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am 25. Januar 2009
Eine christliche Familienfreizeit im Jahre 1977. Der sechzehnjährige zu kurz geratene und kommende Thorsten schildert diese prägende Episode seiner Jugend als ein grellkomisches, schauriges Panoptikum.

Wer jemals an einer Jugendfreizeit teilgenommen hat, wird sich auf nicht immer angenehme Art an vieles erinnert fühlen: peinliche Gruppenspiele,in denen gefrorene T-Shirts, Toilettenpapier und Kartoffeln zum Einsatz kommen, Pflichttelefonate nach Hause, Discoabende mit "Je t'aime" und ähnlichen Perlen der Popkultur, Besuche bei "den Weibern" - wo Thorsten natürlich die am wenigsten Verlockende abbekommt: "(...) nur Karin ist total verhunzt, und daran wird sich auch nach menschlichem Ermessen nichts mehr ändern (...)" -, unerfüllte Sehnsüchte nach Susanne Bohne (setzen Sie hier einfach den Namen des Objekts ihrer Begierde ein)und einem ungestörten Stuhlgang, Apfelkornräusche mit anschließender Kotzorgie und Kater der Extraklasse, klumpige Matratzen, verdreckte sanitäre Einrichtungen, grauenvolles Essen (das Thorsten häufig mit den Leckereien vergleicht, die die "Fünf Freunde" täglich bekommen; weitere Lektüre: Landserhefte und Charles Bukowski), bunte Abende und endloses Kartenspielen an verregneten Nachmittagen. Traurige Höhepunkte sind das Massaker an einer unschuldigen Entenfamilie, ein völlig aus dem Ruder laufender Besuch von Bewohnern von Haus Kolibri ("Die Behinderten scheinen sich genauso unwohl zu fühlen wie wir.") und der Tod von Elvis Presley.

Bevölkert ist das Strunk - Universum von einer Ansammlung bizarrer Gestalten: strunzdumme Betreuer ("Jeder Christ ein Gitarrist"), ein Diakon mit pädophilen Neigungen, zwanghafte Dauerpopler und Zehennägelsammler, debile Lagertyrannen,die Dicken, die Doofen und die Ekligen: "Ganz dürre, wirre gelbe Haare, wie ein alter Opi, seine Augen stehen dicht beieinander, und in den Mundwinkeln nisten eingetrocknete Spucke - und/oder Speiseklümpchen."

Nichts für zart Besaitete oder literarische Snobs (ich finde den sich durch das Cover aufdrängenden Vergleich zu "Feuchtgebiete" nicht so ganz abwegig - wer mit Helen Memels Ein - und Ansichten - "Hygiene wird bei mir kleingeschrieben" - nichts anfangen kann, sollte vom "Fleckenteufel" die Finger lassen), aber höchst unterhaltsam, zum Heulen komisch und tieftraurig, schnodderig und tiefsinnig, abstoßend und anrührend - wie die Jugend.

Erreicht nicht ganz die Qualität von "Fleisch ist mein Gemüse" und hat ein paar Längen, insgesamt aber ein wunderbarer trip down memory lane nicht nur für Retrofans und Freunde der Siebziger: "I put my muggle jeans on, I put my opel jeans on....." Groovy! Hallo, Ilja!
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am 25. Januar 2009
Tatsächlich muss man beim Cover dieses Buches ja unweigerlich an Charlotte Roches "Feuchtgebiete" denken. Man rechnet nun wahrscheinlich mit einer männlichen Version, einem Abklatsch, noch schlimmer oder doch etwas ganz anderes?

Heinz Strunk selbst bezeichnet "Fleckenteufel" als Jugendbuch und ich kann mir gut vorstellen, dass viele Jugendliche ihre Freude daran hätten. Sprachlich nimmt er natürlich kein Blatt vor den Mund, aber er beschreibt durchaus Situationen, die man sich bei Jugendlichen, speziell Jungen, vorstellen kann. Das Buch ist sehr ehrlich und es ist äußerst interessant mehr über Throstens Gedanken zu erfahren. Manchmal mag man denken, dass das alles aber ganz schön gemein oder ekelhaft ist. Wenn man jedoch ehrlich zu sich selbst ist, dann geht man sicherlich, zumindest gedanklich, häufig auch nicht gerade zimperlich mit seinen Mitmenschen um. Oft kann man es sich einfach nicht verkneifen schadenfroh zu grinsen, gerade bei Throstens unglaublicher Beobachtungsgabe.

Auf einer christlichen "Jugend"freizeit nämlich, trifft Thorsten nicht nur auf merkwürdige Erwachsene, sondern auch das andere Geschlecht und gleichaltrige pubertierende Jungen. Er befindet sich in einem Strudel aus Hormonen und Magenproblemen. Beides beschreibt er dann auch sehr ausführlich. Und zu dieser Reise gibt es sowieso kaum Positives zu sagen. Das Essen, die Betten, die Mitreisenden - alles ist mittelmäßig bis schlecht. Aber hauptsache günstig weg von zu Hause - so lautet die Devise. Trotz aller Widrigkeiten ist es ein tolles Erlebnis für die meisten der mitreisenden Jugendlichen. Wann kann man sich sonst schon so schön daneben benehmen?

Mir ist aufgefallen, dass gerade Gerüche unterschiedlichster Art sehr detailliert beschrieben werden. Da kann man froh sein, dass Geruchsbücher noch keinen Durchbruch hatten.
Skurril ist der Gegensatz zwischen dem Verhalten der Jugendlichen allgemein und der Tatsache, dass es sich um eine christliche Jugendfreizeit handelt. Das ganze ist schon ziemlich "unchristlich".

Doch das Buch hat auch ernste Seiten und zeigt klar die Sorgen und Versagensängste eines Jugendlichen. Man ist einem ständigen Vergleich zu Anderen ausgesetzt, jeder Fehler wird mit Verachtung bestraft und darunter leidet natürlich auch das noch nicht gefestigte Selbstbewusstsein. Thorsten fühlt sich im Buch häufig unbeachtet, ist er doch für sein Alter sehr klein. Er zweifelt wirklich an sich selbst und steckt voller Widersprüche.
Erscheint er dem Leser manchmal richtig anstrengend und nervig, ist er im nächsten Moment sehr sympathisch. Diese Eigenschaft teilen wohl ebenfalls die meisten Jugendlichen.

Fazit: Ein interessantes Leseerlebnis, das eindeutig und zum Glück kaum Gemeinsamkeiten zu Charlotte Roches Buch hat.

Wenn man Strunks Homepage trauen darf, kann er absolut nichts für die Covergestaltung und hatte selbst auch nie eine inhaltliche Ähnlichkeit zwischen den Büchern gesehen. Ihm war der Vergleich eher peinlich, verständlicherweise!
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am 29. Mai 2016
Nach dem meinem Lieblingsbuch "Fleisch ist mein Gemüse" folgte nun der zweite Streich: Fleckenteufel. Kommt natürlich nicht an mein Lieblingsbuch ran, kann aber gaaaanz weit vorne mithalten. Ein Mischung aus "Fleisch ist..." und "Feuchtgebiete", allerdings wird dabei nicht so ganz ins Detail gegangen. (Besser so)
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am 18. Februar 2009
Ein großes "Buuuuh" an den Verlag, welcher dem Buch ein so billiges Cover-Plagiat verpasst hat.

Das Buch ist kein zweites "Fleisch ist...", auch keine Forsetzung der "Zunge Europas", schon gar keine Anlehnung an Charlotte Roches möchtegern-provokanten 'Schocker'. Es ist ein gutes, kurzweiliges Buch, welches ich in einer Nacht durchgelesen habe. Oft habe ich geschmunzelt, manchmal sogar laut gelacht. Und das ist doch das Beste, was einem mit einem Buch passieren kann..... oder?

Die Authentizität des Buches liegt sicher darin begründet, das der Verfasser in seiner Jugend an der ein oder anderen Jugend/Familienfreizeit teilgenommen hat, um welche es in "Fleckenteufel" geht.
Den Humor mag manch einer streckenweise als infantil bezeichnen.
Ja mein Gott, der Protagonist ist 16 Jahre alt! Was hatten sie erwartet?
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am 30. Oktober 2013
Bereits auf der 3. Seite kam ich aus dem Lachen nicht mehr raus! Ich habe Tränen gelacht! Dieses Buch ist so herrlich lustig und selbstironisch! Ich glaube, an manchen Stellen findet man sich selbst wieder. Auch wenn man es niemals jemandem sagen würde, weil es für die Öffentlichkeit schlichtweg zu eklig ist. Meine Ekelgrenze ist in Bezug auf Fäkalien, Erbrochenem usw. relativ hoch, deswegen habe ich manche Stellen sogar doppelt gelesen, weil ich so schön herzhaft lachen konnte. Ganz nebenei lernt man noch etwas über die DDR, nicht besonders viel, und eher Alltagsgeschehnisse, aber darum geht es ja auch nicht. Kann es nur weiter empfehlen!
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am 3. Februar 2009
Den dritten Roman von Heinz Strunk, "Fleckenteufel", habe ich diese Tage während einer schweren Grippe als Hörbuch gehört und ich habe so herrlich viel lachen können, dass es mir danach wirklich besser ging: Wunderheiler Heinz!

Wie bei seinen Vorgängern musste ich auch bei diesem Werk diese endlose, fast durchgehende sprachliche Virtuosität bewundern: "Die Unlust weiterzuleben, reicht zum sterben-wollen nicht aus" oder etwa: "unser Hochhaus, die elende Zementnutte..." Und so in einen fort, durch das ganze Buch...unglaublich, da bekomme ich irgendwie Lust, diesen Mann mit Rosen zu beschmeissen.

"Fleckenteufel" hat auch durch die Story von der Kirchenfreizeit nach Schabeutz mehr Handlung als "Zunge Europas" und liest (bzw. hört) sich dadurch etwas besser.
Man muss sich natürlich einlassen können auf Heinzers akribische Darstellungen von Kackhemmungen und Darmwinden, dass das nicht jedermanns Sache ist, kann ich gut verstehen (würde mir wahrscheinlich auch so gehen, wenn diese Darstellungen nicht eingebettet wären in diesem aufgedrehten Humor und dieser sprachlichen Brillianz).

Ähnlich wie bei "Fleisch" und wie bei "Zunge" ist der Kauf eines Hörbuches wieder einmal sehr, sehr empfehlenswert: Nicht nur wegen den teilweise lautstarken und dramatisch klingenden Furzgeräuschen des armen Thorstens (wo Strunk selbst und ebenso die Techniker im Studio sicherlich viel Freude hatten...); er kann auch sehr schön und hingebungsvoll kirchenlieder singen, wer hätte das gedacht...

Lieber Heinz Strunk, bitte, bitte noch viele, viele Bücher in exakt diesem Stil schreiben, bloß nicht irgendwie "weiterentwickeln" (gähn) oder "etwas neues ausprobieren" (schlummer). Das machen andere.
Dein staunenswerter Humor ist einzigartig...und wenn deine Bücher dann auch alle ähnlich sein mögen, wie sagst du immer so schön: "Egal"!
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am 13. November 2015
Buch kam sehr schnell an.
Ich habe es im gebrauchten Zustand gekauft und war überrascht, wie gut das Buch erhalten ist. Und als ich das Buch öffnete war ich noch mehr überrascht, als ich eine persönliche Widmung und Autogramm vom Autor fand.

Gut geschrieben, gefällt mir.
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am 20. März 2014
Strunk in seiner Paraderolle als depressiver Bock ohne Chancen bei Frauen :-) hier sogar mit etwas Bi Neigung. Ich fand es nicht so verdorben wie die Kritiken es vorausgesagt hatten, seine Erfahrungen mit christlichen Freizeiten wirken sehr authentisch, wie alles was er schreibt.
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am 21. Juli 2014
es war nicht das erste buch das ich von heinz strunk gelesen habe, somit kannte ich seine sprache bereits:
dieser roman is allerdings noch eine spur "krasser"- nichts für zart Beseitete, aber für mich wahnsinnig spaß bringend =)
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am 11. Juni 2013
Nachdem ich das Hörbuch "Fleisch ist mein Gemüse", gelesen von Heinz Strunk, hörte, hegte ich große Hoffnungen in dem Buch "Fleckenteufel". Während des Lesens hörte ich im Kopf die Stimme von Heinz Strunk und musste umso mehr Schmunzeln. Es werden Situationen geschildert, die jeder einmal so oder ähnlich erlebte. Teilweise saß ich laut lachend auf dem Balkon... also: ich kann das Buch nur dringend empfehlen.
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