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am 8. Oktober 2006
Erlkönig. Der Tod und das Mädchen. Der Wanderer. Eine kleine Trilogie des Todes. „Ein Land, wo das Anmaßende die Farbe von Schmutz annimmt, damit es einem von Anfang an vertraut ist.“ Jelineks unerhört einfachen Sätze sind anmaßende Erinnerungen an den Tod, wie er tagtäglich passiert und sich immer wieder wie eine gewohnte Gleichgültigkeit einschleicht. In das, was einer ist und das, was einer tut, denkt oder gedankenlos gehen lässt wie es eben geht. „Na, und wer ist der Sieger in dem Kampf Ware gegen Grund, Glaube gegen Vernuft? DAS TIER.“ Bis noch die Reinste von allen, Schneewittchen, tot ist. Denn egal, was man von Kunst, von Kultur, vom Theater und Kino, erwartet; „das Gute kann Berge versetzen, manchmal auch der Glaube, die Schönheit kanns jedenfalls nicht.“ Und Jelinek kann’s? Mit ihrer Kunst? Jedenfalls rührt sie um, im Denkgewohnten. Diese Theaterstücke rühren auf, jedenfalls in den Gefühlen, Gedanken, Gemütern, vielleicht noch im Denken selbst. Oder sind’s vielleicht gar keine, nichts Spielbares, kein Spiel? Ein schwer zu lesendes lesenswertes Buch in jedem Fall. Schwer zu spielen sicherlich, die, die sich hier aufführen.
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am 4. Juli 2009
In Bambiland geht es um den Irakkrieg. Wie Bush und seine Getreuen in ein anders Land einfallen um die Menschheit zu retten. So beschreibt Elfriede Jelinek den Krieg. Es ist ein satirischer und ironischer Blick auf den Krieg, wie er nicht anders sein kann, wenn er von einer Pazifistin geschrieben ist. Machmal fühlt man sich ins Kabarett versetzt, wenn sie über die Waffen und die absurden Beziehungen der Verteidigung spricht. Sie referiert über die Hauptthemen des Krieges. Es geht um Öl und Geschäfte, die Halliburton macht. Dick Cheney kennt Halliburten ganz gut und er will auch nur Geld scheffeln. Am Ende kommt der Mann und ergießt sich in ihr. Das ist es worum es geht. Es ist ein orgastischer Blick auf den Krieg, wie wir ihn von den Medien her kennen. Sie sabbelt vor sich hin, um uns zu ergötzen. Das macht es so lesenswert.
Irm sagt, ist eine andere Sicht auf die Dinge. Hier tritt der Krieg in den Hintergrund und es geht um die sexuellen Dinge. Der Körper und die visualisiert Sexualität ist ihr Thema, die hinter der Folter und Vergewaltigung liegen. Der Trieb ist der Grundmotor für den Menschen und alles folgt ihm. Das Jagen ist dem Menschen abhanden gekommen, so bleibt ihm nur wenig um sich zu rechtfertigen.
Margit sagt, dass der Mann Gott ist. Und schon hat der Mann die Gans gestopft. Es geht um den Trieb und wie er die Frauen und die Welt sich untertan macht. Es geht um Menschenfresser, Märtyrer und die alltägliche Gewalt gegenüber den Dingen. Es folgt die Banalität des Bösen, wie wir sie aus den Medien kennen. Ob es sie alltägliche Gewalt gegen Frauen ist, Inzestverbrechen oder die Gewalttaten gegenüber Kindern. Die Nachrichten sind voll davon.
Peter sagt, erzählt über die grauenvollen Erlebnisse des Irakkriegs. Der Körper sträubt sich mit seinem Immunsystem dagegen, kann sich dem aber nicht entziehen, bei der Hinrichtung von Zivilisten und bei der Folter der Gefangenen. Die Bilder des Krieges sind omnipräsent in der Gesellschaft. Keiner kann sich diesem entziehen.
Ergänzt wird das Buch durch einen Essay von Bärbel Lücke. Sie bezieht sich auf Derrida um die Struktur des Textes zu erläutern. Sie findet in der Textstruktur die Dekonstruktionssymbolik wieder. Mit Artauds Theater der Grausamkeiten versucht sie die Zerstörung der traditionellen Dramenstruktur zu erklären. Als letzten Ausblick stellt sie Freud und dessen Vatersymbolik in den Vordergrund bei Margit sagt.
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