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am 22. Juli 2012
Ein Buch über Möglichkeiten. Alternativen. Eine Meditation über den Menschen als improvisierendes und improvisiertes Wesen im Fluss der Welt.
Erstmalig 1996 erscheinen und nun erstmalig - endlich - in deutscher Übersetzung erhältlich. Vergleichbar vielleicht mit der Gabe von Lewis Hyde.

Ich bin über einen Artikel in der Zeitschrift Oya darauf aufmerksam geworden und ich muss sagen, dass mich meine Intuition nicht getäuscht hat. Abram schlägt einen wundervollen Bogen von seinen eigenen Naturerlebnissen über philosophische Betrachtungen unseres Seins in der Welt bis hin zu den Auswirkungen unserer Schrift auf unser Denken und unsere Naturentfremdnung.
Ja, es macht alles Sinn und erfährt dadurch selbst eine Sinnlichkeit, die mich von der ersten Seite an wie eine Urgewalt gepackt hat.
Sokrates, Platon, Merleau-Ponty und viele Vertreter inigener Völker kommen zu Wort, bzw. werden in Ihren Philosophien wunderschön eingebettet in ihre Sicht auf Natur dargestellt. Es wird eine Atmosphäre geschaffen, die das Menschenbild wahrhaft erlebbar macht, den Menschen in der mehr-als-menschlichen Welt.

Es geht Abram um einen zeitgemäßen, künstlerisch-kreativen Zugang eines Naturverständnisses, dass ein "öko" hinter sich lässt und in die volle Schönheit des Menschen in und mit der Natur eintaucht. Selbst naturwissenschaftlich/geisteswissenschaftliche Hybridkonzepte wie die "Dritte Kultur" eines Brockmann gehen ihm nicht weit genug. Es geht ihm darum "dass die Dimension, in der Sinn und Sinnlichkeit zusammenfallen, eine Sprache des Herzens verlangt, ein Sagen, das sich von den Rationalitätsriten des akademischen Betriebs verabschiedet und das folglich darin auch keinen Platz mehr findet." Diese Sprache bedient er.
Dem Text vorangestellt ist ein ebenfalls sehr lesenswertes Vorwort von Andreas Weber sowie ein wundervolles Gedicht von Gary Snyder:

Was das herbstlich sanfte Grillenzirpen
für uns ist,
das sind wir für die Bäume,
und das sind diese
für die Felsen und die Hügel.

Und wer jetzt glaubt, dass es sich wieder nur um so ein esoterisches Ökogeschreibsel handelt: Ich komme aus dem Banken- und Finanzbereich, habe in Beratungsfirmen und Universitäten gearbeitet und habe mit jeder Faser des Lesens gespürt: Ja, genau diese Art des Denkens, Schreibens und Erlebens brauchen wir, wenn wir die Themen unserer Zeit wirklich in Angriff nehmen wollen. Alles andere ist lediglich ein Nicht-Loslassen-Wollen. Ist Angst.

Abram macht mit diesem Buch mehr als Mut. Er begeistert und eröffnet Möglichkeitswelten, die die Szenarien, die uns tagtäglich in den Nachrichten angeboten werden, wie die langweiligsten Sackgassen aussehen lassen, die sie auch sind.

Auf dass die Kunst der Wahrnehmung von vielen Menschen aufgegriffen wird und wir uns in den Bann der sinnlichen Natur begeben - anstatt in den Bann des toten Geldes.
Ich wünsche diesem Buch viele Leser im deutschsprachigen Raum und auf einen regen Austausch!
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