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TOP 100 REZENSENTam 2. September 2013
Ein Spätnachmittag, ein früher Abend am undendlich scheinenden Kampener Strand, kaum Menschen, nur Wolken, späte Sonne und donnernde Brandung - es ist, als würde der Mensch innerlich gewaschen, als kehrte er zurück in eine Vorexistenz."

Wir hatten das Glück, 2 sonnige Syltwochen genießen zu können, unendlich schöne Naturschauspiele, Natur pur und freundliche Menschen ohne Hektik und Stress. Sylt ist eine wirkliche Oase der Ruhe, aber auch der inneren Brandung, genau so wie es Raddatz in diesem wunderschönen Buch beschreibt. Er umfasst sie alle, jene leisen, berauschenden, aber auch lauten und peinlichen Momente auf Sylt. Ein ehrlich zugeneigter Beobachter des Geschehens.

Sylt kann theatralisch sein, rauschhaft, aufwühlend, es ist vor allem natürlich, beschenkt mit einem der längsten Strände überhaupt. In Westerland hat man das Gefühl von Abgerundetsein, das Meer schaut wie der vordere Teil einer Schirmmütze in das All, die Erde ist hier ein Traumbild ihrer selbst, so könnte er sie gemeint haben. Fritz J. Raddatz skizziert in seiner unnachahmlichen Art seine Vorbestellung auf dem Keitumer Friedhof, seine Freundschaft mit dem dortigen Pfarrer und warum er vor allem auf Sylt gerne an diesen Satz von Einstein denkt: "Auch wenn es Gott nicht gibt, muss man ihm dankbar sein."

"Das Meer erzählt seine Märchen, sie haben je einen anderen Klang, eine immer andere Farbe, wechselnd zu jeder Jahreszeit."
"Für die Überfahrt übers Wattenmeer geb ich das ganze Engadin hin und bin meines Handelns froh." (Thomas Mann)
"Sylt ist, was es vielleicht gar nicht gibt: deutsch undeutsch."
"Diese morgendlich herankriechenden Seenebel, gegen Mittag von der Sonne aufgeleckt."
"Gott hat hier alles vorgefunden, was zur Herstellung des Menschen nötig ist. Sand und Lehm für die Gestalt, Wind genug für den Atem, die Sprache und die Seele, Feuchte genug für Tränen, Bläue genug für die Augen, Steine für das Herz in der Brust." (Ernst Penzoldt)
"Finde ich hier zu mir - oder verliere ich mich?"
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am 16. November 2015
Fritz J. Raddatz war ein passionierter Sylt-Fan. Er beschreibt in seinem Buch nicht die üblichen Sehenswürdigkeiten, sondern schreibt sehr persönlich über seine Eindrücke und seine Liebe zu Sylt. Seine Liebe ging soweit, dass er sich auf "seiner" Insel auch eine Grabstätte erwarb.
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am 2. Juni 2011
Welch ein kleines, liebenswertes Buch hat uns da Fritz J. Raddatz geschenkt. Ich lese solche Sätze wie: " Diese morgendlich herankriechenden Seenebel, gegen Mittag von der Sonne aufgeleckt; diese lila mit Heidekraut wattierten Mulden, in denen abends pünktlich die Kaninchen äsen; und die diese Greisenfalten des Roten Kliffs, die Jahr um Jahr tiefere Furchen zeigen: das gibt es nur einj Mal auf der Welt."
Solche Sätze findet der Leser zu hauf, wenn er das denn auch will und eintaucht in die Sprachwelt eines Raddatz, der ein Goldgräber sprachlicher Brillianz ist.
Lese das Buch nun zum zweiten Mal und es fesselt mich immer aufs Neue. Lesend im Liegestuhl komme ich nicht los davon. Will immer mehr, mehr und kann es nicht lassen. Sylt pur- Dankeschön!
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am 13. März 2015
Als gebürtiger Sylter, wegen des Studiums der Insel den Rücken gekehrt, beruflich andernorts hängen geblieben und durch das Preisdiktat nicht nur von Hamburger Pfeffersäcken der Rückkehrmöglichkeit beraubt, habe ich erst jetzt nach dem Freitod von Fritz J. Raddatz sein Büchlein "Mein Sylt" gelesen. Es ist die mit Einschränkungen nachvollziehbare Liebeserklärung eines vermögenden Feuilletonisten und Literaturkritikers, der offensichtlich in bester Kampener Landschaft ein Zweit(oder Dritt-?)Refugium besaß, in allen angesagten Restaurants der Insel gern gesehener Gast war, was auch mal "aufs Haus" ging, sich mit Intellektuellen traf und eitel aufgezählte Gäste mit großen Namen bewirtete. "Hunderte" von Ihnen ließ er durch seine "Phantasie schaukeln", während er nicht für sich, sondern seine illustren Gäste (und späteren Grabbesucher) eine angemessene letzte Ruhestätte "mit Wattblick" und zwischen großen Namen auf dem Keitumer Friedhof reservieren ließ. Raddatz gibt sich in seinem Büchlein als Schöngeist kenntnisreich naturverbunden und streift entgegen meiner Erwartung die (früheren) Syltbesuche richtiger Künstler enttäuschend oberflächlich.
Schwülstige Sprache, skurrile Wortwahl, gedrechselte Vergleiche sind dem dichterischen Stil zu konzedieren, Raddatz wird Bewunderer haben. Verziehen seien kuriose Charakterisierungen wie wehmütige nostalgische Verklärungen z.B. bezüglich der einstigen "Puff-puff-Inselbahn", die auf Zuwinken gehalten hätte. Zwischen 1950 und Einstellung des Betriebes habe ich als einstiger Fahrschüler und Nutzer nicht ein einziges Mal erlebt, dass sie das getan hätte! Und Mitleid müssen wir haben, wenn der der Insel verfallene Autor mit dem falsch gewählten und offensichtlich doch nicht ausreichend dotierten Beruf bei Rowohlt und Zeit hadert angesichts des neidvoll betrachteten Anwesens eines Müllverbrennungsanlagenbetreibers.
Leider erweist Raddatz sich auch als realitätsferner Syltfan: Am Beispiel von Hörnum, wahrhaftig kein Kampen-Pendant, gibt Raddatz unter Beschreibung der Hafengegend mit Würstchenbuden seine Meinung über "Billigtourismus" angewidert zum Besten, ein bißchen beruhigt, die schönen (teuren) Häuser der Kersig-Siedlung in den Dünen noch entdeckt zu haben. In gleicher Weise charakterisiert er die wahrlich jahrmarktmäßige Lister Hafenszene. Wie die von ihm beschriebenen Möwen in Hafennähe blickt auch er "mitleidig-arrogant" auf Touristenangebote, wie es sie ähnlich an allen Urlaubsorten gibt. Raddatz verkennt, dass neben den "Schönen und Reichen" auch Nicht-Millionäre ohne Zugang zu exorbitant teuren Nobelboutiquen, Sternehotels und Gourmettempeln ein Recht auf die Insel haben, solange es Seinesgleichen noch zulassen. Da wundert es auch nicht, dass sich bei ihm kein einziges Wort darüber findet, dass "sein" Sylt bedrohlich immer weniger das der Sylter ist.
Keine Lektüre für jedermann, uneingeschränkt für gleichermaßen narzisstische unsensible Ferienhausbesitzer!
(Die erst nach der Lektüre des Buches einschließlich Abfassung dieser Beurteilung gelesenen Rezensionen über andere Veröffentlichungen des Autors - siehe Tagebücher - komplettieren mein Bild vom "großen" Raddatz. Ich muss nicht mehr von ihm lesen.)
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