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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Dezember 2005
Gregor Samsa erwacht eines Tages in seinem Bett - sein Leben hat sich von einem Wimpernschlag zu nächsten total verändert - er ist gefangen im Körper eines Insekts, seiner menschlichen Hülle beraubt - ein unruhiger Traum, oder grausame Wirklichkeit?

Wie wird Gregors Familie, sein Arbeitgeber, seine Umwelt auf Gregors Verwandlung reagieren? Wird man die Situation gemeinsam meistern, oder wird man sich vom Zeitpunkt der Verwandlung an immer mehr entfremden?

Dieses Hörbuch gibt die Geschichte des Gregor Samsa ungekürzt, auf 2 CD`s, wieder!
Der Text kann als PDF-Datei dargestellt und auf 70 Seiten ausgedruckt werden.

Die vorgetragene Biografie zu Franz Kafka (1:38 Minuten) rundet die CD ab und macht Lust, sich noch tiefer auf Kafka einzulassen.

Zum Sprecher Martin May und dessen großartiger Leistung....

Den Namen "Martin May" verbinde ich selbst mit dem Film "Das Boot", dort hat er als Schauspieler mitgewirkt - als Sprecher eines Hörbuches hätte ich ihn jedoch nicht erwartet, folglich war ich überrascht sein Foto auf der Hülle dieser CD zu finden....

In Personalunion spricht Martin May den Erzähler und die beteiligten Personen aus Kafkas Werk - den verwandelten Gregor Samsa, dessen Vater, Mutter u.a.

May schafft es, jeder erwähnten Person der Geschichte, durch jeweils individuelle Stimmlage, einen hörbaren Charakter zu verleihen.

Warum sollte man sich eine gekürzte Version kaufen, wenn man hier zu kleinem Preis mehr als 126 Minuten gelungener Unterhaltung erwerben kann?
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am 7. November 2005
Franz Kafka beschreibt in seiner Erzählung einen jungen unverheirateten Mann, der eines morgens nach dem Erwachen feststellt, dass er sich in ein großes Insekt verwandelt hat. Zunächst glaubt nicht so recht an seine neue Körperform. Er bemüht sich seine üblichen Verpflichtungen nachzukommen, muss aber feststellen, das die Veränderung von Dauer ist und das sie sein Leben nachhaltig in allen Bereichen verändert.
Er kann seinen Beruf nicht länger wahrnehmen. Der Kontakt zur übrigen Familie und zu dem Personal bricht fast völlig ab. Seine Eßgewohnheiten ändern sich, er wird zum Aasesser. Doch es entstehen auch neue bisher nicht gekannte Freiräume und Möglichkeiten. Er vermag problemlos senkrechte Wände hochzuklettern und sogar kopfüber an der Decke zu kleben.
Der Protagonist Gregor Samsa ist der Haupternährer seiner Familie, das sind seine Eltern und seine Schwester. Die vorhandenen Rücklagen erlauben es zunächst, den erworbenen Wohlstand beizubehalten. Doch die Ersparnisse schmelzen und man nimmt Untermieter in der großen Wohnung auf. Da das Geheimnis, mit einem großen Insekt in einer Wohnung zu leben, sich nicht auf Dauer verheimlichen lässt, kommt es zu einer Auseinandersetzung mit den zahlenden Gästen.
Die Verwandlung könnte die Metapher für eine tödlich verlaufende Krankheit sein. Krankheiten sind meist über Nacht auf einmal plötzlich da. Je nach Heftigkeit entstellen sie den Körper des befallenen Menschen. Wer krank ist, kann seinem Beruf nicht nachgehen. Krankheiten haben Folgen im gesamten Umfeld des Betroffenen. Auch die Neugestaltung des bewohnten Zimmers ist oft notwendig. Geschmack, Neigungen und Interessen verändern sich.
Die Erzählung ist gut lesbar und spannend geschrieben. Kafka ist ein Schriftsteller, dem die deutsche Sprache vollauf genügt. Er kommt ohne Fremdwörter aus. Sein Stil ist gestochen scharf, er protokolliert in der Art eines Rechtsanwaltes. Stellt Fakt neben Fakt und gibt doch dem Leser seine wahren Intensionen nicht preis.
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am 17. Mai 2008
Die Verwandlung ist sicher Kafkas radikalste, direkteste Erzählung, verlangt geradezu nach Deutung, was sie zur idealen Schullektüre macht. Sie bietet nicht die Grundlage für Horrorphantasien, wie Therapeutenerkenntnisse, mit ihr spinnt der Autor sein Thema der Einsamkeit fort, die einen Menschen sich in sich verpuppen läßt. Die Psychologie besitzt dafür die passenden Begriffe. Kafkas Verdienst ist es, uns in Samsas Welt hineinzuziehen. Wie stehen ihm nicht gleichgültig gegenüber, auch wenn die Realität mehr und mehr verschwimmt, hinterläßt sie Ängste, Beklemmung, sucht man verzweifelt nach einem Ausgang, der sich nicht auftut. Was eine Familie sich selbst anzutun vermag, findet hier zwischen vier Wänden statt. Es muss nicht immer ein plötzlich über einen hereinbrechender Prozess sein, kein Schloss, dem man sich verzweifelt zu nähern versucht, es ist das so genannte eigene Fleisch und Blut, dass einen erschaudern läßt. Kafka besaß die Sprache, um die Erzählung nicht in eine banale Horrorgeschichte abgleiten zu lassen. Trotz einiger Schwächen in der Überzeichnung vergisst man Gregor Samsa so leicht nicht. Er könnte nebenan an wohnen. Oder noch näher.
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am 13. Dezember 2015
Wer hätte gedacht, dass ich noch mal freiwillig zu Kafka greifen würde!? Aber wenn man es nicht als 16jährige für die Schule liest, dann hat man definitiv einen anderen Blickwinkel beim Lesen.

Die Grundgeschichte dürfte recht bekannt sein: Gregor Samsa wacht morgens auf und muss feststellen, dass er eine Kakerlake ist. Im folgenden wird beschrieben, wie seine Familie damit umgeht und welche Gedanken sich Samsa macht. Ihn beschäftigt zunächst seine Arbeitsstelle, die Ängste um Geldeinbußen seiner Familie und wie er ihnen als Riesenkakerlak am wenigsten zur Last fallen könnte.

Leider nimmt die Familie es weniger gut auf und erkennt ihn nicht mehr als Familienmitglied an. Es gibt lediglich ein paar halbherzige Versuche seiner Schwester ihm das Leben etwas angenehmer zu machen.

Ich empfand die Reaktionen als sehr undankbar (in heutigen Romanen würde die Schwester sich sofort allein und nur mit einer Puppe begleitet in eine Parallelwelt aufmachen und ein Heilmittel suchen, dabei auf einen Mäuserich treffen, der auf einer einäugigen Libelle reitet, zusammen die Welt retten und mit dem Heilmittel wiederkommen), da er zuvor Vater, Mutter, Schwester und das Haus finanziell unterhalten hatte und sich nie beklagte. Nun fällt er ihnen zur Last und sie geben ihn quasi auf. Er stirbt dann vor Gram.

Insgesamt hat mich die Geschichte sehr traurig gemacht. Ich möchte hier nicht Kafka und das Verhältnis zu seinem Vater oder seinen Geisteszustand analysieren – wir sind ja schließlich nicht im Deutschunterricht. Aber nachdenklich macht das Büchlein auf jeden Fall, denn Liebe und Fürsorge kann sich bei Schicksalsschlägen schnell ins Gegenteil verwandeln bzw. ausbleiben. Dann sind manche sich selbst die nächsten und vergessen ihre Dankbarkeit oder Fürsorge zu anderen, auch wenn diese noch so dringend ihre Hilfe benötigen.

Daher denke ich, dass man sich vielleicht doch mal wieder einen Kafka zu Gemüte führen kann, auch wenn er noch so düster ist. Die Realität ist es schließlich ebenfalls – auch ohne Kakerlaken.
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Was in aller Welt hat das denn nun wieder zu bedeuten? Da wacht einer namens Gregor Samsa morgens auf und hat sich in ein riesiges Insekt verwandelt. Und der arme Leser soll sich einen Reim darauf machen. Gibt es eine Meinung, eine Intention, die der Autor auf gerissene Art und Weise irgendwo zwischen den Zeilen versteckt hat?
Nein, die gibt es natürlich ist. Kafkas Kunst ist es Bücher oder Kurzgeschichten zu schreiben, die unglaublich weit definierbar sind und somit für jeden Leser eine andere Intention innehaben. Wofür könnte die Verwandlung stehen? Krankheit, Leid, Trennung, Tod, Unglück, Depressionen, Entfremdung, Sinnentleerung oder Beginn eines neuen Lebensabschnittes stellen nur einen Bruchteil möglicher Bedeutungen dar. Ebenso vielfältig lassen sich die seltsamen drei Untermieter und nicht zuletzt Gregors Familie betrachten, die nicht weiß, was sie mit dem neuen, leicht veränderten, Sohnemann anfangen soll.
Fazit: eine Herausforderung an den Leser! Eine richtige Interpretation gibt es nicht. Vielmehr sagt die jeweilige Interpretation vielmehr über den Leser, als über das Werk aus. Lesen als Selbsterfahrung!!!
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am 21. Juni 2005
Die Verwandlung ist sicherlich eines der griffigsten Werke von Franz Kafka. Es ist einfach immer wieder schier unglaublich, wie viel Freude man an den ausgefeilten, skurrilen, genialen Dialogen und Monologen haben kann! Ich wurde infiziert durch das Schloss, habe dann mit "Der Prozess" weitergemacht und bin am vorläufigen Ende meiner Kafka Periode bei "Die Verwandlung" angekommen.
Das Thema passt einfach wunderbar in die Zeit, über die absurde Verwandlung des Gregor Samsa und den daraus resultierenden Problemen, die eine solche Mutation im Alltag nach sich zieht, wird der verzweifelte Versuch eines Individuums, den Zwängen der Gesellschaft zu entfliehen, in Szene gesetzt.
Ich gehe so weit zu behaupten, dass selbst wenn einem der tiefere Sinn eines Kafka Werkes verborgen bleibt, man dennoch unglaublich viel Spaß an diesen haben kann!
Kafka führt die Prozesse unserer Gesellschaft immer wider ad absurdum und das mit ungeschlagener Brillanz. Ich darf es mir eigentlich gar nicht anmaßen ein solches Werk bewerten zu wollen, aber da das hier eine Bedingung ist, gibt es 5 Sterne!
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TOP 1000 REZENSENTam 8. November 2015
Die Handlung ist zwar irgendwie merkwürdig, dennoch ist Kafkas Werk "Die Verwandlung" durchaus lesenswert, was Kafkas speziellem Schreibstil geschuldet ist. Weiters kann man in die knapp 80 Seiten starke Erzählung so viel hineininterpretieren, dass ganze Abende ohne Fernseher verbracht werden können!
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am 1. April 2016
„Ohne jetzt mehr nachzudenken, womit man Gregor einen besonderen Gefallen machen könnte, schob die Schwester eiligst, ehe sie morgens und mittags ins Geschäft lief, mit dem Fuß irgendeine beliebige Speise in Gregors Zimmer hinein, um sie am Abend, gleichgültig dagegen, ob die Speise vielleicht nur verkostet oder – der häufigste Fall – gänzlich unberührt war, mit einem Schwenken des Besens hinauszukehren.“
Die Verwandlung - Franz Kafka

Das Buch fesselt von Anfang bis Ende. Den Film dazu mochte ich nicht. Für Kafka Fans eine klare Leseempfehlung.
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am 31. Juli 2015
Ich liebe diese Geschichte, weil sie so ungewöhnlich und unglaublich sinnvoll ist. Ich wünsche mir das andere Ende, aber wenn ich darüber denke, verstehe ich, dass das Ende richtig ist. Sonst würde die Erzählung nicht so merkwürdig. Jedes Mal, wenn ich die lese, versuche ich raten, was nämlich hier Kafka sagen wollte und jedes Mal finde ich verschiedene Antworten.
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am 15. März 2011
Folgende Rezension bezieht sich nur auf die Ausgabe von Kafkas Verwandlung aus dem "Hamburger Lesehefte Verlag" (ISBN 3-87291-186-4), denn über das Prosastück als solches - die Verwandlung ist, wenn es soetwas überhaupt gibt, Weltliteratur - muss man glaube ich kaum Worte verlieren. Bei der erwähnten Ausgabe fällt die Titelillustration äußerst negativ auf. Franz Kafka schrieb vor der Veröffentlichung der 'Verwandlung' an seinen Verleger Kurt Wolff bezüglich der von Ottomar Starke zu besorgenden Illustrationen:

"Nun habe ich einen kleinen [...] Schrecken bekommen. Es ist mir nämlich, da Starke doch tatsächlich illustriert, eingefallen, er könnte etwa das Insekt selbst zeichnen wollen. Das nicht, bitte das nicht! Ich will seinen Machtkreis nicht einschränken, sondern nur aus meiner natürlicherweise bessern Kenntnis der Geschichte heraus bitten. Das Insekt kann nicht gezeichnet werden!" (aus: Briefe 1902-1924, S. Fischer, Frankfurt a. M., 1975, S.135f.)

Dies wurde vom Verlag offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen, was ich mir nur durch nachlässiges, unsauberes Arbeiten oder Ignoranz erklären kann! Der Prozess von Metapher und gleichzeitiger Entmetaphorisierung, der einen wichtigen Teil zur Undurchsichtigkeit und Ambivalenz der 'Verwandlung' beiträgt, wird damit de facto ausgehebelt - ganz wesentlich wird so der Imaginationsraum, den der Text eröffnet, eingeschränkt.

Deshalb sollte dringend zu anderen, ebenfalls preisgünstigen Ausgaben gegriffen werden, um derartige verlegerische 'Undinger' nicht auch noch zu unterstützen.
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