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am 12. Dezember 2013
(EDIT: Komplettedit der vorherigen Rezension zur Überarbeitung und Verbesserung + Versachlichung und zusätzliche Informationen zum philosophischen Aspekt)

Ich möchte hiermit vorerst hinweisen, dass die älteren Auflagen, die damals vom Bauern-Verlag herausgegeben wurden, teilweise verfälscht und verändert wurden sind und damit nicht den ursprünglichen Worten des Verfassers entsprechen. So sollte man sich also nur die neueste Auflage des Rüggeberg-Verlags besorgen, denn dort wurden jene Textpassagen korrigiert, die bei den älteren Auflagen des Bauer-Verlags verfälscht sind!

Persönliche Aspekte:
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Ich besitze den WZWA schon eine Weile und habe mit diesem Erfahrungen gemacht, die ich mit keinem anderen Buch bisher gemacht habe. Es ist keineswegs mein Bestreben andere Bücher zu diskreditieren oder diese in den Schatten zu stellen, jedoch konnte mir damals kein bisher bekanntes Buch den Zweck erfüllen wie es dieses Buch getan hat. Anfänglich hielt ich es für ein weiteres Buch, dass im Zuge der extremen New-Age Bewegung aufkreuzte und die wissenschaftliche Magie nur weiter in den Abgrund stößt und mehr und mehr zu einer Religion verkommt. Doch der Titel wie auch das Vorwort war für mich der Ausschlagspunkt dieses Buch zu besorgen. Oft las ich eher Titel wie: "Der Weg zur Meisterschaft" o.ä Titel, die meinen sie könnten einem zu einem wahrhaftigen Meister machen. Nein, dieses Buch hier trug den Titel "Weg zum wahren Adepten" also einem Schüler, denn, so sagt der Autor später, wir bleiben immer Schüler und sollten uns dessen bewusst sein. Selbst ein Adept, mit dem Rang eines "Meisters", sieht sich weiterhin als ein Schüler der Lehren, der noch viel zu lernen hat. Ich besorgte mir das Buch und als ich es las, war es praktisch ein Juwel, ein Geschenk. Nicht sind nur in diesem Buch die wissenschaftlichen Aspekte der Hermetik und damit auch der szientistischen Magie enthalten, nein, es wird auch direkt zu Beginn auf die Selbstdisziplin, Introspektion und der Stufenarbeit aufmerksam gemacht. Die meisten Magiebücher fangen oft gleich "mittendrin" an, fangen mit Sigillenmagie u.ä an, der aber für den Anfänger überhaupt noch nicht von Belang sein sollte. Bardon überraschte mich damals maßgeblich positiv, als er mit den Basics, den Grundlagen anfing. Etwas, was wohl heute jeder drittklassige New-Age-Anhänger nicht verstehen kann oder gar will. Allein dies sprach mehr als Worte. Mir war damals schon bewusst, das ist kein normales Buch. Es ist möglicherweise eines der letzten modernen Werke, die die hermetische Wissenschaft der Magie so klar und genau aufgegriffen hat. Dabei war Bardon zwar immer sehr sparsam mit seinen Worten, aber wie er selbst sagte, ist es die Aufgabe der Praxisausübung, um die Theorie später selbst zu erfassen und zu erweitern. Bardon hat praktisch das realisiert, was Ernst Moses Markus in seiner "Theorie der natürlichen Magie, gegründet auf Kants Weltlehre" und Salomo Friedlaenders "Katechismus der Magie" allesamt beschrieben und so sehr wünschten.

Theorie:
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Bardon gibt am Anfang seines Buches eine starke Einleitung, die wohl jedem Anfänger, der sich für die spirituelle Weiterentwicklung und nicht der bloßen Entwicklung von Fähigkeiten entschieden hat, lange und stark hängen bleiben wird. Er sagt gleich zu Anfang, dass dieses Buch keine Sammlung von Rezepten, Anleitungen zu Ritualen beinhaltet, die den Anwender zu Ruhm, Ehre, Reichtum und Macht o.ä kommen lassen würde und sagt gleich zu anfangs, dass jene, die solches in diesem Buch erhofft haben, das Buch enttäuscht beiseite legen wird. Weiter führt Bardon die kurze Geschichte der "Magos", von denen auch das Wort "Magie" stammt. Er differenziert hier gleich zu Beginn die wahre hermetische Wissenschaft der Magie von den Bühnen- und Schaumagiern, die er unter "Zauberern" einordnet. Bardon beschreibt die wahre Magie als die heilige Wissenschaft der Universalgesetze und zeigt auf, dass es zwischen Magie und Mystik keinen Unterschied gibt. Schließlich betont Bardon aber auch, dass jede Wissenschaft sowohl zu "guten" als auch zu "schlechten" Zwecken verwendet werden kann und nimmt dabei das klassische Beispiel des Messers, welches ursprünglich dem Zwecke des Brotschneidens o.a dient, aber in den Händen eines Mörders zur gefährlichen Waffe werden kann.

Nach dieser starken und prägenden Einleitung zeigt Bardon die erste Tarotkarte, den Bild des Magiers, und zeigt auf, dass es sich bei Tarot eben nicht nur um ein Kartenspiel handelt, sondern um ein Einweihungssystem. In der Erklärung gibt Bardon gleich zu Beginn die Grundbegriffe der hermetischen Lehre wieder, welche später noch erläutert werden und beschreibt Stück für Stück jeden Teil der Karte explizit und genau.

Später geht Bardon auf die Elemente ein. Dabei betont Bardon weiterhin, dass diese Elemente nicht mit den grobstofflichen Erscheinungen der Elemente gleichzusetzen seien, sondern es sich um universelle Eigenschaften bzw. Qualitäten handelt. Die Elemente sind: Feuer, Luft, Wasser, Erde. Bardon gibt Einblick in jedes Element und führt dabei zwei weitere Begriffe ein. Für die dem Feuer-Element zugrundeliegende Eigenschaft der Expansion bezeichnet Bardon als das "elektrische Fluid", während für das Wasser-Element zugrundeliegende Eigenschaft der Kontraktion und Zusammenziehung als das "magnetische Fluid" bezeichnet. Für das Luft-Element, welches, so nach Bardon, kein wirklich existierendes Element sei und aus der Wechselwirkung zwischen der erstgenannten Elemente hervorgeruft wird, existiert kein Fluid, aber es dient als Vermittlerstelle zwischen dem feurigen und wässrigen Prinzip. Das Element Erde, welches auch kein echtes Element darstellt und aus der Wechselwirkung aller drei Elemente hervorgerufen wird, ist, so nach Bardon, als das grobstofflichere Element zu betrachten, da dieses nun zur Folge hat, das dem Wirken der drei Elemente Grenzen gezogen wurden sind, die wir unter Masse, Zeit, Gewicht und Raum kennen. Bardon betrachtet alle Elemente zusammen als den "vierpoligen Magneten" und gleichzeitig als einen Schlüssel, mit dem sich alle Phänomene, seien sie nun meta- oder nur physischer Natur, erklären lassen. Sie gelten dementsprechend als die "Axiome" der hermetischen Wissenschaft, die nötig sind, um daraus weitere Theoreme, also Ableitungen, zu ziehen, die dem Magier in seiner Praxis definitiv auftreffen werden, vor allem in der Introspektion.

In den späteren Kapiteln gibt Bardon eine Einführung in die "okkulte Anatomie des Körpers" und betrachtet diesen aus dem hermetischen Standpunkt heraus und gibt eine Einführung wie Bardon sich des vierpoligen Magneten bedient und die Elemente entsprechend analog auf den Körper anwendet und daraus erfolgreich wissenschaftliche Schlüsse ziehen kann. Weiter führt er den Leser zu den einzelnen Analogieentsprechungen der Körperteile zu den Fluiden, nimmt Stellung zur "Diät" und beschreibt den Astralkörper, den Mentalkörper und den jeweils zugehörigen Ebenen, einschl. der grobstofflichen Ebene. Am Schluss bezieht Bardon Stellung zu Askesen und macht deutlich, dass die extreme Ausübung einer Askese unweigerlich zu einem hermetischen Ungleichgewicht führt und warnt davor solche in der Extreme zu praktizieren. Bardon nimmt Stellung zur Wahrheit und Religion, bei der er sagt, dass der Leser seinen Glauben nicht verlieren muss, aber sich den Dogmen der Kirche o.a entziehen sollte.

Alles in allem bietet Bardon einen zwar recht kurze, aber doch aussagekräftige, Einführung in den theoretischen Teil der Hermetik, welche sich für Anfänger meist noch nicht in vollem Umfange erschließt und erst erkenntlich wird, wenn man die hermetische Praxis durcharbeitet. Zusätzlich sollte, wie Bardon es sagte, man nochmals über den theoretischen Teil nachdenken und diese auch jetzt schon zu Beginn vertiefen muss.

Praxis:
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Der Praxisteil ist wohl der Kern des Buches und stellt auch gleichzeitig für viele Menschen den wohl schwierigsten Teil des Buches dar. Warum? Nun, viele der angehenden Praktizierenden erhoffen sich oftmals einen recht schnellen Einstieg, direkt in die Magie, wie man es aus Büchern der New-Age Bewegung gewohnt ist, die gleich mit dem Pentagrammritual oder auch der Sigillenmagie anfangen. Hier jedoch ist es anders. Bardon beginnt zugleich mit den wohl simpelsten, aber notwendigen, Übungen, die der angehende Adept braucht, um sich magisch weiterzuentwickeln. Dies ruft in vielen oft das erdige Prinzip, die Faulheit, hervor und lässt den Meisten gleich alle Motivation und Vorfreude nehmen. Nun, die Welt ist aber kein Spielplatz. So, kann man nicht gleich mit Differentialgleichungen anfangen, wenn das grundlegende Verständnis der Mathematik wie der Funktionen, Gleichungen, usw. fehlt. Immer ist es nötig, dass Grundlagen angeeignet werden, damit man wirklich beginnen kann. "Aller Anfang ist schwer." sagt man so schön. Aber jene, die diese Schwierigkeit überwinden, werden mehr als Fortschritte machen.

Bardon baut das Einweihungssystem nach 10 Stufen aus, bei der er ein Dreikörpersystem anwendet und damit alle drei Körper gleichzeitig schult. Also: Körper (physischer Körper), Seele (Astralkörper) und Geist (Mentalkörper). Alle müssen Hand in Hand trainiert und verfeinert werden. Bardon betont auch hier immer wieder, dass keine Stufen übersprungen werden sollen und man nur dann zur nächsten Stufe übergeht, wenn man sich absolut gewiss ist, dass man die vorherige Stufe vollends gemeistert hat und die Übungen nicht mehr schwer fallen.

Zur ersten Stufe führt Bardon für den Geist die Mentalübungen auf: Gedankenkontrolle, Gedankenzucht und Gedankenbeherrschung. Zur ersteren beginnt Bardon damit den Praktizierenden aufzuforden seine einstürmenden Gedanken vollkommen neutral, nichtwertend zu betrachten und auch diese nicht zu unterdrücken. Nicht geben sie nur vielleicht Aufschluss für die spätere Introspektion im Übungsteil der Seele, auch ist sie später notwendig mit der magischen Arbeit. Zur Gedankenzucht fordert Bardon gleichermaßen zu einem geordneten Gedankengang im Alltag auf. (Bspw. man verschwende seine Gedanken nicht an zuhause, wenn man bei der Arbeit sitzt, sondern konzentriere sich auf das, was man gerade verübt, also hier, mit der Arbeit) Weiter fordert Bardon den Praktizierenden auf, Gedankenübungen zu machen und neue Gedanken zu "züchten" also aufzubauen. So solle der Praktizierende für eine gewisse Zeitspanne an einem gewissen Gedanken festhalten, ihn weiter ausführen, aber nicht von ihm abkommen oder gar ablenken lassen. Schließlich kommt Bardon zur Gedankenleere, bei der es darum geht, alle Gedanken aus dem Kopf zu schaffen und praktisch leer im Kopf zu sein. Wer die vorherigen Übungen mit Bravour durchgeführt hat, wird hier recht schnell Erfolge haben.

Im Abschnitt "Seele" beginnt Bardon mit dem Aspekt des vernünftigen Willens, also der Introspektion und Selbsterkenntnis. Er fordert hier den Schüler auf zunächst alle seine negativen Charaktereigenschaften aufzuschreiben in einem Tagebuch, das man niemandem zeige und versteckt halte. Es erfordert viel Selbstkritik und Ehrlichkeit zu sich selbst, was Bardon betont. Man lüge nicht und versuche so viele negative Eigenschaften zu finden wie nur möglich und notiere sie. Dann verfahre man genauso mit den positiven Eigenschaften, bei denen man ebenfalls ehrlich und gewissenhaft ist. Später, sobald man genügend negative und positive Charakterzüge notiert hat, soll man die Eigenschaften entsprechend kategorisieren nach den Elementen und schult damit praktisch auch gleich das Prinzip des Analogieschlusses, das für die Magie ebenfalls von wichtiger Bedeutung ist. Sollte man jedoch kein Element finden, so kann es zunächst in die Rubrik "Indifferent" kategorisiert werden. Die Introspektion stellt eines der wichtigsten Schulungen dar, da man nur durch ein selbst diszipliniertes, vernünftiges Verhalten überhaupt erst Erfolge zur Magie erreichen kann. Dieser Teil wird von vielen anderen Magieliteraturen einfach kaltblütig vernachlässigt und weggelassen.

Im Abschnitt "Körper" gibt Bardon drei Techniken in Bezug auf den physischen Körper preis, die man sich nun zum Alltag mache. Darunter gehört die Atemtechnik, die Eucharistie und die Magie des Wassers. Sie basieren hierbei auf die Technik der Imprägnierung und Magnetisierung(Wasser). Bardon gibt auch hier nochmal einen kurzen theoretischen Einblick und erklärt bspw. in der Magie des Wassers, dass jedes Objekt und jede Substanz eine andere Akkumulationsfähigkeit in Bezug auf die Elemente hat. So ist Wasser für die Magnetisierung von Eigenschaften am Empfänglichsten, wenn es bei seinem höchsten spezifischen Gewicht angekommen ist, also wenn das Wasser eine Temperatur von 4°C besitzt. Wird es wärmer, so wird es für den Magnetismus neutraler. Auch ist hier zu erkennen, dass Bardon klar zwischen der Magnetisierung, die nur bei bestimmten Temperaturen von Substanzen und Objekten angewendet werden kann, und der Imprägnierung, die bei jeder Temperatur angewendet werden kann, unterscheidet.

Die restlichen Stufen sind sehr umfangreich und für den ersten Einblick in die erste Stufe sollte mein Text hier genügen.

Fazit:
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Das metaphysische System Bardons ist hiermit wohl, meiner Meinung nach, das wohl nützlichste System, das tatsächlich auch die Möglichkeit der Empirie und Überprüfbarkeit bietet, was anderen Systemen, aufgrund ihrer immer zunehmenden "Religionisierung", fehlt. Kurzum: Bardon realisierte die Modernisierung der Hermetik und schuf praktisch die "wissenschaftliche Magie" und verbindet gleichzeitig den mystischen Aspekt (Gottprinzip/Akasha) und hat damit das, dem Anschein nach "unmögliche", möglich gemacht. Die Verbindung von Immanenz und Transzendenz. Ein Buch, das man auf jedenfall nehmen sollte, der sich wirklich mit der Magie spirituell auseinandersetzen möchte.

Tipps und Hilfen:
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Da viele Anfänger oft Verständnisschwierigkeiten mit Bardon haben, empfehle ich dem Suchenden folgende Seiten:
Rawn Clark - Bardon Companion (german): [...] - Rawn Clark bietet viele Hilfestellungen zum Theorieteil und besonders zu den einzelnen Stufen gibt er weitere Tipps wie mit den Übungen verfahren werden könnte, usw.

Fragen an Meister Arion (Franz Bardon) - Ein aus Prag, vom Schülerkreis Bardons, zusammengestelltes Manuskript, bei dem bekannte hermetische Fragen beantwortet werden. Sie sind den Ebenen (physisch, astral, mental) kategorisiert und meiner Meinung nach für jeden anstrebenden Hermetiker ein Muss. Sie bieten eine gute Gedächtnisstütze und regen auch zur eigenen Meditation über das geistige Wissen der Hermetik an.
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am 5. April 2006
Es bedarf einer ehrlichen und ernsthaften Überzeugung, diesen
beschriebennen Weg von Franz Bardon zu gehen und zu meistern.
Das Buch bieten den intressierten einen "Lehrgang in 10 Stufen", was ich hierbei sehr Überzeugend finde ist, dass unter anderem in der ersten Stufe der Übende sich selbst zu erkennen lernt, die Erstellung seines " Seelenspiegels", wie im Buch beschrieben, fördert auch viel Verborgenes aus einem heraus und zeigt einem seine Stärken und Schwächen.Dieses schaft die Grundlage für jeden Menschen, da wir alle unterschiedlicher Natur sind. Diese Grundlage oder Grundlagenübungen lassen andere Esoterische / Magische Werke gänzlich unerwähnt.
Allein dafür lohnt es sich dieses Buch zu lesen und damit zu Arbeiten.
Damit erhält der Übende einen hervorragenden Überlick von sich selbst und mann steigt dort ein wo es am wichtigsten ist. So beschreibt F. Bardon ist es unabdingbar für das eigene Wachsen, nicht nur im Magischen, sondern wie ich finde führt es zur Veredelung des Charakters, dass Buch vermittelt mehr als nur das Erlangen magischer Fähigkeiten. Wer sich allerdings auf das Abenteuer einläßt sollte viel Herzblut und Liebe mitbringen und Durchhaltevermögen, das Buch hilft dabei den "roten Faden " nicht zu verlieren, da es Systematisch gegliedert ist, zu dem auch noch spannend geschrieben.
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am 16. April 2003
Was soll man zu einem Buch sagen, daß in noch nie gekannter Offenheit Theorie und Praxis der echten Einweihung beschreibt ?
Die Werke von Franz Bardon sind mit Sicherheit im Bezug auf Inhalt und Umfang einzigartig. Leider übersieht man anhand des einfachen Schreibstils, daß hinter und zwischen den Zeilen wesentlich mehr steckt, als es den Anschein erweckt.
Wenn man bereit ist, jedes gelesene Wort und jeden Satz genauestens zu überdenken, um weitere Hintergründe und Zusammenhänge zu finden, kann man mit Bardon weiter gelangen als mit jedem anderen Buch. Leider geschieht dies jedoch nur sehr selten, so daß viele nach ein paar Monaten entmutigt wieder aufgeben. Den Hinweis, über das Gelesene aufmerksam zu meditieren, den Bardon immer wieder gibt, scheinen viele zu ignorieren.
Fazit: Das beste Buch zum Thema, wenn man die Stolperfallen erkennt und umgeht. Wenn man es ausführlicher haben möchte, sollte man auf das "Lehrbuch zur Entwicklung der okkulten Kräfte" von Karl Brandler-Pracht zurückgreifen, daß übrigens auch eine hervorragende Ergänzung zu Bardon ist, da man hier vieles erklärt findet, was Bardon zwar angibt aber nicht näher erläutert. So wird einem die ungeheure Wichtigkeit der vermeintlichen "Anfänger-Übungen" erst richtig klar.
PS: Gerade Autoren wie Brandler-Pracht oder Bardon werden heutzutage gerne kritisiert, weil sie vom Schüler einiges verlangen, was bei neueren Lehrbüchern über Magie meist nicht der Fall ist. Der spöttische Begriff: "Alte-Männer-Magie" ist nicht nur einmal gefallen. Dem muß man jedoch entgegenhalten, daß die alten Lehrsysteme, wie Bardon und B.P. sie beschreiben, seit Jahrtausenden großartige Magier hervorgebracht haben. Von den neueren Trend-Werken ist mir derartiges nicht bekannt. Wo sind die neuen Aleister Crowleys, Bardons, Spiesberger usw. ?
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am 18. August 2003
Franz Bardon ist ein Mitglied der "Brüder des Lichts". Die "Brüder des Lichts", denen laut Bardon auch Jesus Christus angehört, sind die höchsten Eingeweihten; sie unterstehen direkt der "göttlichen Vorsehung" und verfolgen u.a. das Ziel die Menschheit in geistiger und ethischer Entwicklung immer höher zu führen. Bardon sagt von sich selbst, dass sein seit Jahrtausenden vollkommener und zur höchsten Erkenntnis vorgedrungener Geist, die Menschen schon in etlichen Inkarnationen belehrte, u.a in Hermes Trismegistos, Lao Tse, Apollonius von Tyana, Nostradamus etc. , um nur die wichtigsten zu nennen. Es steht daher außer Zweifel, dass wir in Bardon wohl einen der größten Lehrer der Menscheit zu sehen haben! Seine Aufgabe in dieser Inkarnation war es, allen Menschen die wahre Enweihung in die Hermetik zu offenbaren. Und diese Mission hat er wirklich getreulich erfüllt.
Der ernsthaft Suchende, ob Magier, Hermetiker oder Philosoph, erfährt hier sowohl in der Theorie als auch in der Praxis alles, wonach er woanders vergeblich sucht.
Doch wie "Der Weg zum wahren Adepten" die höchste magische Einweihung repräsentiert, so ist er auch nur für jene geeignet, die bereits eine sehr hohe geistige Reife erlangt haben. Vieles wird vorausgesetzt und nicht näher erläutert. An einigen Stellen muss man sich die Zusammenhänge selbst durch Meditationen erschließen. Die gröten Hemmnisse des Anfängers (zu schwache Willenskraft, Beherrschtsein von Leidenschaften) werden vom Autor einfach in die Schublade "Autosuggestion" gesteckt, während die "Gedankenkonzentration" und der "Negative Zustand" (die beiden wichtigsten Fähigkeiten in der Magie) in nur wenigen Zeilen erläutert werden. Ich kann daher nur jedem wärmstens empfehlen, vorher das "Lehrbuch zur Entwicklung der okkulten Kräfte" von Karl Brandler-Pracht zu studieren. Diese beiden Lehrbücher lassen sich hervorragend kombinieren, denn viele Dinge, die Bardon nur andeutet, findet man im "Lehrbuch zur Entwicklung der okkulten Kräfte" ausführlich erläutert. Bardon konzentriert sich hauptsächlich auf Themen, die bisher noch nie zur Sprache kamen. Daher wird derjenige, der bereits einen guten Schritt in seiner magischen Entwicklung gegangen ist und höher strebt, an diesem außergewöhnlichen Buch nicht herumkommen.
Ich bin mir sicher, dass es nur sehr wenige geben wird, die alle zehn Stufen dieses Lehrgangs vollkommen praktisch beherrschen werden, doch selbst wenn es nur ein einziger sein wird, hat sich dennoch der Zweck Bardons selbstloser Arbeit mehr als erfüllt.
P.S.:
Wer mehr über Bardon, seinen Lebensweg und die "Brüder des Lichts" erfahren möchte, der sei an dieser Stelle auf Bardons autobiographischen Roman "Frabato" aufmerksam gemacht.
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am 1. August 2003
Ich will mich auf das wichtigste beschränken:
Der "Weg zum wahren Adepten", wie auch Franz Bardons andere beiden Büchern "Die Praxis der magischen Evolkation" und "Der Schlüssel zur wahren Kabbalah", ist systematisch aufgebaut, nachvollziehbar bezüglich des Lehrsystems und gibt eine echte praktische Anleitung für den Weg eines Magiers (Adepten der magischen Künste, Hermetikers).
Dabei ist Franz Bardons Methode der hermetischen Magie ein durchaus effizienter, sicherer und verläßlicher Weg, der in der Praxis schon vielfach erprobt wurde und auch reale Erfolge zeitigte.
Aber nur wenn man ein paar Dinge beachtet! Auch im Bereich okkulten Wissenschaften braucht man Ausdauer (manchmal über Jahre hinaus), Fleiss und vor allem neben der notwendigen Offenheit gegenüber neuen Erkenntnissen ein eigenständiges Denken und eine gesunde Immunität gegen Dogmatik und Fanatismus, gleich welcher Richtung.
Franz Bardon (František Bardon, 1909-1958) war ein tschechischer Magier, machte in seiner Jugend in Deutschland eine Ausbildung zum Techniker und Heilpraktiker, trat vorher unter dem Künstlernamen "Frabato" auch als Zauberkünstler in Kabarets auf (mit in der Tat verbl. "Tricks"), leitete 1945 wegen des Ärztemangels zwischenzeitlich auch ein Krankenhaus und lebte danach bis zu seinem Tod im Ort Opava in der CSSR.
Dort arbeitete er als Natur-Heilpraktiker (auch Magnetiseur) und alchemistischer Apotheker (wohl vor allem Kräuterheilkunde, Homöopathie, Wasserkuren).
In diesem Buch beschreibt er einen Lehrgang in der praktischen westlichen "Elemente-Magie". Aufbauend speziell auf Alchemie und Kabbala.
Das Buch ist in 10 Stufen geteilt.
Grundlegend dabei die gleich zu anfang im Buch beschriebene und vorzunehmende Selbsterkenntnis, Introspektion und Charakterschulung!
Nur wer die Ungleichgewichte in sich selbst erkennt, und die negativen Eigenschaften durch entsprechend zu entwickelnde positive ausgleichen kann oder zumindest zu beherrschen lernt, hat nach Bardon Aussagen Aussicht auf Erfolg auf seinem weiteren magischen Weg.Es geht also zuerst darum, einen "Elemente-Ausgleich" im Körper, der Seele und dem Geist vorzunehmen, und so ein Gleichgewicht im Leben und in der magischen Arbeit zu finden.
Das ist nach Bardons Ansicht ersteinmal absolut grundlegend.
Es wird deutlich, das der "Weg des Adepten" ein ganzheitlicher Weg ist, dem es um eine umfassende Seelen- und Geistesschulung (die beiden Begriffe sollte man auseinanderhalten) und eine gleichzeitige, nicht zu vernachlässigende körperliche Entwicklung, geht.
Viele Einweihungssysteme steigern oft nur die QUALITÄTEN bzw, entwickeln Neue (oder neue Qualitätsaspekte, Eigenschaften), und führen so zu Mißerfolgen oder gesundheitlichen Schäden.
Anders Bardon: Bei ihm wird, mit der Entwicklung der Eigenschaften einhergehend, auch Wert auf die Steigerung der seelischen und geistigen KRÄFTE (etwa: Stoffe) gelegt.
Dies ist sicher einer der grössten Vorzüge seines bestechend einfachen und doch recht effizienten Systems.
Er unterscheidet (hermet. Grundsatz: "Wie oben, so unten", bei Bardon Mikrokosmos Mensch - mit allen Aspekten- und Makrokosmos Universum und Gottheit im Akasha-Prinzip) zwischen der materiellen Ebene, der Astral-Ebene bzw. seelischen Ebene, der Mental- bzw. Geistesebene und der Äther- bzw. Akasha-ebene.
Die Wirkungsweise der 5 Elemente ( ausdehnend elektr. Feuer; zusammenziehend magn. Wasser; neutr.- bewegend und vermittelnd Luft und elektr-magn. verfestigend Erde sowie des alles hervorbringenden und enthaltenden Akasha-Prinzips) wird in seinem Buch hervorragend erklärt.
Auch die aufbauenden und zersetzenden Pole eines jeden Elementes des 4 poligen Elemente-Schlüssels werden bei ihm angemessen dem Leser bezüglich der praktischen Arbeit erklärt.
Die praktischen Übungen sind wirklich für so ziemlich Jeden (im Gegensatz zu vielen Hexenbüchern und aufwendiger Ritualmagie nach dem "Golden Dawn" System) durchführbar, und auch einleuchtend. Es zeigt sich, das der Autor eben auch naturwissenschaftliche und medizinische Kenntnisse hatte.
Am Anfang etwa beginnt man in der ersten Stufe des Lehrganges mit grundlegenden Sachen, wie Gedankenbewusstwerdung, Gedankenkontrolle und Gedankenstille.
Weiterhin mit dem morgendlichen Abbürsten mit einer weichen Bürste (um die Haut geschmeidig zu machen und die Poren zwecks wichtiger Atmung zu öffnen), kaltem Bad und vor allem den wichtigen Atemübungen (z.b. Wunsch-Atmung) und dem bewussten Essen.
Zu kritisieren (und deswegen empfehle ich die von mir genannte ergänzende Literatur) wäre allerdings folgendes:
Nach Aussage des Autors sollte man jede Stufe nacheinander durcharbeiten (bei viel Zeit könne man sich allerdings auch mehrere Stufen gleichzeitig vornehmen).
Erst wenn man aber eine (oder zwei) Stufen abgeschlossen habe, könne man zu den nächsten übergehen.
Bardon war jedoch offensichtlich ein VIEL zu hohes Niveau durch seine Tempelschüler (Logenschüler, etwa Otti Votavova) gewohnt.
Die kurz und bescheiden angeführte Forderung nach 10 Minuten Gedankenstille (selbst für indische Yogis nicht einfach!) ist nur eine von mehreren echten (oft jahrelangen, manchmal dauerhaften) Blockaden im Weiterkommen, wenn man die rigorose Forderung des Autoren nach der Befolgung seines Stufen-Lehrplanes als dogmatisch-binden ansähe.
Daher empfehle ich, zwar Bardons Lehrplan (ruhig auch mit unterstützenden Kursen, etwa Meditation, Yoga und vor allem das chinesische Qui-Gong und Tai-Chi) fleissig und gründlich durchzuarbeiten!
Aber eben NICHT dogmatisch, wenn man an einigen Stellen partout nicht weiterkommt, klebenzubleiben
Auch bei einigen Defiziten kann man durchaus individuell nach wie vor bei späteren Stufen erfolgreich sein. Das zeigte die Praxis vielfach!
Dennoch sollte man Bardons Forderung, nach Verbesserung seiner Charakterzüge und BEHERRSCHUNG seiner Leidenschaften, Triebe und Fehler ERNST nehmen. Es lohnt sich!
Persönlich, und für die magische Entwicklung.
Bardon ist einer der besseren magischen Autoren, weil er keine Weichspüler-Esoterik betreibt sondern seine Schüler EHRLICH weiterführen will, mit einem geordneten Lehrsystem (welch grosser Unterschied etwa zum chaotischen Aleister Crowley!).
Dafür verlangt er ihnen aber auch etwas ab! Das MUSS so sein.
Dafür kann man z.b. aber auch konkreten Nutzen daraus ziehen, etwa schneller Fertigkeiten und Lernstoff im alltäglichen Leben erlernen.
Außerdem sind seine Bewußtseins-, Konzentration- und Meditationsübungen zwar etwas manchmal allgemein gehalten,a ber dennoch sehr, sehr sinnvoll und notwendig (auch für das persönliche Leben!).
Nun zu einigen "geringeren" Fehlern Bardons.
Im Theorie-Teil des "Der Weg zum wahren Adepten":
Einatmen Sauerstoff, ausatmen Stickstoff . Auch zu Bardons Zeit war die Verbrennung im menschlichen Körper schon lange bekannt, die das Kohlendioxid in der der expirierten Luft zur Folge hat. Der Stickstoffgehalt der Luft beim Ein- und Ausatmen ändert sich nicht, bleibt also gleich.
Besonders auffälliger Fehler: Das Oberbewusstsein liege im Großhirn, das Unterbewusstsein im Kleinhirn. Bardon: "... und zwar ist im Großhirn der Sitz des normalen Bewußtseins und im Kleinhirn das Entgegengesetzte vom Normalbewußtsein, das Unterbewußtsein."
Dass Bardon das Unterbewusstsein als "Gegenteil", "Gegenpart" des Wachbewusstseins auffasst, ist zusätzlich eine falsche Ansicht über das Verhältnis Wach-/Unterbewusstsein.
In der ersten Stufe des Praxisteils bei der Anleitung zum Erstellen von Suggestionen, legt Bardon richtigerweise großen Wert darauf, dass Autosuggestionen positiv zu formulieren sind. Bei den Beispielen zu dieser Vorschrift einige Sätze später macht er ausgerechnet selbst den Fehler, negativ zu formulieren.
Zudem macht er den Fehler anzunehmen (allerdings verzeihlich, zu seiner Zeit war das naturwissenschaftlicher Kenntnisstand) die Zunge habe verschiedene Geschmackszonen (etwa Zuungenspitze für "süss"). Heute weiß man: Alle Zungenareale sind für alle Geschmacksrichtungen gleichermaßen zuständig.
Begleitend zum 10 stufigen Lehrgang in "Der Weg zum wahren Adepten" von Franz Bardon empfehle ich als ergänzende und PRAKTISCH durchzuarbeitende Literatur:
1) "Lehrbuch der okkulten Kräfte" von Karl Brandler-Pracht
(ausführlicher bei den praktischen Übungen)
2) "Die Schule der Hohen Magie", auch bekannt als "Kursus der praktischen Magie" von Frater V.D. (alias Ralf Tegtmeier)
(hervorragend, allerdings bei aller breite imho etwa weniger tiefgehend als Bardon)
3) "Lehrbriefe zur geistigen Selbstschulung" von Georg Lomer
4) "Das Kybalion"
5) "Der Brennende Dornbusch" von Karl Weinfurter
Zudem bezüglich der Charakterschulung und Introspektion den Besuch von Dieter Rüggebergs Website.
Ich möchte nun noch einiges an geschichtlichem und biographischem Hintergrundwissen bezüglich der Hermetik und Franz Bardon anfügen, sowie einige Literaturangaben, die dem Schüler der Hermetik (wie ich einer bin) wirklich helfen könnten, und einiges an Zeit ersparen, aufführen.
Auch bezüglich des Inhaltes von Bardons 3 Büchern (und zur korrekten Einordnung des 1. Buches "Der Weg zum wahren Adepten") sind sie für den Leser nützlich.
Weitere Nachforschungen stehen jedem einzelnem frei, jedenfalls versteht man einiges an Franz Bardons Büchern hierdurch besser:
Das Wissen der Hermetik wurde von den Arabern (Stichwort: "Batini" und "Gelder") und Byzantinern über das Ende der Antike und des griechischen Neuplatonismus - Stichwort: Jamblichus - und das Ende der ägypt. Tempelschulen und persischen zoroastrischen "magi" hinaus gerettet und gelangte wohl Ende des Mittelalters über Spanien (vielleicht auch durch die Juden und die Kabbala mittransportiert) wieder nach Europa.
In der Renaissance blühte das Wissen der hermtischen Magie in Europa wieder auf, und inspirierte zahlreiche Gelehrte und Wissenschaftler zu konkreten, auch naturwissenschaftlichen, Entwicklungen und Entdeckungen (man denke etwa an Leonardo Da Vinci, Theophrastus Bombastus Paracelsus und zuletzt, sehr viel später, auch Isaac Newton, der u.a. von den griechischen 5 Elementarprinzipien auch seine Naturkräfte-Gesetze mit abgeleitet haben dürfte und selbst - nachweisbar! - alchemistische Studien betrieb).
Paracelsus war nebenbei nachweisbar ein hervorragender Art und Begründer der Homöopathie.
Die erste bedeutendste Veröffentlichung im Bereich der hermetischen Magie stammt zweifellos von Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim mit seiner "De occulta philosophia".
Auch Franz Bardon nennt ihn in seinen Büchern, und er ist wohl auch eine der Quellen (neben vermutlichen arabischen Einflüssen, und jüdischer Kabbala) auf denen er mit aufbaute.
Ich schreibe dies alles zur Geschichte der Hermetik (als Gelehrtenwissen) und der konkreten hermetischen Magie (die nach dem System der griechischen 5 Elementarprinzipien - Lehre arbeitet, schon seit den Babyloniern, Pythagoreern und der Theurgie der Neuplatoniker mag. Grundlagenwissen) damit dem leser klar wird, das die Hermetik eine durchgängige Tradition ist, bei der man sich nicht an Dogmen klammern muß (und sollte, wie es leider viele Sektierer tun) sondern bei der man durchaus bewerten, abwägen und vor allem weiterentwickeln darf.
Auch Johann Wolfgang von Goethe war (im "Faust" finden sich zahlreiche Bezugnahmen und teils versteckte Anspielungen, in Shakespears "Der Sturm" ebenso) in mancher Hinsicht (eigene Aussagen, hatte in seiner Bibliothek "De occulta philosophia", zeitweise Mitglied bei den - heute leider völlig der Magie entfremdeten - Freimaurern).
Dies alles zeigt (man könnte noch weitere bekannte Namen der Wissenschaft und Literatur aufzählen), dass die hermetische Magie keineswegs ein Spielfeld für verkalkte Sonderlinge ist (solange man sich nicht selbst durch Sektiererei und Dogmatismus - einige würden Bardon, gegen dessen ausdrücklichen Wunsch, am liebsten zum neuen Messias machen - dazu degradiert) sondern ein hoch effizientes System der Geist- und Seelenschulung, der Selbsterkenntnis, des Erlangens und schnellen Erlernens neuer (auch sehr weltlicher) Fähigkeiten und der allmählichen Erlangens echter magischer Kräfte.
Die hermetische Magie ist eine durchgängige Tradition der europ. und abendländischen (eigentlich auch morgendländischen) Geistesgeschichte.
Und Franz Bardon war keineswegs, wie von einigen fälschlicherweise vermutet wurde, jemand der einfach Werke anderer kopierte (etwa von Wilhelm Quintscher, mit dem er tatsächlich gut befreundet war) sondern ein echter Praktiker der Magie.
Möglicherweise war Franz Bardon ein Schüler Karl Weinfurters.
In Horst E. Miers "Lexikon des Geheimwissens" steht, das er dem
Kreis Weinfurthers in Prag angehörte und als dessen Meisterschüler galt.
Weinfurter war ein Prager Okkultist, Mitglied der 1891 in Prag gegründeten TG - Loge "Loge zum blauen Stern", die meistens in der Wohnung von Gustav Meyrink oder in einem Cafe tagte.
Möglicherweise gehörte auch Franz Bardon diesem "Prager Kreis" an, das lässt sich heute leider nicht mehr genau klären.
Es ist aber recht wahrscheinlich, das auch der österreichische Bardonist und Magier Emil Stejnar in seinem "Schutzengelbuch" und den 5 Bänden des "Buch der Meister" von einer "Logengeheimschrift" schrieb, die von Franz Bardon und seinen Freunden (!) verwandt wurde, als seine Bücher über die CSSR Grenze nach Deutschland geschmuggelt wurden.
Man sollte bedenken, das die CSSR damals ja noch kommunistisch war.
Quintscher, Rah - Omir (Pseudonym) = Friedrich Wilhelm Quintscher verwandte in
"Das Payoab" (Quintscher Band XI, Magismus III) eine der Geheimschrift von Bardon ähnliche bis ggleiche Logengeheimschrift..
Wenn man die Geheimsprache mit der Entschlüsselung von Emil Stejnar vergleichst, wird man sehen, daß sie identisch sind.
Interessant ist diese Entschlüsselung Emil Stejnars (in seinen nur direkt von ihm zu beziehenden, da nur im Selbstverlag gedruckten Büchern vröffentlicht) vor allem auch für Bardons
2. Buch: "Die Praxis der magischen Evokation".
Die Genien der Erdgürtelzone können zwar auch mit den dort angegebenen Namen invoziert und evoziert werden, aber Stejnars Namen (bzw. Sternenkonstellationen, die die für die Beschwörung geeignetsten Zeiten angeben) sind erstens effektiver und zweitens für die erfolgreiche Evokation der Genien der höheren Stufen wohl unabdingbar.
Emil Stejnar fand nämlich heraus, daß sich in Franz Bardons Genienwerk (2. Buch, "Die Praxis der magischen Evokation") ein ganz beachtlicher Fehler eingeschlichen hatte, an dem Franz Bardon selbst keine Schuld trägt. Er schrieb genau die 360 Genien, die dem Menschen zugänglich sind, auf, darunter auch die Wesenheiten der Mond- und Sonnensphäre. Er nannte sie in einer verschlüsselten Geheimschrift.
-(ANMERKUNG MEINERSEITS: Eine LOGENgeheimschrift)-
Nachdem aber seine Unterlagen nach seinem Tod in der Bundesrepublik Deutschland waren, beging der Graphiker (beim BAUER-Verlag), der die Unterlagen druckfertig machte, einen Fehler. Er gab die Namen in Geheimschrift so wieder, daß alle glauben mußten, es handle sich um die richtigen Genien-Namen. Und jeder, der danach Kontakt zu den Genien suchte, hatte Mißerfolg. So erging es anfangs auch Emil Stejnar.
Dann aber fand Stejnar heraus, das bei Agrippa von Nettesheim, Abrahmelin und anderen klassischen magischen Autoren die Geniennamen unverschlüsselt sind und in einigen Fällen mit Fixsternamen übereinstimmen.
Somit empfehle ich bei einem fortgeschrittenen Studium von Franz Bardons Büchern (das immer praktisch geschehen muss!) auch die Werke von Emil Stejnar.
Er gibt Hilfestellungen für Anfänger, und erweitert Bardons Werke um den vielleicht etwas zu nachlässig beschriebenen mystischen Aspekt (im "Schutzengelbuch" und den 5 "Meisterbüchern). Durch den so erleichterten Kontakt mit dem persönlichen Schutzengel (ob als höhheres mag
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am 2. September 2002
Unvergleichlich !!! Wie in keinem anderen Buch zuvor enthüllt der Autor uneingeschränkt und in aller Klarheit die Geheimnisse der hermetischen Wissenschaft (Magie) und drängt zugleich zur Praxis. In einem klar strukturiertem Aufbau, hat der Schüler die Möglichkeit durch ernsthafte Arbeit an sich selbst, die Stufen bis zur Vollkommenheit zu erklimmen. Dieses Buch verzichtet gänzlich auf die esoterischen Nebelschwaden und Fachsimpeleien hinter die sich andere Autoren aus Unwissenheit flüchten. Bardon bringt deutlich zum Ausdruck, dass dieses Buch nur dem ernshaft Suchenden dienlich sein wird, da es nichts gemein hat mit dubiosen Rezeptesammlungen, Ritualen oder Beschwörungen, sondern allein auf die Fähigkeit des Einzelnen und die Entwicklung seines geistigen Potienzials abzielt. Dieses Werk ist der einzig wahre Schlüssel zu den Mysterien der westlichen Magie.
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am 3. Februar 2007
Franz Bardon war und ist seiner Zeit weit voraus.

Dieses Buch ist im Grunde das einzige, was der Mensch für seinen wahren spirituellen Fortschritt benötigt. Es ist allerdings nur für die, die schon einen gewissen Überblick über die Strukturen der Welt haben; andere sollten sich diesen erst erarbeiten, z.B. mit Yogi Ramacharakas zwei "Yogi Philosophy"-Büchern.

Auch muß man sich vom in der westlichen Magie traditionellen rituellem Brimborium freimachen; dieses gehört mit Recht erst in Bardons zweites Buch.

Der, der sich dann bereit fühlt, mit dem ersten Buch Franz Bardons zu beginnen, ist gut beraten, nebenbei die Hilfe von Rawn Clarks kostenlosen Materialien (Begleittext und Konversationsausschnitte auf [...]) in Anspruch zu nehmen. Der edelste Weg ist natürlich, wie schon jemand anders hier beschrieben hat, sich die Zusammenhänge und Bedeutungen selbst mittels Meditation zu erarbeiten; ich empfehle trotzdem die Zusatzlektüre, da sie mir selbst und vielen andere geholfen hat und hilft.

Man veranschlage mehrere Jahre für die ersten Stufen dieses Buches.

Ich wünsche alles Gute und viel Erfolg denen, die bereit sind; denn "...der schwerste Sieg ist der über einen selbst" (Aristoteles).
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am 31. Januar 2004
Für mich als Einsteiger, der sich dies Buch nur gekauft hat, weil es zusammen mit Tobias Triplers "Von Scharlatanen, Schurken und Schamanen" empfohlen wurde, wirklich ein sehr interessantes Werk.
Da man aber die einzelnen Stufen nacheinander durcharbeiten soll, bin ich mit der Praxis erst auf Stufe eins, kann aber sagen, dass die von Bardon angeratene Autosuggestionstechnik funktiniert hat, zumindest das eine Mal, da ich sie probiert habe: Ich rauche seit zwei Wochen nicht mehr.
Bin gewillt, auch die anderen Stufen durchzuarbeiten und fürchte um mein komfortables Weltbild, denn dass sie funktionieren, schein mir allzu wahrscheinlich ...
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am 3. September 2002
Dieses Buch ist eines der wenigen die einen für den Einsteiger, der keinen Zugriff auf logeninternes Material hat, einen gangbaren Weg aufzeichnet. Selbst Material diverser modernen Logen ( RC, OTO etc. ) bez. Übungen und Praxis beinhaltet selten mehr qualitative Beschreibung. Allerdings wird es für den Einzelgänger immer schwer werden, den nötigen Willen zur effektiven Selbstschulung aufzubringen. Das nötige Verständnis, daß sich immer nur durch angewandtes Wissen bildet, kann ein Buch nicht geben. Auch beschreibt das Buch ausschließlich die Praxis. Dies führt bei Lesern, die noch keinerlei Erfahrung auf mystisch/ magischem Gebiet haben, ev. zu Mißverständnissen.
( was vielleicht gar nicht so ungewollt ist ?! )
Trotzdem:
KEIN mir bekanntes Buch kann sich mit diesem vergleichen.
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am 12. November 2010
M.E. das bisher beste Buch, was ich zu dem Thema allgemein gelesen habe. Wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man so manches hermetische Buch sehr viel besser. Es ist dort ein immenses Wissen kompakt dargestellt und so manches, was zwischen den Zeilen steht, ist sehr hilfreich für die Praxis. Bis zum Ende des Buches bin ich noch nicht angelangt, es dauert seine Zeit, wirklich die Übungen zu praktizieren, aber es lohnt sich - u.a. zur Aktivierung der Kundalini-Energie, nur so nebenbei bemerkt. In diesem Buch steckt ein großes Geschenk Bardons - Wissen - Wissen ist Macht, Macht die man nie mißbrauchen sollte. In diesem Sinne kann ich nur jedem, der sich ernsthaft auf den Weg begeben will raten, dieses Buch zu lesen und zu versuchen, den Weg wahrhaft zu beschreiten - es lohnt sich.
Das Buch im Einzelnen zu analysieren, macht wenig Sinn, das haben andere hier schon zu genüge getan. Zitat aus dem Vorwort: "So wie es Wille und Vorsehung war, das Werk zu schreiben....bleibt es auch ihr allein überlassen, es ... jenen ... zugänglich zu machen, die sich am meisten danach sehnten, an ihrem geistigen Aufstieg nach verläßlichen Methoden arbeiten zu können.... Es ist das erste Mal, daß ein so vollkommenes Werk der Öffentlichkeit übergeben wird."
Kompaktes Wissen für wenig Geld und ohne teure Kurse...und ohne Geheimniskrämerei.
Meine Meinung: Absolut empfehlenswert!!!
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