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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 8. November 2015
Diesen Roman habe ich kurz nach seinem Erscheinen 1982 erstmalig gelesen und war sofort von der grandiosen Erzählkunst Umberto Eccos begeistert. Auch wenn man sich auf die begnadete Sprache etwas einstellen muss, kann man alles gut verstehen und wird in die Geschichte unweigerlich hinein gezogen. Die lateinischen Begriffe werden am Ende des Buches erklärt und so konnte ich mich ohne eigene Lateinkenntnisse gut zurecht finden.

Adson von Melk ist der Erzähler, er ist allerdings inzwischen ein Greis und gibt rückblickend die Ereignisse aus seiner Novizenzeit im Kloster wieder. Der Aufenthalt bei den Benediktinern dauerte eine Woche und so erfolgt auch die Kapiteleinteilung.

Die Tage orientieren sich nach dem strikten Tagesablauf der Mönche und ihrer vielen Gebete und der Essenszeit. Diese Struktur hat mich sehr beeindruckt.
Die Handlung ist gespickt von grausamen Morden und Intrigen, sie wird getragen von der dunklen unheimlichen Atmosphäre im mittelalterlichen Kloster und man taucht in diese andere Welt des Klosterlebens ein.

Dabei begleitet man William mit seinem umfassenden Wissen und seiner kriminalistischen Beobachtungsgabe und der Vergleich zu Sherlock Holmes drängt sich auf. William passt mit seiner Aufgeklärtheit eigentlich nicht in diese von Aberglauben und starrem religiösen Gedankengut getragenen Zeit. So kann Adson viel von ihm lernen und der Leser gleich mit. Die Mordaufklärung ist spannend, aber die Konflikte innerhalb der Kirche sind der eigentliche Schauplatz der Handlung.

Dem Roman anzumerken ist die ausführliche und vielseitige Recherche des Autors über politische und religiöse Streitfragen und Machtkämpfe, philosophisches Gedankengut und über die Geißel des Mittelalters, die grausame Inquisition. Diese Themen sind einzigartig in die Handlung eingeflochten und mit großem Geschick interessant dargestellt.

Es wird ein gut vorstellbares Bild des mittelalterlichen Klosterwesens gezeichnet, das Vorbildcharakter hat und in die Materie einführt. Dieses Eintauchen in eine andere Zeit, in eine unbekannte Klosterwelt und in ein unheimliches Gewirr aus Machtkämpfen, Selbstgeisselung und falsch verstandenem Glauben geht eine Spannung aus, die erschaudert.

Diesen genialen historischen Klassiker sollte man gelesen haben. Die Krimihandlung garantiert eine fesselnde Lektüre, die Sprache versetzt den Leser ins Mittelalter und das Klosterleben wird bildhaft deutlich. Unbedingt lesen!
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am 11. September 2015
Kompliziert geschrieben und sehr weitläufig: Der Autor ist eben Literatur-Professor. Aber immer wieder aufregend zu lesen, wenn man sich die Zeit nimmt, in vergangene Zeiten und Welten einzutauchen. Und unendlich viel besser als der Film. Natürlich.
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am 3. März 2004
... dann kann das durchaus auch großartig ausgehen. Umberto Eco, seines Zeichens ein ganz wesentlicher Vertreter der Semiotik, lange Jahre ein führender Kritiker in Italien, hat es geschafft, sein theoretisches Wissen darüber wie man gute Bücher schreibt in die Praxis umzusetzen.
Bei der Rezension dieses Werkes kommt man eigentlich nicht umhin es mit dem gleichnamigen Film zu vergleichen. Dieser Vergleich fällt wie so häufig eindeutig zugunsten des Buches aus. Wenngleich ich den Film immer sehr gemocht habe, hatte ich immer sehr viele unklare Punkte in der Handlung entdeckt, die ich irgendwie nicht ganz miteinander verflechten konnte. Im Buch gibt es diese Probleme nicht; Eco erschafft ein Bild des mittelalterlichen Klosterwesens das seinesgleichen sucht. Dies aber ist letztlich nur die Rahmenhandlung für das wirklich gelungene Bild der mittelalterlichen Machtkämpfe innerhalb der Kirche ebenso wie zwischen Papst und Kaiser. Wenngleich sich Eco auch seitenlang mit Details beschäftigt so muss man dennoch festhalten, dass die Story sehr dicht ist.
"Ich wollte einen Mönch vergiften", hat Eco später gemeint und das sei der Ausgangspunkt für dieses Werk gewesen. Nun er hat mehrere Mönche vergiftet und eine interessante Kriminalhandlung als Hintergrund geschaffen. Aber Eco konnte es nicht lassen und musste diese Kriminalhandlung natürlich in einen für den Geist sehr fordernden Bereich ansiedeln - letztlich wird die Kriminalhandlung zum Nebenschauplatz. Die Schilderung der größeren Konflikte übernimmt sehr bald die Führung und macht das Buch damit so unendlich kostbar. Besonders interessant ist die Herausarbeitung der vielen religiösen Strömungen der Zeit, etwas das in der Verfilmung gänzlich ausgelassen wird. Beachtenswert ist jedenfalls auch die Art und Weise wie Eco es schafft die Verstocktheit der damaligen Amtskirche aufzuzeigen ohne dabei ins niveaulose abzugleiten.
Weiters sollen hier die beiden Protagonisten kurz beschrieben werden. Da ist einerseits William von Baskerville der seine Vorlage zweifellos in Sherlock Holmes findet, er ist ein exzellenter Beobachter der die holmsche "Deduktion" in exakt der gleichen Weise betreibt. William ist auch weit über den Aberglauben seiner Zeit erhaben, fast möchte man sagen er ist ein aufgeklärter Mensch der Neuzeit und kein Ordensbruder des Mittelalters - aber in Wahrheit gelingt Eco der Hochseilakt, die Figur des William ist kein Anachronismus. Andererseits ist der Icherzähler Adson von Melk zu erwähnen. Er schreibt zwar das Buch als Greis, aber nur selten kommt diese große Lebenserfahrung durch. Die meiste Zeit sieht man die Handlung durch die Augen eines Novizen - der täglich die Welt verwundert kennen lernt.
Die sprachliche Qualität des Werkes ragt deutlich aus der Masse heraus, Eco versteht es mit Worten zu spielen. Das Werk ist natürlich kein Roman, den man nebenher einfach liest - das Lesen dieses Buches fordert schon ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit. Dennoch bleibt es aber immer lesbar im Sinne von verständlich und nachvollziehbar. Ecos sprachliche Gewandtheit stellt eine enorme Herausforderung auch an den Übersetzer dar. Diesem muss man daher ebenfalls ein großes Kompliment aussprechen.
Das Gesamturteil kann nur so ausfallen, dass ich diesem Buch ohne Einschränkungen die Höchstnote zuteil werden lasse. Interessante Story, lehrreiche aber nicht belehrende "Hintergrundberichterstattung", ausgezeichnete Recherche, sauber abgeschlossene Handlungsstränge ohne dem Leser seiner Phantasie zu berauben, sprachlich höchstklassig - mehr kann man von einem Roman nicht erwarten.
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am 16. Dezember 2015
welches ich inzwischen mehrmals gelesen habe (passiert selten, lese Bücher oft nur einmal). Der Schreibstil ist typisch Eco, und es sind jede Menge tolle Gedanken zur Philosophie drin, plus finde ich, dass die Epoche, in der das Ganze spielt, toll übertragen wird. Ein wunderbarer, spannender Roman mit einigem Stoff zum Nachdenken
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am 20. Februar 2016
Leider voller Druckfehler! Ist fast schon peinlich! Und noch teurer als das Taschenbuch. Schade bei einem so wichtigen und klugen Buch!
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am 23. Dezember 2015
Das Buch ist alles andere als leicht Kost! Ich habe sicher schon mächtigere Werke gelesen, aber vom textlichen her nur wenige so anspruchsvolle. Umberto Eco ist ein Garant für anspruchsvolle Literatur, nicht nur seine Schreibweise, sondern auch der Inhalt ist komlex und alles andere als leicht zu durchschauen.
Der Name der Rose ist bekanntlich ein Krimi, der in das düstere Mittelalter reicht und sich nur in einem Kloster abspielt. Düster die Beschreibungen, düster die Geschehen und auch düster die Geschichte. Hier kommt der Glaube unter anderem ganz und gar nicht gut davon. Vermeintliche Hexen, Folter, Hinrichtungen, Iquisition, alles was das düstere Mittelalter einfach hervorbrachte. Ich brauchte vier Wochen, um das Werk zu lesen und manche Seiten musste ich sogar nochmals lesen, vor allem zu Beginn, aber als ich mich dann mit dem Stil angefreundet hatte, rutschte ich regelrecht durch, war in den Sog der Geschichte gefangen.
Ganz großes Werk, ein Meisterwerk!
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am 8. Dezember 2010
Anfang Oktober 1986 war ich 15, als ich das Buch kaufte, und weiss nicht einmal mehr, ob der Kauf vor oder nach der Filmausstrahlung getätigt wurde.
Mindestens 2 Anläufe habe ich gebraucht, um mich in die Bild-Sprache Eco's (bzw. der Übersetzung)hineinzulesen, geschweige denn, die Geduld aufzubringen, wegen mangelnder Latein- oder Abteiischer Ortsunkenntnis andauernd hin- und her zu blättern zwischen Anhang, Lageplänen, Glossar.

Aber mit Bewältigung der kleinen Tücken (was hatte ich doch damals noch für Geduld!)eröffnete sich mir eines meiner (wiederholt gelesenen) Lieblingsbücher überhaupt.

Die Figuren des (britisch trocken und schwarzhumorig)Bruder William und des Adlatus Adson(teils ~ungewollt~ slapstickreif)sind wundervoll beschrieben:
William erscheint als moderner Mensch in einer noch hoffnungslos abergläubischen und unwissenschaftlich geprägten Welt; Adson stehen als jungem unerfahrenen Mönch dauernd Augen und Mund offen vor Staunen und/oder Entsetzen.
Beide Hauptfiguren und all die anderen Akteure zeigen im Laufe der Geschichte Facetten und/oder Abgründe, die an Lebendigkeit nicht mangeln lassen.

Thematisch fesselte mich der Krimiteil(Whosdunnit)genauso wie das innerabteiische Intrigen- und Machtspiel, der trockenen Wortkrieg um die Frage ob denn nun der Erlöser Geld(bzw. eine Börse)besass - und damit im Nachhinein seine Vertreter berechtigt seien, Reichtum und Land zu scheffeln und der Völlerei zu frönen, haarsträubend und entsetzlich die Verhörszenen mit Bernard Gui.
Und die kleine (einseitige) Liebesgeschichte... herzerweichend und hoffnungslos.

Hat jemand beim Lesen des Romans lachen können ?
Ich schon, denn alleine der Dialog des Adson mit William über den Hintergrund von Reliquien: Klasse !

Also Spannung, Humor, Entsetzen und ruhige Passagen halten sich gut die Waage, wie ich finde:

Und was die Verfilmung angeht:
Laut der Beschreibung im Buch hätte vom Äusseren her damals Peter O'Toole oder Michael Caine besser gepasst - aber ich möchte Sean Connery trotzdem nicht missen !

Am besten sieht man den Film UND liest das Buch.
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am 25. Februar 2004
Einige Jahre nachdem er den zweifellos großartigen Roman "Der Name der Rose" fertiggestellt hatte, schrieb Umberto Eco darüber wie dieser Roman entstand und wie Romane überhaupt entstehen. Damit begab er sich vom Erzähler zurück auf die Sichtweise des Wissenschaftlers und man kann wohl sagen ihm ist ein sehr interessanter Hintergrundbericht gelungen.
Der unbedarfte Leser erfährt viel darüber wie der Roman entstanden ist und warum bestimmte Dinge so und nicht anders geschrieben wurden. Eines jedoch vermeidet Eco aus Prinzip - er gibt keine Interpretation, noch nicht mal eine Interpretationshilfe. Er ist der festen Überzeugung, dass der Erzähler seine eigene Geschichte nicht interpretieren darf, und das Bemühen dieses zu vermeiden ist ihm zweifellos gelungen. Wer also von diesem Werk erwartet eine Interpretation des Autors zu erhalten, der wird enttäuscht werden. Wenn man aber mit der richtigen Erwartung herangeht, so ist das Buch jedenfalls ein Gewinn.
Warum nun also nur vier anstelle der fünf Sterne für ein gelungenes Werk. Nun, Eco bleibt mit diesem Werk eigentlich am Rande stehen. Er dringt bei weitem nicht in die Tiefen vor zu denen er zweifellos fähig ist. Ich meine jetzt nicht, dass er sein Werk interpretieren sollte, aber ganz sicher hätte es noch mehr Erwähnenswertes gegeben. Letztlich bleibt bei mir der Eindruck, dass gerade mal ein kurzes Blitzlicht aufleuchtete und vieles im Dunkeln bleibt. Dafür schweift er häufig ab und ergeht sich in einer Einschätzung der Postmoderne und der Änderung der Rezeption in den letzten 30 Jahren. Bestimmt nicht uninteressant, jedoch hätte ich das in diesem Buch nicht gesucht.
Fazit: Man kann dieses Büchlein durchaus empfehlen, da es wirklich sehr interessant zu lesen ist. Einen Stern ziehe ich ab, weil das Gefühl bleibt, dass Eco vieles ungesagt ließ, was jedenfalls erwähnenswert gewesen wäre.
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am 18. Dezember 2013
Anno 1327 finden sich in einem entlegenen norditalienischen Kloster Vertreter verschiedener Glaubensrichtungen und Orden zu einem religiösen Disput zusammen, unter ihnen der Franziskanermönch William von Baskerville. Geklärt werden soll, ob Christus jemals irgendeinen Besitz hatte, ob also auch die Kirche Güter besitzen darf. Ob Gottes Sohn auf Erden einen Geldbeutel hatte oder nicht, interessiert Bruder William nur wenig. Er scheint vielmehr auf der Suche nach Wahrheiten zu sein, die in der Bibliothek der Abtei versteckt gehalten werden. Seine Nachforschungen bleiben nicht folgenlos, denn unwissende Mitwisser müssen ihre Kenntnis mit dem Leben bezahlen. Und Bruder William hat auch diese Zeichen zu deuten...

In Ecos Roman wimmelt es nur so von Symbolen, Metaphern und Anspielungen: Die Bibliothek der Abtei befindet sich in einem trutzigen Turm, in dem man nur durch ein verwirrendes Labyrinth zu den letzten Wahrheiten vordringen kann, die ein blinder Wächter in giftigen Büchern hütet. Wie Bruder William seinem Adlatus Adson schon zu Beginn der Geschichte aufgibt, „die Zeichen zu lesen, mit denen die Welt zu uns spricht wie ein großes Buch“, ist auch der Leser angehalten, hinter der spannenden Geschichte die tiefere Bedeutung zu erkennen, aus dem vergangenen Geschehen das Heutige zu verstehen. Da dies bei Eco nicht oberflächlich und didaktisch geschieht, ist das Buch ein doppelter Lesespaß.

Ein kleiner Trick lässt die Geschichte authentisch wirken: Der Bericht des Adson von Melk stammt aus einem Buch, das Eco in die Hände fällt, wenngleich auch dieses Buch sogleich wieder verloren geht. Es bleibt eine grobe Übersetzung, die nun Grundlage von Ecos eigenem Buch sein soll. Und was ist daran wahr? Was überhaupt ist Wahrheit? Eco warnt in seinem Roman mit eindringlichen Bildern vor dem Kampf um die letzte und einzige Wahrheit. Denn wer diese meint, in Händen zu halten, glaubt auch daran, sie mit Feuer und Schwert verteidigen zu müssen. Und so lange auch in unseren Tagen noch Menschen und Bücher für ihre Wahrheit brennen müssen, sind wir nicht all zu weit über die Inquisition hinaus gekommen.

„Der Name der Rose“ kann auf verschiedene Art gelesen werden: als Kriminalroman, als philosophische Streitschrift, als historische Abhandlung. Eco lässt dem Leser alle Möglichkeiten, drängt nie eine spezielle Sichtweise auf und spricht damit verschiedenste Leser an. Nur der Schauplatz ist ein mittelalterliches Kloster, die Personen und das Geschehen dagegen sind aktuell und modern. Ein atemberaubender Roman, zeitlos, unverändert zauberhaft und immer wieder eine Lesereise wert.
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am 16. Februar 2010
Als das Buch seinerzeit, d.h. 1982, auf Deutsch erschien und für Furore sorgte, bin ich nur bis etwa S. 100 gekommen und habe nicht verstanden, was an diesem Buch spannend sein soll. Es hat mich deshalb nicht überrascht, als ich einmal irgendwo las, das Buch hätte den Ruf, zu den Büchern zu gehören, die zwar viel gekauft, aber wenig gelesen werden. Andererseits kann ich mich an Menschen erinnern, die von dem Buch vollkommen gefesselt waren. Dies vor Augen hatte ich immer vor, es noch einmal zu versuchen.
Ich habe deshalb in der Folgezeit zwar Hörspiel gehört und Film gesehen, aber richtig gefunkt hat es erst mit dieser Lesung. Gert Heidenreich liest perfekt und lässt einen selbst die lateinischen Passagen genießen. Umberto Eco hat ja im Grunde getrickst. Die Krimihandlung dient hauptsächlich als Rahmenhandlung, um uns trotz der langen Exkurse, philosophischen Erläuterungen, Beschreibungen, Erläuterungen über die Machtkonstellation Kirche, weltliche Herrscher usw. bei der Stange zu halten. Und so konnte ich verstehen, warum mir das Buch damals als 13 bzw. 14 Jähriger zu langweilig war. Aber jetzt in der Lesung von Gert Heidenreich habe ich fast alle Aus- und Abschweifungen genossen und bin dem Verlag sehr dankbar, dass er keine Kürzungen vorgenommen hat. Buch und Lesung lassen einen reich beschenkt zurück und obwohl ich die Lesung über einen längeren Zeitraum gehört habe, würde ich sie jederzeit wieder hören.
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