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am 4. September 2013
Ich füge hier nun mal meine Rezension zur US-Ausgabe ein - einfach um Vorab schon gespannt auf die deutsche Ausgabe hinzuweisen, auf die ich mich schon sehr freue und auch lange gewartet habe! Ich übernehme hier einfach mal meine kurze Rezension, die ich schieb, bevor ich überhaupt wußte das es mit einer deutschen Ausgabe klappt.
Ich hoffe sehr das dieser Roman viele LeserInnen finden wird, den es lohnt sich wirklich von Anfang bis Ende - man ist wirklich in der Geschichte "gefangen"!!!!

Hier meine Renzension zur US-Ausgabe von 2011:

"Alan M. Clark's Roman "Of Thimble and Threat" ist das Beste was ich in den letzten Monaten gelesen habe. "Of Thimble and Threat" ist kein Roman über "Jack the Ripper" - davon gibt es genug. Hier wird auf/in das Leben eines seiner Opfer geschaut - Catherine Eddowes - die im victorianischen London lebte. Ihr Leben (in der Armen- und Arbeiterklasse) wird so gut erzählt, man hat das Gefühl ... man ist selbst ist dabei ... man fühlt mit, man leidet mit, man nimmt sogar die Gerüche wahr. Alan M. Clark hat hier einen Roman geschaffen, an den man noch lange nach dem Lesen denkt - und wieder im (harten) Leben von Catherine Eddowes versinkt - Ich hoffe sehr, das dieser Roman auch in Deutschland einen Verleger findet - Alan M. Clark hat nicht nur einen Roman geschrieben, es ist als ob man in das Leben von Catherine eintaucht, man hat die Bilder vor sich, man erlebt die Geschichte mit..."

Eine weiter Rezension zur deutschen Ausgabe wird mit Sicherheit folgen!!! :-)

Da man nur eine Rezension pro Buch schreiben darf, hier eine kurze Erweiterung zur deutschen Übersetzung:

Ich kann zur deutschen Übersetzung nur nochmal auf obigen Text verweisen: DAS BUCH IST FANTASTISCH !!!
Die deutsche Übersetzung liest sich fließend und Alan M. Clark's Schreibstil ist einfach super! Das Leben Catherine Eddowes sollte sich keiner entgehen lassen!
Meine absolute Buchempfehlung 2013 !!!!
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am 30. November 2013
Hatte den Roman jetzt als London-Lektüre im Gepäck. Mir hat er sehr gut gefallen, vor allem weil er ganz anders als erwartet ist. "Jack the Ripper" weckt ja erstmal Erwartungen, zumal der Name ja schon im Buchtitel auftaucht. Dabei geht es in dem Roman überhaupt nicht um den Ripper und zum Thema Horror paßt er eigentlich auch nicht. Eigentlich ist es eher die Geschichte einer Frau aus ärmlichen Verhältnissen, ihre Wünsche und Sehnsüchte und ihr scheitern bis hin zum bitteren Ende, was dem Leser ja vorab schon bekannt ist. Das ist beklemmend und traurig und richtig gut geschrieben. Der Autor vermischt gekonnt Fakten mit Fiktion und schafft dabei eine sehr düstere Atmosphäre. Wieder einmal zeigt sich, dass Blut und Gekröse für den wahren Horror gar nicht notwendig sind.

Dieses Buch ragt m. E. aus den bisherigen Voodoo-Press-Veröffentlichungen heraus. Hier ist eine echte Perle veröffentlicht worden.
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am 28. November 2013
Der Roman erzählt die erfundene Geschichte von Catherine Eddows, dem vierten Opfer der kanonischen Fünf von Jack the Ripper.
Da die Geschichte Fiktion ist die auf das Leben einer realen Person beruht fällt es mir schwer besonders überschwenglich darüber zu schreiben. Es kann so gewesen sein, wahrscheinlich aber auch nicht. Eine nette Story, mehr aber auch nicht.
Warum nur zwei Sterne?

1. Obwohl bekannt ist das es aus dem Leben von Catherine Eddows nicht viel zu berichten gibt wird in der Artikelbeschreibung so getan als ob sich das Buch auf Fakten beruft.
2. Der Schreibstil ist eine Katastrophe. Der Roman liest sich wie ein Aufsatz in der sechsten Klasse. Es wird weder Spannung noch ein roter Faden erzeugt. Die Geschichte plätschert so an einem vorbei das man sich wünscht das der Ripper bald zuschlägt. Die Sätze greifen nicht ineinander. Alleine schon die ständigen Wiederholungen der Namen sind ärgerlich. Die erdachte Geschichte leidet einfach unter dem Schreibstil, macht sie belanglos.
3. Fehler des Verlages. Ich bin kein Erbsenzähler und auch nicht perfekt, aber für ein Unternehmen das Geld mit Büchern verdienen will empfinde ich es peinlich so viele Rechtschreibfehler und falsche Wörter zu drucken. So etwas darf nicht passieren.

Das Buch hat mich zwei Tage unterhalten, auch wenn es auf Dauer doch recht ermüdend wird.
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am 14. Januar 2014
„Am seidenen Faden: Ein Opfer von Jack The Ripper“ spielt im viktorianischen London.

Der Roman handelt von Catherine (Katie) Eddowes, auch als Mary Ann Kelly bekannt, dem vermeintlichen vierten Opfer von Jack The Ripper.

Als Leser begleiten wir diese Frau auf ihrem Lebensweg, beginnend im zarten Teenageralter und endend als Frau mittleren Alters, ermordet auf der Straße.

In diesem seltenen Fall darf ich ein wenig mehr über dieses Buch verraten, als ich es üblicherweise tue, denn das Ende ist dem Leser bereits bekannt und es besteht keine Spoilergefahr.

Alan M. Clark, der vielleicht sogar einigen Fans als hervorragender Illustrator von mehr als hundert Büchern verschiedener Genres bekannt sein dürfte, beschreibt das Leben von Katie, wie sie es möglicherweise gelebt haben könnte. Die Vorgehensweise finde ich sehr originell.

Zu der Zeit, in der Katie lebte, war es üblich, dass obdachlose Menschen ihren gesamten Besitz bei sich trugen. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass die Polizei weit über fünfzig Gegenstände sicherstellte, nachdem Katies Leiche gefunden wurde.

Anhand dieser Gegenstände, die auch als Kapitelüberschriften fungieren, erzählt Alan M. Clark Katies Geschichte.
Es ist die Geschichte einer Frau, die nahezu nichts außer Hunger und Armut kannte und die lernen musste, sich durchzuschlagen, um in einer für Frauen eher unvorteilhaften Welt zu überleben. Diese Frau war einmal ein stets hungriges Kind, später eine liebende Ehefrau und eine verantwortungsvolle Mutter. Katie war aber auch ehrgeizig und voller Hoffnung auf ein besseres Leben, was letztlich dazu führte, dass sie den zuerst eingeschlagenen Weg verließ. Damit war der Abstieg für die damalige Zeit vorprogrammiert. Es folgten Prostitution, Alkoholsucht und Arbeitshaus. Das Ende ist uns allen bekannt. Katie endete als Mordopfer.

Warum sie bereit war, dieses Schicksal anzunehmen, erzählt der Autor auf packende Weise.

Alan M. Clark nervt den Leser nicht mit viel Blabla und ausschweifenden Formulierungen. Seine Sprache ist klar und knapp, aber es wird alles gesagt, was es zu sagen gibt. So wandeln wir also durch das London aus dem 19. Jahrhundert, sehen den Dreck, riechen den Gestank und haben Hunger. Diese Darstellung ist sehr gelungen und plastisch. Insgesamt ist der Stil aber eher einfach gehalten.

Wer sich ein wenig mit Jack The Ripper befasst hat (und ich bin sicher, einige Nerds haben das), entdeckt ein paar nette Parallelen zu anderen Opfern des Mörders.

So gab es z.B. ein Opfer namens Mary Jane Kelly. Katie nannte sich in den letzten Jahren ihres Lebens Mary Ann Kelly, wurde aber einmal versehentlich als Mary Jane angesprochen. Ihre Tochter nannte sie Annie. Eines der Opfer von Jack The Ripper hieß Annie Chapman.

„Am seidenen Faden“ ist ganz sicher kein Horror-Roman, obwohl das Leben zur Zeit der Handlung für die Protagonisten schon einen gewissen Horror dargestellt haben musste. Vielmehr würde ich diese Geschichte in der Abteilung historische Romane ansiedeln. Einige paranormal angehauchte Szenen rechtfertigen jedoch die Kategorie Mystery. Ein Thriller ist es jedoch in meinen Augen nicht.

Der Titel, das zugeordnete Genre sowie das Cover (übrigens auch aus der Kunst-Schmiede von Alan M. Clark) könnten evtl. falsche Erwartungen wecken, die auch durch den Genuss der Leseprobe nicht zerstreut werden. Das könnte dem einen oder anderen Fan sauer aufstoßen. Mit Jack The Ripper hat diese Geschichte eigentlich nur am Rande etwas zu tun. Hier haben wir wieder das berühmte Problem der Massentauglichkeit. Dieser Roman ist für Fans und nicht für „Laufkundschaft“.

Mir persönlich hat dieses Buch gut gefallen, obwohl es absolut nicht mein bevorzugtes Genre ist. Ich habe es trotzdem gelesen, weil ich weiß, was ich von Voodoo Press zu erwarten habe und weil ich ein Fan von Alan M. Clark bin, der mich schon oft mit seinen Illustrationen begeistern konnte.

Fazit:

„Am seidenen Faden“ von Alan M. Clark ist ein historischer Roman mit leichtem Mystery-Einschlag, der eindrucksvoll aus dem möglichen Leben einer ermordeten Frau aus dem 19. Jahrhundert erzählt. Trotz abweichendem Beuteschema konnte die Geschichte mich fesseln und darüber hinaus nachhaltig beschäftigen. Wer damit leben kann, dass Jack The Ripper in diesem Roman eine eher untergeordnete Rolle spielt, sollte hier zuschlagen. Der Autor gab dem relativ unbekannten Opfer eines weltberühmten Mörders ein Gesicht und ein Leben.

Ripper-Fans und Horror-Nerds: Nicht euer Ding. Nicht, was ihr womöglich erwartet.

Diese Rezension befindet sich auch auf meiner Homepage.
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