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am 4. Oktober 2012
Dieses Vierergespräch ist völlig anders als die Talkshows im TV. Bei letzteren sitzen Menschen unterschiedlicher Meinungen zusammen, und der Zuschauer hat den Eindruck, eigentlich werden nur Statements abgegeben. Die vier Gesprächspartner hier waren sich einig, alle stehen der CDU nahe und sind entsetzt, über deren Verfall. Natürlich sind sie empört, über die Missachtung des Parlaments durch schwerwiegende Entscheidungen für die Zukunft, die die Kanzlerin allein oder nur gestützt auf Gremien trifft, wie es offenbar beim angekündigten Ausstieg von Energiegewinnung durch AKW’s geschah. Man ist entsetzt, dass die CDU eine Familienpolitik betreibt, bei der Kindererziehung unter Missachtung des Subsidiaritätsprinzips weitgehend der Öffentlichkeit übertragen wird, wie es früher beim NS-Staat, in der Sowjetunion und letztlich auch in der DDR üblich war. Die CDU müsse standhaft das klassische Familienbild vertreten und verteidigen. Entsetzt zeigten sich die Gesprächspartner über die hohe Zahl der Abtreibungen. Offenbar würden in unserer Gesellschaft Welpen besser geschützt als Menschen. Bei Welpen darf laut Tierschutzgesetz nicht zu früh eine Trennung von der Mutter erfolgen. Auf der Umschlagseite des Buches wird der ‚traurige Niedergang der Union‘ beklagt. Das könnte dazu führen, dass sich nur der CDU nahestehende Menschen für das Buch interessieren sollten. Das wäre ein verhängnisvoller Irrtum. Jeder Staat braucht eine Regierung, und die muss funktionsfähig sein. Dafür zu sorgen, ist Aufgabe der Parteien. Wenn Parteien versagen-und die CDU ist auf dem besten Weg dahin-dann gefährdet das unsere Demokratie. Letztlich geht es in dem Buch nicht nur um die CDU. Dass insgesamt das Führungspersonal aller Parteien an Qualität verloren hat, dass auch Politiker auf irreführende Statistiken reinfallen, dass die Demoskopie die Politik verhängnisvoll prägt, trifft alle Parteien. Parteimitglieder sollten das Buch aufmerksam lesen, aber jeder politisch verantwortungsbewusste Bürger wird hier mit einem Wissen ausgestattet, das es ihm ermöglicht, Politiker direkt anzusprechen und zu mahnen.
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am 11. Dezember 2015
Das Buch ist von 2011, aber in den letzten Jahren hat sich nur fortgesetzt, was damals schon attestiert wurde: Die CDU ist keine konservative Partei mehr. Was damals noch ein Aufbäumen mit der Aussicht auf Korrektur war, ist heute abgeschlossen. Zitat Julia Klöckner, bei Maischberger 8.12.2015: "Hätten wir den konservativen Kern bewahrt, wäre die CDU jetzt bei 20%".

Diese Einschätzung teilen die Diskutanten Baring, Schönbohm, Kraus und Löhr offensiv nicht. Sie verteidigen die konservativen Werte und zeigen auf, wie sich die CDU unter Merkel nicht nur des Konservativen, sondern auch der demokratischen Tradition entledigt hat: Debatten werden immer mehr verkürzt (Syrien-Einsatz!), oder gar komplett ausgelagert in Sonderkommisionen, wie z.B. die Ethikkommision beim Atomausstieg. Damit erfüllt die Partei nicht mehr ihre gesetzliche Funktion, nämlich die politische Willensbildung der Bevölkerung zu organisieren und die Gewaltenteilung wird untergraben.

Die Gesprächspartner beziehen auch Gegenpositionen zum sehr aktuelle Thema der deutschen Identität, speziell der Beziehung zur Nation und zu Europa, und gehen dabei insbesondere auch auf die Integration von Zuwanderern ein.

Wer das Buch heute liest, kommt nicht umhin, an vielen Stellen zu denken, "gut, dass es seit 2013 eine konservative Alternative in Deutschland gibt". Gäbe es sie nicht, müsste sie dringend erfunden werden, denn mit der CDU jedenfalls wäre der Konservatismus in Deutschland erledigt.
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am 1. Januar 2015
Ein tolles Buch mit fundierten Gedanken von Leuten, die es noch wagen, ihr wahre Meinung zu sagen. Das ist ja leider heute selten geworden, in einer Zeit, in der viele aalglatt der gleichgeschalteten Meinungspresse folgen.
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am 21. Januar 2013
Ich habe endlich erfahren, was aus der Union geworden ist. Es ist nicht mehr die Partei der Männer wie Adenauer und Ehrhard.
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am 5. Januar 2013
Das Buch sollte sich jeder, oder zumindest jedes CDU-Mitglied ein paar Tage unter das Kopfkissen legen und dann weitergeben! Quoten- und Genderbefürworter sowieso.
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am 5. Oktober 2012
Mir haben die Teinehmer der Runde sehr aus dem Herzen gesprochen mit ihrem gelungen Streifzug durch ihre gewählten Aufregerthemen. Als Leser muss man ja nicht alle Inhalte und Erwägungen teilen, gleichwohl findet sich in allen Kapiteln , die auch nicht zu lang sind, Nachdenkstoff zur auch eigenen Positionsüberprüfung. Für mich ein ausgesprochen schönes, politisches, auch schön gestaltetes Büchlein, dass ich, etwas schlauer geworden, in dem Wissen, es sicherlich noch mehrmals zu lesen, weglegte.

Ein gelungenes Stück Druck.
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am 10. Dezember 2012
Kurze, treffende und harte Bewertung der Union in Ihrem desolaten Zustand. Eine Partei, die "par l'ordre de Mutti" geführt wird, dürfte wenig Zukunftsperspektiven haben.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 10. Juni 2012
"Schluss mit dem Ausverkauf" - Mit Arnulf Baring, Josef Kraus, Mechthild Löhr und Jörg Schönbohm diskutieren vier interessante, kompetente, ja integre und vor allem konservative Persönlichkeiten den Zustand und die Perspektiven der letzten großen Volkspartei, der CDU. Gegliedert in zwölf Kapitel (bspw. "II. Raumschiff und Claqueure - Wie man Diskussionen verhindert") werden die Wunden des deutschen Parteienkonservatismus nicht nur offen-, sondern auch der Finger in selbige gelegt: Der (zu) schnelle Übergang zum "Öko-Strom", das "neue Familienbild der Union", die Ächtung des Konservativen oder das Bildungssystemgeplänkel - Die Vier schaffen es, diese und andere Probleme des deutschen Konservatismus kurz, knapp und vor allem fesselnd zu skizzieren.

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre und Veränderungsansporn für alle Mitglieder von CDU und CSU sein, ist jedoch selbstverständlich auch für alle interessierten Beobachter der bundesdeutschen Parteiendemokratie empfehlenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Juli 2014
Drei Autoren und eine Autorin
- Arnulf Baring, ein emeritierter Professor für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin;
- Josef Kraus, der seit 1987 Präsident des Deutschen Lehrerverbandes ist;
- Jörg Schönbohm, ein Generalleutnant a. D. und Ex-Innenminister Brandenburgs;
- Mechthild Löhr, eine Personal- und Unternehmensberaterin, CDU-Politikerin, die auch im Bundesverbands Lebensrecht engagiert ist;
befassen sich in diesem Buch im Grunde genommen mit dem Thema: Wofür steht die Merkel-Union? Vorweg die m. E. richtige Antwort: Für NICHTS!

Diese vier reflektieren und bejammern in diesem Buch, dass die Merkel-Union nur noch für den "Zeitgeist", also für die in den Medien veröffentlichte Meinung steht. Dies wird als totale und bedingungslose Unterwerfung unter die Beliebigkeit bewertet und zeige den Verfall der Union in die Orientierungslosigkeit. Folglich finde eine Verteidigung der christlichen Werte durch die Union gar nicht bzw. kaum noch statt; insbesondere bei Themen wie
- Familie als die Keimzelle der Gesellschaft;
- über 100.000 Abtreibungen pro Jahr;
- Armut und Missbrauch der Statistik;
- Euro-Frage und Euro-Krise;
- Anstrengung, Leistung, Arbeit versus Spaß und Bequemlichkeit;
- Aushebelung innerparteilicher Streitkultur;
- usw.;
wird in der Union - mit Blick auf die große Vorsitzende, also der ehemaligen FDJ-Agitprop-Führerin - feige gekniffen.

Nun, dass die Merkel keinerlei Prinzipien hat und nur den Machterhalt kennt, dies ist hinlänglich bekannt. Gem. FAZ hat die Merkel einmal gesagt: "Mal bin ich liberal, mal bin ich konservativ, mal bin ich christlich-sozial" - eine sehr gute Beschreibung dessen, dass sie (die Merkel) für überhaupt nichts steht.

Arnulf Baring ist nicht Mitglied der Union, die übrigen drei sind seit vielen Jahren in der Union,, sogar in prädestinierten Positionen. Deshalb ein paar Fragen!
- Warum brachten sie sich und ihre Anliegen in der Union nicht in Stellung? - Warum lamentieren sie nur über die Lage, ohne konkrete Problemlösungen vorzuschlagen? - Warum tragen sie das System-Merkel seit Jahren mit?
Mit Blick auf solche Fragen kann man einem Martin Lohmann nur Respekt zollen. Dieser zog aus der Merkel-Show die Konsequenzen und trat im September 2013 aus der Union, der er seit 1972 angehörte, mit folgender Begründung aus: «So gut wie alle wesentlichen Kernpunkte, die das "C" mit seiner einzigartigen Herausforderung ausmach(t)en, sind in den vergangenen Jahren von der Parteiführung der CDU vernachlässigt oder faktisch ausgehöhlt worden. Hier sind besonders hervorzuheben: Schutz und Förderung der Familie sowie Schutz des ungeborenen Menschen. Die Partei hat sich einem diffusen und unberechenbaren Pragmatismus verschrieben, der leider keinen klaren ethischen Kompass mehr erkennen lässt. Zudem wird seit Jahren eine angstfreie und offene wie souveräne Diskussionskultur innerhalb der Partei regelrecht unterdrückt»
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am 25. Mai 2012
Widerstrebend, aber am Ende dann doch der Neugier gehorchend, habe ich mir das (leider allzu teure) Büchlein bestellt. Widerstrebend, weil bei mir der Gedanke an den "traurigen Niedergang der CDU" kein allzu großes Entsetzen auslöst. Widerstrebend aber auch, weil die Stammtischrunde der Diskutanten, alle vier ziemlich weit rechts auf der politischen Werteskala angesiedelt, nicht unmittelbar Anlaß gegeben hätte, mich mit ihren Ansichten, die "Kapitulation vor dem Zeitgeist" betreffend, vertraut zu machen. Dennoch: die Neugier hat am Ende gesiegt.

Widerstrebend habe ich das Büchlein dann "angelesen", habe streckenweise nachhaltig die Stirn gerunzelt, weil vieles in der Diskussion, mit ziemlich "stockkonservativer" Emphase zum Ausdruck gebracht, so gar nicht in mein Weltbild paßt. Manche Statements zu heiß diskutierten politischen Tagesfragen sind auch einfach nicht unbedingt intellektuell unterbaut und nicht über normalem Stammtischniveau angesiedelt. Etwa, wenn Ex-General Schönbohm mit geblähter Brust behauptet, die Frage Atom oder nicht Atom habe nichts mit Ethik zu tun, sondern sei ausschließlich "technisch-industriepolitisch" zu beantworten. Oder, wenn Prof. em. und Publizist Baring im Kontext mit der desolaten Bildungspolitik der "Merkel-Regierung" konstatiert: "Wir werden massenhaft gestörte Nachfahren haben." Wenn nämlich dem "Krippenwahn" weiter Vorschub geleistet und damit die grundlegende Kindererziehung aus der Familie aus- und in staatliche Obhut hineinverlagert werde. Her also mit dem umstrittenen Betreuungsgeld?

Was die massenhaft gestörten Nachfahren anbelangt, so bliebe festzuhalten, daß die Gesellschaft offenkundig immer schon (auch) über massenhaft gestörte Vorfahren verfügte. Von massenhaft gestörten Zeitgenossen, die aktuell ebenfalls zur Besorgnis Anlaß geben sollten, ganz zu schweigen.

Diesen Beispielen "hochkarätiger Diskussionskultur" und bemüht forscher sonstiger "Apercues", ließen sich reihenweise weitere anfügen, die aufzuspüren aber der eigenen Lektüre des Büchleins jedem Leser vorbehalten bleiben soll und muß. Lustig (auch ein bißchen beängstigend) ist darüber hinaus an dieser Stelle noch ein gewisser Realitätsverlust bei wenigstens zwei der Diskutanten zu vermerken, selbst nicht mehr unbedingt jugendlich-taufrisch, die von wenig älteren Herrschaften auf der politischen Bühne, wie Altkanzler Kohl (den der Haudrauf Baring an anderer Stelle ganz nebenbei auch mal schnell als "Totengräber der D-Mark" bezeichnet) und Altministerpräsident Teufel, als von ihren "Altvorderen" sprechen.

Dennoch und: dies (sowie anderes) teils verblüfft stirnrunzelnd, teils belustigt, oder auch nicht, "zur Kenntnis genommen habend", bin ich streckenweise in den Bann der teilweise aufmüpfig-engagiert und provokativ (hier und da sogar jugendlich-taufrisch) geführten Diskussion, die dann überraschend nicht mehr inszeniert erschien, gezogen worden. Und: habe es am Ende nicht bereut, das Büchlein bestellt, es bis zum letzten Argument, das natürlich von A. Baring kam, mit wachsender Spannung und ironisch angeregtem Vergnügen, gelesen zu haben. Der letzte Satz der Stammtischrunde lautet so: "Wenn unsere Bürger nicht so schläfrig wären, stünden sie längst auf den Barrikaden". Wo er recht hat, hat er zweifellos recht, fällt mir dazu ein.

Ich denke mir abschließend weiter, daß es um unserer, zeitweilig, und vor allem im Augenblick, geschundenen und mit Füßen getretenen Demokratie willen, in der, beispielsweise, sehr aktuell im Bankenviertel in Frankfurt/Main zu beobachten, die geballte Staatsmacht meint, nicht den Bürger vor den gewaltbereiten Banken, sondern die gewaltbereiten Banken vor den friedlichen (nicht nur jungen und möglicherweise "naiven") Bürgern "schützen" zu müssen, sinnvoll und nötig ist, Diskussionen auch dann zu führen (und die Aufzeichnung derselben zu lesen), wenn der unterschwellige Duktus der Diskutanten und die ihrer Argumentation zugrundeliegende Ideologie und Werteskala nicht unbedingt (auf Anhieb) mit der eigenen "kompatibel" sind. Sei's drum! Lieber eine solche Diskussion in dieser Zeit als gar keine!

Auch die nächste "Streitschrift" aus dem Hause Baring, so habe ich mir jedenfalls vorgenommen, werde ich mir, wenn auch wahrscheinlich erneut widerstrebend (eben zwischen Baum und Borke) dann wohl wieder bestellen und erneut zu Gemüte führen. Vielleicht stimmen die Barings dieser Republik und unsereins, das gemeine Volk, ja doch irgendwann einmal in den vorherrschenden Ansichten überein. Dann ließe sich möglicherweise tatsächlich einiges zum Besseren verändern. Immerhin scheint der (geschmähte) Zeitgeist dahingehend der offensichtlich soweit schon "gemeinsamen Sache", nämlich der einer großen Koalition (nicht der Politik, sondern der Bürger) irgendwie zuzuarbeiten.
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