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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
34
4,4 von 5 Sternen
Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:19,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 11. Dezember 2014
Schwierig eine Kritik zu so einem Thema in Deutschland zu schreiben.
Ich fand das Buch vom Schreibstil etwas langatmig - allerdings interessant von den Informationen her. Ich denke auch nicht, dass der Autor Interesse hatte hier etwas zu beschönigen bei der Wehrmacht.
Besonders interessant die Aussagen über die Flexibiliät, die überragenden taktischen Leistungen, den nicht vorhandenen Kadavergehorsam bei der Wehrmacht (das wurde und wird ja in vielen Medien ganz anders dargestellt) und über das - im Gegensatz zur Wehrmacht - fehlende Beschwerdesystem bei der US-Armee und auch über die Erfolgsfaktoren bei der Wehrmacht - wie z.B. "Teams" lange zusammenarbeiten zu lassen und nicht zweitnah wieder auseinanderzureißen..
Das könnte man ja in der Wirtschaft auch mal versuchen..
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am 21. August 2008
sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen!
Es geht dem Autor nicht darum nachzuweisen wie toll die Wehrmacht oder der deutsche Landser war, sondern die gesellschaftlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen aufzuzeigen wie eine Armee Schlagkräftig wird bzw an "Kampfkraft" zunimmt. Der Autor zeigt auf, welch großen Wert ausgerechnet die Wehrmacht, im Vergleich zur US Armee, auf den Faktor Mensch setzte. Spätestens aus den Erfahrungen der grausamen Materialschlachten des ersten Weltkrieges erkannten die deutschen Militärs, dass persönliche Tapferkeit abhängig ist vom Umfeld des Soldaten. Militärische Tapferkeit mußte für den Soldaten einen Wert darstellen, der über die eigene Gesundheit hinaus ging. Es reichte nicht den Truppen das Kriegsgerät zur Verfügung zu stellen, wenn die Männer nicht gewillt waren zu kämpfen. Gerade das deutsche Militär, war auch weniger hierarchisch strukturiert als die US Streitkräfte, was zu einer höheren Identifikation der einfachen Soldaten mit ihren Vorgesetzten führte.
Die Amerikaner hatten einen eher technokratischen Ansatz, der darauf hinabzielte ihre Truppen mit allem was nötig war zu versorgen. Die Männer würden schon von alleine kämpfen, wenn sie unter Beschuss standen.
Die Truppenführung der Amerikaner setzte im Gegensatz zu den Deutschen eher auf Kadavergehorsam. Dagegen erkannten die deutschen Militärs, dass es von Vorteil war, wenn die Männer an der Front selber intelligente taktische Entscheidungen fällten, wozu weitergegebene Informationen einen wichtigen Beitrag leisteten.

Sehr gutes Buch, nicht nur für Militärhistoriker!
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am 6. Mai 2015
Wer noch seine Ausbildung bei der Wehrmacht oder der Bundeswehr erhalten hat, kennt die Unterschiede zwischen der deutschen "Auftragstaktik" und der amerikanischen "Befehlstaktik". Im Zweiten Weltkrieg kam dieser Nachteil der Führugspraxis bei den Amerikanern noch nicht so zu Geltung, weil ihre materielle Überlegenheit und ihre begründete Siegegewissheit Rückfragen und das Warten auf neue Befehle ohne Konsequenzen möglich machte. Aber schon im Vietnamkrieg, einem unübersichtlichen Kampf ohne die gewonhten Regeln, war das ein klarer Nachteil.
Diese und andere Unterschiede arbeitet der israelische Autor klar heraus.
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am 13. April 2011
Es wird exemplarisch die deutsche Wehrmacht und deren Erfolge beschrieben. Das ist ein neuer Ansatz, wo begründet wird, warum die Wehrmacht so gute Leistung im Gefecht erbrachte. Frankreich hatte die größte Panzerarmee der Welt und verlor. Deutschland hatte gegen Russland keine schweren Panzer und hat trotzdem erstaunliche Siege errungen. Kurz, sogar wenn die Wehrmacht numerisch und materiell unterlegen war, hat sie trotzdem gesiegt und das war öfter der Fall, als man denkt. Die Topentwicklungen wie Tiger, Walter-Uboote, V2 und ME262 dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der 2. Weltkrieg von Millionen Infanteristen geschlagen wurde und zu Beginn bis 1943 die Wehrmacht keinerlei Wunderwaffen hatte.

Das Buch zieht immer wieder Vergleich zwischen der US-Armee und der Wehrmacht. Ebenso wird analysiert, wie sich generell alle Armeen im 2. Weltkrieg geschlagen haben. Ebenso werden die Gründe für die gute Leistung der Wehrmacht erklärt. Beispielsweise dass jeder Soldat ausgebildet war die ihm nächsthöhere Führungsposition im Notfall zu übernehmen. Das wird anhand von Kreta erklärt, wo etliche Kompanie- und Gruppenführer ausfielen und sofort die nächsten Stellvertreter erfolgreich übernahmen.

Selbst militärische Veteranen werden viele neue Ansätze entdecken. Das Buch füllt eine Lücke.
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am 14. September 2014
Wie man im Buch von Martin van Creveld lesen kann, ist die Armee, die der deutschen Wehrmacht heutzutage am meisten in Sachen Aufbau,Struktur und Kampfgeist ähnelt, die Israelische Armee der Neuzeit.

Wenn man sich die komplette Lektüre zu Gemüte gezogen hat und einen Blick auf unsere heutige Bundeswehr wirft,sieht man den starken Kontrast, den die Früchte der systematischen demontage des "preussischen" Militärgeistes der Nachkriegszeit gebracht haben.
Selbst die NVA, als Nachfolger der Wehrmacht, pflegte militärische Traditionen weiter, da die Besatzer in der Ostzone eine kampfstarke Armee auf ihrer Seite wissen wollten. Die BW wurde dagegen von Anfang an geziehlt bis zur Unkenntlichkeit verwässert.

Das Buch ist eine sachliche wissenschaftlich Aufarbeitung, in der versucht wird, im direkten Vergleich des amerikanischen und deutschen Militärs,die enormen militärischen Leistungen der Wehrmacht im 2 WK zu erklären.
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am 9. Februar 2014
Martin van Creveld zeigt anhand verschiedener Dimensionen die Kampfkraft der Wehrmacht und des amerikanischen Heeres auf. Naturgemäss waren nicht alle Kapitel gleich fesselnd für mich, aber noch heute ersichtliche Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und Angelsachsen werden aufgeschlüsselt. Ebenfalls wird das gängige Klischee des obrigkeitshörigen deutschen Soldaten teilweise widerlegt, denn die Auftragstaktik war ein wichtiger Schlüssel für die Kampfkraft der Wehrmacht. Es geht nicht um die Verherrlichung der Wehrmacht, sondern eine multidimensionale Analyse ihrer unbestrittenen Erfolgsfähigkeit.
Wer abstrahieren kann, kann aus diesem Buch viele Impulse für die Managementausbildung mitnehmen, welche in der Unternehmensführung auf dem "Schlachtfeld" der globalisierten Ökonomie angewendet werden können.
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am 12. September 2006
Martin van Crevelds Studie über die Wehrmacht entstand in den achtziger Jahren im Auftrag des Pentagons und sollte dessen Bemühungen unterstützen, die amerikanischen Streitkräfte, die sich nach dem Vietnamkrieg in einer tiefen Krise befanden, zu reformieren. Sie trug mit dazu bei, in der US-Armee das "Kohortensystem" einzuführen, jene Regelung, nach der Mannschaften im Anschluß an die Grundausbildung nicht mehr, wie früher üblich, auf andere Einheiten verteilt werden.

Crevelds Ausgangspunkt ist die Frage, was die "Kampfkraft" einer Armee ausmache, also jene moralischen, sozialen und organisatorischen Qualitäten, die über die materielle Ausstattung hinaus ihre militärische Leistung bestimmen.

Die Wehrmacht wurde von ihm als Untersuchungsgegenstand ausgewählt, weil sie vielen amerikanischen Historikern als beste Armee des 20. Jh. gilt. Eine von Creveld zitierte Studie kam zu dem Ergebnis, daß deutsche Einheiten ihren amerikanischen Gegnern unter allen Gefechtsbedingungen und auch bei größter zahlenmäßiger Unterlegenheit durchschnittlich um 50% höhere Verluste zufügten als sie selbst erlitten.

Um die Ursachen dieser Effizienz klar herauszuarbeiten, stellt Creveld den Strukturen der Wehrmacht in systematischer Weise die der US-Armee gegenüber. Der Reihe nach werden so das Kriegsbild, die Führungsprinzipien, das Personalwesen sowie die Ausbildung der Offiziere und Unteroffiziere beider Institutionen verglichen.

Crevelds zentrales Ergebnis lautet, daß die amerikanische Armee in Aufbau und Organisation weitgehend technokratischen Gesichtspunkten folgte, während die Wehrmacht die psychischen und sozialen Bedürfnisse ihrer Soldaten in den Mittelpunkt stellte. Lief der amerikanische Ansatz darauf hinaus, den Menschen zu einem Anhängsel der modernen Waffentechnik zu machen, so beruhten die Einrichtungen und Abläufe der Wehrmacht auf der Überzeugung, daß auch im industriellen Krieg der menschliche Faktor wichtiger ist als die Technik.

Ein schlagendes Beispiel für diesen Unterschied ist der Personalersatz: Die amerikanischen Soldaten wurden nach der Ausbildung aus ihren vertrauten Einheiten herausgerissen, traten die Reise über den Atlantik als ein Haufen zusammengewürfelter Individuen an und wurden an der Front Kompanien zugeteilt, mit denen sie vorher nie zu tun gehabt hatten. In der Wehrmacht war es dagegen üblich, Soldaten in der gleichen Einheit zum Einsatz kommen zu lassen, in der sie auch ausgebildet worden waren.

Bei der Offiziersauslese setzte die amerikanische Armee auf formale Bildung und Intelligenz, während die Wehrmacht charakterliche Qualitäten bevorzugte, bis hin zu der Kuriosität, Aufsässigkeit in der Schule und mehrfaches Sitzenbleiben positiv zu werten, weil sie als ein Zeichen von Kampfgeist angesehen wurden!

Zu den erstaunlichen Nebenresultaten der Studie gehört die Einsicht, daß die Wehrmacht in mancher Hinsicht egalitärer und "demokratischer" war als die amerikanische Armee. Sie legte bei allen Dienstgraden mehr Nachdruck auf selbständiges Handeln, räumte den Soldaten erheblich effektivere Beschwerdemöglichkeiten ein und sorgte für einen geringeren Abstand zwischen Mannschaften und Offizieren. Charakteristisch für den letzten Punkt ist der Umstand, daß der Ausdruck "Soldat" in Deutschland alle Dienstgrade einschloß, während er in Amerika nur Militärs unterhalb des Offiziersranges bezeichnete.

Abschließend unterstreicht Creveld die moralische Neutralität militärischer Leistungskraft. Die Eigenschaften, denen die Wehrmacht ihre unübertroffene Schlagkraft verdankte, versetzten sie auch in die Lage, abscheuliche Untaten zu verüben. Leider sind hohe Kampfkraft und die Bereitschaft zu verbrecherischem Handeln miteinander vereinbar.

Zwanzig Jahre nach ihrem Erscheinen hat diese solide recherchierte und flüssig geschriebene Studie nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt.
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am 18. September 2016
Im diesem Buch wird sehr detailliert anhand von Informationen in Tabellen und Schriftform ein Vergleich beider Armeen dargestellt. Trotz der "wenigen" Seiten ist das Buch schwer zu lesen wegen dem ständigen Fluss an Informationen und Zahlen.
Was mich an dem Buch stört ist in den letzten Seiten niedergeschrieben. Zum einen das darauf gepocht wurde das die USA den Krieg gewonnen hätten (ganz allein). Wobei ich mir sicher bin das die Wehrmacht an einer Front gegen die Amerikaner gewonnen hätte.
Zudem kommt noch hinzu dass die Wehrmacht als hoch kriminelle super Truppe dargestellt wird und die Amerikaner friedliche Besetzer waren.

Fakt ist nun auch , das kann auch jeder selbst nach recherchieren, das kriminelle Aktivitäten innerhalb der Wehrmacht von autoritären Stellen geahndet und bestraft wurden. Währenddessen bei den US-Streitkräften es zu mehreren Verbrechen kam auch zu Kriegsverbrechen die so gut wie gar nicht verfolgt wurden. Was auch zum Teil in dieser Buch dargestellt wird.
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am 2. April 2008
Warum konnte die dt. Wehrmacht am Anfang der II.WK so große Erfolge erringen und warum konnte sie durch die alliierten Mächte dann im Verlauf des Krieges so schwer niedergerungen werden.
Als sich die US Amerikaner im Vietnamkrieg vor dem Scherbenhaufen ihrer militärischen Organisation und Moral befanden, beauftragten sie den Sozialwissenschaftler und Militärexperten van Creveld, Ursachenforschung zu betreiben. Dieser zog dann Vergleiche zwischen der Wehrmacht und der US-Army im II.WK..
Die Vergleiche erfolgten auf allen relevanten Bereichen. Aufbau, Organisation, Offizierkorps, sozialer Status der Soldaten, Ausbildung und, und, und.
Dabei entsteht eine lesenswerte Lektüre für den, der am Aufbau des Militärs und dessen Struktur interessiert ist.
Die Darstellung ist leicht verständlich, auch komplexe Zusammenhänge können erkannt werden.

Einzig der absolut einfallslose Einband stört mich. Die Tarnflecken finde ich absolut aussagelos.

Fazit;für militärisch Interessierte auf jeden Fall empfehlenswert.
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am 1. Oktober 2016
wenn man sich durch die trockenen zahlenvergleiche durchschlagen hat, offenbaren sich dem leser spannende und vielschichtig analysierte fakten, die das buch zu einem sinnvollen hilfsmittel für - zivile und militärische - führungspersonen macht.
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