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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
2
Ordnung und Anarchie: Essays über Wirtschaft, Politik und Kultur
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am 17. Mai 2012
Hülsmann nimmt zu einer ganzen Reihe von immer wieder aktuellen Fragen auf rund 140 Seiten prononziert Stellung. Es versteht sich wohl von selbst, dass er das aus der Sicht eines Ökonomen der Wiener Schule (in den USA "Austrians" genannt) und in Nachfolge von Mises und Hayek tut.

Insofern kann ich auch die Kritik des Rezensenten vom Juli 2010 ("Fehlkauf") nicht nachvollziehen. Vielleicht kannte der aber auch noch nicht diese Denkrichtung und war nur deshalb unangenehm überrascht (obwohl der offizielle erläuternde Text zum Buch hier es klar ausspricht). Der ökonomische Liberalismus der Wiener Schule ist im Übrigen eine weitgehend einheitliche Lehre, sodass auch der Hinweis des genannten Kommentars ins Leere geht, wonach man unter Liberalismus auch anderes verstehen könne. Klar: Namen sind Schall und Rauch, denn "liberal" nennen sich auch "linke" Denker. (Daher auch im Amerikanischen die Bezeichnung "libertarian" zur Abgrenzung von den Demokraten, die "liberals" heissen.)

Ich fand schon im ersten Absatz des Vorworts die programmatische Feststellung:

"Privates Eigentum ist grundlegend für jede Form menschlicher Gesellschaft. Sein ärgster Feind ist der Staat."

Wer sich mit dieser Sicht nicht anfreunden kann, der müsste gar nicht erst weiterlesen, es sei denn, er ist offen für Argumente und will sich mit dieser Feststellung aktiv auseinandersetzen (Achtung: Denkarbeit ist gefragt und der Mainstream darf nicht tabu sein!)

Alle 21 Aufsätze sind voneinander unabhängig zu lesen, darunter mit den folgenden Inhalten:
Naturrecht, Katholische Kirche, Sicherheit, Familie, Armenhilfe, Schwarzarbeit, Gesundheitsreform, Rentenreform, Staatsschulden...

Wer sich Talkshows oder Diskussion im Fernsehen "reinzieht", die ja auch (mit Absicht) durchaus kontroversiell abgehen, sollte sich einmal der Mühe unterziehen, solche Aufsätze zu lesen und die Gedankengänge in aller Ruhe nachvollziehen. Ich verspreche auch den (selbst nach der Lektüre) sozialistisch Denkenden aller Parteien Gewinn!
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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TOP 1000 REZENSENTam 25. September 2009
In diesem Buch wurden 21 Artikel, Aufätze und Vorträge von Prof. Hülsmann gesammelt. Die Aufsätze sind, bis auf eine Erstveröffentlichung, in den Jahren 1998 bis 2004 in verschiedenen Zeitschriften erschienen.

Trotz anscheinend so unterschiedlicher Themen, wie:

- Naturrecht
- Familie
- Erziehung
- Katholische Kirche
- Sicherheit
- Schwarzarbeit
- Europapolitik
oder
- Sozialversicherungen

bilden die 21 Artikel nichtsdestotrotz eine Einheit, denn Thema des Buches ist überall die gleiche Frage: "Dient der Staat der Freiheit und der materiellen Wohlfahrt?".

Prof. Hülsmanns Antwort ist ein klares "Nein". Trefflich zeigt Prof. Hülsmann, dass eine Staatsregierung sich in alle Lebensbereiche einmischt, überall reglementiert und das Staatsvolk bevormunden will, dass der Staat sozusagen "total" wird.
Dabei analysiert Prof. Hülsmann präzise und logisch, dass eine Staatsregierung in keinem Bereich das erfüllen kann, was ihre Vertreter oder die Staatsfans vollmundig versprechen. Die Staatsregierung erfüllt keine Aufgabe optimal und ihre Maßnahmen neigen immer zur Verschwendung von Ressourcen. Hinzu kommt, dass staatliches Handeln die individuelle Freiheit immer einschränkt bzw. die Freiheit durch sozialtechnokratische Maßnahmen zu kanalisieren sucht.
Die Freiheit, welche der einzelne Mensch noch hat, ist durch den Staat "zugestandene Freiheit" (Stefan Blankertz), welche die Regierung jederzeit aufheben oder huldvoll weiter gewähren kann.
Prof. Hülsmann zeigt in seiner Analyse an einfachen, leicht verständlichen Beispielen, dass "Staat" negativ wirkt, und er beschreibt wie eigenverantwortliches Handeln der Menschen hingegen zu besseren Lösungen führen würde. Dabei hat er als "Ökonom der österreichischen Schule" stets den handelnden Menschen im Blick, der in seinem Planen und Handeln selbstverständlich irren kann; jedoch die staatlichen Bürokraten und die Regierenden sind auch nur Menschen und irren auch - u. U. mit dann schweren Folgen für die Allgemeinheit.

Die 21 Aufsätze sind ein ausgezeichnetes Plädoyer für die Freiheit, für die Eigenverantwortung des Menschen und gegen staatliche Bevormundung. Wie Bakunin dies schon sagte, selbst wenn Staat das Gute befiehlt, beschmutzt er es, weil er befiehlt.

Folglich heißt die Botschaft des Buches "Recht und Freiheit" und so wenig Staat wie nur irgend möglich.
10 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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