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am 22. November 2004
Es handelt sich meiner Meinung nach um ein Buch, dessen Inhalt zum Nachdenken, Umdenken und Mitdenken anregt. Es ist ein recht wissenschaftliches Werk, da verschiedene und über viele Jahre zusammengetragene Forschungergebnisse hier verfaßt und erläutert werden. Mitunter ist es etwas mühselig zu lesen und verlangt entsprechende Konzentration, um jedes Detail zuverstehen und aufzunehmen. Interessant ist die Darstellung der Theorie, daß Hunde wohl vom Wolf abstammen aber der Weg der "Domestikation" vielleicht doch ein anderer war als wie bisher angenommen. Wissenswert sind die Informationen über die unterschiedlichen Verhaltensmuster während der Entwicklung verschiedener Hundetypen. Menschliches Mißverständnis, Mißachtung und ihre Folgen, Unwissenheit sowie Fehlinterpretationen von hundetypischen Eigenschaften und Verhalten werden verdeutlicht. Nach dem Lesen dieses Buches, wäre ein besseres Verständis seitens der Menschen für ihre Hunde im Bezug auf Umgang, Erziehung, Haltung, Zucht/Vermehrung wünschenswert. Einiges regt eben zum Nachdenken an!
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am 13. November 2005
Die etwas nichtssagende Aufmachung des Buches hat mich lange Zeit vom Kauf abgeschreckt, als ich das Buch dann doch kaufte habe ich mich geärgert -aber nur darüber dass ich es nicht schon viel früher getan habe!
Dies ist eines der wenigen Hundebücher auf dem Markt das wirklich von Fachleuten geschrieben ist und kritisch zu hinterfragen weiß. Neue Theorien werden überzeugend dargestellt und alte Theorien verworfen, was dem aufmerksamen Leser viele neue Aspekte des Hundes näherbringt. So zum Beispiel auch wie wichtig das Rudelverhalten des Wolfes wirklich für das Rudelverhalten des Hundes ist -welche Unterschiede sich im Laufe der Evolution herausgeformt haben.
Um auf frühere Rezensionen aufzugreifen: dies ist sicher kein Lehrbuch für die Ausbildung von Schlittenhunden, Hütehunden oder Herdenschutzhunden! Die Detaileinsichten in das Hundeverhalten sollen den Hund illustrieren und zu besserem Verständnis führen, nicht sein Training Schritt für Schritt beschreiben. Dennoch bin ich sicher, dass jeder Ausbilder davon profitieren wird es zu lesen. Die Autoren beschraenken sich auf das was man von ihnen als Biologen erwarten wuerde -bei ueber 350 Seiten muss irgendwo eine Grenze gezogen werden. Also Vorsicht: das Buch soll keine Trainingshilfe, sondern ein Einblick in die Biologie des Hundes sein.
Die Fragen mit denen sich die Autoren unter anderem beschäftigen sind vor allem folgende: wie wurde aus dem Wolf ein Hund und was können wir daraus lernen? Was für besondere Fähigkeiten haben Hunde(rassen) und können diese gefördert werden oder inwieweit bestimmt die Genetik ob der Hund ein guter Arbeitshund wird?
Das Buch verlangt bereits Basiswissen von Seiten des Lesers, birgt dafür aber eine Fülle an Informationen. Sicher beantwortet es nicht alle Fragen, aber der kritische Stil regt zum Nachdenken an. Anders als bei Feddersen-Petersen trifft man auf klare Thesen und neue Ideen -dafür ist das Bildmaterial im Vergleich eher dürftig. Die vorhandenen Fotos sind gut, allerdings eher spärlich an der Zahl.
Insgesamt eine lohnenswerte Anschaffung und für jeden kritischen Leser ein Denkanstoss.
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am 1. März 2007
Obwohl das Buch aufgrund seiner Fülle an wissenschaftlichen Informationen nicht einfach zu lesen ist (ich empfehle notfalls ein Wörterbuch zur Hand zu nehmen um die exakte - und nicht nur vage bekannte - Definition verwendeter Fremdwörter und dadurch genaueres Verständnis zu erhalten), ist das Buch ausgezeichnet und verständlich. Die Betrachtung von Herkunft, Verhalten und Evolution der Kaniden aus biologischer Sicht bringt viele neue Einblicke und Erkenntnisse. Biologen betrachten anders als Verhaltenspsychologen, Behavioristen usw. Wer offen für eine von der Mehrheit abweichende Denkweise und bereit ist, alte Theorien über Bord zu werfen weil sie aufgrund neuer Erkenntnisse widerlegbar sind, wird von dem Buch begeistert sein.

Ich möchte zwei Beispiele anführen. Erstes Beispiel: Ich persönlich wurde in meiner Überzeugung bestätigt, dass es unmöglich ist, Hunderassen vergleichend auf Intelligenz zu bewerten (wie es beispielsweise Stanley Coren in seinem Buch "Wie Hunde denken und fühlen. Die Welt aus Hundesicht: So lernen und kommunizieren Hunde" tut). Ray und Lorna Coppinger beweisen: Es ist schlichtweg unmöglich. Dass ein Hund einer Rasse, schneller oder andere Dinge ("schwierigere"?) lernt, ist keine generelle Aussage über Intelligenz und kann somit nicht vergleichend durchgeführt werden. Entscheidend für die Intelligenz einer Rasse ist die rassespezifische Form des Gehirns, auf der die spezifische Intelligenz beruht (Zitat: "Es ist nicht eine Rasse intelligenter als die andere, sondern vielmehr ist eine jede Rasse auf unterschiedliche Art intelligent."). Und wenn man diese Theorie weiterspinnt muß man sagen, dass man selbst innerhalb einer Rasse Hunde nicht wirklich auf Intelligenz vergleichen kann weil es keine zwei Hunde mit dem exakt gleich entwickelten Gehirn gibt.
Zweites Beispiel: Darwin ging bei der Entwicklung vom Wolf zum Hund von der künstlichen Selektion aus. Da ich weiß, wie schwer (und mit welch großem Aufwand) Wölfe in Gefangenschaft zu halten sind und wie wenig sie durch Gefangenschaft ihre Verhaltensweisen ändern (und wenn, dass sie diese veränderten Verhaltensweisen offenbar nicht weitervererben), hatte ich schon lange Zweifel an Darwins Theorie zur Entwicklung der Kaniden. Die Coppingers gehen von einer natürlichen Selbstselektion der Hunde (Anpassung an eine neue ökologische Nische) aus und können dies auch entsprechenden untermauern. Ich schließe mich ihrer Meinung an.

Fazit: Wer Informationen sucht, die er auf seinen Hund anwenden kann (so nach dem Motto ein Wolf tut dieses, deshalb tut mein Hund das) oder wie er seinen Schlitten-, Herdenschutz- oder Herdenhütehund ausbilden kann, ist mit diesem Buch falsch beraten. Hier geht es um Basiswissen, aufgebaut auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Es ist also ein sehr spezielles Buch und nur wer an eingehendem Basiswissen interessiert ist, wird damit etwas anfangen können.
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am 1. Juli 2013
... und wenig unterhaltsam geschrieben.
Ansonsten war ich mit dem Service von Amazon wieder einmal total zufrieden. Dafür 5 Sterne, für den Inhalt des Buches gibt es lediglich die angegebenen 2 Sterne.
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am 8. Januar 2004
Die Coppingers sind Biologen, ihr Buch ist eine Darstellung ihrer Erkenntnisse aus vielen Jahren Feldforschung. Insofern ist das Buch ein wissenschaftliches Werk, und deshalb sind manche Abschnitte nicht ganz leicht zu lesen. Doch davon sollte man sich nicht abschrecken lassen, einige allzu wissenschaftliche Passagen habe ich nur überflogen, ohne dass mein Verständnis darunter gelitten hätte.
Die Theorie, wonach Hunde zwar sehr wohl von den Wölfen abstammen, aber vor tausenden Jahren keineswegs von Menschen domestizierte Wölfe waren, sondern sich gewissermaßen "von selbst" domestiziert haben, indem sie sich allmählich daran gewöhnten, die Abfälle der ersten Menschensiedlungen der STeinzeit zu fressen, ist neu und wird überzeugend dargestellt.
Äußerst bedeutsam für das Verständnis und den richtigen (dh. hundegemässen!!!) Umgang mit dem geliebten Vierbeiner sind die Darstellungen über die lebensentscheidende Prägephase von Welpen (8.-16. Lebenswoche). Wer dies versteht, wird mit Hunden grundsätzlich anders umgehen und ihnen und ihre Verhaltensmuster mit neuen Augen sehen.
Weniger gut kommen wir Zweibeiner weg angesichts unseres fehlenden Verständnisses und unserer oftmals ungeheuren Ignoranz gegenüber Hunden, wegen der leidigen und hier als für die Hunde schädlichen entlarvten Vorliebe für Rassen und Züchtungen. Von sträflichen Fehlern in der Erziehung nicht zu reden.
Der ganze Unfug mit der sogenannten "Dominanz" von Hunden wird spätestens mit diesem Werk als solcher enttarnt. Dieses Buch(wie inzwischen auch ein paar wenige andere Bücher zum Thema "Dominanz") macht eindeutig klar, daß es keinesfalls darum gehen kann, einen angeblich als kleinen Tyrann mit Anspruch auf die Weltherrschaft geborenen Hund zu unterwerfen (oder, schlimmer noch, zu unterdrücken)!
Die Coppingers räumen mit manch alten, überholten Vorstellungen zum Hund, zu Rassen und deren vermeintlichen Eigenschaften, zu Verhaltensweisen gründlich auf, auch wenn einem das manches Mal gegen den Strich geht.
Wer sich also wirklich für Hunde interessiert und bereit ist, auch mal neu darüber nachzudenken, sollte dieses Buch lesen. Wie steht doch auf dem Buchtitel: Zitat von Dr. Klinghammer (Wolfsforscher) "Das vielleicht wichtigste Buch, das je über Hunde geschrieben wurde".
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am 26. Mai 2005
Die beiden Biologen Lorna und Raymond Coppinger sind seit ihrer Jugend dem Hund verfallen und das merkt man auf jeder Seite dieses Buch. Mit sehr viel Humor und praktischem Wissen durchsetzt, werden die neusten wissenschaftliche Erkenntnisse und auch einige Hypothesen dargestellt.
Beispielsweise wird über die Forschung der Neurophysiologin Cindi Arons berichtet. Sie untersuchte Sibirian Huskies, Border Collies und Herdenschutzhunde, auf Unterschiede in der Ausformung des Gehirns. Die drei Rassen unterscheiden sich in der Menge und der Art der Neurotransmitter in den verschiedenen Teilen des Gehirns. So wurde erstmals bewiesen, das die Gehirne einzelner Hunderassen tatsächlich anders programmiert sein können. Aufgrund dieser Fakten erklären die Autoren einleuchtend, das es keine Frage der Intelligenz ist, wenn beispielweise ein Chesapeake Bay Retriever, ein Border Collie oder ein English Pointer seine spezielle Aufgabe leicht lernt. Die rassespezifische Verhaltenskonfiguration ist eben besonders auf die jeweilige Aufgabe abgestimmt. Dies befähigt sie dazu ihre Aufgabe besonders leicht zu lernen und sie besser als jede andere Rasse ausführen zu können. Eine solche Leistung ist keine Frage der „Intelligenz", sondern des Verhaltensmusters.Vieles in diesem Buch wird dominanten Rudelführern und auch Rassehunde-Vertretern nicht wirklich gefallen. Für wissensdurstige Hundefreunde bietet dieses Buch jedoch ein wahres Füllhorn an neuen Erkenntnisse. Ich werde dieses Werk immer wieder gerne in die Hand nehmen und hoffe das es noch viele Leser findet.
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am 4. Mai 2017
Sehr Interessantes Buch! Würde es jedem weiterempfehlen, der sich Erkenntnisse über das Verhalten der Hunde aneignen möchte. Tolle verständliche Lektüre
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am 12. Mai 2015
Wer sich über fachlich richtiges Hundewissen informieren möchte ist hier richtig. Die Bücher zB von Feddersen-Petersen sind anstrengend und kompliziert geschrieben. R. Coppinger hat mich überrascht, ein charmantes lehrreiches Buch, mit Freude zu lesen
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am 28. November 2013
Das Buch ist in erster Linie interessant und bietet großes Lernpotential.

Allerdings dreht sich einem der Magen anhand der emotionslosen Schilderung der Versuche um.
Natürlich ist Wissenschaft emotionslos, aber ich bin es nicht und so kann ich das Buch, gerade auch mit dem Hintergrundwissen, was aus Coppingers "Versuchshunden" nach der Forschungszeit wurde, nicht gut heißen.

Auch dass ein Verlag wie Animal Learn und Freifrau Clarissa von Reinhardt solche Literatur veröffentlicht, ohne auch nur auf die Umstände der Forschung hinzuweisen, finde ich verwerflich. Kein Wort wird über den weiteren Werdegang Coppingers rein für die Forschung gekauften Versuchstiere hingewiesen.

Ein sicherlich wissenschaftlich interessantes Buch, das bei mir einen faden Beigeschmack und ein schlechtes Bauchgefühl hervorruft. Schade.
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am 21. Mai 2007
Coppingers Buch beinhaltet für den geneigten Leser viele interessante Themen. Seine Thesen zur Hundwerdung des Wolfes sind interessant und die Forschungen zu den Dorfhunden bringen viele Informationen mit sich.

Was jedoch das ganze Lesevergnügen extrem trübt, ist dass Coppinger keinen Zweifel daran lässt, dass die Wissenschaft über der Tierliebe steht. Es werden Experimente beschrieben, so sinnlos wie grausam, die als selbstverständlich stehen gelassen werden.

Ebenso die bislang recht deutlich werdende Selbstbeweihräucherung des Autoren nervt in weiten Teilen des Buches. Und was Coppinger in diesem Buch ebenso verheimtlicht ist die Tatsache, was nach seinen Forschungen aus all seinen angekauften Herdenschutzhunden wurde, unzählige Tiere traten nach dem Ende der "Feldforschung" ihren letzten Gang zum Tierarzt an, da sie nicht mehr gebraucht wurden.

Die wissenschaftlichen Fakten, die dem interessierten Leser geboten werden, suchen in der HUndeliteratur bisweilen ihres gleichen, doch wenn man sich ins Gedächtnis ruft, mit welchen Mitteln diese Ergebnisse bisweilen erforscht wurden und was aus den Versuchstieren wurde, sträubt man sich als Tierfreund Coppingers große Errungenschaften anzunehmen.
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