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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
10
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Format: Taschenbuch|Ändern
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"In diesem Buch geht es um Vernunft und darum, was es heute heißt, vernünftig zu sein. Oft verlangt man von uns, vernünftig zu sein, die Vernunft zu gebrauchen. Aber was ist Vernunft? Und was ist vernünftig?" Dies fragt sich Jörg Friedrich in seiner "Kritik der vernetzen Vernunft" und trifft damit genau den Nerv unserer Zeit. Denn fast jeder ruft heute nach Vernunft, hält sie für notwendig und möglich. Aber allem Anschein nach sind die meisten davon überzeugt, dass der Mensch alles andere als vernünftig ist. Der Naturwissenschaftler, Unternehmer und Philosoph unternimmt in seinem Buch den Versuch, Klarheit darüber zu gewinnen, "was Vernunft heute ist, wo ihre Möglichkeiten und ihre Grenzen sind."

In vier Kapiteln (Was weiß man schon? Was tun? Gibt es Hoffnung? Was ist der Mensch?) nähert er sich dieser großen philosophischen Frage, die schon die Alten Griechen umtrieb, in Bezug auf das wichtigste Charakteristikum unserer modernen Wirklichkeit - der Vernetzung, an. Als roter Faden dienen ihm Kants drei große Fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Allerdings modifiziert er sie und verbindet die drei Hilfsverben 'können', 'sollen' und 'dürfen' mit den Verben 'wissen', 'tun' und 'hoffen' anders. Dabei entstehen dann solch interessante neue Fragen wie: 'Was kann ich glauben?' 'Was darf ich wissen?' 'Was kann ich tun?' bzw. 'Was will ich wirklich mit meinem Tun erreichen?', oder: Kann ich alles tun, was ich darf? Muss ich alles tun, was ich soll oder soll ich alles tun, was ich tun muss? Soll ich alles tun, was ich will?

Immer in Hinblick darauf, dass das Handeln des Menschen im Spannungsfeld von Dürfen, Sollen und Müssen steht und vor allem dass wir heute unsere sozialen Beziehungen als Netzstrukturen ansehen und zu beherrschen versuchen, sieht Jörg Friedrich dabei die technisch geprägte Kultur als Heimat der vernetzten Vernunft. Er fragt nach den Unterschieden von Wildnis und Natur, von Kultur und Künstlichkeit oder unterscheidet das Dürfen von Müssen und das Wollen vom Wünschen. "Diese Begriffe sollten die Bedingungen und Voraussetzungen beschreiben, unter denen Menschsein möglich ist, aber auch die Begrenzungen, die dem Menschen dadurch gesetzt sind, andeuten.", so Friedrich. Letztendlich wird sichtbar, "dass die vernetzte Vernunft nichts ist, was sich erst in den letzten Jahrzehnten neu gebildet hätte, aber durch das Internet und die mobile Kommunikation ist sie auf neue Weise prägend geworden für alle Formen der Begründung, für alle Antworten auf die Fragen nach dem Warum."

"Kritik der vernetzten Vernunft" ist kein Ratgeber und gibt auch keinen Überblick über die Philosophiegeschichte Europas. Erst recht stellt es keine Sammlung praktikabler philosophischer Weisheiten oder Ratschläge für den Alltag in den Zeiten von Internet, Cloud-Technologie, Social Networking und mobiler Kommunikation dar. In diesem Buch wird nicht Philosophie geboten, sondern hier wird sich über das manchmal allzu Selbstverständliche gewundert. Nichts anderes heißt philosophieren. Stetig und intensivierend, aber niemals belehrend, sondern animierend, regt Jörg Friedrich zum kritischen Nachdenken an. Zum einen über die Bedingungen, unter denen eine vernetzte Vernunft möglich wird. "Zum anderen, welche stillschweigenden Annahmen die vernetzte Vernunft voraussetzt, um in ihrer Welt klarzukommen, ihr Netz über die Realität zu werfen und sie damit einfangen zu können." Sein Buch offenbart einen inhaltsschweren, jedoch äußerst verständlichen, philosophischen Text, der gleichermaßen für "routinierte" Philosophen wie auch interessierte Laien geeignet ist. Fast ist man gewillt, ihn als philosophischen "Schmöker" zu bezeichnen, denn einmal eingetaucht, legt man ihn nicht mehr aus der Hand. Friedrich zeigt auf eindrucksvolle Art und Weise, dass Philosophie ganz und gar nichts Verstaubtes und Verschwurbeltes innewohnt, sondern dass sie fesseln kann.

Fazit: "Kritik der vernetzten Vernunft" spinnt auf wunderbare Art und Weise einen Faden und animiert den Leser herauszufinden, "was ich weiß und warum ich glaube, etwas zu wissen, warum ich etwas tue, ob es auf Wissen oder auf Normen beruht und ob es Gründe dafür gibt, auf irgendetwas zu hoffen. Und: was ich bin." Eines wird am Ende klar: "Der Mensch ist das Wesen, das nach den Gründen fragt, nach dem Grund, auf dem er steht. Kurz gesagt: Der Mensch ist das Wesen, das philosophiert." Und dazu regt sein Buch ganz und gar vortrefflich an.
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am 23. August 2012
Die Telepolis-Reihe hat bei mir einen sehr guten Ruf, weil sie frischen und unabhängigen Autoren eine Chance gibt. Die vorliegende "Kritik der vernetzten Vernunft" wird diesem Anspruch wieder sehr gerecht! Der Autor, Jörg Friedrich, ist sowohl in der IT-Welt wie in der Philosophie (studiert) zu Hause. Und "Kritik" ist hier nicht mit Nörgelei zu verwechseln, sondern zielt auf ein Klären und Durchdenken von Begriffen.

Zu meiner positiven Überraschung traf ich bei diesem Buch nicht auf eine mehr oder weniger interessante Privatphilosophie, sondern auf eine Übertragung klassischer Philosophie in unsere Netzwelt: Jörg Friedrich greift nicht nur die Fragen, sondern auch die Ansätze von Immanuel Kant auf, um die "großen Themen" anhand der Netzkultur zu diskutieren. Wenn wir beispielsweise am Smartphone eine Wettervorhersage abrufen - was erfahren wir dann eigentlich? Woher "wissen" wir, was uns da präsentiert wird und ob es stimmt? Wem und was glauben, vertrauen wir dabei eigentlich - und mit welchem Recht? Wie wirkt sich das auf unser Selbst- und Weltverständnis, auf unser politisches Engagement usw. aus?

Der Autor erfindet das Rad nicht neu, sondern aktualisiert und "übersetzt" die großen Erkenntnisse und macht damit Philosophie gerade für Netizens wieder zugänglich, interessant und anwendbar. Am Ende dieses gut lesbaren Buches hatte die Netzwelt für mich nichts von ihrem Zauber verloren - aber einiges an Tiefe gewonnen. Liebe Philosophiedozenten - SO macht man das!
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VINE-PRODUKTTESTERam 2. September 2012
Für Friedrich besteht Philosophie darin sich um ein möglichst klares Verständnis der Realität und des eigenen Tuns in der Wirklichkeit zu bemühen, die Voraussetzungen unseres Umgangs mit dem was uns umgibt, aufzuklären. Darum wird auch immer das, was uns selbstverständlich erscheint hinterfragt, also das, was sich normalerweise einem Begründen entzieht. Dabei meint er, dass es prinzipiell nicht möglich sei zwischen richtigen und falschen Antworten auf philosophische Fragen zu unterscheiden. Trotzdem schreibt er ein philosophisches Buch. Für ihn ist das eigentlich Wichtige Fragen bezüglich des Selbstverständlichen überhaupt zu stellen. Darum steht seiner Meinung nach auch Philosophie zwischen Wissenschaft und Kunst: Wissenschaftlich ist sie, insofern sie nach Erkenntnis des Allgemeinen strebt, Kunst insofern, dass sie die Wahrheit des einzelnen Philosophen ist, die Friedrich als ein bloßes Angebot an den Empfangenden ansieht. Diesem kann sie dann aber dabei helfen ein, jeweils sein ‚Netz‘ über die Realität zu werfen und seine Welt zu erzeugen, zu befestigen, bzw. gegebenenfalls auch zu destabilisieren.

Das Buch orientiert sich an den großen Fragen von Immanuel Kant, nämlich was wir wissen können, was wir tun sollen, was wir hoffen dürfen und sozusagen alle diese Fragen zusammenfassend, was denn der Mensch sei. Der Autor verwendet viele Metaphern und Beispiele aus aktueller IT und sonstiger Technik (so ist die schöne Grundmetapher des ganzen Buches die vom vernetzten Gewebe, das wir spannen, bzw. das uns umgibt und in das wir eingebettet sind, jedes Subnetz - das kann z.B. eine Person sein - ist eine eigene Welt, die sich über das Netz dann mit Teilen der übrigen Welt verknüpfen und an die selbst auch angedockt werden kann. Die Netzwege werden überwuchert von einem ‚unordentlichen‘ Gewebe, das z.B. aus unseren (ungeordneten) persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen besteht, die wir gemacht haben, und dem, was wir von unserer Umwelt alles mitgelernt haben. Über Netzpunkte geben wir dann aus diesem Gewebe heraus Informationen von uns geordnet und idealisiert weiter. Als Beispiele für seine Gedankengänge greift der Autor fernerhin oftmals auf solche Dinge wie Apps, Handy, Notebook, Web, etc… zurück).

Da mich besonders das Thema Ethik interessiert, habe ich natürlich mit besonderer Aufmerksamkeit das 2. Kapitel des Buches ‚Was tun‘? gelesen. Hier wartet man vergeblich darauf, gesagt zu bekommen wie man das Gute in seinem Leben erreichen kann, eigentlich ist das auch hier gar kein Thema. Vielmehr wird der Frage nachgegangen, was nach der ‚Welt‘ des Autors eine Handlung überhaupt ist und wie wir durch Kultur, Künstlichkeit, Kunst und Technik die ‚Realität‘ nach unseren Bedürfnissen anpassen, das Problem der Freiheit wird angesprochen und – was ich besonders interessant fand – die Möglichkeiten der Gesellschaftswirksamkeit der Aktivitäten der Online-Community ausgelotet. Das Sollen definiert der Autor lediglich als Ansprüche der Anderen, die an uns gestellt werden, desweiteren reflektiert er auch über Gewissen und Moral. Die Phänomene werden analysiert, aber eigentlich keine begründeten Normen oder Regeln vorgeschlagen.

Das Buch vermittelt mir den Eindruck von Opazität, d.i. es findet kaum explizite Auseinandersetzung mit gegenläufigen philosophischen Ansichten in dem Sinne statt, dass die eigenen Ausführungen von wirklich starken Gegenargumenten unterbrochen (und damit auch vertieft) werden, aber vielleicht ist das ja auch gar nicht so einfach, wenn man anzweifelt, dass es überhaupt richtige und falsche philosophische Antworten gibt, eine, wie ich persönlich übrigens finde, überzogene Skepsis, die ich so nicht teile.

Insgesamt ist es meiner Meinung nach ein Buch, das große Ruhe ausstrahlt und interessante, sehr anregende Gedanken, Bilder und Reflexionen bietet. Ich bin den Ausführungen des Autors gerne gefolgt.
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am 28. September 2012
In diesem Buch geht es laut Untertitel um eine „Philosophie für Netzbewohner“. Philosophie wird dabei als Wundern über Selbstverständliches definiert und Kritik als Analyse der Bedingungen und Möglichkeiten. Was ändert sich mit dem Internet? Als roter Faden dienen die Fragen Kants:

1. Was kann ich wissen?
2. Was soll ich tun?
3. Was darf ich hoffen?
4. Was ist der Mensch?

Wissen ist in der Philosophie als „wahre gerechtfertigte Überzeugung“ definiert. Aber was ist wahr und gerechtfertigt? Glaube ich beispielsweise der Wettervorhersage in meinem Handy mehr als der meines Nachbarn? Woher kommt dieses Vertrauen? Gibt es eine objektive Wahrheit? Jedenfalls werde ich mich bei wichtigen Dingen eher darum kümmern, dass ich verlässliche Informationen erhalte. Das bedeutet aber auch, dass ich mir eine eigene Welt mit einer eigenen Wahrheit einrichte. Technik erweist sich meist als weniger fehleranfällig als Menschen, deren Verhalten unberechenbar ist (weil sie einen freien Willen haben). Ein geplantes Netz bedeutet Ordnung; ein Gewebe bedeutet Chaos. Das Internet ist beides.

Tun heißt, dass ich etwas verändern kann und will. In der Wildnis muss ich dabei mit Gefahren rechnen; in der (gezähmten) Natur ist alles auf den Menschen abgestimmt. Das wird durch Kultur erreicht (Techniken und Regeln). Künstlich heißt dagegen etwas, dass es in der Natur nicht gibt (z. B. Kanäle). Künstliches ist deshalb am ehesten berechenbar. Gemeinschaften (Vereine, Gewerkschaften, Parteien) gründen sich auf einer Kultur und sind insofern künstlich, als sie Fremdes ausschließen. Sie sehen deshalb nur einen Ausschnitt der Realität. Das Internet erleichtert die Bildung von Gemeinschaften (z. B. Blogs oder Foren). Jedoch haben diese virtuellen Gemeinschaften wenig Außenwirkung (ein Rechter wird die Kampagne gegen Nazis auf der linken Webseite nicht lesen, sodass diese nutzlos ist). Man muss mit politischen Aktionen auch die Andersdenkende erreichen. Über das Internet kann man zwar Informationen verteilen und eine Kampagne anstoßen; diese muss jedoch auf der Straße stattfinden (z. B. ein Flashmob). Hier wird die große Schwäche des Internets deutlich: Revolutionen und Basisdemokratie sind im Internet allenfalls lokal und temporär möglich.

Hoffen bedeutet, dass es Alternativen gibt, die ich beeinflussen kann. Das Netz ist offen und bietet viele Möglichkeiten. Das eigentliche Ziel ist immer das Paradies (ein Naturzustand ohne Leid). Dieses Ziel ist natürlich utopisch, aber man kann sich ihm durch neue Techniken annähern. Leider beheben diese zwar bekanntes Leid, führen aber oft auch zu neuem Leid, das man vorher nicht abschätzen kann. Aktuelle Beispiele sind Technik, Medizin, Krankenhauskeime und der Klimawandel bzw. die Energiewende. Hoffnung ist möglich, weil die Menschen bisher immer Auswege gefunden haben. Es muss nur Pioniere geben, die Neues wagen. Die große Schwäche des Netzes ist nun, dass es rational ist und Pioniere das genaue Gegenteil sein müssen.

Wir brauchen ein Bild vom Menschen, damit wir miteinander umgehen können. Der Mensch wird in der Philosophie gern als vernunftbegabtes Wesen definiert; schließt das aber nicht Kranke oder Kinder aus der menschlichen Gemeinschaft aus? Die beste Definition ist: „Der Mensch ist das Wesen, das philosophiert.“ (S. 161).

***

Mir hat das Buch gut gefallen. Es ist eine gute Modernisierung der Kant’schen Kritiken für das Zeitalter des Internets. Die Argumentation ist plausibel und der Leser braucht keine Angst zu haben, dass er mit den Kant’schen Kategorien oder dem Kategorischen Imperativ konfrontiert wird. Die Vorgehensweise ist bei Anlehnung an Kant, Wittgenstein und Heidegger eher pragmatisch. Merksätze, Beispiele, Literaturhinweise und Karikaturen lockern den Text auf.

Die Stärken und Schwächen des Internets als Basis für politische Aktionen werden nachvollziehbar diskutiert. Dabei klingen auch Verbindungen zu den Wirtschaftswissenschaften an, u. a. zur neuen politischen Theorie (Public Choice), den verschiedenen Formen des Wissens nach Hayek sowie der Unmöglichkeit, menschliches Handeln mit Statistiken vorherzusagen (Case Probability nach Mises).

Den Punktabzug gibt es, weil die Argumentation nicht die philosophischen Grundlagen von Existenz (Metaphysik) und Erkenntnis (Epistemologie) beinhaltet sowie das Naturrecht als Begrenzung menschlichen Handelns bzw. der Politik nicht berücksichtigt wird.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine „Philosophie für Netzbewohner“ sucht.
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am 30. August 2012
Philosophie sei eine Brille, durch die wir anders auf die Welt schauen, hat einmal jemand gesagt. Ich weiß nur nicht mehr, wer. Aber die „philosophische Brille“ ist ja auch so schon bekanntes Schlagwort. Jörg Friedrichs „Kritik der vernetzten Vernunft“ jedenfalls ist es viel darum, uns die Gläser ein wenig schärfer zu schleifen. Versuche ich also einmal die „vernetzte Vernunft“ zurate zu ziehen und z. B. bei Google die Stichworte „Philosophie“ und „Brille“ einzugeben, in der Hoffnung, den Autor meines Zitats zu finden – sind wir mitten im Thema. Denn was mir Google, das mir doch eigentlich die Maschen meines Argumentationsnetzes enger stricken helfen sollte, serviert, ist: die reale Wildnis des chaotischen „Web“.

Aber von vorne: Der Autor stellt seinem Buch ein paar Vorbemerkungen voran, die sich bereits vor dem Kauf zu lesen lohnen. Besonders computerfritzig, wie das Cover und die kleinen Comics im Inneren andeuten (und Artikel des Autors auf telepolis auch ein wenig vermuten ließen), geht es hier nämlich nicht zu. Vielmehr gibt es eine Art „Grundkurs“ darin, Wissen, Handeln und Hoffen/Wollen unserer vernetzten Vernunft genauer in den Blick zu nehmen. Wobei Friedrich das Vernetztsein eben grundsätzlich zwischenmenschlich denn „nur“ internetspezifisch denkt. So gibt kein geringerer als Kant, auf dessen Kritik der reinen Vernunft, praktischen Vernunft und Urteilskraft der Titel anspielt, die zentralen Arbeitsfragen vor. Indes braucht niemand Angst zu haben, es auch mit entsprechenden Sprachungetümen zu tun zu kriegen. Immer klar in den Formulierungen versteht es der Autor, uns anhand einfacher Alltagsbeispiele seinen konstruktivistischen Blickwinkel nahezubringen.
Wer schon ein wenig tiefer in der Materie steckt, etwa ein paar der erwähnten Sekundärtexte von Latour oder Deleuze/Guattari kennt, der wird allerdings auch Durststrecken zu überwinden haben. Zielpublikum scheinen nämlich vor allem diejenigen „Netzbewohner“ zu sein, die nach ein wenig Orientierung in dem ganzen Gestrüpp suchen, ohne bereits komplett in den „Netizen“- oder Universitätsdiskursen versumpft zu sein. Oder um sich eben da einmal rauszuziehen. In jedem Fall kein leichter Spagat, der eben auch zu Irritationen führt – mir selbst gerade darum sympathisch. Netizens jedenfalls werden Geduld aufbringen müssen, bis endlich einmal ein paar Modewörter wie „Transparenz“ oder „Netzpolitik“ fallen, philosophisch Bewanderte sich vermutlich daran stoßen, dass es, wenn es richtig spannend-diskutabel wird, dem Fokus des Buches gemäß oftmals nicht weiter in die Tiefe geht.

Unzureichend finde ich Friedrichs Definition der Kunst, die ihre Wirklichkeit mit maximaler Künstlichkeit im Sinne einer „ganz und gar geordneten Welt“ gleichsetzt. Hier will ich ergänzend nur Christoph Menkes „Die Souveränität der Kunst“ erwähnen. Im Rückgriff auf Derrida und Adorno wird darin deutlich, dass Kunst, bei (oder gerade wegen) aller formalen eigenweltlichen „Künstlichkeit“ im Gegenteil immer zugleich auch den Blick auf die ungeordnete, abgründige, vorsprachliche „wilde“ Realität hin mit öffnet. Und nicht nur den Blick, sondern eben auch die Erfahrung derselben. Die mich dann auch wieder auf meine Leiblichkeit verweist.
Weiterhin ist Künstlichkeit auch keineswegs bloß der End- oder Höhepunkt in einer evolutionäre Teleologie suggerierenden Reihe Wildnis, Natur, Kultur. Vielmehr ermöglicht es gerade die allen Ebenen inhärente „Information“, koevolutionäre Abhängigkeiten, Durchlässigkeiten und Gleichzeitigkeiten in den Blick zu nehmen. Friedrichs „Brille“ aber will eben in erster Linie die Konturen schärfen, wobei ironischerweise im Herausarbeiten von Distinktionen gerade die Arten und Weisen, wie die „Farben“ dennoch untrennbar ineinanderfließen, wie alles miteinander verwebt ist, etwas aus dem Blick gerät.
So wäre gleichsam von postrukturalistischer Seite her zu erinnern (von deren Vertretern im Anhang mindestens noch Lacan und Baudrillard fehlen), dass sich auch die Begriffe Wirklichkeit, Welt, Realität, Virtualität und Künstlichkeit eben nicht mehr so sauber voneinander scheiden lassen, bzw. dass sie vielfache Effekte aufeinander haben, deren Ursprungsorte so gut wie nicht mehr auszumachen sind.
Ähnlich wie in Umberto Ecos Roman „Das Foucaultsche Pendel“ bleibt die Verteidigungslinie gegen die großen Gleichmacher Information und Fiktion also verdammt dünn, das Vorhaben ein zwar sympathischer, aber dennoch irgendwie auch: ein Windmühlenkampf; für eine notwendige und tiefer gehende, über die genannten Autoren hinaus gehende Theoriebildung jedenfalls, die nach neuen Handlungsspielräumen jenseits der Postmoderne/Posthistoire sucht, wären vielleicht, wie u.a. Steinweg oder Badiou es versuchen, die konstruktivistischen Paradoxien der Begriffe „Wahrheit“ und „Subjekt“ noch genauer in den Blick zu nehmen. Um die das Buch ja eigentlich die ganze Zeit kreist, kommen von diesen beiden schließlich die hauptsächlichen und notwendigen Positionsbestimmungen im Gewebe, aus denen dann Haltungen und Entscheidungen resultieren.

Aber das ist Korinthenkackerkritik, immerhin, ich sagte es schon, will das Buch eben erst einmal nur ein Fundament für die weitere Beschäftigung legen. Und dafür wird man viel Hilfreiches und Klärendes darin finden; ich verweise hierzu auf die Kritiken von Michael Blume und Mario Scheuermann. Friedrich hebt sich angenehm von manch blind-euphorischer Netzutopie und entsprechenden Sprechblasen/buzzwords ab, wie sie zahlreich aus dem angloamerikanischen Raum zu uns schwappen, setzt dem vielmehr einen nüchtern-analytischen Blick entgegen (wie ich selbst, so viel Eigenwerbung sei an dieser Stelle erlaubt, ihn von literarischer Seite her ähnlich auch für mich in Anspruch nehmen würde).
Dass überhaupt einmal jemand aus dem deutschsprachigen Raum sich auf sehr zugängliche Weise mit technikphilosophischen Fragen auseinandersetzt – und damit dennoch riskiert, von nur Wenigen gelesen zu werden -, dem allein gebührt schon Anerkennung. In jedem Fall wird nach der Lektüre der Blick auf die Netze vielfach geschärft: man vor Spinnen wie Spinnereien früher gewarnt sein.
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am 4. Oktober 2012
Großartig, dachte ich: Ein philosophisches Buch über das Netz und was es mit uns Menschen macht und was wir mit ihm machen können: Kritik der vernetzten Vernunft: Philosophie für Netzbewohner von Jörg Friedrich. Ein Buch für mich, für den Netzbewohner. Solche Themen machen mich neugierig.

Erst einmal musste ich mich jedoch in Geduld üben, denn die ersten knapp 60 Seiten lesen sich wie ein Lehrbuch zur Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie, immer entlang gehangelt an Kant, manchmal im Stile der Meditationen von Descartes (19 f., 34 f.), aber immerhin klar und interessant geschrieben und anhand alltäglicher Beispiele und Metaphern erklärt. Es wird deutlich, das Jörg Friedrich eine verlässliche Basis für sein Thema Vernetzte Vernunft mithilfe von exakten Definitionen legen möchte.

Das die Verlässlichkeit unseres Wissens auf tönernen Füßen steht, mag die Quintessenz der ersten Hälfte des Buches gewesen sein. Das hätte man für meinen Geschmack auch etwas knapper und straffer herleiten können. Philosophisch vorgebildeten empfehle ich deshalb, die erste Hälfte zu überfliegen und mit dem Kapitel Was tun? (61) einzusteigen, aber auch dort noch zügig querzulesen.

Denn hier geht es zunächst weiter mit Begriffsklärungen: Kultur, Natur und Wildnis werden ebenso wie Realität, Wirklichkeit und Welt differenziert. Heraus kommen wieder klare und plausible Eingrenzungen wie zum Beispiel: "Kultur können wir als den regelmäßigen Eingriff von Menschen in die Realität betrachten, sodass Wirklichkeit entsteht, die mit einer Welt zusammenpasst" (71). "Dabei verstehen wir Welt als die Vorstellung, das Verständnis, das der Mensch von der Realität hat. Wirklichkeit ist der Ausschnitt der Realität, auf die das Handeln des Menschen Auswirkungen hat und deren Prozesse umgekehrt auf den Menschen wirken" (78). Oder: "Natur ist das, was herauskommt, wenn die Wildnis zugänglich, beobachtbar, verständlich gemacht worden ist" (67). Zwischendurch findet man noch kleine Juwelen wie etwa: "Die Sehnsucht nach der Natur ist nichts anderes als der Wunsch nach Erholung von den vielen Stolperfallen, die mir die Wirklichkeit bereitet und auf die mich meine Welt nicht vorbereitet hat" (69).

Friedrich kommt hier zurück zum eigentlichen Thema und stellt noch einmal klar (es ist in der vorgenannten Definition bereits implizit enthalten), dass die kulturelle Wirklichkeit die Domäne der vernetzten Vernunft ist und die Wildnis - also das unerschlossene und nicht geformte - eine Art Jenseits dieser vernetzten Vernunft ist, regellos, unverstanden, nicht verlässlich.

Immer noch rutscht der nach neuen philosophischen Erkenntnissen zur Netzkultur oder -soziologie gierige Leser auf seinem Stuhl herum. Die erste Hälfte des Buches ist durchgelesen und noch immer ist nichts zu ahnen von der versprochenen Philosophie für Netzbewohner. Dann geht es zögerlich los mit einem Vergleich: "Die Trolle sind das »Unkraut« des Internets" (81), also die Elemente, die aus der herrschenden Ordnungsstruktur des nützlichen und guten hinausfallen. En passant kann man hier nicht nur etwas über Online-Communitys lernen, sondern auch immer wieder das eine oder andere Detail zur Datenübertragung und -speicherung aufschnappen. Friedrich entwirft hier ganz undramatisch kulturtheoretische Leitplanken, um die gegenwärtigen technischen Entwicklungen einzuordnen und auf der Basis bereits bekannter Kulturtechniken zu verstehen. Interessant ist zum Beispiel die Feststellung, dass die Regeln für solche Communitys - analog zu anderen gesellschaftlichen Domänen - nicht in ihrem Handeln und Kommunizieren selbst festgelegt werden, "sondern in gesonderten politischen Institutionen" (93), was im Moment heißt, dass sie keine demokratischen Gemeinschaften sind. Immer wieder unterbrochen werden diese langsam Fahrt aufnehmenden Überlegungen für Netzbewohner durch allgmeingültige und manchmal langatmige soziologische Erklärungen (Kultur und Politik oder Handeln nach Gesetzen), die uns auf das Verständnis der Online-Welt vorbereiten sollen. Lang und breit erklärt werden auch Tatsachen wie die, dass die Ausdrucksmöglichkeiten in Online-Comunitys beschränkt seien. Man könnte entgegnen, dass das prinzipiell für jede Kommunikation gilt und bei Übertragungstechniken wie Brieftauben, Morse oder Telefonaten sogar noch restriktiver ist, es sich also nicht um eine Besonderheit der Online-Kommunikation handelt. Ebenso zu lang geraten, finde ich die anschließenden Ausführungen über den Willen, die Handlungsfreiheit und Notwendigkeiten, die alle zwar gut formuliert sind, aber so allgemeingültig bleiben, dass sich dem Leser die Verbindung zum vom Untertitel versprochenen Thema nicht erschließt.

Als es schließlich um Organisation im politischen Handeln geht, stößt Friedrich direkt und ohne weitere Umwege ins Thema vor: Vor dem Internet war politisches Handeln (wenn man Terrorismus und andere subversive APO-Aktionen ausklammert) für den einzelnen mühsam und langwierig, denn es galt sich in die Strukturen von Organisationen einzupassen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen, dem im günstigsten Fall ein kleinster gemeinsamer Nenner zugrunde lag. "Die Vernetzung und die mobile Online-Kommunikation versprechen gegenwärtig, diesem Problem abzuhelfen." Durch die Dynamik und Flexibilität des Webs bzw. der vernetzten Vernunft und die Abwesenheit von Hierarchien, Autoritäten und Ordnungen, so Friedrich, komme es jedoch zu einer Richtungslosigkeit, mit der man die Gesellschaft nicht bewegen könne.

Einer Gesellschaft liegen ganz andere Komplexitäten zugrunde, als einem physikalischen System. Zum Beispiel mag es sein, dass Online-Communitys kaum die Wirklichkeit in eine Richtung hin verändern. Aber ist das nicht sowieso ein Denken aus einer Klassengesellschaft? Muss heute eine Kommune noch die Gesellschaft verändern? Vielleicht kommt es jetzt wieder mehr denn je darauf an, dass sich aus den Einzelinteressen von Individuen letztlich die großen Zusammenhänge ändern, ohne dass es einer ruckartigen gesellschaftlichen Umwälzung bedarf. Ein Beispiel: Informationen über miese Geschäftspraktiken oder Umweltverschmutzungen, Korruption und Ausbeutungen sind heute dank des Internets, dank seiner Blogger und Datenbanken wie Wiki Leaks so zugänglich wie noch nie zuvor. Hierdurch entsteht ein Druck auf Organisationen, sich ethisch und nachhaltig zu verhalten. Das schlägt bereits in "vorauseilenden Gehorsam" um und führt zum Trend der Green Industry, weil Firmen erwarten, dass ihnen daraus ein Wettbewerbsvorteil entsteht. Vielleicht sind es diese Veränderungen, die unsere Zukunft sicher stellen.

Ein anderes, diesmal aus der Psychologie bekanntes, Argument - das sich des Phänomens der confirmation bias bedient - soll unsere Zweifel an der Eignung des Webs für das politische Handeln zementieren.

Zum einen finde ich, dass Friedrich hier das Individuum ganz generell unterschätzt und somit weder dem Zeitungskäufer der letzten Jahrhunderte (wie wir wissen, lesen viele politisch Interessierte die BILD, gerade weil diese Zeitung ihrer Meinung in den meisten Fällen entgegensteht), als auch den modernen Blog-Leser. Es liegt nämlich tatsächlich im Ermessen jeder einzelnen Person, ob sie selektiv nur liest, was sie in ihren Urteilen bestätigt oder versucht darüber hinaus zu schauen. Zum anderen wird hier ein ganz wichtiger Aspekt vernachlässigt: die Produktion. Blogs, Twitter, Google Plus etc. sind nicht nur Rezeptionskanäle, sondern auch Produktionskanäle, Sender statt nur Empfänger. Das ist schon ein fundamentaler Unterschied, indem das Web, anders als die herkömmliche Presse, heute jedem ermöglicht an gesellschaftlichem Diskurs auch produktiv teilzunehmen.

Friedrich argumentiert weiter, dass der Online-Welt das Leibliche fehle, also die Übertragung der Online-Aktion in wirkliche Veränderung, Wirklichkeitsveränderung. Man könnte dagegen halten, dass man das auf einem individuellen Level gar nicht überprüfen kann. Meine Frau liest online Rezepte und kocht diese dann zu Hause nach. Das übersetzt sich für mich in absolute Körperlichkeit. Die Online-Aktion wird hier in Wirklichkeit umgesetzt. Warum soll das nicht mit politischen Gedanken gehen. Beispiel Minimalismus: Das war ein Hype unter Bloggern im letzten Jahr. Inzwischen wird darüber nicht mehr so viel geschrieben, aber viele Leute leben heute danach. Sie konzentrieren sich aufs für sie Wesentliche, besitzen weniger und haben weniger Verpflichtungen, aber dafür mehr Zeit, leben umweltverträglicher usw. Natürlich wird sich daraus auch kein Klassenkampf entwickeln. Aber wer denkt, dass Wirklichkeitsveränderung nur durch konzertierte Aktionen vieler Tausender Menschen stattfindet, blendet das Private aus. Und war das Private nicht politisch?

Viele mögen von ihrer Politik und Industrie im Privaten mehr Transparenz erwarten, ohne dafür je demonstrieren zu gehen. Diese Erwartungen werden dennoch erfüllt werden müssen, sobald ausreichend viele diese Erwartungen haben und danach wählen und konsumieren. Genau für solche Bewusstseinsbildung ist das Web, ganz im Gegensatz zur herkömmlichen Presse, ein idealer Inkubator. Die Gefahr der confirmation bias besteht natürlich und somit auch die Gefahr der Selbstüberschätzung. Es kommt aber darauf an, diese Gefahr zu kennen und gegenzusteuern.

Friedrich hat jedoch etwas anderes vor Augen, er meint politische Aktion im herkömmlichen Sinne, für die das Web ihm noch nicht reif erscheint. Gut gefällt mir, dass Friedrich für die von ihm diagnostizierten Probleme Lösungsvorschläge bietet.

Eine weitere Schwäche der vernetzten Vernunft sei, dass sie gerne den Bahnen ihres Netzes folge, anstatt aus ihnen auszubrechen und neue Wege zu beschreiten. Aber auch hier macht uns Friedrich Hoffnung. Auch Angela Merkels Alternativlosigkeit, die ja bisher kein Aufruf zum Aufbruch, sondern einer zum Festhalten war, könnte hiermit geholfen werden. Der Amerikaner sagt: "Think outside the box!" Neue Wege entdecken oder erst einmal Spuren legen - man nennt das Kreativität - das scheint auch Friedrich der vernetzten Vernunft zu empfehlen.

Im Schlusskapitel wird Friedrich dann noch einmal ganz allgemein anthropologisch und fragt: "Was ist der Mensch?" Jedenfalls als Individuum nicht vernünftig, jedoch bilde sich die Vernunft zwischen den Menschen als vernetzte Vernunft. Der Ausbruch aus diesem Netz gehört genauso dazu, wie das vernünftige Folgen der Bahnen dieser Netze. Und an diesem Punkt, so verstehe ich Friedrich, wird das Buch wichtig: Es ruft uns auf, sich nicht auf die vernünftig geprägten Bahnen zu verlassen, sondern unsere innere Wildnis, das Chaos zuzulassen und kreativ zu nutzen, um völlig neue Netze zu knüpfen. Inwiefern das allerdings heute für "Netzbewohner" wichtiger sein sollte, als für den modernen Menschen seit der Renaissance, erschließt sich mir nicht.

Laut Index kommt das Wort Internet acht mal im Text vor, online drei mal, Facebook ein mal und Google gar nicht. Man kann also vermuten, dass "Philosophie für Netzbewohner" ein Griff in die Marketing-Trickkiste des Verlags war, um dieses Buch an den netzaffinen Heise-Menschen (es ist ein TELEPOLIS-Buch) zu bringen. Ich denke, dass es auf jeden Fall etwas für den Heise-Menschen und jeden anderen ist, der Lust am Philosophieren hat und sehen will, wie sich Metaphysik heute erklären lässt. Denn das kann Jörg Friedrich wirklich gut. Nur sollte man nicht erwarten, dass es speziell für Netzbewohner geschrieben ist.
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am 1. Dezember 2014
Banal & lächerlich.

Die zitierten Originalwerke sind aufschlussreicher, umfangreicher, und oft sogar einfacher zu lesen, weil sie sich das Drumherum-Gefasel sparen, und auf den Punkt kommen.

In Zeiten des Internets hätte es auch eine Linkliste getan, statt alles dutzendfach und elendig umformuliert in ein neues Werk zusammenzuklauben.
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am 5. November 2012
Das Buch enthält sicherlich keine seichte Belletristik (was ja auch nicht
zu erwarten war). Es war aber trotzdem kurzweilig und hatte durchaus seine
humoristischen Momente.
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am 27. Dezember 2012
Das Thema des Buches ist interessant gewählt und hat viel Potenzial. Hier hätte man wirklich etwas daraus machen können.
Leider verliert sich der Autor in Oberflächlichkeiten und Geschwafel. Echte Philosophie, im Sinne einer systematischen philosophischen Betrachtung des Umgangs mit neuen Technologien, fehlt.
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am 26. August 2012
Eine "Kritik der vernetzten Vernunft", die im Netz nicht zu finden ist?! Ts-ts... jetzt aber bitte ganz flott die Kindle-Ausgabe, sonst Leidet die Glaubwürdigkeit.
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