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am 31. Juli 2010
Dies ist ein weiteres Buch zur Finanzkrise, welches interessanter Weise von einem Politiker geschrieben wurde.

Dieses Buch benutzt die so genannte "österreichische Schule", um Ursprung und Wesen der amerikanischen Zentralbank ("Federal Reserve" bzw. kurz "Fed") zu diskutieren. Dabei geht es neben der aktuellen Finanzkrise auch um die Themen Inflation, Einkommensverteilung, Globalisierung, Geschichte des Geldes und der Zentralbanken, Ungleichgewichte im Welthandel und den Themenkomplex Geld / Politiker / Wahlgeschenke / Großunternehmen.

Der Autor gibt einen Einblick in seinen politischen Lebenslauf und die Arbeit des amerikanischen Parlaments. Dazu beschreibt er Begegnungen mit anderen Politikern, seine Arbeit im Bankenausschuss und vor allem die Gründe, welche für die "österreichische Schule" der Volkswirtschaftslehre sprechen. Nur diese den freien Markt propagierende Richtung der Wirtschaftswissenschaften kann erklären, woher unsere Probleme hinsichtlich Staatsverschuldung, Währungs- und Finanzkrisen stammen: Dafür ist die Geldpolitik der Zentralbanken verantwortlich. Wir erfahren, was der Autor bei Treffen mit erfahrenen Wirtschaftswissenschaftlern wie Mises, Rothbard und Friedman gelernt hat.

Die Zentralbanken erzeugen Inflation, schwache Währungen und Konjunkturkrisen. Das nützt dem Staat und den Interessengruppen, schadet aber der Mehrheit der Bevölkerung. Protokollierte Gespräche mit den US-Notenbankchefs Greenspan und Bernanke zeigen, dass diese geheimnistuerisch sind und nicht verstehen (wollen), was die Geldpolitik anrichtet.

Die Geschichte der Geldpolitik zeigt, dass es mehrere Gründe für die Abschaffung der "Fed" gibt:

- PHILOSOPHIE: Die legalisierte Geldfälschung durch die Zentralbanken ist unmoralisch und untergräbt die Moral der Gesellschaft.
- VERFASSUNG: Die Verfassung der USA verbietet Papiergeld; leider sah das der Oberste Gerichtshof anders.
- WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFTEN: Die Zentralbanken schaden der Volkswirtschaft bzw. der Allgemeinheit.
- LIBERTARISMUS: Der allmächtige Staat ist nur durch die Inflationierung der Staatsverschuldung möglich (deshalb wurden Zentralbanken auch im Kommunistischen Manifest gefordert).

Die Abschaffung der "Fed" sollte in mehreren Schritten erfolgen:

1. Die "Fed" ist (schrittweise) zu entmachten und schließlich abzuschaffen.
2. Die Geldmenge wird festgeschrieben.
3. Das Papiergeld wird abgeschafft, und zwar entweder durch die (a) Zulassung privaten Warengeldes unter der Aufsicht der Bundesstaaten oder mittels (b) der bundesweiten Einführung des Goldstandards.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es wirkt zwar manchmal ein wenig zusammenhanglos und hat einige Wiederholungen, aber Diagnose und Therapie sind richtig. Es ist schön, dass es noch aufrechte Politiker gibt, die sich um das Wohl des Volkes Gedanken machen und auch entsprechend handeln.

"End the Fed!"
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am 24. Juni 2017
Die Kommentare über die angeblichen Anteilseigner des Federal Reserve Systems der USA sind natürlich Unsinn. Das feder reserve System besteht aus 12 Federal Reserve Banks Vergleichbar mit den Landeszentralbanken in Deutschland vor Euro Einführung. Die Anteile am Grundkapital der einzelnen Federal Reserve Banks gehören den Geschäftsbanken die in dem jeweiligen Federal Reserve District ihren Sitz haben. Die "jüdischen" Banken die ein "Vorredner" aufgeführt hat existieren Großteils seit Jahrzehnten nicht mehr und dürften keine Anteile halten da sie ihren juristischen Sitz im Ausland (Hamburg, London, Amsterdam, Paris...)
Die Gewinne der Feds werden an das US Finanzaministerium abgeführt. Die Mitglieder des Board of Governers werden vom Präsidenten der USA ernannt und vom US Kongress ( = Parlament) bestätigt.
Who owns the Federal Reserve?

The Federal Reserve System is not "owned" by anyone. Although parts of the Federal Reserve System share some characteristics with private-sector entities, the Federal Reserve was established to serve the public interest.

The Federal Reserve derives its authority from the Congress, which created the System in 1913 with the enactment of the Federal Reserve Act. This central banking "system" has three important features: (1) a central governing board--the Federal Reserve Board of Governors; (2) a decentralized operating structure of 12 Federal Reserve Banks; and (3) a blend of public and private characteristics.

The Board of Governors in Washington, D.C., is an agency of the federal government. The Board--appointed by the President and confirmed by the Senate--provides general guidance for the Federal Reserve System and oversees the 12 Reserve Banks. The Board reports to and is directly accountable to the Congress but, unlike many other public agencies, it is not funded by congressional appropriations. In addition, though the Congress sets the goals for monetary policy, decisions of the Board--and the Fed's monetary policy-setting body, the Federal Open Market Committe--about how to reach those goals do not require approval by the President or anyone else in the executive or legislative branches of government.

Some observers mistakenly consider the Federal Reserve to be a private entity because the Reserve Banks are organized similarly to private corporations. For instance, each of the 12 Reserve Banks operates within its own particular geographic area, or District, of the United States, and each is separately incorporated and has its own board of directors. Commercial banks that are members of the Federal Reserve System hold stock in their District's Reserve Bank. However, owning Reserve Bank stock is quite different from owning stock in a private company. The Reserve Banks are not operated for profit, and ownership of a certain amount of stock is, by law, a condition of membership in the System. In fact, the Reserve Banks are required by law to transfer net earnings to the U.S. Treasury, after providing for all necessary expenses of the Reserve Banks, legally required dividend payments, and maintaining a limited balance in a surplus fund.
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am 16. August 2013
1913 wurde die amerikanische Federal Reserve Bank (kurz FED) gegründet, eine Privatbank, genauer: ein Konsortium aus Privatbanken. Im Telefonbuch von Washington steht die FED deshalb auch nicht im behördlichen Teil, sondern neben Firmen wie Federal Express (FedEx), einem weltbekannten Transport- und Logistik-Unternehmen. Diese Zentralbank kontrolliert den Dollar und somit auch zu einem großen Teil die wirtschaftlichen Geschicke und Missgeschicke der USA.

Der hundertste Gründungstag der Federal Reserve Bank im Jahre 2013 ist für die Wenigsten ein Grund zum Feiern: Mit ihrer Freiheit, ihrer sozialen Sicherheit und ihrem Leben zahlen die meisten Menschen einen hohen Preis für das weltweite Wirtschaftswachstum-System. Es ist nicht immer ganz leicht zu durchschauen, was in der US-Notenbank stattfindet. Deshalb ist es hilfreich, das Folgende verstanden zu haben: Die FED ist legitimiert, nahezu unbegrenzt Geld zu drucken, das sie gegen Zinsen verleiht und das nur auf den Konten ihrer Anleger existiert. Sie vergibt Kredite längst nicht nur aus dem Geld, das sie im Kundenauftrag verwahrt und mit dem sie einstweilen arbeiten kann.

Bei guter Konjunktur erzielt die Federal Reserve Bank auf diese Weise zusätzlich hohe Gewinne. Das durch die US-Notenbank gleichsam aus dem Nichts geschaffene Geld dient jedoch immer weniger der Realwirtschaft, sondern zur Finanzierung profitabler, aber ebenso riskanter spekulativer Anlagen. Während die Geldschöpfung weitgehend privatisiert ist, werden die damit verbundenen Risiken und Lasten auf die Allgemeinheit abgewälzt.

Die Federal Reserve kauft gegenwärtig für monatlich (!) 65 Mrd. Dollar langfristige Staatsanleihen und Immobilienpapere, um die Konjunktur anzukurbeln, so die Begründung. Bevor nicht die Arbeitslosenzahlen in den USA sinken gedenkt die Fed, ihre Geldpolitik beizubehalten. Diese Auffassung hat weltweit in die Krise geführt und Mehr vom Gleichen wird uns gewiss nicht herausführen.

Seit die Fed im Jahr 1913 gegründet wurde, hat der US-Dollar um 98 Prozent seiner Kaufkraft verloren. Der Anstieg der Geldmenge der amerikanischen Leitwährung hat weltweit einen beständigen Preisanstieg bei den Grundnahrungsmitteln (bezogen auf die Höhe der Einkommen) nach sich gezogen. In der klassischen Volkswirtschaftslehre wurde ein Anstieg der Geldmenge als Inflation bezeichnet. Nach heutiger Definition wird der Anstieg des Verbraucherpreis-Indexes (VPI) gemessen. Dieser VPI wird anhand eines so genannten Warenkorbs von Gütern errechnet. Dessen Zusammensetzung ändert sich ständig, was nicht nur zur Manipulation des Indexes einlädt, sondern auch die Inflationserwartungen niedrig zu halten erlaubt.

Gleiches gilt für die Beschäftigungszahlen, die hauptsächlich auf Erhebungsdaten, saisonbedingten Veränderungen und auf den Arbeitslosenzahlen beruhen. Letztgenannter Wert sinkt auch dann, wenn gar keine neuen Arbeitsplätze geschaffen wurden, zum Beispiel wenn Arbeitssuchende an Fortbildungen oder Umschulungen teilnehmen. Es kann jedoch nicht wirklich überraschen, dass die gegenwärtige Geldpolitik sich trotz staatlicher Förderprogramme kaum auf den Arbeitsmarkt auswirkt: Vermittels ihrer Zinssenkungen fördert die Fed Investitionen in langfristige Vorhaben, auch wenn sie unter marktüblichen Zinsen unrentabel wären. Das kann nur funktionieren, bis die Unternehmen erkennen, dass sie ihre neugebauten Häuser und Autos nicht verkaufen können.

Erst wenn die vorhandenen Ressourcen wieder sinnvoll genutzt werden und wertgedecktes Geld zum Einsatz kommt, kann eine tatsächliche wirtschaftliche Entwicklung stattfinden. Die Fed löst keine Probleme, sie ist das Problem.

Die Produktion von Geld ohne die Bindung an einen realen Gegenwert (etwa an den Gold-Standard) ist eine hochspekulative Angelegenheit, welche nicht allein die US-Wirtschaft in immer größere Abhängigkeiten führt. Das gegenwärtige Geldsystem ist eine fortwährende Bedrohung für die Stabilität von Wirtschaft und Gesellschaft in kontinentalem und weltweitem Ausmaß.

Es widerspricht zudem dem Grundprinzip der Demokratie, wenn die staatliche Währungssouveränität durch das private Privileg der Geldemission ausgehebelt und die Staaten - und damit ihre Bürgerinnen und Bürger, die oftmals ihrerseits durch Privatkredite verschuldet sind - erpressbar werden. In einem demokratischen Staatswesen muss auch das Finanzsystem der öffentlich-rechtlichen Kontrolle unterliegen. Seine anfänglich radikale Position "END THE FED - Befreit die Welt von der US-Notenbank" - die in diesem Buch noch vorbehaltlos vertreten wird - hat Ron Paul im Wahlkampf 2012 zwar nivelliert. Doch man sollte dieses Buch in jedem Fall kennen.

Anders als Dr. Paul denke ich, nur der Staat sollte die Befugnis haben, Geld in Umlauf zu bringen - doch in jedem Fall nur gegenwertgedeckte Währung. Wir mögen ein unterschiedkiches Staatsverständnis haben, aber hierin besteht Einigkeit: Jeder Versuch, die Schieflage der Weltwirtschaft zu justieren ohne das Grundproblem zu beheben, führt - bestenfalls - zu einer Verschiebung der Fragezeichen.

Ein ganz großes Kompliment an den Autor - und an alle, die dieses Buch möglich gemacht haben!
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1907 organisierten die damaligen New Yorker Großbanken eine Finanzkrise und traten dann anschließend als Retter der Sparer auf, indem sie kurz vor der Pleite stehenden Finanzinstituten scheinbar selbstlos und großzügig Kredite gaben, um panische Kunden ihre Ersparnisse abheben zu lassen. Mit dieser "Rettungsaktion" brachten sie die in den USA damals aus gutem Grunde unpopuläre Idee einer immer liquiden und stets hilfreichen Zentralbank ins Spiel. 1913 schließlich wurde eine solche Institution putschartig in der Vorweihnachtszeit installiert. Die Federal Reserve (Fed) ist aber weder eine Bundesinstitution, noch hat sie Reserven. Vielmehr gehört sie dem New Yorker Großbankenkartell.

Die Fed ist für den Aufstieg ihres Dollars zur Weltreservewährung ebenso verantwortlich wie für zahlreiche Wirtschaftskrisen, auch für die jetzige. Das behauptet der Autor, und damit ist er nicht allein. Doch die Abschaffung der Fed würde keines der vorhandenen Probleme lösen, denn die eigentlichen Verursacher sind die riesigen Großbanken, von denen eine allein so viel Finanzmacht besitzt, dass sie ganze Volkswirtschaften in den Ruin treiben kann. Leider dringt der Autor zu dieser Erkenntnis nicht vor.

Wenn Politiker sich über das Finanzsystem äußern, dann hat das stets etwas von Realsatire, nicht nur, weil sie mit ihren Schuldenorgien ihre wirtschaftliche Inkompetenz dokumentieren, sondern weil sie es waren und sind, die dieses System und seine Regeln erst ermöglicht haben und es andererseits zur Finanzierung der gigantischen Staatsschulden auch dringend brauchen. Es wundert deshalb nicht, dass zwar viel über Reformen dieses Systems geredet, aber nichts getan wird. Ron Paul ist zwar auch Politiker und war in der Vorwahlperiode 2008 Präsidentschaftskandidat der Republikaner. Doch Paul ist völlig untypisch für die weltweite politische Klasse. Das dokumentiert nicht zuletzt dieses Buch

Bereits in den ersten beiden Kapiteln macht er deutlich, dass die Fed nicht in das demokratische System der USA passt. Das Geld spielt eine zentrale Rolle im Leben einer Gesellschaft. Es wird jedoch in den USA von einer privaten Institution geschöpft, die sich nicht in die Karten gucken lässt. Die angebliche Rettung des amerikanischen Finanzsystems im September 2008, die den amerikanischen Steuerzahler hunderte Milliarden neue Schulden aufbürdete, lief beispielsweise völlig an allen gewählten Organen der USA vorbei. Nichts sagt mehr über die wirklichen Machtverhältnisse als diese Ereignisse.

Im dritten Kapitel beschreibt Paul, wer auf sein Denken besonderen Einfluss hatte. Insbesondere erwähnt er dabei die österreichische Wirtschaftsschule um den Nobelpreisträger Hayek. Das vierte Kapitel behauptet, dass der Eintritt der USA in beide Weltkriege ohne das Zentralbankwesen nicht oder anders stattgefunden hätte. Am Ende dieses Kapitels steht folgender Satz, der gleichzeitig der zentrale Gedanke des Buches ist: "Je länger wir die Umstellung auf solides Geld, weg vom Zentralbankwesen hinausschieben, desto schlimmer wird die Krise in all ihren Formen, und desto mehr wird sich der Staat auf Kosten unserer Freiheiten ausdehnen."

Im fünften Kapitel berichtet der Autor über im Sande verlaufende Bemühungen, in den 1980-er Jahren irgendeine Form des Goldstandards in den USA wieder einzuführen. Kapitel sechs und sieben enthalten kommentierte Diskussionen von Paul mit den "großen weisen Vorsitzenden" Greenspan und Bernake anlässlich von Kongressanhörungen. Man kann an dieser Stelle wunderbar sehen, wie sinnlos solche Anhörungen sind, denn die Fed-Chefs verstehen es meisterhaft mit vielen Worten nichts zu sagen.

Das achte Kapitel beschreibt geistiges Beharrungsvermögen am Beispiel amerikanischer Kongressabgeordneter. Die Mehrheit hat keine Ahnung vom Wesen des Geldes und auch kein Interesse, es zu verstehen. So lange etwas scheinbar funktioniert und man seinen Vorteil daraus ziehen kann, bleibt es bestehen.

Im neunten Kapitel erklärt der Autor eine seiner zentralen Aussagen: Wenn der Staat und damit der Steuerzahler jedes Risiko abdeckt, nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen, dann kann daraus nur folgen, dass jedes Risikobewusstsein und damit auch persönliche Verantwortung und sorgfältiges Arbeiten verschwinden. Im Amerikanischen bezeichnet man das als Moral Hazard. Die entscheidende Konsequenz ist Unfreiheit. Wer das nicht glaubt, der möge sich noch einmal die Begründungen für die zahlreichen "Rettungen" der letzten Zeit durchlesen. Dort taucht stets das Wort "alternativlos" auf.

Die nächsten fünf Kapitel begründen noch einmal ausführlich, warum nach Ansicht des Autors die Fed abgeschafft werden muss. Am Ende seines Buches versucht Ron Paul einen Ausweg aus dem durch die Fed verursachten Schlamassel aufzuzeigen. Dieses Kapitel ist recht dünn, leider nicht nur was den Umfang anbetrifft.

Fazit.
Ron Paul ist ein erklärter Gegner jeder Art von Zentralbank. Er erzählt in diesem Buch, wie es die amerikanische Fed geschafft hat, den Dollar zu zerstören und immer schlimmere wirtschaftliche Störungen und Katastrophen herbeizuführen. Obwohl Paul sich an manchen Stellen etwas schwer tut, eine klare Gedankenführung beizubehalten, liest sich das schmale Büchlein gut. Zentralbanken sind nur dann notwendig, wenn an sich wertloses Papiergeld zur Zwangswährung erhoben wird. Also müsste es doch eigentlich weniger um die Abschaffung der US-Zentralbank und viel mehr um die Errichtung eines neuen Geldsystems gehen. Darüber hinaus gelingt es Paul merkwürdigerweise nicht, seinen Grundgedanken zu Ende zu denken. Denn dann wäre er zu der Schlussfolgerung gekommen, dass es die Großbanken überall auf der Welt geschafft haben, für sich den Kapitalismus abzuschaffen. Industrieunternehmen, die schlecht wirtschaften, gehen in Konkurs. Wenn eine Großbank in eine solche Situation gerät, weil sie unakzeptable Risiken in Kauf genommen hat, dann wird sie gerettet, weil ihre Pleite in eine gesamtgesellschaftliche Finanzkatastrophe führen würde. Wir haben also nicht zu viel Markt, sondern faktisch gar keinen auf diesem Gebiet. Ohne Markt gibt es jedoch keine freiheitliche Gesellschaft.

Obwohl das Buch die erwähnten Schwächen aufweist, hat es mehr als vier Sterne verdient. Es zeigt immer wieder, dass sich das jetzige Finanzsystem zu einem Geschwür entwickelt hat, dem es bereits gelungen ist, seinen Wirt vollständig zu dominieren.
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am 27. April 2011
Da ich in den USA lebe, kenne ich Ron Paul schon länger. Er ist der einzige Politiker, den ich als ehrlich bezeichnen kann. Sein Lebenslauf ist sehr interessant und spricht Bänd über seinen Charakter.

Dieses Buch vermittelt ein Wissen und eine Logik, welche unheimlich wichtig für DEUTSCHLAND ist. Es sollte ein Anlaß sein die Europäisch Zentralbank zu untersuchen und ob Deutschland nicht besser ohne EU Mitgliedschaft gestellt wäre.

Kaufen, lesen, weitergeben...

Liebe Grüße, Gerald
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TOP 500 REZENSENTam 27. Februar 2013
Nein, dieser Mann KONNTE kein US-Präsident werden, noch nicht mal eine Aufstellung zum Kandidaten hat er "geschafft". Er wäre viel zu gefährlich oder zumindest extrem unbequem für die herrschende Schattenregierung geworden mit seiner Forderung: "End the Fed!"

Schon Kennedy wollte diese private Zentralbank seinerzeit eliminieren und die Amerikaner und die ganze Welt damit von weiteren Schulden, Kriegen und Armut befreien und zu einer wirklich echten Währung gelangen, die den Amerikanern gehört und für die sie nicht pausenlos Zinsen zahlen müssen (für Geld und Kredit, welches aus dem Nichts geschöpft wird!) - was es ihm gebracht hat, wissen wir...

Ron Paul ist es zu verdanken, daß mit diesem Buch einmal jemand ganz gezielt und schonungslos den Schleier von der Fed gezogen und sie und ihre Machenschaften ins Rampenlicht gezogen hat. Angefangen bei der rechtswidrigen Gründung am 23.12.(!)1913, als von über 40 Abgeordneten nur 3 anwesend waren, da sich die übrigen bereits im Weihnachtsurlaub befanden und diese 3 dann die Fed "genehmigten" bis zum heutigen Schlamassel, der nach 100 Jahren bewußter (!) Mißwirtschaft die ganze Welt an den Rand des Abgrunds gebracht hat beleuchtet er die traurige Thematik von allen Seiten. Auch mehrere Gespräche zwischen ihm und Alan Greenspan (Fed-Vorsitzender von 1987-2006) sowie Ben Bernanke (sein Nachfolger) erhellen die dramatische Situation und werfen ein bezeichnendes Licht auf diese beiden Männer als auch die irregulären Machenschaften dieser Instution. Sie hat keine Legitimierung durch den Kongress, wird noch nicht mal von ihm kontrolliert und hat keine Möglichkeit, sie zu prüfen. Die Fed ist ein Alptraum für die Menschen, der über allen thront - selbstherrlich, arrogant, korrupt und widerrechtlich.

Das Buch ist erfreulich kurz gehalten (172 Seiten), aber voll mit wichtigen Informationen, die uns ALLE angehen, nicht nur die Amerikaner. Es gibt in den einzelnen Kapiteln viele Abschnitte, so daß es sich gut und flüssig lesen läßt.

Man braucht kein Wirtschaftsstudium, um die Welt zu verstehen: Dieses Buch sowie "Bekenntnisse eines Economic Hit Man" und "Mit der Ölwaffe zur Weltmacht" reichen vollkommen aus! Dann kann einem kein Dozent im Hörsaal mehr etwas erzählen oder man beginnt laut zu lachen - leider!
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Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Ron Paul hat mit diesem Buch ein ganz persönliches Bekenntnis zu den "Ideen der Freiheit" veröffentlicht.

Ron Paul ist im amerikanischen Kongress als Dr. No bekannt, bewundert und gefürchtet gewesen, weil er konsequent gegen jede Gesetzesinitiative stimmte, die seiner Ansicht nach gegen die US-Verfassung verstieß.
Beliebt war und ist er deswegen bei denjenigen, die sich der Freiheit verpflichtet fühlen.
Gefürchtet wurde Ron Paul dagegen bei den Etatisten jedweder Couleur.

Ron Paul schildert in diesem Buch, wie er durch Selber-Bilden, nämlich dem Studium der Werke der "Österreichischen Schule der Ökonomie", schließlich zu dem Schluss gekommen ist, dass
-> das "staatlich dirigierte Geldmonopol" verhängnisvoll für die Menschen ist – außer natürlich für die Clique der Regierungspolitiker und der mit diesen verbündeten Interessengruppen;
-> dieses Geldmonopol im Zusammenspiel mit dem sog. Teilreservebanksystem das konjunkturelle Auf und Ab maßgeblich verursacht;
-> die Krisen und Verwerfungen in Wirtschaft und Gesellschaft staatlich verursacht sind;
-> diese staatlich verursachten Kalamitäten zum Vorteil der Regierung und ihrer Verbündeten genutzt werden, um eine Umverteilung des Wohlstandes von unten nach oben zu vollziehen;
-> die Regierungen diese staatlich verursachten Krisen nutzen, um immer mehr Macht zu Lasten der "Freiheitsgrade des einzelnen Bürgers" an sich ziehen;
-> usw., usf.!

Die Schilderungen der Duelle, die sich der Kongressmann Ron Paul mit Alan Greenspan oder Ben Shalom Bernanke, Greenspans Nachfolger als FED-Chef, in den Sitzungen der Kongressausschüsse lieferte, zeigen den authentischen Ron Paul.

Eines ist nach der Lektüre des Buches eindeutig und klar:
- Für Ron Paul ist das Federal Reserve System – also das staatliche Zentral-/Notenbanksystem mit angeschlossenem Teilreserve-Banken-Kartell – der Fehler an und für sich: Nicht die falschen Personen sind an der Spitze der FED, sondern das ganze Modell der FED ist der Fehler.
- Die Alternative sieht Ron Paul in einem reinen privaten Bankwesen; einem Bankwesen, dass am freien Markt bestehen muss und wo der einzelne Banker die Verantwortung für sein Handeln trägt; und Verantwortung heißt eben auch, dass der Banker für seine Handlungen die Haftung trägt – und nicht, wie im FED-System, der Steuerzahler.

Ron Paul gibt den Lesern auch eine Literaturliste zum Selberbilden an die Hand. Auch darin spiegelt sich die Hoffnung Ron Pauls, dass die Masse so gebildeter Menschen das System durchblicken und mit Wut im Bauch die Akteure und die Profiteure des jetzigen System friedlich entmachten, um diese dann – bildlich gesprochen – "in die Wüste zu schicken".
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am 23. Mai 2016
Ich habe das Buch verschlungen! Nicht, weil es bereichernd ist, sondern auf der Suche nach Aussagekraft und in der Hoffnung, dass auf der nächsten Seite mal die Post abgeht. Aber nein. Tiefere Gewässer werden hier nicht erforscht und dokumentiert. Obwohl ich dem Autor gegenüber positiv aufgeschlossen bin, muss ich nun sagen, dass ich froh bin, ihn nicht in der Rolle des US-amerikanischen Präsidenten zu sehen. Warum? Weil ich immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben habe, dass schließlich doch jemand als wirklich fähiger, kluger und empathischer Mensch an die Macht dieser Weltnation kommt.
Das Buch lebt von Wiederholungen. Dies ist so auffällig, dass man meinen könnte, der Autor verfügt eben nicht über seine selbst behauptete umfangreiche Kenntnis wirtschaftlicher Abläufe. Vielmehr scheint es, dass das Werk auf Stammtischparolen der Goldvertreter als Allheilmittel der wirtschaftlichen Gesundung weltweit basiert. Das ist mir zu eindimensional. Auch der blinde Glaube an den heilenden, positiven Effekt des absolut freien Marktes scheint mir gefährlich und wurde in der Geschichte immer wieder als Ideologie missbraucht.

Kausalitätsketten werden hier nicht sauber aufgebaut, zumindest nicht fundiert genug. Es werden Stücke aus dem Gesamtkomplex einer Volkswirtschaft herausgerissen, ständig wiederholt (unglaublich!) - ein Fundament fehlt allerdings, außer Anführungen aus der Theorie der Österreichischen Schule und deren "richtigen" Prognosen. Die unabdingbare philosophische Grundlage zur Herleitung und Stützung dieser Theorie ist nicht einmal ansatzweise vom Autor berührt worden. Stattdessen erzählt er aus seiner puritanisch geprägten Kindheit und seiner Liebe zum Gold. Man könnte sagen, wenn auch vielleicht die Absicht des Autors durchaus gut ist, ist die Umsetzung in der Argumentation eher lieblos. Die in den Rezensionen vielgepriesenen Geschichten aus dem Nähkästchen sind ein total unspektakuläres Geplänkel. Dass Politiker in wirtschaftlich wichtigen Positionen (auch in Ausschüssen) keine Ahnung haben, muss jedem Leser schon vorher bekannt gewesen sein - und zeigt eben auch, dass das Thema komplex sein kann und deshalb, nein, weil es immer wieder venebelt wird. Auf genau diesen Zug springt aber der Autor auf und glänzt mit unzureichender Argumentation: Dass die Geldschöpfung aus dem Nichts (=Bilanzverlängerung der Banken) nach gesundem (!!!) Menschenverstand nicht gut sein kann und oben drauf diese Macht sich noch in den Händen einer Elite befindet, ist gar nicht gut -diesen Umstand recherchiert der interessierte Leser aber besser aus anderen Quellen. Dass die Allokation und Verteilung von Ressourcen/Kapital innerhalb der Volkswirtschaft problematisch ist und als Konsequenz die Mittelschicht wegbricht - alles bekannt.

Ich höre hier auf. Es wird sonst zu lang und ich rege mich nur auf. Nur soviel: Nichts Neues, keine Tiefe und vor allem keine Brillanz in der Argumentation. Man merkt zudem, dass dem Autor jede operative Erfahrung aus der Wirtschaft / Management fehlt, denn sonst wüsste er, dass es auch im freien Markt perverse Verwerfungen gibt, die auf Machtkonzentrationen beruhen. Und dies hat etwas mit Kapital zu tun. Der absolut freie Markt existiert nur in der Theorie. Jedoch: Alle hier kritisierten Zustände werden vom Autor zu Recht kritisiert. Wenigstens etwas. Mein Fazit: lieblos und unzureichend.
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am 16. Mai 2010
Die Inhaber und Entscheidungsträger der amerikanischen Bundesbank sind:

Rothschild Bank of London
Warburg Bank of Hamburg
Rothschild Bank of Berlin
Lehman Brothers of New York
Lazard Brothers of Paris
Kuhn Loeb Bank of New York
Israel Moses Seif Bank of Italy
Goldman Sachs of New York
Warburg Bank of Amsterdam
Chase Manhattan Bank (Rockefeller) of New York

Kurz nach der Jahrhundertwende hat man dem damaligen Präsidenten den Vorschlag gemacht, die FED zu gründen: eine unabhängige Institution, die für die USA das Geld druckt und natürlich auch Finanzgeschäfte tätigt. Sozusagen eine Unabhängigkeit von der immer wechselnden amerikanischen Regierung. Stabilität, Neutalität usw wurden garantiert.

Die obige Liste zeigt auf, wer an der FED beteiligt ist resp. wem diese gehört. Und es darf wohl niemanden erstaunen, dass hier fremde, manche mögen sagen "ausländische", Institute für die Weltwährung DOLLAR verantwortlich sind.

RON PAUL analysiert die Struktur der FED und begründet seine Forderung nachhaltig. Er zeigt sogar Wege auf, wie dies umzusetzen wäre...

Der letzte Versuch, die amerikanische Währung in die Hand Amerikas zu legen, wurde vom damaligen Präsidenten "JFK" unternommen. Das entsprechende Gesetz war fix und fertig und die "neuen" Dollarnoten wurden schon testweise gedruckt.
Aber wir wissen ja, wie es deshalb um ihn geschehen ist...

In Zeiten, in denen wir uns alle wg der "Weltwirtschaftskrise" die Haare raufen, sollten endlich die wahren Schuldigen gefunden und unschädlich gemacht werden. Die FED, bzw deren "Eigentümer" mit ihrer globalen "Finanzmacht" gehören definitiv dazu. Also weg damit.

5 Sterne :-)
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am 17. April 2011
Dieses Buch ist für jeden freiheitsliebenden Bürger, sehr empfehlenswert, doch
besonders für die Sozialismus/Geldsystemkritischen interessant, da man mehr über die
Arbeitsweise der Federal Reserve und deren politischen Verstrickungen erfährt.

Der Autor ist US-Politiker, aber nicht irgendeiner, dieser will die FED abschaffen und die
freie Münzprägung wieder einführen, kurz: eine Entstaatlichung des Geldwesens. Also ein echter
libertärer, der die Rolle des Staates aus der "austrian perspective" sieht.
In diesem Buch erfährt man Dinge von der Front des politischen Kampfes gegen die
kollektivistischen Vorstellungen der Geldpolitik, die die FED und ihre mafiösen Strukturen
entstehen ließen, und für ein freies und faires, dezentrales Marktgeld, welches der
einzige Weg zu langanhaltendem gesellschaftlichen Wohlstand ist.

Mit zunehmender wirtschaftlicher Schieflage der USA bekommt die FED immer mehr Macht
in Form von Sonderbefugnissen, zudem werden dessen Absichten und Geschäftspartner immer
weniger ersichtlich. Das Federal Reserve Board und zwei weitere Gremien überwachen und
steuern die FED, sind aber selbst nicht verpflichtet der Öffentlichkeit, und auch nicht
dem Kongress(!), irgendwelche Einblicke in ihre Tätigkeiten zu geben.
Das ist für ein freies Land untragbar, zumal die Verfassung die Verwendung von
Papiergeld eigentlich nicht vorsieht, indem sie den Staaten nur Silber- und Goldmünzen
als gesetzliches Zahlungsmittel vorschreibt.

Das Buch sollte aber nicht als Einführung in die Österreichische Schule der Ökonomie,
oder die Vorteile der Edelmetallwährung verstanden werden. Dafür eignen sich Bücher wie
"Geldsozialismus" von Roland Baader,
"Das Schein-Geld-System" von Murray Newton Rothbard, oder wer es ganz genau wissen will:
"Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel" von Ludwig von Mises eher.
Es ist zum einen ein Zustandsprotokoll der momentanen politischen Lage betreffend der USA
und ihre Geldpolitik. Aber auch der Werdegang Ron Pauls und ein paar legendäre Diskussionen
mit verschiedenen Zentralbankchefs wie Greenspan oder Bernanke. Am Ende schildert er mögliche
Schritte für einen Ausweg aus der verfahrenen Situation.

Es gibt Grund zur Hoffnung für die Libertären, in Amerika und dem Rest der Welt, da
sich die Zahl ihrer Anhänger stetig vermehrt. Der Autor schreibt aber auch, dass vom
obersten Gerichtshof nicht zu erwarten ist, sich bei einer etwaigen Verhandlung gegen die
FED und zugunsten der Freiheit und der Verfassung zu stellen. Vielmehr müssen sich die
Bürger erheben und Druck auf den Kongress ausüben, welcher sich, nach der Ansicht Ron Pauls,
beugen würde, da dieser im Grunde nicht korrupt, sondern überwiegend einfach nur
unwissend oder zu manipuliert von der Hochfinanzwelt und der FED und ihre irrigen
Vorstellungen von einer kontrollierten Marktwirtschaft ist.
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