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TOP 1000 REZENSENTam 4. Dezember 2013
Seit nun 50 Jahren ist der Name Schnitzer untrennbar mit den Erfolgen von BMW im Motorsport verbunden. BMW und Schnitzer - das ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte in Weißblau, sondern auch die Chronologie einer der sympathischsten und somit in doppelter Hinsicht gewinnenden Kombinationen auf den Rennstrecken der Welt. Es war also wirklich an der Zeit, das in Freilassing beheimatete Unternehmen in einem Buch angemessen zu würdigen.

Uwe Mahla und Gustav Büsing, beide seit Jahrzehnten durch Tätigkeiten im Management und im Journalismus dem Motorsport eng verbunden, hatten sich bereits 2011 durch ihr grundlegendes Werk über die Deutsche Rennsport-Meisterschaft als Autorengespann einen Namen gemacht. Sie wurden für dieses Buch "Einfach eine geile Zeit" mit dem Deutschen Autobuch-Preis ausgezeichnet.

Mit der jetzt erschienenen Schnitzer-Story haben sie sich noch einmal selbst übertroffen. Der Band gliedert sich in sechs Abschnitte. Ausgangspunkt und sicherlich auch irgendwo Anlass für eine Dokumentation über Schnitzer war der krachende Erfolg von BMW beim Wiedereinstieg in die DTM - genauer gesagt, das Deutsche Tourenwagen Masters, - Anfang 2012. Man hatte angesichts der BMW-Tradition im Tourenwagensport sicherlich erwartet, dass die Bayern auf Anhieb wettbewerbsfähig sein würden, dass sie aber bereits im zweiten Rennen siegen und alle drei Meisterschaftstitel - Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung - wie im Handstreich für sich entscheiden würden, das überraschte dann doch selbst die kühnsten Optimisten. Im ersten Kapitel wird dieses sensationelle Comeback in begeisternden fotografischen Impressionen festgehalten, dieser Triumph von Schnitzer, Bruno Spengler und BMW.

Mit über 150 Seiten den umfangreichsten Teil des Buchs macht die nach fünf Jahrzehnten geordnete Chronik von Schnitzer aus. Das beginnt mit der Familiengeschichte und der Darstellung der verwandtschaftlichen Verhältnisse zwischen den Brüdern Josef und Herbert Schnitzer und ihren Stiefbrüdern, den Zwillingen Dieter und Karl Lamm - zuletzt Genannter schon jetzt als "Charly" Lamm eine Motorsport-Legende. Im Jahr 1966 errang Josef Schnitzer mit einem BMW 2000 TI die Deutsche Rundstrecken-Meisterschaft. Die Entwicklung von Renntourenwagen war von jeher die eigentliche Domäne der Schnitzer-Mannschaft, das fing mit den Fahrzeugen der "Neuen Klasse" an, setzte sich über die großen Coupés fort und gipfelte schließlich in allen Generationen des 3er BMW. Mit großem Hintergrundwissen und voller Details beschreiben Mahla und Büsing den Weg vom fast unschlagbaren E30 M3 über den E36 und die diversen Varianten des E46 bis zum E90/E92 und den aktuellen Schnitzer-Tourenwagen. Das ist zugleich eine Reise durch zahlreiche Meisterschaften unterschiedlichster Arten und Örtlichkeiten - Deutsche Rennsport-Meisterschaft, Tourenwagen-Europameisterschaft, Tourenwagen-Weltmeisterschaft, DTM der früheren Generation, aber auch Marken-Weltmeisterschaft 1976 oder American Le Mans Series der jüngeren Vergangenheit.

In der ALMS war BMW Schnitzer aber nicht nur mit dem M3 GTR des E46 äußerst erfolgreich vertreten, sondern zuvor auch mit dem prachtvollen Sport-Prototypen LMR mit V12-Motor, der auch - quasi als Krönung - die 24 Stunden von Le Mans 1999 gewinnen konnte. Nicht unberücksichtigt bleibt auch das Engagement des McLaren-BMW F1 GTR in der FIA-GT-Meisterschaft. Diese spannende Dokumentation wird durch rund 20 Porträts von Rennfahrern, die für Schnitzer im Einsatz waren und sind, abwechslungsreich ergänzt. Zahlreiche Piloten kommen auch selbst zu Wort und runden so das begeisternde Bild ab, das von dem Unternehmen Schnitzer gezeichnet wird. Nur beispielhaft seien hier Ernst Furtmayr, Dieter Quester, Walter Röhrl, Hans-Joachim Stuck, Klaus Ludwig, Gerhard Berger, Harald Ertl, Roberto Ravaglia, Jörg Müller und Dirk Müller sowie Augusto Farfus und Bruno Spengler erwähnt. In diesem Zusammenhang sollen die Äußerungen des bis 2004 für den Porsche-Motorsport in den USA Verantwortlichen, Alwin Springer, hervorgehoben werden, die verdeutlichen, wie sehr sich Schnitzer-BMW und Porsche trotz der unerbittlichen Kämpfe auf den Rennstrecken doch stets mit höchstem Respekt begegneten. Auch ein eher unerquicklicher "Seitensprung" des Schnitzer-Teams erfährt eine Dokumentierung: der vergebliche Versuch, 1978 mit einem Toyota Celica in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft erfolgreich zu sein. Die Stimmung im Team konnte das Toyota-Experiment jedoch nicht nachhaltig trüben, weil Harald Ertl just in diesem Jahr den Titel für Schnitzer mit einem BMW 320 Turbo einfuhr.

Das dritte Kapitel beschreibt die Einsätze von Schnitzer bei den großen 24-Stunden-Rennen - am Nürburgring, in Spa-Francorchamps und in Le Mans, wobei der Schwerpunkt innerhalb dieses Abschnitts auf der Traditionsveranstaltung in der Eifel liegt. An anderen Stellen des Buchs sind bereits sehr persönliche Porträts des viel zu jung bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Josef Schnitzer, seines das Unternehmen führenden Bruders Herbert und des äußerst wirkungsvoll im Hintergrund agierenden Dieter Lamm zu finden. Wer sich nun fragt, wo eine Würdigung des das Gesicht von Schnitzer prägenden Charly Lamm erfolgt, der wird in diesem dritten Kapitel fündig. Der frühere Chefredakteur der bis 1975 erschienenen Schweizer Motorsport-Zeitschrift "powerslide" und einstige viel zu früh verstorbene BMW-Rennleiter Dieter Stappert hatte in der österreichischen "Auto Revue" zum 24-Stunden-Rennen von Spa 1985 ein tief hinter die Kulissen blickendes und überaus einfühlsames Bild vom das Rennteam dirigierenden Charly Lamm gezeichnet. Diese Darstellung traf den Charakter und das Wesen eines der größten Sympathieträger des deutschen Motorsports so hervorragend, dass sie die Herausgeber der Schnitzer-Story kurzentschlossen in ihre Dokumentation übernommen haben - ein Glücksfall für das Buch und die Leser. Zudem sei verraten, dass sich die Persönlichkeit Charly Lamms auch wie ein roter Faden durch die Schnitzer-Historie und somit dieses Buch zieht - immer präsent und voller Energie und Entscheidungsfreude zupackend, nie penetrant.

Im anschließenden Abschnitt werden noch einmal die beiden Saisons des Deutschen Tourenwagen Masters 2012 und 2013 Rennen für Rennen nachvollzogen. Und nach dem überragenden Triumph 2012 war auch 2013 kein schlechtes Jahr: Bruno Spengler wurde Dritter in der Fahrerwertung, BMW gewann die Herstellerwertung und Team Schnitzer errang einen vierten Rang unter den Teams. Im fünften Kapitel wird kurz auf Exoten-Rennen am anderen Ende der Welt eingegangen, die Schnitzer von jeher gerne bestritt - in Macau, Neuseeland und Südafrika. Ein ganz ungewöhnliches Thema beschließt den Textteil des Buchs, nämlich der Bericht über eine am Institut für Fahrzeugtechnik der Fachhochschule Köln gefertigte Diplomarbeit über Team-Management und Unternehmensführung am Beispiel von Schnitzer-Motorsport in der DTM 2012.

Den Abschluss des opulenten Bandes bildet ein 25seitiger Statistik-Teil, in dem sämtliche Schnitzer-Piloten, Meisterschaftssiege und Rennergebnisse von 1963 bis 2013 festgehalten sind.

Die fotografische Ausstattung des Buchs entspricht der Qualität der Texte - 410 Fotos von trefflicher Auswahl und begeisternder Wiedergabequalität aus allen Segmenten des Schnitzer-Rennsports machen den Band auch zu einem optischen Genuss. Spannende Rennaction auf großformatigen Ablichtungen, bisher unveröffentlichte Porträtfotos von Fahrern, Technikern und natürlich den „vier Schnitzers“ und interessante Einblicke in Boxen und Fahrerlager wechseln einander ab.

Uwe Mahla, Gustav Büsing und dem Gruppe C Motorsport Verlag ist mit dem Buch "Die Meistermacher" ein echtes Meisterwerk gelungen. Ulrich Upietz als Begründer des in Duisburg beheimateten Verlags in den 1980er Jahren kann angesichts des alsbald 60. Motorsportbuchs aus dem Verlag stolz darauf blicken, wie sein Sohn Tim eine Tradition fortsetzt, die ihren Schwerpunkt zwar auf Büchern zum Thema "Porsche Motorsport" hat, die zugleich aber mit dem Buch über BMW Schnitzer auch einen Themenkreis zu schließen scheint, der mit einem 1995 publizierten und von Michael Cotton verfassten Band über den McLaren-BMW F1 GTR seinen Anfang genommen hatte.
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am 20. Juli 2015
Das Buch ist ein Muss für jeden Motorsport Fan. Eine komplette Auflistung der Erfolge des BMW Schnitzer Team. Qualität des Buches ist hervorragend, spannend geschrieben und jederzeit weiter zu empfehlen, kurz gesagt Super
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