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am 11. März 2011
"Welche der Geschichten, die Sie mir erzählt haben, waren wirklich wahr und welche waren gelogen?"
"Mein guter Doktor, sie sind alle wahr..."
"Auch die Lügen?"
"Ganz besonders die Lügen."

Mit diesem Zitat beginnt der Roman von Garak-Darsteller Andrew J. Robinson. In diesem Buch schreibt Garak in Briefen und Berichten an seinen Freund Julian Bashir. Garak ist nach dem Dominion-Krieg auf Cardassia und arbeitet am Wiederaufbau. Er berichtet Dr. Bashir von den Fortschritten und er erzählt ihm von seinem Leben auf Cardassia vor dem Exil und dem Krieg.

Der Roman ist absolut mitreißend! Ich habe Garak bereits in der Serie geliebt. Er hatte die beste Rolle, die besten Texte und der Darsteller hat seine Rolle mehr als gelebt. Der Roman trifft genau diesen Ton. Die Art und Weise wie Garak spricht findet sich in jeder Zeile wieder.

Robinsons Roman erzählt abwechselnd von der Kindheit und Jugend Garaks und von den Schwierigkeiten und der Verzweiflung, die ihm beim Wiederaufbau begegnen. Zwischendurch streut er immer wieder kleine Erlebnisse aus der Zeit seines Exils aus seiner Sicht ein. Dabei wird deutlich, wie stark sich die cardassianischen Ansichten von denen aller anderen Unterscheiden. Faszinierend! Mitreißend! Fesselnd!

Im Anhang des Romans ist ein Essay von Julian Wangler zu finden, welches sich mit der cardassianischen Kultur beschäftigt. Daumen hoch!
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Als "Deep Space Nine" erstmals im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, hatte ich als zunächst meine Schwierigkeiten mit der neuen Serie. Zu sehr unterschied sich das düstere Ambiente von der vergleichsweise familiären Atmosphäre in TNG und TOS. Es dauerte bis weit in die dritte Staffel hinein, bis ich mich mit der dritten Star Trek-Serie anfreunden konnte. Eine Figur mochte ich aber von Anfang an, nämlich Elim Garak! Der von Andrew J. Robinson hervorragend dargestellte Cardassianer ist ganz klar eine der interessantesten und facettenreichsten Figuren im ganzen Star Trek-Universum und einer meiner absoluten Favoriten. Jahrelang fieberte ich der deutschen Veröffentlichung der Hintergrundgeschichte Garaks aus der Feder ebenjenes Andrew J. Robinson entgegen - und nun endlich ist es soweit!

Der Roman besteht aus Briefen, die Garak nach seiner Rückkehr nach Cardassia an Dr. Bashir schrieb. Dabei wechseln sich drei Zeitebenen ab: Zum einen erfahren wir, was Garak nach dem verheerenden Dominionkrieg auf seiner zerstörten Heimatwelt anstellt. Der zweite Handlungsstrang spielt zur Zeit der sechsten und siebten Staffel, kurz bevor sich Garak der Widerstandsbewegung gegen das Dominion anschließt. Den mit Abstand größten Raum nimmt jener Teil ein, den uns die Serie weitestgehend schuldig blieb: Garaks Vergangenheit. Hier erfahren wir über seine Kindheit, die jäh endet, als Elim für das renommierte Bamarren-Institut rekrutiert wird, seinen Aufstieg und Fall im Obsidianischen Orden, und wie es für ihn war, als er im Exil auf Terok Nor und dem späteren Deep Space Nine leben musste. Dabei wird schnell klar, dass Garaks Lebensgeschichte eigentlich eine sehr tragische ist: Vertrauen, dass nur allzuoft mit Verrat bestraft wurde, ein totalitäres Staatssystem, ein Vater, der sich nicht zu seinem Sohn bekannte und eine unerreichbare große Liebe - all diese Erlebnisse prägten Garak und formten einen zutiefst misstrauischen Charakter, der sein wahres Ich hinter einem dichten Netz aus Lügen und Halbwahrheiten verbag.

Alle Achtung! Andrew J. Robinson beweist mit seinem Debütroman eindrucksvoll, dass er nicht nur schauspielern und Regie führen kann, sondern auch noch ein begnadeter Autor in ihm steckt. Jedenfalls schafft es dieses Buch mühelos, die meisten Werke gestandener Star Trek-Romanautoren in den Schatten zu stellen. Meisterhaft verknüpft Robinson die drei gleichermaßen hochinteressanten Handlungsstränge zu einem schlüssigen, in sich runden Roman, der so komplex ist und hintergründig wie die Hauptfigur Garak selbst ist. Trotz des langsamen Tempos und den sehr sparsam eingesetzten Actionelementen kann man hier wunderbar in die Geschichte eintauchen und mitfiebern. Auffällig sind die vielen Anspielungen auf so ziemlich alle DS9- und TNG-Folgen, in denen Cardassianer mitwirkten, so dass es empfehlenswert ist, sich bestimmte Episoden nochmal anzusehen. Diese Anspielungen machen es für sporadische Star Trek-Zuschauer ziemlich schwer, die Handlung nachzuvollziehen, aber Kenner dürften ihre helle Freude daran haben.

Einen großen Reiz der Geschichte macht dabei zweifellos der Schauplatz Cardassia Prime selbst aus. Meines Wissens gab es nie zuvor einen Roman, der sich näher mit dem Hintergrund und der Kultur der Cardassianer beschäftigte. Machte Cardassia Prime in der Serie stets den Eindruck einer düsteren, ungastlichen Welt, so kann man beim Lesen dieses Romans gut nachvollziehen, warum Garak seinen Heimatplaneten allen Widrigkeitkeiten zum Trotz so sehr liebte.
In der Serie taten die Drehbuchautoren gut daran, Informationen über den geheimnisvollen Schneider nur in winzigen Häppchen herauszurücken, weshalb Garak bis zum Schluss rätselhaft blieb und für den Zuschauer schwer einzuschätzen war, weil man ihm im Prinzip alles zutrauen konnte. Klar wird er jetzt durch diesen Roman einem Großteil seiner Geheimnisse beraubt, die Frage ist nur: Ist das schlimm? Ich meine nein, denn mal ehrlich: Die Serie ist vorbei, und ich wollte endlich eine Antwort auf die vielen Fragen, die sich im Laufe der Zeit ansammelten. Auf den weiteren Lebensweg unseres Lieblingscardassianers bin ich nach wie vor sehr gespannt!

Ein kleiner Tipp noch: "Ein Stich zur rechten Zeit" ist ein Roman, der einigermaßen konzentriertes Lesen erfordert. Man sollte sich von Anfang an die Personen gut einprägen, die im Laufe der Handlung meist unter anderem Namen nochmal auftauchen werden - ein gutes Namensgedächtnis oder Notizen sind hier wirklich von Vorteil! Ich jedenfalls musste mehrere Male zurückblättern ("Wer war das nochmal?"), um meinem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen.
Auch die "Landkarte" am Anfang ist immer wieder mal einen Blick wert.

Ich gebe gern zu, dass der Roman bei mir den Garak-Bonus hat. Hinzu kommt, dass ich sowieso eine Schwäche für Star Trek-Romane habe, die reine One-Man-Shows sind und deren Handlung sich über einen langen Zeitraum hinzieht. Auf jeden Fall ist "Ein Stich zur rechten Zeit" ein sehr ungewöhnlicher Star Trek-Roman, und nicht nur durch die bei ST-Büchern sehr seltene Ich-Perspektive. Er besticht vor allem auch durch seine wunderbare, eloquente Sprache, so dass man immer das Gefühl hat, Garak reden zu hören.

Fazit: Besser kann ein Star Trek-Roman kaum sein! Ein faszinierender Hauptcharakter, eine verschachtelte, anspruchsvolle und sehr berührende Story, Sätze, die man sich am liebsten einrahmen würde und lang ersehnte Antworten auf offene Fragen - Herz, was willst du mehr? Daumen hoch für den bisher besten Roman aus dem Hause Cross Cult!
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am 23. Juni 2016
Wer den stets gut informierten und rätselhaften Cardasianischen Schneider auf der Station DeepSpace 9 mochte, wird dieses Buch ebenfalls lieben. In allen Erzählungen habe ich immer das Gefühl den Schauspieler, der seine Figur perfekt verkörpert hat, vor Augen zu haben.
Ein Hörbuch mit dem original Syncrhonsprecher fehlt noch *lach*

Zitat von Filmzitate.info
"Garak: "Lass dir eine Geschichte erzählen. Ich kannte einen Cardassianer. Einen jungen, gutaussehenden Mann mit einer vielversprechenden Karriere. Aber eines Tages, ohne dass er selbst einen Fehler gemacht hätte, befand er sich im Exil und war ganz allein und wusste nicht mehr wohin. Aber hat er deswegen aufgegeben? Nein. Er schmiedete einen brillanten Plan. Anstatt für den Rest seines Lebens zu fliehen, suchte er Schutz an einem sehr abgelegenen Ort, an dem er von niemandem vermutet wurde. In einer Hochburg der bis aufs Blut verhasstesten Feinde seines Volkes. Unter Fremden, die ihm feindselig gesinnt waren, baute er sich ein neues Leben auf, ohne Hilfe auf sich allein gestellt. Gegen alle widrigen Umstände und gegen die gnadenlose Logik des Universums. Und er hatte Erfolg damit."
Ziyal: "Der Mann wurde soweit ich weiß, der größte Schneider in der Galaxie."
Garak: "Und die Moral von der Geschichte, meine liebe, ist, Keiner sollte je meine Begabungen unterschätzen. Schon gar nicht die des Überlebens."
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Selten kommt es vor, dass ein Schauspieler sich so sehr mit der von ihm portraitierten Figur identifiziert, dass er ein Buch über sie schreibt. In der Vergangenheit geschah dies oft durch William Shatner, der etliche Bücher über sein Alter Ego Captain Kirk schrieb. Andrew Robinson war in der Fernsehserie "Deep Space Nine" der Darsteller des geheimnisvollen und stets undurchsichtigen Elim Garak. Als Schneider lebte er auf Deep Space Nine im Exil und es war nur wenig über die Vorgeschichte der schillernden Figur bekannt. Das ändert sich nun. Der Leser erhält Einblick in den Werdegang des Cardassianers, darf die wichtigsten Stellen seines Lebens mit verfolgen. Andrew J. Robinson macht seine Sache gut und liefert einen Roman ab, der zu fesseln versteht. Dies geschieht nicht durch Action, Raumschlachten oder große Entwicklungen; allein der Charakter Garak wird durch eine geschickte Handlung aufgebaut. Zudem erhält der Leser einen Einblick in die soziale Struktur und Mentalität des Cardassianischen Volkes. Der Autor wechselt zwischen insgesamt drei Zeitebenen: der Vergangenheit des Protagonisten auf Cardassia, einzelnen Zeitabschnitten auf Deep Space Nine, während des Dominion-Krieges, und der Handlungsgegenwart auf dem zerstörten Cardassia.

Gerade die Vergangenheitsebene versteht zu fesseln und dominiert glücklicherweise auch die Handlung. So entwickelt sich Garaks misstrauischer Charakter und er kommt in Kontakt mit der Sternenflotte und den Romulanern. Hier kann der Leser die bekannten Völker aus der Sichtweise eines Cardassianers erleben - es kommt zu lustigen und spannenden Momenten. Die Szene, in der Garak sich einer menschlichen Fußballmannschaft bei einer diplomatischen Mission anschließt und über den Sport die Gesellschaft der Menschen beurteilt, gehört zweifellos zu einem solchen Highlight.
In der Handlung auf "Deep Space Nine" berichtet der Autor über wichtige Stationen des Dominion-Krieges, an denen Garak beteiligt war. Auch hier erhalten die Szenen durch die Gedanken des Protagonisten deutlich mehr Bedeutung. Die innere Zerrissenheit, das Bedürfnis Cardassia zu retten und endlich nach Hause zurückzukehren, wird übermächtig. Der Autor schafft etwas Beeindruckendes. Denn während Garak in der Vergangenheit im Dienst des Obsidianischen Ordens stand und in seiner dortigen Funktion eine Menge Unheil anrichtete und Personen tötete, bleibt er doch trotzdem stets sympathisch. Der Leser sieht in ihm ein Produkt der Cardassianischen Gesellschaft, das nur langsam beginnt, dessen Struktur zu hinterfragen, sich von ihr zu lösen.

Fazit:
"Ein Stich zur rechten Zeit" ist ein Highlight. Die Story baut sich langsam auf, versteht es jedoch recht schnell zu fesseln. Garak ist ein interessanter Charakter und das Eintauchen in seine Geschichte zeigt ein mächtiges, kriegerisches Volk und seine Schwächen. Star Trek-Fans sollten zugreifen!

Eine Leseprobe findet sich auf der Seite des Cross Cult-Verlages.
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am 22. Februar 2011
Das Buch ist die ultimative Garak-Biographie, geschrieben von seinem Darsteller Andrew J. Robinson.
Garak war in der Serie stets der geheimnisvolle, unberechenbare Charakter. Man wusste nie so genau, was seine Ziele sind und auf welcher Seite er eigentlich steht. Und auch nach 7 Staffeln DS9 blieben viele offene Fragen zu Garak zurück. Dieses Buch gab Robinson endlich die Gelegenheit, diese offenen Fragen zu beantworten.

Das Buch spielt in mehreren zeitlichen Ebenen, der Hauptteil erzählt über das Leben von Garak, bevor er ins Exil geschickt wurde. Weiters sind einige Kapitel in der Zeit während des Dominion-Krieges, als Garak eine kleine Sinnkrise erfährt. Und einige Kapitel spielen unmittelbar nach Kriegsende, als Garak zurückkehrt in ein total zerstörtes Cardassia.

Besonders interessant sind die Erzählungen von Garak aus seiner Zeit vor dem Exil. Er erzählt von seiner Ausbildung an einer Eliteschule, wo die cardassianische Gesellschaft perfekt geschrieben wurde. Der Einzelne zählt nichts, es zählt nur die Gruppe. Aufgabe eines jeden Bürgers ist es dem Staat sogut wie möglich zu dienen.
Weiters erfährt man über seine Zeit beim Obsidianischen Orden, was er für Aufträge etc. hatte. Und wie schon gesagt, er erzählt auch den wahren Grund für sein Exil, dieses mal ist es wirklich die Wahrheit und keine Lüge. Außerdem erfährt man noch, was der Grund für die erbitterte Feindschaft zwischen Garak und Gul Dukat ist.

In diesem Buch wird die cardassianische Gesellschaft sehr gut beschrieben, der Leser bekommt Einblicke in ein total anderes System, als wir es gewöhnt sind.
Fans der Serie können bedenkenlos zugreifen, viele auftauchende Charaktäre kennt man bereits aus der Serie. Die Atmosphäre ist absolut stimmig. Und auch die wirklich guten Dialoge, die wir zwischen Garak und Dr. Bashir erleben durften kommen hier nicht zu kurz.
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am 10. Juni 2014
Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt und gibt, in sehr gutem Stil erzählte, detaillierte Infos zu Garaks: Kindeheit, Verhältnis zu seinen Eltern und Tain und natürlich wie er auf DS9 kam und blieb. Der Anfang liest sich etwas langatmig, aber da die nachfolgenden Teile darauf aufbauen vergisst man das schnell. Ich kann das Buch empfehlen, wenn man mehr über Garak und das gesellschaftliche System Cardassias erfahren möchte. Als kleinen Bonus erfährt man die Entstehungsgeschichte der Cardassianer, also wie sie in die Star Trek Serien (TNG, DS9) gekommen sind.
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am 12. Juni 2012
Als ich das Buch ein erstes Mal gelesen hatte, ahnte ich bereits, ein Meisterwerk vor mir zu haben. 'Ein Stich zur rechten Zeit' ist ein Buch, das einen aufgrund seiner faszinierenden Erzählweise vom ersten Moment an fesselt. Aber es ist beileibe kein Buch, das es verdient hätte, einfach nur konsumiert zu werden - wie so manche Serienfolge von Deep Space 9. Zahlreiche Quintessenzen erschliessen sich nach und nach, denn dieses Buch geht wesentlich tiefer, als eine jede Serienfolge und vermittelt dem Leser nicht nur tiefe Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt Elim Garaks, nicht nur in die der Cardassianer im Allgemeinen - nein, es zeigt uns aus einem philosophischen Blickwinkel sogar etwas über uns Menschen, die wir vielleicht den Cardassianern gar nicht so unähnlich sind.

Diese Gedanken- und Gefühlswelt spiegelt sich in einem gerne zitierten Dialog Garaks wider: "Welche der Geschichten, die Sie mir erzählt haben, waren wirklich wahr und welche waren gelogen? - Mein guter Doktor, sie sind alle wahr... - Auch die Lügen? - Ganz besonders die Lügen." Fürwahr: das Dilemma dieser inneren Zerissenheit eines Cardassianers, speziell Garak's, ist mit dieser feinen Ironie trefflich umschrieben! Und obwohl Elim in seinem abwechlungsreichen Leben nicht nur immer auf der Seite des Guten stand, ja vielmehr nach unseren zivilisierten Massstäben eine Reihe verwerflicher Taten begang - wenn auch im Dienste der Staatsräson- so ist er doch tief in seinem Inneren ein sympathisches, mitfühlendes, sogar kultiviertes Wesen, mit einem bemerkenswerten Sinn für Ironie - und - vielleicht sogar der heimliche Star von DS9.

Für Fans von Star Trek: Deep Space 9 ist dieses Werk eigentlich unverzichtbar, weil es die Lücken schliesst, die die Fernsehserie offen liess - ein Leser, der eben diese Serie nicht kennt, wird aber die vielen wunderbaren Querbezüge, die wie ein roter Faden die drei ineinander verwobenen Buchteile durchziehen, nicht nachvollziehen können. Und diese Querbezüge sind es, die dieser fiktionalen Autobiografie in bemerkenswerter Weise Leben und Authentizität verleihen.

So verdient nicht nur der Autor Andrew J. Robinson uneingeschränktes Lob und Anerkennung für dieses überragend geschriebene und recherchierte Buch, sondern auch die Übersetzerin: die Eloquenz und Eleganz der garak'schen Sprechweise, wie sie in der Fernsehserie jeden Auftritt Garak's zum Vergnügen, ja zum Höhepunkt macht, ist auch in diesen autobiografischen Erzählungen Garaks wiederzuentdecken - man hört ihn beim Lesen geradezu 'sprechen'.

Es handelt sich somit um ein Buch, dessen philosophischer und sachlicher Wert in inhaltlicher und sprachlicher Weise weit über das hinausgeht, was gemeinhin von einer Science Fiction Serie erwartet wird und ich vermag, auch nach dem dritten konzentrierten Lesen dieses Buches immer noch nichts über dieses Buch zu sagen, was geringer als das Urteil 'ausgezeichnet/hervorragend' ausfällt.
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am 9. März 2011
Dieses Buch erschien vor langer Zeit auf Englisch und ich hatte es seinerzeit mit Begeisterung gelesen.
Nun ist es endlich auf Deutsch übersetzt worden und mit etwas gemischten Gefühlen erwarb ich das Buch. Denn man ist schon des Öfteren von etwas unglücklichen Übersetzungen enttäuscht worden.
Nicht so bei diesem Buch. Dem Übersetzer ist es gelungen, die Feinheiten des Originals gut umzusetzen, so dass ich das Buch mit gleicher Freude und Spannung gelsen habe wie einst die englischsprachige Ausgabe.

Das Buch selber läuft auf 3 Zeitebenen ab:
1. Die Zeit des jungen Elim Garak, bevor er als Charakter der DS-9-Serie erstmalig auftrat.
2. Die Zeit während der TV-Serie.
3. Die Zeit nach Ende der TV-Serie.

Alle drei Ebenen sind spannend mitzuverfolgen. Dies wird natürlich dadurch begünstigt, dass die Figur Elim Garak sehr vielschichtig und komplex ist.
Auch die Tatsache, dass der Schauspieler selber diesen Roman verfasst hat, stellt einen Reiz dar. Hier hat der Leser das Glück, dass A. J. Robinson ein überraschend guter Schriftsteller ist - zumindest gilt dies für diesen Roman.

Mit diesem Roman ist es Robinson gelungen, den von ihm jahrelang dargestellten Charakter Garak würdig abzuschließen.

Alle drei Zeitebenen sind sehr gut und spannend gehalten und er streut kleine, Garak betreffende, Info-Bruchstücke, die oft in Nebenbemerkungen während der Serie fielen, in den Handlungsbogen ein. Dabei geht er so geschickt vor, dass diese nicht störend oder künstlich wirken.

Persönliches Fazit: Eigentlich ein Muß für jeden DS9-Fan (geschweige denn von Garak-Fans). Für Nichtkenner von DS9 ist dieser Roman sicher etwas problematischer, da sie die erwähnten kleinen Verlinkungen zu den Folgen der Serie nicht kennen. Aber selbst für diese Leser bietet sich hier ein spannend geschriebener Roman.

5 von 5 Punkte
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am 1. August 2011
Es gibt vieles wie man die Rolle von Garak aus Deep Space 9 beschreiben kann.

Seit ich ihn das erstemal in der Serie gesehen habe und die ganzen Staffeln mitgefiebert habe, mit dem Hintergedanken, "Wer ist er wirklich?" War er in dieser Serie mein Lieblingscharakter.
Einer meiner Lieblingszitat von ihm war:

"Die Wahrheit ist normalerweise nur eine Entschuldigung für einen Mangel an Phantasie."

Ich denke der Schauspieler Andrew J. Robinson hat viel von seiner Rolle mitgenommen und diesen selber geprägt. Denn dies kann man in diesem Buch deutlich vernehmen. Die Sprache ist genauso geschrieben wie man Garak in der Serie kennt.

Wer also schon immer mehr über den Charakter des Garaks wissen wollte, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen denn es ist mehr als nur eine Biographie eines Spions, Schneiders, Attentäters, Widerstandskämpfers und Patrioten. Es ist einfach Elim Garak wie er die Dinge sieht und handhabt.
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am 6. Februar 2013
Als ich mit dem Lesen dieses Buches angefangen habe war ich durchaus skeptisch.

Wer auf eine aktionreiche Geschichte hofft ist mit diesem Roman sicher unzufrieden.

Wer aber mehr über Garak (einer meiner Lieblingsrollen in DS9) erfahren wollte für den ist dieser Roman ein MUSS.
Und man sieht deutlich dass auch Robinson mehr aus seiner Rolle machen wollte und man erfährt nachvollziehbar alles was bisher unerzählt war. Dieser mehr als gelungene Einblick in das Leben und Wirken von Elim Garak wäre einer Verfilmung in DS9 wert gewesen.
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