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Frauen waren von jeher auf dem Lande unentbehrlich, ohne sie hätte die Landwirtschaft zu keiner Zeit funktionieren können. Sie arbeiteten auf dem Feld, im Stall und erledigten den Haushalt und bekamen nebenbei Kinder - meist sogar sehr viele.

Neben dem Familienleben gestalteten sie auch das gesellschaftliche Leben auf dem Dorf aus, z. B. Hochzeiten oder Erntedankfeste. In ihren Bereichen rund um den Hof hatten sie das Sagen. Besonders in Kriegs- und Nachkriegszeiten übernahmen sie Verantwortung für das Überleben der Familie und entwickelten dabei ungeahnte Talente. Nach heutigem Sprachgebrauch waren sie also Allround-Manager.

Die studierte Volkskundlerin und Ethnologin Annegret Braun beschreibt in ihrem reich illustrierten Buch "Frauen auf dem Land" das Leben zwischen Melkschemel, Feldarbeit, Kochtopf und Waschtrog im Wandel der Zeit. Dabei konnten sich nur die wenigsten Frauen als Bäuerinnen bezeichnen, sie verdingten sich vielmehr als Mägde, Tagelöhnerinnen oder - im Alpenraum - als Sennerinnen. Einige zog es über das Dorf hinaus, sie wurden in ganzen Umland Hebammen und Näherinnen. Vor allem diesen unzähligen Frauen, die auf dem Land lebten und arbeiteten, ohne dass ihr Namen je bekannt geworden wären, ist dieser wunderschöne Bild-Text-Band gewidmet.

Daneben gab es auch einige Frauen vom Lande, die Bemerkenswertes hervorbrachten und die deshalb in die Geschichte der Agrarwissenschaften eingegangen sind, wie Margarete von Wrangell, die mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit den Geheimnissen des Pflanzenwachstums auf die Spur kam.

Die Autorin lässt in ihrem äußerst vielschichtigen Buch die Geschichte der Landfrauen wieder aufleben und führt den Leser durch 150 Jahre Landleben - von damals bis zu den moderne Landfrauen, die heute selbstbewusst, innovativ und gut ausgebildet sind. Ihre Biografien sind mit denen ihrer Mütter und Großmütter nicht mehr vergleichbar.

Wie alle "Frauen"-Bücher aus dem Elisabeth Sandmann Verlag besticht auch dieser Bild-Text-Band neben seinen Geschichten, historischen Abbildungen und Dokumenten durch seine ästhetische und unverwechselbare Ausstattung.

Manfred Orlick
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am 12. Januar 2012
Mehr, viel mehr als nur Informationen

bietet das sinnlich und aufwändig gestaltete Buch Frauen auf dem Land" von Annegret Braun. Sie erzählt in beeindruckender Dichte und reich bebildert die Lebensgeschichte von über 60 Frauen, die sich auf dem Lande, teilweise unter extrem schwierigen Lebensbedingungen behaupteten. Das Buch ist ein Hochgenuss, weil es sich zwischen Romantik und erschreckender Wirklichkeit bewegt. Dies wird auch in der Illustration deutlich, die neben harmonische Gemälde Fotos stellt, von Frauen am Webstuhl, auf der Flucht, beim Wäschewaschen am Fluss oder mit Milchkannen, die gewiss nicht leicht zu heben waren.

Der Leser gewinnt mit jeder Biografie mehr Hochachtung vor den starken Landfrauen. Er wird eingebunden in die Zeiten des Buttermachens und Treckerfahrens; er erlebt Hungers- und Kriegsnöte, beglückendes Familienleben aber auch persönliche Unterdrückung und unterschiedliches politisches Zeitgeschehen. Es ist die Geschichte unserer Vorfahren, der Großmütter und Urgroßmütter. In jeder Geschichte wird die seelische und körperliche Kraft einer Frau deutlich, die ihre Umwelt mitgestaltet. Der Leser wird in die Zeitgeschichte mit hineingenommen. Von der Zeit damals, als noch Ochsen vor den Pflug gespannt wurden, über die Zeit der ersten Wissenschaftlerin und politisch engagierten Frauen bis hin zu den modernen Landfrauen, dem visionären biologischen Landbau, der Künstlerin, der Gaststube...

Dieses Buch ist ein Muss für alle Frauen, die selbst auf dem Lande tätig und in Landfrauenvereinen organisiert sind.
Aber auch gerade für Stadtmenschen" ist es ein Genuss, in dieses Buch einzutauchen um verführt zu werden, über die eigenen Kraftquellen und Wurzeln nachzudenken.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Oktober 2010
In diesem Buch wird über das von Frauen bestimmte Leben und Arbeiten auf dem Land erzählt - eine seltene Thematik auf dem Buchmarkt. Herausragend ist dieses Buch allerdings vor allem aufgrund seiner Illustrationen - mit besonderem Gespür für Qualität sind hier Gemälde und historische Fotografien zusammen getragen worden, deren Betrachten ein ästhetischer Genuss ist. Ein lohnendes Geschenkbuch!
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am 12. Oktober 2010
Wie man es von der Reihe der Frauenbücher aus dem Verlag gewohnt ist, begeistert auch dieser Band durch die geschmackvolle und hochwertige Aufmachung.
Die Kurzbiografien sind spannend verfasst und sehr kurzweilig zu lesen. Illustriert ist das Buch mit zahlreichen Fotos, Gemälden die die Stimmung und das Leben auf dem Land sehr schön wieder spiegelt. Man liest davon, wer wen heiraten darf, von den ersten Biobäuerinnen, von Bäuerinnen, die während des Krieges die Bauern waren und vieles mehr. Interessante Lektüre, die den Leserinnen und natürlich auch potenziellen Lesern Frauenpersönlichkeiten näher bringt, deren Bedeutung nach wie vor unterschätzt wird.
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am 16. November 2010
Die in diesem wunderbaren Buch porträtierten "Frauen auf dem Land" haben schon vor langer Zeit in den unterschiedlichsten Berufen und Tätigkeiten die Fähigkeiten gehabt, die man heute mit dem modernen Wort "multitasking" bezeichnet und dabei so tut, als wäre das etwas ganz Neues. Doch man bekommt beim Lesen der einzelnen Kapitel den Eindruck, dass die Vielfältigkeit der Aufgaben, Tätigkeiten und vor allen Dingen Rollen in der Vergangenheit bei den Frauen auf dem Land mit denen heutiger Frauen gar nicht zu vergleichen ist. Vielleicht auch deshalb, weil die eigenen Rollendefinitionen, die Erwartungen an das eigene Frauenleben und die Vorstellungen von Familie anders waren.

Sechs Pionierinnen der Landwirtschaft werden in der Mitte des Buches vorgestellt und mit Namen genannt: Helene Charlotte von Friedland, Margarethe von Wrangell, die ersten Biobäuerinnen Lili Kolisko, Maria Müller und Lady Eve Balfour.

Ansonsten glänzt das empfehlenswerte Buch mit kleinen thematischen Essays, die jeweils mit zeitgenössischen Gemälden und Fotografien illustriert sind. Da werden porträtiert die Aufgaben einer Magd, einer Sennerin, die Hebamme und die Doktorbäuerin.

Die Titel der einzelnen Kapitel mögen andeuten, was man in diesem Buch alles beschrieben findet:

* Von der Liebe wurde nicht geredet, aber es gab sie doch
* Zwischen Pflicht und Berufung
* Wie sich die Arbeit der Landfrau veränderte
* Volksdichterinnen, Rundfunkfrauen und Stadtmamsells
* Moderne Landfrauen

Das Buch bietet einzigartige sozialgeschichtliche Informationen und ist ein wichtiger Baustein in der umfangreichen und noch lange nicht vollständigen Sozialgeschichte der Frauen in unserem Land.
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am 26. Dezember 2010
Was schenkt man einer Mutter zu Weihnachten, zum Geburtstag, die auf die 80 zugeht und die auf dem Bauernhof groß wurde? Nichts liegt näher, als das Buch von Annegret Braun, das eine vergangene Epoche beschreibt, und dies aus der Sicht der Frauen! Doch letztendlich war es so, dass die Mutter das Buch bekam, ich es mir aber sofort krallte und mich in die ruhigste Ecke hinter den Christbaum zurückzog und eintauchte in die faszinierenden Geschichten aus vergangenen Tagen. Für Jeden/Jede, die sich für die Vergangenheit interessiert, der/die seine Wurzeln selbst im ländlichen/landwirtschaftlichen Milieu hat, wird das Buch eine fesselnde Entdeckung sein. Uns Männern kann das Buch klarmachen, wozu Frauen fähig sind und waren, und dass wir eigentlich nur schmückendes Beiwerk sind! Die Leserin im Erziehungsurlaub wird nach der Lektüre vielleicht manches Selbstmitleid über den Streß mit ihrem einzigen Kind runterschlucken.....Wie auch immer, die Beschreibungen, Einblicke und Biographien sind kurz und packend formuliert, die begleitenden Fotos und Illustrationen eindrücklich, insgesamt ein Buch auf höchstem Niveau, also nicht nur was für die Großmutter!
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am 9. März 2014
Ein schön gemachtes Buch das ohne falsche Klischees zeigt, dass Landleben durchaus vielseitig und für viele sogar erfüllender als Stadtleben sein kann.
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