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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
12
Steine auf dem Weg zum Pass: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,50 €+ 3,00 € Versandkosten

am 14. April 2013
Schon nach einigen Seiten war mir klar: Das wird keine leichte Lektüre. Aber die Sprache der Autorin liess mich nicht los. Ich musste der Geschichte folgen. Anja Siouda hat ein beeindruckendes Werk geschaffen. Unterhaltsam und spannend liefert sie eigentlich ein Lehrstück, ein Buch, das Schulstoff werden müsste. Wer in diese Geschichte eintaucht, liest über Schweizer Berbauern genau so wie über den Islam in Marokko. Das alleine ist doch schon ein Kunststück. Ich finde, die Autorin zeigt sich als sensible, feinsinnige Erzählerin, mit einer Sprache, die literarische Qualität hat. Dies ist ein Buch für jeden, der sich für fremde Kulturen interessiert und der ein offenes Herz hat für alles, was ausserhalb seines Gartenzaunes passiert. Ich werde auch den Nachfolgeroman der Autorin bestellen.
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am 26. März 2014
Nach "Ein arabischer Sommer" war ich neugierig geworden.
Die Autorin erzählt sehr kurzweilig aus dem Tagebuch einer marokkanischen Studentin, die, wie so viele andere auch, mit falschen Versprechungen nach Europa gelockt, und dort angekommen, zur Prostitution gezwungen wird.
Vom Leben im Untergrund und den daraus folgenden Problemen ... bis zum bitteren Ende.
Für alle geeignet, die Freude daran finden, an den Schicksalen ihrer Mitmenschen teilhaben zu dürfen.
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am 25. Oktober 2012
Dieser Herausforderung bin ich mit dem ausserordentlich wichtigen Werk von Anja Siouda in mir selbst begegnet.
Der für mich etwas holperige Einstieg in die Geschichte liess mich zuerst stocken, blocken und konfrontierte mich mit eigenen Vorurteilen und leichtem Unverständnis. Es schien, ich müsste erst die Alp ersteigen, bevor ich mich dort niederlassen könnte. Sich trotzdem auf den ganzen Inhalt dieses schön und fliessend geschriebenen Buches einzulassen, lohnt sich wirklich sehr!

Nach dem Lesen des ersten Teils des Buches erschienen mir die urkraftvollen Bilder von Giovanni Segantini vor meinem inneren Auge: „Werden – Sein – Vergehen“. Das unglaublich archaische in diesem Buch, dieses unverfälscht, ja brutale Erleben von der Lebens- und Todesnähe, welches aber nie schriftstellerisch überdramatisiert wird, berührte mich sehr. Anja Siouda hat auch in keinem Moment diese kraftvolle Geschichte romantisiert, was ihr an Würze und Eindringlichkeit genommen hätte. Durch die basale Art und Weise, die schmerzhaften Schicksalsschläge in den natürlichen Ablauf eines Berglerlebens eingehüllt darzustellen, und dies mit Hilfe einer sehr feinen und liebevollen Art des Beschreibens von Mensch- Natur- und selbstverständlichen Handlungsweisen, bringt uns die Autorin in ihrem Buch die nötige Distanz zu den traumatischen Erlebnissen. Trotzdem verlieren sie dadurch ihren existenziellen Gehalt in keiner Minute des gebannten Lesens.

Welten prallen aufeinander. Die der urigen, etwas primitiven und sich selber vernachlässigenden Männer und die der gebildeten, differenzierten und gläubigen Muslimin Halima, die mit grossem Respekt heimlich ihre religiösen Rituale pflegt. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem extrem unterschiedlichen Umgang mit Religion, den Symbolen und deren Hintergründe. Trotz Wortlosigkeit, der fehlenden "Miteinandersprache" durch die die grosse Fremdheit noch intensiver spürbar wird, kann mit der Zeit eine Nähe, ein Interesse am Anderen entstehen, bis hin zu Liebe und Achtung.

Eine faszinierende, jedoch etwas versteckte Symbolik begleitet das Werk beinahe unauffällig und wiederum in dieser unaufdringlichen Weise, wie es die Schriftstellerin offenbar gekonnt beherrscht. Das Auge im Fatimahändchen, der Schutzkette von Halima trifft auf das christliche Symbol, dem alttestamentarischen Spruch: „Auge um Auge...“, der auch sehr real und beinahe krass umgesetzt wird. Wer sehen kann, wird sehen. Schuld und Sühne ein starkes Thema, Verantwortung fürs Lebendige, Vertrauen und Misstrauen, Geburt und Tod, Missbrauch und Liebe, Gewalt oder Respekt und Toleranz über die Grenzen der Sprachlosigkeit und der Geschlechter hinweg – zu einem Miteinander führend.

Das teilweise auf den ersten Blick polarisierende, in Gut und Böse, Täter und Opfer einteilende, wird jedesmal auf äusserst bildhafte und sinnliche Weise gemildert oder erklärt. Sei es mit wunderschönen Naturbeschreibungen, mit lebensgeschichtlichen Erklärungen der Figuren, Halimas Kochkünsten oder der religiösen Unterweisungen, die sehr sachte und differenziert die Augen fürs Fremde und Unbekannte im moslemischen Glauben, als auch für die Gemeinsamkeiten öffnen können. Dies vielleicht auch eine Symbolik mehr: Der Mensch nährt nicht nur seinen Körper, sondern auch seinen Geist.
Ein Buch, das wirklich lohnt ins Auge zu fassen, sich in Ruhe darauf ein-zulassen! Und last but noch least: Auch der teilweise etwas skurrile Humor macht Freude beim Entdecken und sich überraschen lassen.
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am 10. Oktober 2014
Das Buch ist sehr empfehlenswert! Ich habe es praktisch in einem Zug gelesen und werde es weiter empfehlen. Die Geschichte gibt tiefen Einblick in schwierige Verhaltensweisen der Menschen.
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am 27. August 2014
Ein spannendes Buch über ein interessantes Thema, ich habe das Buch in einem durchgelesen. Habe einiges erkannt und war an anderer Stelle ergriffen...
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am 26. November 2013
Spannender, gut aufgebauter Roman, der zeigt, wie unterschiedlich Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen Situationen beurteilen. Auch zeigt es gut die Sichtweise der Personen resultierend aus ihrem Bildungsniveau.
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am 16. September 2015
es war ein sehr intensives und bewegendes Buch. es ist sehr zu empfehlen. bin gespannt auf den nächsten Teil. z
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am 1. Juli 2014
Siouda erzählt detailreich und langsam. Ganz gemächlich fängt die Geschichte an, die Beschreibungen erinnern an das Museum auf dem Ballenberg (nicht weit davon spielt die Geschichte übrigens), für meinen Geschmack fast zu gemächlich. Erst dachte ich, ich wolle das Buch weglegen, weil einfach nichts Spannendes geschah, aber dann las ich eine weitere Seite und noch eine und noch eine und dann noch eine Weitere und irgendwann war es Morgen... Es zieht einem den Ärmel so richtig langsam rein und wenn man es bemerkt, ist es zu spät und man muss das Buch fertig lesen.
Weit hinten in Buch, fast gegen Ende hat die Autorin etwas Furchtbares getan. Dafür gäbe ich gerne eine Punkt Abzug, aber das wäre unfair, schliesslich ist es ihr Buch. Das Ende ist dann die logische Folge davon, ein andere Ende hätte nicht zum Rest gepasst. Deshalb fünf Sterne von mir.
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am 5. Februar 2014
"Du immer mit deinen Sachbüchern! Jetzt gönn dir doch auch mal wieder einen Roman!", mahnte meine Frau - und sie hatte Recht. Allzu dick sollte es nicht sein und einen Bezug zu den Themen, die mich als Religionswissenschaftler sonst so umtreiben, wollte ich auch schon haben.

Und fand "Steine auf dem Weg zum Pass" - die Geschichte einer Liebe zwischen einem Christen und einer Muslimin (der Konstellation, in der auch ich lebe). Kann man darüber einen guten Roman schreiben? Einen, der berührt und gleichzeitig nicht kitschig ist?

Anja Siouda kann. Schon das Setting - ein abgelegenes Bauernhaus - überrascht und fasziniert, die Charaktere, die jeweils eher am Rande ihrer Gesellschaften stehen, wirken nah und zugleich fremd. Bevor es sich die Leserin und, ja, der Leser versehen hat, stecken sie in einer Geschichte, die gängige Klischees hinterfragt und sprengt, die zum Nachdenken anregt, ohne zu verklären, die einen hoffen und bangen lässt und immer wieder Haken schlägt, wie es das echte Leben zu tun pflegt. "Steine auf dem Weg zum Pass" ist ein Roman, der die Freude am klugen und doch unterhaltsamen Lesen entfacht, das Buch ist liebevoll layoutet und bearbeitet und dabei preislich völlig angemessen. Danke für tiefe Stunden und 5 Sterne von mir!
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am 2. September 2011
Eigentlich wollte ich letzte Nacht schlafen, aber dann darf man wirklich nicht so ein Buch wie "Steine auf dem Weg zum Pass" auf dem Nachttisch liegen haben. Es ist Anja Siouda gelungen, mich als Leserin völlig in die Stimmung des Buches und in die Originalität des Handlungsortes hinein zu ziehen. Die Sprache ist ehrlich, offen und dem jeweiligen Schönen oder Furchtbaren der Handlung angepasst. Die Liebesgeschichte mit ihren - wegen sprachlicher Schwierigkeiten zwischen der Marokkanerin Halyma und dem Schweizer Martin - Wirrungen und Irrungen hat mich sehr gefesselt. Und dann das Ende.... die Zauberfee und die grausame Wirklichkeit, in die man unschuldig hineinschlittert.
Es sind nicht nur Steine auf diesem Weg, es sind Felsbrocken. Halima und Martin gehören völlig entgegengesetzten Welten an, dennoch vermag die Liebe die religiösen Unterschiedlichkeiten überwinden. Diese Toleranz, die das Buch ausstrahlt, berührt mich sehr. Außerdem ist es eine sehr gelungene Schilderung des Lebens und seinen Schwierigkeiten in der Einsamkeit eines Hofes in den Bergen.
7 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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