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Kundenrezensionen

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am 6. November 2011
Eine Stadt tanzte auf dem Vulkan. Die Jahre 1919 (in welchem der Kaiser nach Holland ins Exil ging und die strengen wilhelminischen Gesetze ihr Ende fanden) bis 1933 (in welchem Hitler's Machtergreifung dem Spaß nicht nur in Berlin das Ende setzte) schienen in Deutschland aufgrund des Wegfalls des einen Extrems bis zum Beginn des anderen Extrems zu einem explosiven Suchen und zur Erforschung neuer Werte und Grenzen geführt haben. Auch die Wirtschaftslage des Landes begünstigte Grauzonen vieler Betätigungsgebiete wie z. B. Prostitution oder Okkultismus. Ausländische Besucher konnten mit ihrer Währung um wenig Geld in Saus und Braus feiern und leben und haben dadurch auch sagenhafte Eindrücke von Berlin in die Welt hinaus tragen und somit damals das Bild des Sündenpfuhls und des erotischen Mekkas prägen können... ein Bild, welches man auch heute noch von dieser wunderbaren Stadt serviert bekommt. Der "britische Peter Pan" - Christopher Isherwood - war an der Zeichnung des "Sodom an der Spree" maßgeblich beteiligt. Das Buch schildert kurzweilig und informativ die schillernde Vielfalt Berlins in jenen Jahren: In Kapiteln über die sexuelle Bandbreite der Stadt (von den verschiedensten Formen der Prostitution und des schwullesbischen Lebens oder den sexuellen Grenzgängern bis hin zu interessanten Berichten über Nudistenvereine, dem Lustschmerz Ergebenen und anerkannten Sexualwissenschaftern wie Dr. Magnus Hirschfeld), dem Aufblühen des Okkultismus (u. a. Hanussen) und der Sexualmagie über die Verbrecherwelt bis hin zum Weltenbrand in den 30er Jahren schildert das Buch mit ausführlichen Beschreibungen von Lokalen, Typen und Jargons und unterstützt von ausgefallenem, seltenen, amüsanten wie auch verwunderlichen Bildmaterial eine unglaubliche lebhafte Periode der Stadt... die damals trotz der jämmerlichen Lage zu feiern verstand. Dem Buch ist auch eine CD beigefügt, die musikalisch die erotische Stimmung der sündigen Jahre zu vermitteln weiß.
Wer sich für Berlin und die Geschichte der Stadt interessiert - dies ist eine ideale Ergänzung zu den obligatorischen Stadtinformationen!
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am 8. August 2014
Der Autor versucht, ein Bild der erotischen/sexuellen Seiten des Berlins der 20er Jahre zu entwerfen. Dabei geht er allerdings erschreckend unwissenschaftlich vor, sodass das Buch bestenfalls dafür geeignet ist, sich einen allgemeinen Überbblick zu verschaffen.

In unübersichtlicher Weise vermischt er schlecht recherchierte Fakten (wer sich auskennt, bemerkt recht schnell Falschinformationen oder kleine Unrichtigkeiten) mit Hörensagen. Keine seiner Zitate oder Informationen belegt er mit Quellennachweisen, sodass nie klar wird, woher er seine Informationen nimmt und wie glaubwürdig sie sind. Selbst ein Blick in das Literaturverzeichnis hilft einem da nur bedingt weiter, welches bei einem Buch dieser Informationsfülle erschreckend knapp ausfällt. Für ein populärwissenschaftliches Buch, dass einen geschichtlichen Zusammenhang für ein breites Publikum darstellen will, ist sowas an sich zu verschmerzen, nicht jedoch ein Buch, dass sich selbst den wissenschaftlichen Anstrich gibt, Primärrecherche zu betreiben.

Der einzige Pluspunkt ist die reiche Bebilderung mit Abbildungen, die sonst nirgendwo zu finden sind - sie allein retten das Buch vor einer Bewertung mit einem Stern. Doch auch hier enttäuscht Gordon auf ganzer Linie: Die Bilder sind nur ungenügend und z. T. gar nicht beschriftet, ein Abbildungsnachweis mit zusätzlichen Informationen fehlt gänzlich. Der Autor vertröstet mit der Information, dass die Bilder aus seinem Privatarchiv stammten und eine sehr komplizierte Urheberrechtsgeschichte besäßen - sind nähere Informationen gewünscht, solle der Leser sich doch an den Verlag wenden.

Schließlich fällt auch die Sprache unangenehm auf. Ein geschichtlicher Überblick und selbst eine wissenschaftliche Abhandlung muss nicht immer trocken und langweilig formuliert sein - sie sollte aber trotzdem eine gewisse Objektivität bewahren. Das Zusammenspiel des Themas "Sex" und einer sehr sensationslüsternen Sprache in diesem Buch fällt unangenehm auf. Man bekommt das Gefühl, es gehe dem Autor nicht um eine ernsthafte Darstellung aller Spielarten von Sexualität und Erotik während der Weimarer Republik, sondern um eine RTL-2-würdige Aneinanderreihung von Abarten und Perversionen. Wohlgemerkt: es geht mir hier nicht um den Inhalt, sondern allein um den Umgang mit den gelieferten Informationen in Sprache und Gewichtung.

Möglicherweise ist dies aber auch ein Problem der Erwartungshaltung: Wenn ich die Begriffe Sexualität und zwanziger Jahre höre, dann denke ich an eine Zeit, in der sich unglaublich viel verändert hat: das Frauenbild, die kürzer werdende Mode, der (offene) Umgang mit Sexualität, eine bessere Zugänglichkeit zu Verhütungsmitteln, die verbesserte Akzeptanz von Homosexualität, die Nacktkörperkultur usw. Abgesehen von Homosexualität, Nacktkörperkultur und dem sicherlich essentiell wichtigen Magnus Hirschfeld taucht hier jedoch nichts auf - stattdessen bleibt es bei Oberflächlichkeiten und der Aneinanderreihung pikanter und "perverser" Geschichten. Wie bahnbrechend die Entwicklungen in diesen Bereichein in Berlin und Restdeutschland waren, wird bestenfalls am Rande deutlich. Der Autor hat hier den (amerikanischen?) Mythos vom "verruchten Berlin als Mekka des internationalen Sextourismus" zum Anlass genommen, ein Berlin zu beschreiben, dass in keinerlei geschichtlichem Kontext steht, sondern wie in einem Vakuum existiert.
Literatur, Zeitzeugenberichte und Fotographie/Kunst werden nicht in den Kontext gesetzt oder kritisch geprüft, sondern einfach für das genommen, was sie auf den ersten Blick zu sein Scheinen: Abbildungen der Realität ohne jegliche Zwischentöne. So funktioniert Geschichte aber nicht, und wissenschaftliches Arbeiten schon gar nicht.
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am 15. Juni 2015
Die vielbeschworenen "goldenen Zwanziger", in deren Zeitspanne Berlin zur Kulturmetropole wurde, werden in diesem Buch aus erotischem Blickwinkel betrachtet. Seien es Nachtclubs, Amüsiermeilen, Bars oder S/M Studios - die Historie des sexuell auschweifenden Berlins von 1920 - 1933 wird detailliert erläutert und mit vielerlei Bildern und Zeichnungen visualisiert. Für Freunde der Weimarer Republik durchaus mal einen Blick wert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Dezember 2012
Dieses großformatige, opulent mit zeitgenössischen Fotografien, Zeichnungen und Plakatabbildungen ausgestattete Buch erzählt vom moralischen Zusammenbruch durch den Ersten Weltkrieg, der harten Inflationszeit und dem Aufstieg des Berliner Amüsierbetriebs zum internationalen Publikumsmagneten. Die Vielfalt der Abbildungen ist sehr lohnend, der Text des amerikanischen Autors, eines Theaterwissenschaftlers, hätte allerdings bei der Übersetzung auch auf korrekte zeitgeschichtliche Angaben hin überprüft werden müssen (anders als dargestellt gab es das Frauenwahlrecht nicht schon vor dem Ersten Weltkrieg, sondern erst mit der Wahl zur Weimarer Nationalversammlung, dort herrschten auch noch nicht wie behauptet die extremistischen Parteien vor).
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am 11. Dezember 2014
Alles was damals (und heute noch) Spaß macht(e), findet sich in diesem Buch: leichte Mädchen, knackige Burschen, Grenzgänger und nackte Tatsachen, Lust und Schmerz, Verbrechen und Okkultismus ... vor allem eins: Unterhaltung und keine wissenschaftliche Abhandlung (gähn). Für Spaßbremsen mit einer Lustfeindlichkeit ist dieser komprimierte Rausch also absolut ungeeignet!
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am 26. Juni 2012
Das Buch Mel Gordons ist toll. Man wünscht sich in die Zeit zurück, um das vergangene Nachtleben Berlins einmal miterleben zu können. Die Vorrezension sagt alles was es zu sagen gibt. Für den Inhalt definitiv fünf Sterne.

So kann ich mich dem Punkt Buchgestaltung widmen, der mir nicht zusagt. Das Format ist unhandlich. Ein gemütliches Schmökern, im Bett oder auf der Couch ist so gut wie unmöglich mit dem Monster, das ausgeklappt an die stolze 60 cm aufweist. Und es ist schwer. Zusätzlich aufgemacht wie ein trockenes Sachbuch, typisch deutsch, uns traut man ja nicht viel zu. Mir ist das alles zu düster, für so ein opulentes Thema, man sieht es ja schon am Cover. Ich empfehle jedem der gute Englischkenntnisse besitzt oder nicht zu faul zum übersetzten ist (so wie ich) die englische Ausgabe: Voluptuous Panic: The Erotic World of Weimar Berlin, dessen Titel ich alleine schon passender finde. Illustrationen und Inhalt ist gleich, aber nach meinen Empfinden, sind Bilder und Text harmonischer miteinander gesetzt. Der Gesamteindruck ist kompakter. Illustrationen und Fotos besser in Szene gesetzt. Das Design ansich kontrastreicher. Für mich sehr bedauerlich, dass nicht das Original als Maßstab genommen wurde, es ist irgendwie flippiger und visualisiert die Verrücktheit dieser Epoche.
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am 19. Mai 2014
Ein wunderbarere Bildband und eine Fundgrube für Geschichtsinteressierte, die nicht nur nüchterne Fakten, sondern auch die Atmosphäre der jeweiligen Zeit kennenlernen möchten. Sehr zu empfehlen!
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am 1. Februar 2013
Das Buch befand sich in einer prima Kondition !
Die Beschreibung, etc. war dem Produkt entsprechend.
Die Lieferung erfolgte sehr zeitnah.
Es gab nicht auszusetzen.
Chris
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