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Barbara Naziris Buch ist ein sehr persönliches und auch ein poetisches Buch; kein Roman und auch kein zusammenhängender Bericht journalistischer Art, nicht linear, sondern episodenhaft: Erinnerungen, Erlebnisse, Beobachtungen und Erfahrungen bei Reisen in den Iran in verschiedenen Jahren von 1986 bis 2010. Zusammengehalten wird das alles durch den Blick der Autorin, ihre Gefühle, ihre eigenen Entwicklungen und Ereignisse in ihrem Leben. Das Buch berichtet von ihrer Liebe zum Iran, ihre "orientalische Heimat", ihr zweites Ich; es berichtet vom Land und seinen kulturellen Wurzeln und Entwicklungen, von den politischen Entwicklungen und Deformationen seit der Schah-Zeit, von den Menschen, ihrer Vielfalt, ihren vielfach enttäuschten Hoffnungen und ihrem Überlebenswillen und immer wieder von den Frauen, die in besonderer Weise den entwürdigenden Strukturen der islamistischen Machtansprüche ihre selbstbewusste Würde als Widerstand entgegensetzen. Der Blick von Frau Naziri beschönigt nichts, vieles von dem was sie berichtet ist erschütternd, dabei ist ihr kritischer Blick aber immer von der Liebe zum Land und zu seinen Menschen geprägt. Frau Naziri erzählt in einer ruhig fließenden Sprache, die ihre Erlebnisse, Beobachtungen und Eindrücke zu starken Bildern werden lässt; durch in das Erzählen eingebundene Gedichte und heitere Episoden ebenso wie durch den mitunter orientalisch bildhaft geprägten Erzählstil erhält das Buch seinen besonderen poetischen Reiz. Frau Naziri betrachtet ihr Buch selbst als "Brücke" , die sie sich zwischen den Kulturen ersehnt, mit dem Glauben an den besonderen Wert jeder Kultur und dass wir nur dann von einander lernen können, wenn wir jede Kultur in ihrer eigenen Art zu würdigen wissen und die eigene Geschichte und Wertvorstellungen nicht über andere Lebenserfahrungen und Lebensformen stellen. Ein lesenswertes Buch nicht nur über den Iran, sondern zu vielen politischen Fragen und kulturellen Konflikten.
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am 1. April 2015
„Ein Buch schließt sich. Ein anderes öffnet sich“. Das sagt die deutsche Buchhändlerin Gaby in Teheran zu Bary und kommentiert so das Veröffentlichungsverbot, das ihren Mann und sie als Oppositionelle von einer Staatsmacht getroffen hat, die ein Volk unterjocht, das ich in Barys Buch „Grüner Himmel über schwarzen Tulpen“ so unvergleichlich kennen und ein bisschen auch lieben gelernt habe. „Bary“, das ist die Autorin Barbara Naziri. Ihre Familie nennt sie so, und ich bin versucht, sie auch so zu nennen. Während der Lektüre bin ich ihr so nahe gekommen. Es hat sich eine Beziehung aufgebaut bei den vielen Reisen von Deutschland in den Iran, nicht nur zur Autorin, sondern auch zu ihrer Heimat im Iran, obwohl sie auch Heimat in Deutschland hat, wo sie lebt und arbeitet.

Das ist weder ein Sachbuch, noch eine Autobiografie, obwohl es mehr Informationen über den Iran und seine Menschen vermittelt als es zum Beispiel ein Reiseführer könnte und auch einen Menschen, seine Familie, seine Freunde so aufgeblättert zeigt, wie es eine Biografie kaum vermöchte. Barbara Naziri ist es gelungen, eine Fülle von Informationen zur Geschichte und Gegenwart Irans zu verbinden mit ganz persönlichen Perspektiven. Man glaubt ihr diesen ehrlichen Blick, mit dem sie sich dem Lesenden öffnet und ausliefert und gerade deswegen keinen Zweifel aufkommen lässt. An einer Stelle schreibt sie, dass sie so zwischen zwei Welten immer auf der Suche nach sich selbst sei. Mich als ihren Leser hat sie mitgenommen und meinen Blick auf das Land Iran und seine Menschen nachhaltig verändert. Solche Innenansichten sind es, die wir brauchen auf dem Weg zur Friedensfähigkeit.

Danke Barbara Naziri!
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am 11. März 2016
Barbara Naziri hat ein Iran-Buch geschrieben, wie ich noch keines gelesen habe! Ich konnte es kaum aus der Hand legen, so spannend liest es sich. Und sie nimmt kein Blatt vor den Mund, spart nicht an sachlicher Kritik über das terroristische Mullah-Regime und die schwierige Lage für Frauen ein würdevolles Leben zu gestalten. Gleichzeitig macht sie aber auch deutlich, wie sehr sie den Iran, die Heimat ihres Vaters und Ehemannes, liebt und verehrt. Und so ist der Iran mittlerweile auch für sie als Hamburgerin zur Heimat geworden. Danke Barbara Naziri für dieses offene und mutige Buch! Iran ist so viel mehr als nur fanatische Religion, Steinigungen von Frauen, Menschenrechtsverletzungen jeglicher Art! Iran ist vor allem: wunderbare und warmherzige Menschen, die hoffen, dass es endlich einmal gut in ihrem Land wird. Iran ist auch die Wiege unserer Kultur. Iran ist auch Zarathustra! Und ihn und seine edlen Ideale tragen die Iraner immer noch im Herzen! "Gute Gedanken - gute Worte - gute Taten". Dies sollte das Leitmotiv für uns alle sein! Beten wir darum, dass es gut wird für den Iran. Ein Buch wie dieses hilft dabei! Nowruz Mubarak!
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am 20. Januar 2016
Dieses Buch bewegt. Durch seine wundervolle Sprache, die gefühlvoll auch Erschreckendes vermittelt und sehr einfühlsam ein problembelastetes Land begreifbar sowie eine schwierige geschichtliche Entwicklung nachvollziehbar macht, ohne zu überzeichnen oder zu beschwichtigen. Und es berührt vor allem auch durch die leichte Hand, mit der ganz persönliche Erfahrungen und Erinnerungen der Autorin in ein fein gesponnenes und erläutertes Gewebe von historischen und kulturellen Fakten eingeflochten werden. Barbara Naziri versteht es, auf 400 sehr unterhaltsamen und die Leser bereichernden Seiten eine Gedanken- und Erlebniswelt aufzuspannen, in die man gerne eintaucht und auf eine emotional und intellektuell anregende und beeindruckende Weise dem Leben im Iran näher kommt. Ich hatte das Privileg, selbst seit den 70er Jahren bis heute in zahllosen Aufenthalten im Iran die in diesem Roman geschilderte Epoche miterleben zu dürfen. Und obwohl diese Vorkenntnisse und eigenen persönlichen Erinnerungen somit den Roman auf ein bereits vorgeprägtes Bild des Iran treffen ließ, entfaltete dieser dennoch eine unglaublich starke positive Wirkung in mir. Der Autorin ist ein wundervolles Stück Literatur gelungen, das problemlos Genre-Grenzen zwischen Sachbuch, Autobiografie und Roman überbrückt. Ein sehr empfehlenswertes und wichtiges Buch, dem man nur eine möglichst breite Würdigung durch viele Leserinnen und Leser wünschen kann!
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am 9. Mai 2011
Was mich an diesem Buch fasziniert ist, dass es nicht über die Oberfläche gleitet, sondern sehr in die Tiefe geht, dort wo ungesagte Worte sich verbergen. Barbara Naziri führt uns in eine Welt, die wenigen in Europa einen Einblick gestattet und über die kaum jemand berichtet, sei es aus Nichtwissen oder heraus aus der Gleichgültigkeit. Sie beschreibt den unsagbaren Druck des alltäglichen Lebens unter dem Schleier, dem die Menschen - besonders die Frauen - ausgesetzt sind, den tagtäglichen Affront durch die Tugendwächter mit dem Wissen, vor dem Gesetz der Scharia nur eine halbe Stimme zu haben, und gegen Steinigungen und Peitschenhieben hilflos sind. Wen wundert es da nicht, dass sich die Menschen trotz alledem eine gewisse Heiterkeit und Abgeklärtheit bewahrt haben? Hier setzt Naziri an und hebt für uns den Schleier.
Entstanden ist ein Buch, das wie ein Wechselbad der Gefühle auf mich wirkt und in dem auch ich mich wieder erkenne. Barbara Naziris Abenteuer halten mich ebenso in Atem wie ihre schönen Impressionen, mitunter durch ein Gedicht gekrönt. Auf den nächsten Seiten lache ich plötzlich laut auf über eine humorvolle Wendung, während mich wenig später berührende Ereignisse zum Weinen bringen. Ein schönes Potpourri aus dem iranischen Alltag.
Barbara Naziri ist es aus meiner Sicht gut gelungen, den Lesern die Menschen Irans näher zu bringen. Es ist die iranische Seele, beflügelt von einer gewissen Heiterkeit, und dem Mut zum Leben, nämlich nicht aufzugeben und sich den Gegebenheiten täglich neu zu stellen. Nur so können die Menschen das überstehen. Das kann ich gern bestätigen, denn es ist auch meine eigene Mentalität. Dieses Buch macht sowohl Iranern im Exil Mut als auch eine bessere Verständigung möglich.
Ich fühle mich hier manchmal "bodenlos", so in einer Art Schwebezustand. Es ist das Gefühl, nicht so ganz dazu zu gehören und doch nicht zu wissen wohin. Wie Barbara Naziri es sehr treffend beschreibt, teile auch ich mich in zwei Welten. In diesem Buch "Grüner Himmel über schwarzen Tulpen" habe ich mich wiedererkannt - und mich verstanden gefühlt. Danke dafür.
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am 10. Februar 2014
Dieses Buch hat mich begeistert, es ist wunderbat geschrieben, sehr informativ ohne zu belehren und für alle, die an fremder Kultur, aber auch politisch interessiert, sind zu empfehlen
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am 2. März 2011
Grüner Himmel über schwarzen Tulpen: Ein west-östlicher Blick hinter den Schleier Irans
Die Verlags-Info hat nicht zu viel versprochen. Dieses Buch hat mich beeindruckt. Inhaltlich als auch stilistisch vermittelt es gutes Hintergrundwissen und jede Menge Impressionen über ein schönes und geschundenes Land. Die persönliche Note der Autorin lässt die Leser hautnah an den Ereignissen teilhaben, ein Wechselbad zwischen Bangen und herzhaftem Lachen, dann wieder besinnlichen Momenten und wunderbaren Beschreibungen des Landes, seiner Geschichte und seiner Menschen, untermalt durch die poetische Sprache der Verfasserin. Man spürt ihre Liebe zum Iran in jedem Satz. Ohne dass sie Gegebenheiten beschönigt oder verurteilt, verfolgt sie ihr Anliegen, westliche Vorurteile abzubauen, was ihr meiner Meinung nach recht gut gelingt. Zugleich berührt ihre Zerrissenheit zwischen der deutschen und der iranischen Kultur. Der Einstieg, in dem sie uns einen Einblick in ihre Jugend gibt, macht Appetit auf mehr. Ruhelos treibt sie ihre Sehnsucht immer wieder in den Iran. Dabei erlebt sie kurzzeitige Festnahmen und wird Akteurin einer aufregenden Heiratsgeschichte, die eigentlich schon ein Buch für sich wäre. Nach und nach weiht sie die Leser in die Geschehnisse um und im Iran ein. Erschütternd ist vor allem der Druck, unter denen die Menschen, besonders die Frauen, zu leiden haben und wie sie es dennoch schaffen, selbstbewusst für ihre Rechte einzustehen. Auch Barbara Naziri gerät in Situationen, die mir mitunter die Haare zu Berg stehen lassen und die das Buch zu einem spannenden und lehrreichen Erlebnis machen, angefangen in den Wirren des Iran-Irak-Krieges bis hin zum Aufbäumen der Grünen Welle, die der Welt zeigt, dass die Menschen im Iran nach Freiheit und Frieden trachten.
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