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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
76
4,8 von 5 Sternen
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am 16. Mai 2006
Wer kennt nicht die größten Hits dieses Guitaristen mit der unverwechselbaren Stimme? Josephine, Let's dance, Road to hell und wie sie alle heissen.

In letzter Zeit wurde es aus kommerzieller Sicht ruhiger um ihn. Nach überstandener schwerer Krankheit und zwei von den Kritikern hoch gelobten aber aus Verkaufsicht eher gefloppten Blues-Platten kommt Chris Rea noch einmal mit etwas neuem - und das hat es in sich. 11 (ELF !) CDs als Abschiedsgeschenk an seine Fans. Nett verpackt als gebundenes Buch mit Texten und selbst gemalten Bildern. Sehr geschmackvoll! Die Aufmachung erinnert an alte Zeiten der Vinyl-Platte. Mitlesen und mitträumen.

Aber nun zum Wichtigsten, der Musik. In den letzten Jahren wurde ich durch Chris Reas Neuerscheinungen nicht gerade vom Hocker gerissen. Es gab diese fürchterliche Road to hell Part 2 CD, die die Klasse des Vorgängers suggerierte aber nur schwache Elektronik-Versuche beinhaltete. Dann die letzten beiden Platten, auf denen Chris Rea auf neuem Label dem Blues fröhnte. Interessant zwar, aber einfach nicht so berührend wie seine alten Klassiker. In diesem Gefühl machte ich mich an die neuen Scheiben heran - vorsichtig bis skeptisch. Und dann die Überaschung: schon die erste CD (The beginnings) ist eine richtige Bombe. Eingeleitet vom athmosphärischen "West Africa" über das gitarrenorientierte "Cry for love" und der potentiellen Single "The king who sold his own". Der Abwechslungsreichtum alleine dieser ersten CD liess mich staunen. Diese Qualität hatte ich nicht erwartet. Und so stand mein Mund noch offen, als ich die nächsten CDs reinschob und gar nicht mehr aufhören konnte weiterzuhören. Nach der CD "Beginnings", die dezente afrikanische Einflüsse hat, kommen zwei CDs, die eher in Richtung "Stony Road" gehen, stärker Blues orientiert: "Country Blues" und "Louisianna & New Orleans". Wobei je weiter man hört es auffällt, dass die ersten 2-3 Stücke einer Scheibe das Motto vorgeben und die restliche Stücke nicht ganz so strikt dem Motto folgen. Nach meinem Geschmack - aber darüber lässt sich ja bekanntlich nicht streiten - sind die CDs 2+3 nicht ganz so eingängig wie der Rest. CD 4+5 "Electric Blues" und "Texas Blues" treffen dann wieder genau meinen Puls: die elektrische Gitarre stark im Vordergrund und auch das Tempo der Stücke deutlich angehoben - ganz stark. CD 6 "Chicago Blues" geht auch noch in die ähnliche Richtung wie die beiden Vorgänger, leichte Harmonika Einflüsse. Auch sehr stark. Danach CD 7: "Blues Ballads" - der Name ist Programm. Schöne ruhige Melodien, passend für einen gemütliche Abend bei Kerzenschein und einem Glas Wein. CD 8 "Gospel Soul Blues & Motown" ist die eingängigste Scheibe. Schöne radiotaugliche Tracks, perfekt für das Autofahren geeignet. CD 9 "Celtic & Irish Blues" beginnt wie "Beginnings" mit einem langem Instrumental "Celtic blue" und dem irgendwie bekannt klingendem "Too far from home". Auf dieser CD zitiert sich Chris Rea mehrfach selbst - aus meiner Sicht nicht wirklich verwerflich: auf diese Art gelingt ihm der Spagat zwischen den alten Fan-Wünschen und seinem Anspruch an die Kraft der Blues-Wurzeln. Auch CD 9 kommt damit in meine "Die muss ich noch häufiger hören" Ecke. CD 10 "Latin blues" besitzt wieder eine andere dezente Einfärbung: Karibische Klänge, Reggae - schöne Klänge für die Garten-Party bei heissem Wetter und kühlen Drinks. Sehr eingängig und schön. Abschluss bildet CD 11 "60s & 70s", die mit einigen wirklich nach diesen Jahrzenten klingenden Tracks beginnt, dann aber massiv an Tempo gewinnt und mit "Clarkson Blues" und "Mindless" mindesten zwei richtige Kracher vorweisen kann. Auch das groovende "Ain't that just the prettiest thing" ist einer der Höhepunkte der Platte. Damit gehört auch CD 11 zu meinen persönlichen Favoriten.

Chris Rea schreibt, dass Woodstock eigentlich noch eine weitere Scheibe gegönnt werden müsste, er es aber bei den 11 belassen wollte. Schade eigentlich, wäre sicherlich ein Genuß gewesen, Jimi Hendrix, Santana oder Joe Cocker Anleihen zu hören. Aber sei es drum: die 11 CDs in dieser tollen Aufmachung sind für jeden, der Chris Rea in den früheren Jahren gern gehört hat ein Geschenk. Die vordergründige Blues-Tradition fällt nicht so stark in das Gewicht wie bei Chris Reas beiden letzten Platten. Die Sammlung beinhaltet 11 höchstabwechslungsreiche CDs für viele Stunden genüsslichen Zuhörens. Damit ist die für den Normal-CD-Kauf doch recht teure Anschaffung aber definitiv gerechtfertigt. Bleibt nur zu Hoffen, dass Chris Rea vielleicht doch noch weitermacht, auch wenn es derzeit eher nicht so aussieht.

Chris, thank you.
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am 3. Juli 2006
Wenn ich früher an Chris Rea dachte, dann eher an einen "Weichspülsänger" oder an "Driving Home For Christmas", welches alljährlich aus dem Autoradio erklingt.

Durch Zufall bin ich dann über dieses Album gestolpert, habe es gekauft und niemals bereut!

Es ist ein wunderschönes Album voller verträumter Bluesmelodien, wunderschöner Arrangements und 137 Liedern, von denen kein einziges schlecht ist.

Die Bilder, welche Chris Rea gemalt hat und welche dem Album beigefügt sind, sind aber zum Gesamtverständnis dieses Werkes mindestens genauso wichtig, wie die Lieder. Denn jede Zeichnung hat eine enge Verbindung zum Blues bzw. zu einer bestimmten Epoche oder Spieltart dieser Musik, welche in diesen Malereien gleichsam visualisiert wird.

Dazu noch die Kommentare und Anmerkungen von Chris Rea, ein Interview, eine Erläuterung der benutzten Instrumente und obendrauf noch eine DVD: damit ist das Album perfekt.

Ein unvergleichliches Meisterwerk.
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am 14. Oktober 2005
Auch ich muß meine Begeisterung für die neue 11-CD & 1 DVD Box von Chris Rea kundtun.
Der hatte im letzten Jahr nichts anderes zu tun, als über 130 neue Songs aufzunehmen und die jetzt alle auf einen Schlag zu veröffentlichen. Ein Mann hat seine Bestimmung gefunden. :-)
Wieso gleich 11 CDs? Im Interview gibt er dazu die Antwort: "I just started to think that I wanted to make this - completely for the Hell of it. My labour's free, my studio's free, what else am I going to do this year except cry, because we're all getting old?" Es hätten sogar 50 CDs werden können, aber irgendwo mußte er einen Punkt machen.
Bekanntlich hat Rea ja nach seiner schweren Krankheit im Jahre 2000 zum Blues gefunden und die "seichteren" Pop-Songs hinter sich gelassen. Ihm ging es darum, diese neuen Songs nun auch zu veröffentlichen und damit kundzutun, wie seine Karriere auch hätte verlaufen können. Wenn seine Bauchspeicheldrüse "morgen ganz aufgibt", sollen die Leute dieses Werk sehen und sagen, "Das war Chris Rea".
Auf der neuen Box haben Blues- und 80er-Jahre-Rea aber zusammengefunden. Das klingt alles sehr harmonisch und mit typischen Rea-Chord-Changes versehen sehr melodisch. "Stony Roads" meets "Auberge". Kein Vergleich zur "Blue Jukebox", die ich persönlich eher langatmig fand.
Die Box ist hervorragend aufgemacht, nämlich als Buch mit 11 einliegenden CDs in Papp-Covern. Das Buch enthält ein Interview, natürlich die Songtexte und Erläuterungen zu jedem Song, gemalte Bilder von Rea und Photos von den Aufnahmen.
Die abschließende DVD mit dem Weg zu "Stony Road" dokumentiert die Entstehungsgeschichte der CD und lief bereits mehrfach im Fernsehen (u.a. WDR Rockpalast). Da ich sie noch nicht hatte, ist meine Rea-Sammlung jetzt (mehr oder weniger) komplett.
Die Box ist ein Muß für alle Rea-Fans, von denen es hoffentlich noch ein paar gibt.
Kaufen, kaufen, kaufen! :-)
Andreas Schwartmann
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am 3. November 2005
Chris Rea versucht auf 11 CD's eine Anthology des Blues. Allein mit der ersten CD "Beginning" trifft er voll ins Schwarze. Man hört (und kann es auch nachlesen), daß sich hier mit afrikanischen Instrumenten und Rhythmen auseinandergesetzt wurde. Jedes der folgenden Alben ist gelungen, authentisch und trotzdem einfach nur Mr. Rea. Weiter geht es mit Country Blues, Louisiana, Memphis, Texas, Gospel etc........ Das Beste Album ist vermutlich "Latin Jazz". Die Scheibe sollte auf keiner Fete fehlen. Cool. Ich weiß nicht, wo Amazon die Bücher herbekommt, aber als mein Exemplar geliefert wurde, war es handsigniert. Wer bisher nichts mit Blues am Hut hatte, kann es hier fühlen. Unbedingt kaufen, wer weiß, wielange Chris noch weitermacht.
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am 26. November 2006
leider gibt es nur wenige künstler die im laufe ihrer karriere nicht immer nur dasselbe machen,und an alte erfolge klammern!eines ist jedenfalls sicher...chris rea tut dieses nicht!und das schon seit ein paar jahren.für die 80iger waren seine grossen hits ok so,aber heute immernoch das selbe bringen? NEIN!!

er zeigt nun heute mehr denn je sein geniales gitarrenspiel,seine unverwelchselbare stimme,und fährt somit ein wahnsinns geschütz mit 11 cds und weit über 100 songs auf,die er dann auch selbst komponiert.respekt!

blues aus aller welt,mit unterschiedlichsten instrumenten und sehr guten musikern eingespielt,meist gitarren(wie der titel schon sagt),was man dann auf der dazugehörigen dvd bestaunen kann!!

kein lebenswerk,da ich hoffe das es in zukunft noch mehr davon gibt,aber mindestens so gut!

blues at it`s best!!!
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am 5. Dezember 2011
Als ich im September 2005 mal wieder in unseren hiesigen Musikmärkten herumstöberte, da fiel mir auf einmal eine neue schallplattenähnliche Chris-Rea-Box auf, die hinter den Tresen verschlossen in einer Vitrine stand. Interessiert frage ich den Verkäufer, ob es diese neue Schallplatte von Chris Rea auch als CD gäbe, worauf er mir zu meiner Verblüffung antwortete, dass es sich bei dem guten Stück, was da in der Vitrine stand, um die neue CD von Chris Rea handeln würde. Unglaubwürdig schaute ich den Verkäufer an, und als er mir dann noch sagte, dass das neue Album aus 11 CDs und einer DVD bestehen würde, da war ich mir ziemlich sicher, dass sich der gute Mann, den ich im Übrigen sehr gut kenne, da gerade einen Scherz mit mir erlauben würde. "Welchen Bären wollte mir der hier eigentlich aufbinden. Der ohnehin schon enorm fleißige Chris Rea veröffentlichte doch erst vor knapp einem Jahr das großartige - Blue Jukebox. Und jetzt soll er angeblich ein Album mit 11 CDs und einer DVD produziert haben (?!?) - Also ich habe ja schon vieles gehört, aber das... - Während der Verkäufer mir die "CD" aus der Vitrine holte, vermutete ich, dass es sich bei dieser Edition vielleicht um die ersten remasterten Alben handeln könnte, auf die ich schon so lange warte, und freute mich schon auf eventuelle Bonustracks, B-Seiten, unveröffentlichte Songs, aber meine Freude auf eine Remasterung, verwandelte sich schon sehr schnell in großes Erstaunen, denn der Verkäufer nahm mich in keiner Weise auf den Arm, denn in dieser Box befanden sich in der Tat 11 unterschiedliche neue Blues-Alben und eine DVD.

Auch wenn ich damals etwas knapp bei Kasse war, kaufte ich mir diesen Magnum Opus, den ich bis heute - sechs Jahre später - immer noch nicht vollständig verinnerlicht habe. Was ich damit sagen will ist folgendes. Auf diesem Album, bzw. auf diesen 11 völlig unterschiedlichen Blues-CDs befinden sich sage und schreibe 137 Titel, die erst einmal angehört und verinnerlicht werden müssen. So kommt es heute noch vor, dass ich eine CD dieser Edition in meinen Player lege, und kurz darauf das Gefühl habe, ein völlig neues Lied von Chris Rea zu hören. Ich weiß nicht, wie es möglich war innerhalb eines Jahres 137 Songs nicht nur zu schreiben, sondern auch mit der Band einzuspielen, zu produzieren und abzumischen. Aber eines weiß ich ganz sicher, nämlich, dass sich besondere Menschen eben dadurch auszeichnen oder von den anderen unterscheiden, indem sie so ein gigantisches Projekt einfach realisieren, und Chris Rea ist für mich so ein besonderer, um nicht zu sagen vorbildlicher Mensch und Musiker. So gebührt - Blue Guitars - nicht nur meine ganze Hochachtung, sondern auch mein vollster Respekt, denn diese musikalische Schatzkiste ist ein unglaublich schönes Geschenk für alle Fans und Musikfreunde, und dass auch noch zu einem ganz fairen bzw. moderaten Preis. "Hut ab, vor dieser Fünf-Sternen-Edition."
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am 26. November 2005
Über den Gesundheitszustand von Chris Rea und die damit verbundenen Auswirkungen auf seine weitere Karriere ist ausreichend berichtet worden. Ich möchte daher versuchen, "Blue Guitars" als das zu würdigen, was ich glaube, dass es sein soll, nämlich ein imposantes Abschiedsgeschenk von Chris Rea an seine Fans. Nicht mehr und nicht weniger.
Als langjähriger Fan, der sowohl die kreativen Gipfel einer so langen Karriere bejubelte (Shamrock Diaries, Wired to the Moon, New Light through old Windows, The Road to Hell) als auch einige, wenige Tiefpunkte beklagte (The Road to Hell - Part 2, Espresso Logic), macht mich dieses Werk geradezu besoffen vor Glück.
Nicht allein, dass Chris Rea Musik für 11 CDs komponierte, thematisch und geografisch wohlgeordnet, virtuos gespielt und superb produziert, nein als Fan findet man Reminiszenzen an nahezu seinen kompletten Back-Katalog. So finden sich u.a. in einzelnen Stücken auf der CD "Celtic Blues" diverse bekannte Themen wie z.B. "Nothing to Fear" (von God's Great Banana Skin), "Espresso Logic", "Josies Tune" (von Dancing with Strangers), "Lucky Day" (von On the Beach) und, besonders rührend, "Reasons" (von Wired to the Moon). Das Wiedererkennen macht einen Riesenspaß und entlockte mir so manchen Seufzer. Die CD "Latin Blues" ist von so zeitloser Eleganz, dass sie bei jeder gediegenen Party zum Pflichtprogramm gehören sollte.
Latin und Celtic Blues sind aber nur "Erste unter gleichen". Alle 11 CDs haben ein erstaunlich hohes Niveau und weisen Spitzensongs im Dutzend auf. Empfehlenswert die elektrisch-kraftvollen "Chicago-Blues" und "Memphis-Blues", die den Gitarristen Chris Rea in Hochform präsentieren und einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Abschiedstournee bieten. Bei "60s-70s-Blues" glaubt man den Funken greifen zu können, der Chris seinerzeit zur Musik brachte. Der Beat-Style dieser Zeit ist sehr gut reproduziert, wie man überhaupt den Eindruck haben kann, dass alle Alben klingen, als wären sie zu der Zeit produziert worden, die prägend für den jeweiligen Stil gewesen ist.
Unter dem Strich ist "Blue Guitars" auch wegen seines edlen Artworks (mehr als 50 Bilder, ein Interview, Fotos und eine DVD) ohne Einschränkung zu empfehlen und kann allen Musikinteressierten empfohlen werden, die ein monumentales Werk mit jeder Menge Herzblut des Künstlers besitzen und erforschen möchten.
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am 28. Dezember 2005
Chris Rea hat sich ein Denkmal gesetzt. Sein Earbook „Blue Guitars" gehört für mich ohne Zweifel in die Kategorie „unglaublich und beeindruckend". 11 Audio-CDs und eine DVD, rund 120 Songs mit einer Gesamtspieldauer von fast 10 Stunden, dazu 30 wunderschöne Gemälde, alle Songtexte und Zusatzinformationen zu den Songs, das ist wahrlich eine herausragende Sammlung, die Chris Rea geschaffen hat. Nicht alle Songs sind Ohrwürmer, wie sie der Fan vielleicht von Chris Rea erwartet, aber viele Songs sind darunter, die den Hörer nicht mehr loslassen, teil wegen der eingängigen Melodie, teils wegen der einfühlsamen Texte. Dem Plattenlabel „Edel Records" sei Dank für den Mut, diese Sammlung herauszubringen. Immerhin sind 59,- € eine Menge Geld. Aber diese Investition habe ich nicht bereut. Während seine alte Plattenfirma ein Best of-Album nach dem nächsten herausbringt, zeigt Chris Rea hier seine echte Kreativität. Alle Songs sind Tribute an den von ihm neu entdeckten und neu interpretierten Blues. Aber wenn man genau hinhört, steht schon sein gesamtes bisheriges Werk unter dem Einfluss des Blues'. Lieber Chris Rea, du hast mir mit deinem Earbuch ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht.
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am 22. Oktober 2005
Gleich zu Beginn sei gesagt, dass auch ich dieses Wahnsinnswerk nur loben kann und etwas ähnlich beeindruckendes eigentlich nicht kenne. "Blue Guitars" ist aber einfach ein so tolles Werk, dass man auch schon gelobtes durchaus noch einmal erwähnen darf - finde zumindest ich.
Für mich gibt es dabei (mindestens) 75 Sterne.
Zunächst einmal 5 Sterne für jede dieser 11 genialen Blues-CDs, die mal traditionell, mal modern, mal schwermütig, mal hoffnungsvoll klingen. All diejenigen, die Chris Rea's Stony Road CD zu depressiv fanden, finden auf dieser Sammlung viele viele Lieder, die eine ganz andere Stimmung haben, freilich aber dennoch nichts mit der seichten Kaufhausmusik zu tun haben, die Chris Rea's Plattenfirmen früher von ihm als "Auftragsarbeit" erhalten haben. Natürlich kommen aber auch schwermütige Bluesgefühle nicht zu kurz, die Musik geht sehr oft richtig unter die Haut. Wehmut kommt freilich schon alleine deswegen auf, da Chris Rea sich mit diesem Werk aus dem Musikerleben mehr oder weniger verabschiedet.
Insgesamt sind es 130 Lieder mit einer Gesamtdauer von ca. 10 Stunden und 20 Minuten und wirklich, ich habe keinen schwachen Song gehört, dafür aber, wie facettenreich Bluesmusik sein kann und dass Rea's Stimme für diese Bluesmusik einfach wie geschaffen ist.
Sterne 56 bis 60 gibt es dann für die bereits bekannte DVD. Auf diese wird nicht einfach nur verwiesen, sie wird auch nicht noch einmal separat aufgelegt, sie wird einfach als kostenlose Zugabe mit in "Blue Guitars" aufgenommen. Diese DVD macht aus dem "Ear Book"- wie Blue Guitars bezeichnet wird ebenso ein "Eye Book", wie die vielen beeindruckenden von Chris Rea selbst gemalten Bilder, die beigelegt sind. Die Bilder werden geprägt von der Farbe Blau, die Chris Rea seit seiner Krankheit als starken Einfluss ansieht. Für die Bilder gibt es die Sterne 61 bis 65 und damit ist aber der Inhalt von "Blue Guitars" noch lange nicht zu Ende.
Zu allen Liedern gibt es die Liedtexte, zu den einzelnen CDs eine kleine Einführung, am Anfang des gesamten "Ear Books" ist ein Interview mit Rea abgedruckt, es gibt Bilder von seinen Gitarren und anderen Instrumenten etc. Eine liebevolle, perfekte Aufmachung, die die Sterne 66 bis 70 verdient.
Aus so viel Inhalt würde manch Pop-Sternchen mindestens zwei Biographien "ghostwriten" lassen und dabei mehr Geld verlangen, wie Chris Rea für dieses gesamte Werk inklusive der 11 Musik CDs und der einen DVD. Der Preis mit maximal 60.- Euro ist eigentlich unfassbar billig. Hier gibt es 10 ½ Stunden Musik, eine DVD, viele Bilder, Interviews, Texte etc. zu einem Preis von 2 ½ mal Kuschelrock und das eben in einer wirklich tollen Aufmachung, wie es ansonsten bei CD-Sammlungen überhaupt nicht der Fall ist. Perfekte Preis-Leistung, die Punkte 71 bis 75.
Chris Rea hat, gezeichnet von seiner schweren Krankheit, angefangen, nur noch das zu machen, was er will. Heraus kommt Bluesmusik in all seinen Variationen und ein Werk, bei dem man von Anfang an merkt, dass es ihm nicht darum geht, viel Geld zu verdienen, sondern darum geht, dass sich viele Musikliebhaber diese Sammlung leisten können und viele - "vielleicht auch Blues-Neueinsteiger" - damit beschäftigen. Er sagte, es soll eine Art von Vermächtnis und Lebenswerk sein, bleibt zu hoffen, dass er möglichst viele Käufer damit erreicht.
Rea hat 18 Monate lang 12 Stunden am Tag an "Blue Guitars" gearbeitet und es hat ihm jede Minute Spaß bereitet. Mir wird dieses Ear-Book mit Sicherheit länger als 18 Monate Spaß bereiten, kaum ein anderes musikalisches Werk hat mich wohl mehr beeindruckt wie dieses.
Nächste Jahr geht Chris Rea auf Abschiedstournee, er wird zumindest als der Musiker "Chris Rea" zum letzten Mal in Deutschland Konzerte geben. Ich freue mich darauf und hoffe auf ausverkaufte Hallen und ein Publikum, das ihm Anerkennung dafür zollt, was er mit "Blue Guitars" geschaffen hat.
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am 23. November 2008
Grandioses Meisterwerk
Eigentlich sollte es ein Weihnachtsgeschenk werden. Wollte nur mal in eine CD reinhören. Bin jetzt bei der 10. CD angelangt. Bin von jeder begeistert. Zuletzt hörte ich gerade die Chicago Blues CD. Unglaublich, wie Chris Rea fetzen kann, man fühlt sich in die Zeiten von Mudy Waters und Howlin Wolf zurückversetzt.
Chris verdient höchste Hochachtung, wie er nach schwerer Krankheit ein so umfassendes musikalisches Meisterwerk der verschiedenen Bluesrichtungen geschaffen hat.
Wirklich, auch nach der 10. CD wird es kein bischen langweilig, denn jede verkörpert einen eigenen Stil.
Die Aufmachung des ear-books finde ich ebenfalls sehr gelungen. Chris Rea liefert die großartigen Gemälde dazu, die auf jeder CD die Blues-Richtung auch künstlerisch darstellen.
Mein Tip für alle Blues-Liebhaber. Der Preis stimmt auch.
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