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am 1. Oktober 2012
Diese graphical novel ist sehr schoen und unaufdringlich gezeichnet. An der Geschichte hat mir vor allem gefallen, dass sie so viele verschiedene Aspekte abdeckt. Der Einstieg ist super gelungen! Insgesamt hat mir aber wirklich alles sehr gut gefallen...
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am 31. Dezember 2012
Im Land der Frühaufsteher

Wem das „Land der Frühaufsteher“ nichts sagt, dem sei erklärt, dass es sich um Sachsen-Anhalt handelt. In einer Umfrage wurde ermittelt, daß der Sachse ganze 9 Minuten früher als der durchschnittliche Bundesbürger aufsteht, und zwar um 06:39 Uhr. Um dieses Image an potentiell interessierte Investoren zu vermitteln startete das Land eine Kampagne, und begrüßt mit dem Slogan „Willkommen im Land der Frühaufsteher“ auf Autobahnschilder die Besucher. Die Kampagne soll auch dabei helfen, junge Menschen im von der Abwanderung nach Westen gebeutelten Sachsen-Anhalt zu halten. Zur Kampagne gibt es auch eine Homepage: [...]

Paula Bulling, die Künstlerin hinter „Im Land der Frühaufsteher“, wurde zwar in Berlin geboren und lebt inzwischen wieder dort, hat aber in Halle an der Saale in Sachsen-Anhalt studiert, also prägende Jahre verbracht. Für ihr Comic-Debut hat sie persönliche Erfahrungen miteingebracht, und direkt vor Ort recherchiert.
Die 1986 geborene Künstlerin beschäftigt sich in dem Band mit der Unterbringungen von Flüchtlingen, d.h. mit der Wohnsituation in den Aufnahmeeinrichtungen sowie den Gesetzen, die das Asylverfahren regeln und Rassismus.

Durch eine Bekanntschaft in einer Kneipe, in der größtenteils Personen mit afrikanischer Herkunft Gast sind, lernt sie einige Flüchtlinge kennen, und schließt Freundschaften. Sie entschließt sich , die Aufnahmeeinrichtungen Halle, Halberstadt und Möhlau zu besuchen. Dort hat sie mit vielen Menschen gesprochen, und sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort gemacht.

Dabei ist sie von den abgelegenen, teilweise bewachten ehemaligen Plattenbauten bzw. Kasernen aus DDR-Zeiten schockiert. Die Asylanten sind nicht als Teil der Gesellschaft dort untergebracht, sondern abseits jedes sozialen Lebens. Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung, der vielleicht zum Abbau von gegenseitigen Vorurteilen führen würde, wird vermieden. Die Räume sind karg und schmucklos, damit ein angenehmes Gefühl gar nicht erst aufkommt.

Ein anderes von ihr angesprochenes Problem der Flüchtlinge ist die so genannte „Residenzpflicht“ Durch das Asylverfahrensgesetz wurde Asylbewerbern verboten, ihren Aufenthaltsort frei zu wählen. Den Bezirk der zuständigen Ausländerbehörde durften sie nicht verlassen. Seit 2011 dürfen dies die Bundesländer aber selbst regeln.In Hessen wurde die Residenzpflicht abgeschafft; andere Bundesländer wollen folgen.
Durch dieses Gesetz konnten Bekannte von Paula Bulling nicht ihre Familien und Freunde besuchen – und wurden somit nochmals vom sozialen Leben abgeschottet. Eine Integration in die Gesellschaft ist somit natürlich auch nicht möglich.

Schockieren für die Künstlerin war auch der Tod von Azad Hadji, den sie selbst kannte. Dieses starb unter mysteriösen, ungeklärten Umständen durch Verbrennung. Ob er dafür selbst verantwortlich war oder andere, ist nicht bekannt. Den ihr bekannten Hintergründen hat sie ein Kapitel gewidmet.

Fazit:
In den Schwarzweißzeichnungen von Paula Bulling kommt die Tristesse der Asylantenheime, gerade in den 2-seitigen Zeichnungen, ausgezeichnet zur Geltung. Ein stimmungsvoller, schockierender Einblick in die Asylverfahrenspraxis. Für viele Leser wird es der erste Berührungspunkt mit der Thematik sein, und sie werden sich über die wie immer in Deutschland komplizierten Gesetzte und Regelungen wundern. Mit einer Kritik muß die Autorin jedoch leben: Der Band endet zu früh. Im Nachwort gibt sie an, alle Namen bis auf den von Azad Hadji seien erfunden. Das stimmt, wenn man diversen Presseartikeln im Netz (z.B. Mitteldeutsche Zeitung) glauben darf, nicht, denn „ Azad Hadji“ war kein Iraker sondern Georgier, und hat somit falsche Angaben über seine Herkunft gemacht. Seine Frau gibt in einem Interview gar an, von ihm gezwungen worden zu sein, falsche Angaben gemacht zu haben. Weiterhin erzählte sie, unterdrückt und mehrfach von im geschlagen worden zu sein, auch mit einem Nudelholz. Diese Details im Band leider nicht angesprochen.
Empfehlenswert ist der Blog von Paula Bulling, in der sie z.B. Termine von Lesungen und Ausstellungen ihrer Originalzeichnungen bekannt gibt: [...]

(project:equinoX)
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am 27. Juli 2014
im land der frühaufsteher, gibt einen anderen/neuen zugang zu einem mehr oder weniger bekanntem thema...spannend.informativ und dabei ästhetisch. bietet einen interessanten einblick...
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