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am 26. Januar 2012
Neben aller beeindruckenden Fachkenntnis strotzt dieses Buch nur so von LIEBE zum Detail und LIEBE zum Werk von Winsor McCay. Der Autor verlässt mit spürbarer Leidenschaft den Weg der reinen Comic-Historie und macht die Produktionsbedingungen der Zeit, den frühen Film, die Konkurrenz der großen Zeitungsverleger untereinander, die aufstrebenden Vergnügungsparks auf Coney Island und die Entertainment-Industrie New Yorks im Ganzen zum Gegenstand seiner Betrachtung. Genauso sollte es sein: Comic-Geschichte als Zeitgeschichte. Allein das Kapitel zu den innenpolitischen Auseinandersetzung zwischen Präsident Wilson und Zeitungszar William Randolph Hearst (die McCay durch seine Editorial-Illustrationen in Szene zu setzen hatte) ist aufregend und äußerst erkenntnisreich zu lesen. Für McCay enden diese Jahre 1918 in dem ersten dokumentarischen Trickfilm der Geschichte, der die Versenkung des britischen Passagierschiffs Lusitania durch ein deutsches U-Boot zum Inhalt hat. McCays Sohn und Schwiegersohn kämpften zur selben Zeit in den Schützengräben Frankreichs... Schade nur, dass Winsor McCay dieses fulminante Buch über ihn und sein Werk nicht mehr erleben kann! Diese verdiente Huldigung seiner Lebensleistung hätte ihm zweifellos gut getan. Dass die Kultur-Nation Deutschland allerdings über 100 Jahre hinweg, diese Meisterwerke des Comics und Zeichentrickfilms weitgehend übersehen hat, ist eine Blamage.
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am 26. Januar 2012
Vor zwei, drei Jahren war ich in Bielefeld über die Ausstellung und Alexander Brauns Buch dazu "Das Jahrhundert der Comics - Die Zeitungs-Strip-Jahre" gestolpert und war hellauf begeistert. Ein Überblick von Lyonel Feininger, McCay und Herriman bis zu Tarzan und Prinz Eisenherz. Super geschrieben, tolles Layout, rundum die helle Freude das Buch. Aber diese 368 Seiten hier allein über Winsor McCay sind der absolute Ober-Hammer, der alles andere in den Schatten stellt! Eine Pracht von Abb. (Comic-Originale sowie zeitgenössischen Fotografien), plus mehr als erhellende Einblick in Leben und Werk von McCay und die USA der Jahrhundertwende. Besser kann man es schwerlich machen. Für jeden, der sich halbwegs interessiert für Comics, die Pioniertage des (Zeichentrick-)Films oder die amerikanische Kultur der Jahrhundertwerke schlichtweg ein MUSS! Darin schwelgen und träumen: Ich freue mich auf das nächste verregnete Wochenende! Wenn mich jemand hört da Draußen: Danke, Danke für dieses Buch! :-)
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am 27. Januar 2012
Ich kann mich den beiden anderen euphorischen Rezensionen nur anschließen: Dass nun ausgerechnet im comicfeindlichen poor old Germany das dickste und schwerste (2,5 kg!), am prachtvollsten bebilderte und informativste Buch der Welt über Winsor McCay vorliegt, gleicht einem Wunder. Winsor McCays Comics, Filme und Illustrationen sind durchweg Meisterwerke, aber dieses Buch über sein Werk ist es nicht weniger! John Canemakers bereits hervorragendes Standardwerk zu McCay ist damit noch übertroffen worden. Wer hätte das je zu träumen gewagt...
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Im Burg Wissem Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf war die Ausstellung “Winsor McCay - Comics, Filme, Träume“ zu sehen, die danach im Wilhelm Busch Museum, Hannover auf dem Comic-Salon in Erlangen, im Cartoonmuseum Basel, im Graphik-Kabinett Backnang und im Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte gezeigt wurde. Die meisten der ausgestellten Exponate stammen aus der Sammlung von Alexander Braun. Das voluminöse Begleitbuch, das dieser zusammengestellt hat, ist sehr viel mehr als ein opulent bebilderter Ausstellungskatalog, der sich darauf beschränkt die zur Verfügung stehenden Exponate möglichst umfassend zu analysieren.

Alexander Braun (“Jahrhundert der Comics: Die Zeitungs-Strip-Jahre“), dokumentiert umfassend Comics und Filme von McCay. Er hält “Dream of the Rarebit Fiend“ und nicht etwa dessen “Little Nemo“ für McCays Hauptwerk. Braun sieht in McCay jemanden, der sich nahezu gleichzeitig mit Sigmund Freud und höchstwahrscheinlich ohne Kenntnis von dessen Schriften - und ohne bis heute bei den “Kunst- und Kulturwissenschaften der westlichen Hemisphäre“ Beachtung zu finden - mit der Traumdeutung beschäftigt hat.

Ansprechend bebildert verknüpft das großformatige Buch die Werke des Film- und Comicpioniers mit der Zeitepoche ihrer Entstehung. Das New York zu Anfang des letzten Jahrhunderts war nicht nur eine wild brodelnde Metropole, sondern zugleich auch ein verzauberter Ort. Im Vergnügungs-Mekka Coney Island gab es indische Elefantenparaden, die erste Rolletreppe und Freakshows zu sehen. Auf dem Union Square wurde ein hölzernes Schlachtschiff errichtet um Rekruten für den Ersten Weltkrieg anzuwerben und die Fassade der Gebäudes der Zeitung “New York Herald“, für die McCay ab 1903 arbeitete, war mit Eulen aus Bronze dekoriert, in deren Augen blinkende Glühbirnen platziert waren. Diese Mischung aus Fortschritt und Fantasy war ganz eindeutig die Munition für die Träume des kleinen Nemos und des Käsetoast-Freundes.
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am 6. Oktober 2012
Der Katalog zu Winsor McCay ist in vielerlei Hinsicht ein Grund zur Freude. Nicht nur beweist er, dass ein solch unterbewerteter Künstler (ausgehend vom Kunstbetrieb) noch eine umfassende Würdigung erfahren kann, sondern auch, dass dies sogar mit einem sehr amerikanischen Thema wie dem Comic in Deutschland funktioniert. Amerikanische Comicfans müssten im Prinzip vor Neid erblassen, wenn man die umfassende Ausstellung, anlässlich derer dieser Band erschienen ist, noch hinzu zieht.
Abgesehen von diesen rein formalen Aspekten, ist »Winsor McCay — Comics, Filme, Träume« natürlich auch inhaltlich ein Hochgenuss. Selten hält man ein Werk in Händen, das derart umfassend und vor allem genau recherchiert worden ist. Für sich spricht auch die Aufmachung.

Ein rundum gelungenes Werk, für Comicfans jeglicher Genres ein absolutes Muss. Es gibt viel zu entdecken! Und das ist es schlussendlich auch, was den Band so unverzichtbar macht. Denn weder Wikipedia noch einschlägige Websites zum Thema Comic können gegen den Text- und Bildteil, der sich hier findet, anstinken.
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