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am 9. März 2007
Ich bin auf den Titel aufmerksam geworden, weil der gleiche Verlag auch Sekundärliteratur zu Michel Houellebecq anbietet. Und Leser, denen Elementarteilchen von Houellebecq oder 39,90 von Beigbeder vom Gefühl her zugesagt haben, dürften auch an diesem Buch ihre Freude haben. Der Autor schreibt kurze, sehr lesbare Texte in einem schlichten, äußerst direkten Stil, der sich stark an der Alltagssprache orientiert - das Buch ist also nichts für Formfetischisten und Leute mit schlechten Nerven. Denn die Gefühle, die Dietrich auf seine schnörkellose Weise rüberbringt, lassen einen lange nicht mehr nicht los. Die Texte sind mitunter sehr gesellschaftskritisch und trauen sich ohne Scheu auch tabubesetzte Themen anzugehen. In erster Linie rechnen sie ziemlich schonungslos ab mit den Lebenslügen und Perversionen unserer Gegenwart, mit denen vor allem die Generationen der 25 bis 45-Jährigen heutzutage konfrontiert werden. Das geschieht oft auf eine so heftige Weise, daß es einem schon mal unheimlich werden kann. Immer wieder tauchen so die Themen Entfremdung und Einsamkeit auf. Darin liegt auch das für mich einzige Manko des Buches, daß manche Themen wiederholt auftauchen, aber ich vermute, daß sich der Autor hier teilweise auch seine eigene Verzweiflung von der Seele geschrieben hat. Begeistert hat mich das Buch vor allem wegen der eindringlichen Psychogramme, die Dietrich von typischen Zeitgenossen gegeben hat, die wahrscheinlich viele von uns vom Arbeitsplatz oder sonstwie aus dem Alltag kennen werden - und wie gekonnt er die Abgründe hinter der scheinbar heilen Fassade vieler dieser Zeitgenossen darstellt. Letztendlich kann der Leser fühlen, daß er mit seinem Unbehagen nicht allein ist und allein deshalb schon tut die Lektüre dieses Buches gut. Es hat gewissermaßen eine reinigende Wirkung, wirkte auf mich aber teilweise auch wie eine Art Blitzableiter. Und ganz nebenbei liefert Dietrich auch noch ein paar der kribbelndsten Liebeskummer-Flugzeuge-im-Bauch-Abschiedstexte, die ich kenne.
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