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am 28. Februar 2012
Inhalt:

Im Jahr 2025 hat eine gewaltige Flutkatastrophe große Teile im Norden Deutschlands zerstört. Übrig blieben Hamburg und Lübeck, die sich aus der Not heraus zu einer Megacity zusammen schlossen. Hanseapolis war geboren. Fluggleiter und riesige Wolkenkratzer beherrschen das Stadtbild, technische Errungenschaften dominieren das tägliche Leben, Luft und Wasser sind verpestet und außerhalb der Stadt entwickelte sich eine undurchdringliche, gefährliche Vegetation.

Hanseapolis im Jahre 2066:
Dem Frischling im Morddezernat, genannt Sektion 3, Detektive Louann Marino und ihrem undurchsichtigen Partner Elias Kosloff wird ein grausamer Mord zugeteilt. Eine junge Panamerikanerin liegt zerfleischt in den Sümpfen vor der Stadt. Die Ermittlungen führen das ungleiche Ermittlerpaar in die Tiefen unterhalb der glänzenden Millionenstadt, in einen Morast des Verbrechens'

Kritik:

Der Debütroman von Miriam Pharo ist sicher kein alltäglicher Krimi/Thriller. Allein die Kulisse der Stadt, die die Autorin fantasievoll und detailliert zeichnet, ist nichts, was man von der gängigen Krimiliteratur gewöhnt ist. Dazu kommen ungewöhnliche Fortbewegungsmittel, merkwürdige Alltagsrituale und vor allem eine hoch technisierte Polizei.
Trotz der unglaublichen Maschinen kann aber nicht die gesamte Ermittlungsarbeit von Robotern übernommen werden. Und hier kommen die Protagonisten ins Spiel. Louann Marino, eine hübsche, intelligente, hin und wieder an sich zweifelnde Polizistin, wird frisch in die Sektion 3 von Hanseapolis, die Mordkomission versetzt. Ihr Partner, Elias Kosloff, ein mürrischer, geheimnisumwitterter Einzelgänger ist davon alles andere als begeistert und zeigt das auch sehr deutlich. Trotzdem wirken beide Charaktere sympathisch, ihre Handlungen sind nachvollziehbar, wenngleich manchmal erschreckend. Gerade die Spannung zwischen den Protagonisten verleiht dem Buch eine ganz eigene Dynamik. Dies wirkt sich auch sehr positiv auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen der Ermittlungsarbeit und den technischen Details der futuristischen Welt aus.
Besonders gut gefallen haben mir die so genannten 'Info Breaks', in kleinen Kästen vom Fließtext abgesetzte Kurzinformationen, zu unbekannten Ausdrücken oder Techniken, die man bei Bedarf aber auch überspringen und erst später nachlesen konnte. So wurde die Handlung nicht durch weit schweifende Erklärungen gestört.
Sprachlich überzeugend, entführt die Autorin den Leser in die neuzeitliche Industrie Metropole und überrascht durch unerwartete Wendungen und immer neue Ideen. Das Ende des Buches macht (nicht nur) Lust auf mehr, man muss einfach weiter lesen.
An manchen Stellen hätte ich mir zwar ausführlichere Erläuterungen gewünscht, aber dennoch ist das Buch gut verständlich geschrieben. Die Vielzahl der ungewohnten Bezeichnungen verwirrt, entgegen meiner Befürchtungen, nicht. Und falls man sich doch einmal unsicher sein sollte, ist im Anhang ein hilfreiche Glossar beigefügt.

Fazit:

Zu Anfang war ich skeptisch, ob mir der Roman gefallen würde. 'Zukunftsphantasien' sind normalerweise nicht meine literarische Spielwiese. In diesem Fall wurde ich aber mehr als positiv überrascht. 'Schlangenfutter' ist ein spannender Krimi, vor futuristischer Kulisse, der neben den genannten positiven Aspekten auch durch seinen Ideenreichtum besticht. Prädikat: Unbedingt lesen.
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am 24. Januar 2015
Spannender Krimi in der Zukunft im noch erkennbaren aber ziemlich grusligen Hamburg. Durch die Schilderung wurde die Stadt und die Umgebung sehr gut dargestellt, auch die Zukunftselemente und die Sprache waren für mich plausibel. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, wenn ich manchmal auch grob überlesen habe, wenn es m ir zu gruslig wurde, aber das mache ich in anderen Krimis auch ... Die Infobox finde ich gut, aber von der Schrift her waren sie auf dm Kindle nur sehr schwer zu lesen. Fazit: Sehr empfehlenswert. Und das Ermittlerduo mochte ich auch.
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am 18. Dezember 2013
Ich hatte nicht erwartet, dass ich am Ende des Buches so neugierig auf den zweiten teil sein würde! Die Autorin hat wirklich viel Fantasie und man fühlt sich mitten im Geschehen. Gut, dass die Zukunft noch nicht entschieden ist. Denn so würde ich sie nicht haben wollen. Tolles Buch!
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am 29. September 2010
Wir schreiben das Jahr 2066. Die einstigen Hansestädte im Norden Deutschlands existieren nicht mehr. Hamburg ist zu Hanseapolis geworden - eine Megacity mit über 20 Millionen Einwohnern, die niemals schläft. Louann Marino, vor kurzem zum Morddezernat von Hanseapolis versetzt, untersucht zusammen mit ihrem neuen Partner Elias Kosloff den Mord an einer jungen Frau. Die Spuren führen sie in die Abgründe von Hanseapolis...

Miriam Pharo ist die Mischung eines spannenden Krimis mit einem ungleichen Ermittler-Duo, das in der Zukunft spielt, wahrlich gelungen. Luann Marino ist nach sieben Jahren Polizeidienst die Neue im Morddezernat. Elias Kosloff hingegen ist einer der besten Ermittler, die das Morddezernat zu bieten hat. Außerdem gehört er einer Elite an, um die sich geheimnisvolle Gerüchte ranken. Und er ist partout nicht erfreut, eine Partnerin zu bekommen, die ihm vielleicht in die Quere kommen könnte. Trotzdem verbindet die beiden ihr Tatendrang, den Fall zu lösen. Sie wollen den Mörder der jungen Frau unbedingt zur Strecke bringen. Dies schweißt sie unweigerlich zusammen.

Die Geschichte liest sich, sobald man sich eingelesen hat, sehr flüssig und ist geprägt von kurzen Sätzen, ohne viel ausschmücken zu wollen. Dies verhilft einem dazu, sich die Szenen klar und deutlich vor Augen zu führen. Es wirkt fast so, als befände man sich mitten drin. Einziges Manko dabei ist, dass die Charaktere zum Teil kühl und distanziert rüberkommen. Spannend bleibt die Geschichte aber allemal.
Futuristische Begriffe werden nicht nur im Laufe der Handlung durch kleine Info-Tafeln erklärt, sondern können auch im Glossar nachgeschlagen werden. Zudem gibt es auch einige nette Illustrationen als kleine Beigabe, so dass sich der Leser alles noch viel besser vorstellen kann und der Einstieg nicht allzu schwer fällt. Einzig die fett-kursiv geschriebenen Zeilen wirkten etwas störend. Denn mir war nicht immer ersichtlich, ob es nun ein innerer Monolog, Gedanke oder schlichtweg als Aufhänger dienen sollte.

"Sektion 3 | Hanseapolis - Schlangenfutter" ist der Auftakt eines Zweiteilers und besteht aus den Episoden "Das rote Pendel" und "Das Attentat". Der Auftakt ist wahrlich gelungen und endet mit einem raffiniertem Cliffhanger, so dass man es kaum erwarten kann, den nächsten Band in die Hände zu bekommen. Ich bin gespannt, wie es weiter geht...
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am 16. Mai 2012
"'Schlangenfutter'" ist der erste Band der Reihe von Miriam Pharo (Acabus), der in der düsteren, gefährlichen Megacity spielt, die sich nach einigen Naturkatastrophen und Kriegen in Deutschlands Norden gebildet hat. Richtig gut gelungen ist die Darstellung der Lebensumstände in Hanseapolis: Sie sind (leider) gut vorstellbar, in ihren Ursachen immer glaubwürdig und bieten einen tollen Rahmen für eine spannende und gut durchdachte Kriminalgeschichte. Miriam Pharo spart nicht an blutigen Details und formuliert nichts durch die Blume, sondern bleibt immer in einer knappen, präzisen Sprache, was die Szenen noch grausiger und ekliger erscheinen lässt.
Störend in der so flüssig geschriebenen Handlung sind die vielen Anglizismen, die in Sätzen wie "'Teil uns doch irgendeinen Case zu."' einfach nicht passen - schon gar nicht in einem deutschen Krimi. Die "'Info-Boxen"' sind zwar eine nette Idee, damit man nicht im Glossar die futuristischen Begriffe nachschlagen muss, reißen aber jedes Mal aus dem Lesefluss, was an besonders spannenden Stellen ärgerlich ist.
Die Protagonisten sind gut gewählt: Louann ist ein offenes Buch, sie hält mit ihren Gefühlen nicht hinter dem Berg und kann dabei aber immer wieder überraschen. Kosloff ist dagegen der verschlossene, grummelige Kerl mit einer Menge Geheimnisse, über die man hoffentlich in den Folgebänden mehr erfährt, vor allem über die Onyx-Schlange auf seinem Arm und die dazu gehörige Geheimorganisation. Ansonsten kommen Personen, gehen Personen und immer noch weiß man nicht, wo das Ganze denn hinführen wird - perfekt für einen Krimi!

Fazit: Spannender SciFi-Krimi aus Deutschland, der in einer zukünftigen Welt spielt, wie man sie sich gut vorstellen kann, aber niemals selber erleben mag. Mit starken Charakteren, eklig und präzise beschriebenem Grauen und einem richtig gemeinen Ende, das für Band zwei eine arg große Menge loser Fäden übrig lässt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. September 2010
Im Jahr 2066 ist aus den großen nordischen Städten nach verschiedensten Überschwemmungen Hanseapolis geworden, aus der Umgebung ist eine riesige Industriezone geworden und Millionen von Einwohnern leben in einer multimedialen Welt voller moderner Möglichkeiten - die nicht immer nur positive Auswirkungen haben. Inmitten dieser glänzenden Fassade arbeitet die junge und motivierte Polizistin Louann Marino, die gerade erst in einen neuen Bezirk in der Sektion 3 versetzt wurde. Zusammen mit dem ebenfalls neuen Kollegen Elias Kosloff muss sie in einem Mordfall ermitteln: eine Frau wurde vor der Stadt brutal hingerichet - die ersten Ermittlungen deuten auf einen Zuhälterring hin. Doch die beiden wissen noch nicht mit wem sie sich da anlegen - zum Glück, denn dieser Fall wird sich tödlich & explosiv entwickeln und die wahren Täter arbeiten dort, wo man sie am wenigsten erhofft und vermutet....

Dieser Science-Fiction-Roman war samt Autorin ein wirklicher Geheimtipp und ich bin froh, beide entdeckt zu haben. Miriam Pharo hat eine tolle Zukunftsvision mit sehr realistischen Möglichkeiten entwickelt, dazu ein spannender Plot mit ernst zu nehmenden Charakteren - mehr braucht es für mein Lesevergnügen nicht und die tolle Gestaltung gibt mir dann den Rest: zwischen den einzelnen Kapiteln sind immer sogenannte "Info Breaks" zu finden, die Zusatzinfos geben, ausserdem erklärende Zeichnungen und Bilder, für mich eine perfekte Ergänzung zum Text. Leider gab es aber einen Stern Abzug weil das Buch nicht gut gebunden und die Qualität der Drucke sehr verbesserungswürdig ist. Die restlichen vier Sterne gebe ich gern und von Herzen - lesenswert Frau Pharo, bitte her mit dem zweiten Band!
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am 28. Februar 2012
Inhalt:
Die einst blühenden Hansestädte wurden von einer riesigen Sturmflut zerstört. Hamburg entwickelte sich seitdem zu einer Megacity namens Hanseapolis, die über 20 Millionen Einwohner hat.
Eines Tages wird im Sumpf eine verstümmelte Frauenleiche gefunden. Der Fall wird Detective Marino, die gerade erst zum Morddezernat in Hanseapolis versetzt wurde, und ihrem Partner Elias Kosloff zugeteilt und führt die beiden tief ins Gebiet skrupelloser Verbrecherbanden.

Eindruck:
Was mich von "Schlangenfutter" von Anfang an faszinierte, war der Genremix aus Science-Fiction-Roman und Thriller. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie die Autorin Miriam Pharo diese Genres miteinander verbunden hat. Ihre Beschreibung der zukünftigen Welt hat mir dann auch sehr gut gefallen: Die Skizzierung von Hamburg als Megacity, neuer Technologien, Ansichten und Lebensweisen, das alles wurde glaubwürdig dargestellt. Was mich allerdings zum Ende des Buches hin immer mehr störte, waren die sogenannten "Info Breaks": Eingeschobene Texte, die in Form von Lexikoneinträgen diverse Technologien erklärten. Im Haupttext selbst hätten sie mir wesentlich besser gefallen. Aber so haben sie meinen Lesefluss erheblich gestört und wirkten auf mich eher deplatziert.
Der eigentliche Kriminalfall konnte mich nicht vollkommen überzeugen. Meines Erachtens verliefen die Ermittlungen etwas zu flott und die Entwicklungen erschienen teilweise konstruiert. Generell war mir das Buch auch einfach zu actiongeladen. Aber sowas ist ja bekanntlich Geschmackssache.
Zu den Charakteren: Der Klappentext verspricht den Lesern zwar "glaubwürdige Charaktere". Das kann ich allerdings nicht bestätigen. Marino und Kosloff fand ich etwas blass und stereotyp. Kosloff: Der harte Cop mit einem gebrochenen Herzen, Marino: Der intelligente, aber naive und weichherzige weibliche Part.
Eingeschobene Gedankenfetzen wie "Die Aktion kann uns den Kopf kosten!" und "Wir kriegen das Schwein!", die vom restlichen Text besonders hervorgehoben wurden, wirkten auf mich auch befremdlich, sollten aber wohl zur Glaubwürdigkeit der Charaktere beitragen.

Fazit:
Somit konnten mich weder der Kriminalfall, noch die Charaktere und der Sprachstil vollkommen überzeugen. Die Ausarbeitung der SciFi-Welt fand ich hingegen genial. Da der erste Teil mit einem gemeinen Cliffhanger endet, möchte ich auch den zweiten Teil lesen um zu erfahren, wie sich alles auflösen wird.
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am 4. September 2011
Aus dem "Yahoogle Investigation Network":

"Das Healthcare Security System (HCS) ist eine sensorische Überwachungsanlage, die den Kreislauf und die Herzaktivitäten des Schlafenden überwacht, sowie Puls, Atmung und Körperbewegungen. Sobald lebensgefährliche Unregelmäßigkeiten auftreten, wird ein Notfallteam informiert. Sofern der Patient das teure Premium Care gebucht hat, trifft der Notarzt innerhalb von drei Minuten ein. Bei Standard Care Patienten kann das bis zu einer Stunde dauern."

Das ist Hanseapolis, irgendwie surreal, aber irgendwie doch gar nicht so abwegig.

Nachdem eine 30 Meter hohe Freak Wave halb Norddeutschland unter sich begraben hatte, haben sich die Stadt Lübeck und Hamburg beim Wiederaufbau zusammengeschlossen und "Hanseapolis" geschaffen.

"Er liebte diese Stadt. Ganz besonders nachts, wenn sie zur bunten Lichtgestalt wurde: ein Meer aus pixeligen Türmen, die mit ihren fluoreszierenden Lande-Plattformen wie überdimensionale Pilze aussahen. Jeder Lichtpixel ein menschliches Schicksal..."

Im Jahre 2066 hat Hanseapolis mehr als 20 Millionen Einwohner. (Ein Vergleich dazu: New York City hat gerade mal ca. 8 Millionen Einwohner - der ganze Ballungsraum um New York ca. 18 Millionen)

Einer dieser Einwohner, wird eines Tages Tod im Sumpf aufgefunden. Ein Fall für Louann, neu in Sektion 3: Morddezernat, und alteingesessener Detective Elias Kosloff.

"Angst bringt den Menschen dazu, das Richtige zu tun."

Beide zusammen sind das sympathischste Tatort Team das ich bis jetzt erlebt habe. Beide könnten verschiedener nicht sein. Elias, der gerne auch erst mal den Zeugen mit der Faust ins Gesicht springt, und Louann, die es erstmal auf die sanfte Tour versucht, bevor sie dann aber doch auch mal zur Löwin werden kann.

Miriam Pharo hat ihre ganzen Charaktere, und dabei die Hauptkommisare genauso wie die kleinen Nebenrollen, mit so viel Liebe und Detail ausgestattet, dass man von jedem auch nachdem man das Buch zugeschlagen hat, noch ein sehr lebhaftes Bild im Kopf hat.
Auch ihre Beschreibungen von der Stadt, von den Menschen darin, von den ganzen Zukunftserfindungen (die man Science Fiction zuordnen würde, wenn es sich alles nicht so real und "machbar" anhören würde), macht richtig Lust auf mehr. Auch die Skizzen und Bilder, die ab und zu in die Geschichte eingewoben sind, fand ich eine sehr tolle Idee, und machen das "Erlebnis Hanseapolis" noch realer.

Und auch der Krimi, bzw. der Thriller um die Tote aus dem Sumpf wird richtig spannend erzählt, und was ein Totes Mädchen in einer Stadt wie Hanseapolis alles lostreten kann, ist fast unfassbar. Da gibt es geheime Bruderschaften, ein unter Verschluss gehaltenes X-Team, eine große Explosion mit mehrere tausend Toten... alles und mehr was ein richtig guter Krimi braucht.

Leider wird am Ende noch nicht alles aufgelöst, sodass ich mir so schnell wie möglich den zweiten Teil kaufen werde. :)

Als Fazit kann ich Hanseapolis jedem Krimiliebhaber empfehlen, und auch jedem, dem das Bild einer Zukunftstadt mit Gleitern und Restaurants bei denen man sich während dem Essen sportlich betätigen muss und Kommunikatoren in der Hornhaut, Vorfreude darauf macht, was uns die Zukunft so alles bringen könnte.
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am 11. Dezember 2011
Vorneweg ich bin keine Science Fiktion Leserin, also die falsche Leserzielgruppe. Das Buch habe ich gelesen, weil ich Miriam Pharo bei der Diskussion auf der Frankfurter Buchmesse 2011 so interessant fand. Das Video findet ihr auf meiner Webseite. Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Temporeich erzählt, Abwechslungreich geschrieben und mit Wendungen die das Buch spannend machen. Die Verbrechen sind ekelig, aber da lese ich schnell drüber. Die Art wie sie in die Welt einführt ist geschickt gewählt. Worauf ich bei Büchern den meisten Wert lege sind gut Charaktere und das ist ihr wirklich gelungen. Endlich mal wieder Charaktere mit Ecken, Kanten und Tiefe.
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"Schlangenfutter" ist der erste Band von Zweien aus der "Sektion 3 | Hanseapolis"-Reihe. Die Autorin Miriam Pharo hat einen vielschichtigen Science Fiction-Thriller erschaffen, der im Norden Deutschlands spielt. Hanseapolis ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Städten, der entstanden ist, nachdem das Land bis knapp vor Hamburg überflutet wurde. Die Zukunftsvision, die die Autorin beschreibt, ist voll von Hochhäusern, der totalen Vernetzung und jeder Menge hypermoderner Technik. Auf der einen Seite fällt es schwer zu glauben, dass all das real sein könnte, andererseits stellen viele Sachen eine reine Fortentwicklung aktueller Errungenschaften dar und wirken dadurch glaubwürdig.

Die Geschichte, die Miriam Pharo erzählt, ist extrem vielschichtig. Sie beschreibt aus der Sicht von immer verschiedenen Personen, was gerade geschieht, konzentriert sich aber weitestgehend auf Louann und Elias. Dabei ist es besonders interessant mitzuerleben, wie die beiden sich gegenseitig wahrnehmen und was sie von dem jeweils anderen halten. Viel Zeit, um über das Zwischenmenschliche nachzudenken, bleibt jedoch nicht, denn die Geschichte schreitet in rasantem Tempo voran, führt einen zu unerwarteten Orten und gibt einem immer wieder neue Details zu entdecken. Dabei bleibt es zu jeder Zeit spannend und man wird immer tiefer in das Netz aus Intrigen und Heimlichkeit hineingezogen, das die Autorin gesponnen hat.

Einen besonderen Reiz übt das Buch durch seine kleinen Extras aus. So gibt es einige am Computer entstandene Grafiken, die Teile des Beschriebenen zeigen, so wie es sich Miriam Pharo vorgestellt hat. Außerdem stößt man im Laufe der Geschichte immer wieder auf den so genannten "Info Break". Dabei handelt es sich um kleine "Computer-Fenster", die dem Leser in kurzen Worten Fachwissen zur zukünftigen Welt vermitteln. Diese stammen übrigens vom Dienst Yahoogle ' ein gelungenes Wortspiel.

Wichtig ist zu wissen, dass der erste und zweite Band unbedingt zusammen gelesen werden sollten. Warum die Geschichte entzwei gerissen wurde, ist nicht unbedingt ersichtlich, denn "Schlangenfutter" und "Schattenspiele" sind unabhängig voneinander nicht zu verstehen, gerade weil der erste Band mit einem absoluten und mutigen Cliffhanger endet.

Extrem spannende Science Fiction aus Deutschland, die auch in Deutschland spielt, das bekommt nicht allzu häufig geboten und erst recht nicht in dieser hochwertigen Qualität!
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