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am 7. Februar 2017
Meine neue Lieblings Lektüre! Für jeden der etwas von Kommunismus (wie er philosophiert wird) hält eine wahre Sucht-Lektüre! Allerdings sollte man ein bisschen mit den vielen Fremdwörtern und seltenen Ausdrücke der deutschen Sprache vertraut sein!
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am 5. Juli 2012
Seit über einem Jahrzehnt wird die Rolle des Staates im Kapitalismus diskutiert, und zwar meistens komplett verkehrt: Da ist die Rede von der Globalisierung, in der der Nationalsstaat immer schwächer wird und gegen vaterlandsloses Kapital geschützt werden muss. Da ist die Rede von transnationalen Konzernen und seit neuestem auch von außer Kontrolle geratenen Finanzmärkten, die eine Bedrohung für den Nationalstaat darstellen. All diese Sichtweisen haben eines gmeinsam: Sie haben nicht annähernd ein richtiges Verständnis davon, was ein Staat ist und was sein Verhältnis zum Kapital ist.
Das ist nicht neu, gegen eine solche Welle des Halbwissens und der Verschleierung musste Lenin bereits vor hundert Jahren ankämpfen, was er in diesem Buch gemacht hat.
Er hatte sich vor allem gegen die Revisionisten innerhalb der internatioalen Sozialdemokratie zu tun, die die Haltung der Marxisten zum Staat verwässern wollten.
Diese Haltung war bereits hinreichend dargelegt in verschiedenen Schriften, z.B. Engels' "Zur Wohnungsfrage". Hauptsächlich anhand dieser Schrift rekonstruiert Lenin die marxistische Haltung, dass der Staat nicht nur ideeller Gesamtkapitalist einerseits, sondern auch geschäftsführender Ausschuss des Kapitals anderseits ist; dass deshalb der Staat nicht übernommen werden kann, sondern in der Revolution zerschlagen werden und durch die Diktatur des Proletariats ersetzt werden muss; dass schlussendlich der Staat in der Diktatur des Proletariats absterben wird in dem Maße, wie die Klassen absterben werden, und durch die freie Assoziation der Arbeiter, wie es im Manifest der kommunistischen Partei heißt, ersetzt wird.
All das wieder gerade zu rücken und umfassend herzuleiten, was alles nichts neues ist, aber ständig in Frage gestellt, angegriffen und verwässert wird, darin liegt Lenins großes Verdienst. Und je größer die Verwirrung in und durch Bewegungen wie "Occupy", "attac", "Piraten" oder Ähnlicher wird, desto wichtiger ist es, über diese Fragen Bescheid zu wissen und auch das Wissen darüber zu haben und weiter zu geben, dass dieses Wissen und die Klarheit darüber bereits seit hundert Jahren verteidigt wird, weil es seit hundert Jahren immer wieder verteidigt werden muss.
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am 26. Juli 2016
Lenin betrachtet und analysiert den Staat als eine " Maschine" , deren Zweck für die herrschende Klasse darin besteht, die von ihr beherrschte Klasse zu unterdruecken, sie " zur Vernunft" im Sinne der herrschenden Klasse zu bringen. Also ist der Staat immer ein Machtinstrument der herrschenden Klasse. Das halte ich für richtig. Weil das so ist und immer so sein wird solange es Klassen gibt, ist es eben konseqent, die klassenlose Gesellschaft zu fordern. in der das Machtinstrument Staat nicht mehr notwendig ist. Die von vielen buergerlichen " Demokraten" viel geschmähte und " verteufelte " Diktatur des Proletariats" kann als eine Art " notwendiges Uebel" definiert werden, das dem klassenbewussten Proletariat hilft, seine Macht zu festigen. Das Ziel dieser " Diktatur" soll die allmaehliche Abschaffung der Klassenherrschaft sein, also soll die Errichtung einer Gesellschaftsordnung sein, in der es eine " Warenproduktion" mehr gibt, die keinen Staat , definiert als Maschine zur Machterhaltung der herrschenden Klasse, benoetigt. Ich halte das für keine " Utopie", obwohl ich mir nicht ganz ueber die Struktur einer

Gesellschaft im Klaren bin. Solange keine " globalisierte kommunistische Gesellschaftsordnung" vom klassenbewussten Proletariat erkaempft und errichtet wird, wird es aus meiner Sicht schwierig sein, eine " nationale kommunistische Gesellschaftsordnung" aufzubauen Deshalb: " Proletarier aller Laender vereinigt euch"! Waehlt die globalisierende Bourgeoisie ab ! Damit beweise ich meinen Pazifismus auf marxistisch-leninistischer Basis. Ich bin " Utopist" , weil ich an einen friedlichen Klassenkampf glaube. Für mich kann keine neue Gesellschaftsordnung mit Waffengewalt erzwungen werden . Für mich kann es keine " gerechten Kriege" geben, weil niemand verhindern kann, dass uebelste Verbrechen von Verbrechern im Soldatenrock veruebt werden." Wenn die Waffen sprechen, schweigen die Gesetze" ( Seneca). Ich meine, dass durch Kriegserfahrungen psychisch und physisch traumatisierte Menschen leider zu buchstaeblich allem faehig sind. Frage: Kann es einen friedlichen weltweiten Klassenkampf des klassenbewussten Proletariats geben oder wird dies " ewig" eine Utopie meinerseits bleiben?
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