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am 14. Januar 2014
Seit einigen Jahren genieße ich Rüedis wöchentliche Jazzkolumne in der "Weltwoche". Schnell war meine Liebe zu den kleinen Meisterwerken geweckt. Nein, diese Texte konnten nicht ins Altpapier, bevor sie eingescannt, in Word umformatiert und im Jazz-Ordner gespeichert waren. Parallel dazu wuchs ein ansehnliches Namensverzeichnis, um jederzeit vom Stichwort wieder in den Text hineinzufinden. Der Autor, der sich als Liebhaber und Kenner des Jazz ausgewiesen hat, nutzt Jazz-Alben als Grundlage für seine Kolumnen, die weit mehr darstellen als einfache Plattenrezensionen. Der ganze Kosmos der Literatur und Geistesgeschichte wird zu vergnüglichen, dabei ganz und gar nicht oberflächlichen, Ausführungen verarbeitet. Und das in einer deutschen "Hochsprache", die nur von wenigen Journalisten so beherrscht wird! Suchen Sie beispielsweise Rüedis Gedanken zur Etymologie von Butterfly und Schmetterling. Oder finden Sie die Kolumne mit dem Titel "Sterns Stunde", in der er kenntnisreich über das Wunder der spontanen Erfindung im Jazz nachdenkt und anmerkt: "Die Frage im Alltag eines Improvisators ist doch eher: Wie komme ich durch einen Gig, wenn statt der Musen die Aasgeier in den Balkonlogen hocken, wenn die Rhythmusgruppe an den Schuhen klebt wie Lehm und überhaupt die Schwerkraft der Verhältnisse jeden Flugversuch zunichte macht."

Peter Rüedi, der sich auch als Biograph von Friedrich Dürrenmatt einen Namen gemacht hat, ist ein enorm produktiver Künstler. Er lässt durch die Leichtigkeit seiner Gedankenflüge und Improvisationen den gleichen Eindruck der Mühelosigkeit entstehen, den reife Jazzmusiker erwecken, und der den Zuhörer das lebenslange Üben und Aus-dem-Koffer-Leben vergessen lässt.

Mein Großvater war der Meinung, "Andacht" sei etwas, das Gedanken und Seele in Ordnung bringt und die Fülle und Komplexität des Lebens spüren und genießen lässt. Hier also 1522 Jazz-Andachten - und man wünscht sich mehr davon.

60 Seiten Alben- und Personennamen erleichtern die Suche in dem opulenten 1300-Seiten-Werk und machen es auch noch zu einem Nachschlagewerk. Diesen Kolumnenschatz von Peter Rüedi in Buchform gesichert zu haben, ist ein epochales Projekt des Basler Echtzeit-Verlages. Der Jazzliebhaber fühlt sich wohl bei dieser Lektüre. Der Autor wird zum (väterlichen) Freund des Lesers und löst mit der Dramaturgie seiner kostbaren Miniaturen ähnliche Begeisterung aus, wie die Musik, die ihn so beflügelt.

Standing Ovation und danke!
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am 16. April 2014
Glückwunsch und Dank an Peter Rüedi, der im gleichen Ort am Bodensee wie ich zur Schule gegangen ist, für dieses literarische Wunderwerk. Ich habe noch lange nicht alles gelesen. Gerade die Rezensionen über Alben von meinem Lieblingsmusiker Miles Davis sind grossartig abgefasst. Ich musste schmunzeln. Stichwort "Toupet" von Hörern des Albums Bitches Brew.
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