entwickeln. Aus dem Zeugnisablegen, aus dem In-Beziehung-Treten entwickelt sich Heilung. In welcher Form dies geschieht, durch welche Aktivität, durch welches Ereignis oder durch welche Person, vermag ich nicht vorherzusagen. Aber auch im Letten wäre es zu einer solchen Heilung gekommen." (S. 121)
Ein beeindruckendes Buch, das von einem wahrhaft versöhnlichen, ökumenischen Geist beseelt ist.
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am 7. Oktober 2003
In seiner zweiten Buchveröffentlichung in deutscher Sprache behandelt Glassman, einer der versiertesten lebenden Zen-Kenner und - meister, die Gelöbnisse des "jukai". Wird jemand Buddhist, so "nimmt er Zuflucht zu den drei Kostbarkeiten" (buddha, dharma, sangha) und legt Gelübde ab.
So weit, so gut - doch was bedeuten diese Gelöbnisse im Alltag, im täglichen Leben? Anhand seiner sozial-engagierten Praxis belegt Glassman hauthah, was es in diesem Sinne bedeutet "Zeugnis abzulegen", sich in jedem Augenblick des Seins berühren zu lassen von dem, was ist - und: zu handeln!
Eine hervorragende Lektüre, nicht nur für Zen-Interessierte!
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am 11. Juni 2013
Praktische Umsetzung des Buddhismus in unsere heutige moderne Zeit. Ein sehr inspirierendes und wie ich finde wichtiges Buch das ich nur empfehlen kann. Ganz beeindruckend auch die Person Bernie Glassman selbst, seine Art diese Weisheit direkt anzuwenden.
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am 18. Oktober 2008
Vor meinem Retreat in der KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg (in Bayern) habe ich dieses BUch gelesen. Ich ziehe mein Hut ab vor allem, die diese Reise mit Berni Glassman nach Ausschwitz gemacht haben.
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