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am 1. Mai 2008
Die Entdeckungen und die daraus folgenden Theorien über die Entstehung und die weitere Ausbreitung des Universums sind in den letzten Jahrzehnten immer zahlreicher geworden. Längst ist die Wissenschaft über die reine Urknalltheorie hinausgegangen. Zwar haben insbesondere die Bücher des Physikers Stephen Hawking riesengroße Auflagen erreicht, aber, Hand aufs Herz, kaum einer sie wirklich vollständig gelesen oder gar begriffen. Und so wird jeder einigermaßen gebildete Mensch die Frage nach der Entstehung des Universums beantworten damit, dass es unendlich ist und sich immer weiter ausbreitet.

Wer noch mehr begriffen hat, wird sprechen davon, dass sich das Universum irgendwann auch wieder zusammenziehen wird, um dann erneut auseinander zu driften. Das alles natürlich in für uns völlig unvorstellbaren zeitlichen Dimensionen. Und ganz aufmerksame Leser der wissenschaftlichen Teile der guten Zeitungen haben in der letzten Zeit gelesen, von der Theorie der Paralleluniversen, ohne aber eine rechte Vorstellung davon zu haben, wie das aussehen könnte.

Die Theologen übrigens, früher die Fachleute in der Debatte über die Entstehung der Welt, haben diese ganze Diskussion, so wie ich es sehe, nicht ausreichend verfolgt. Ihr letztes Argument ist, dass eben Gott den Urknall verursacht habe. Jürgen Moltmann sprach vor Jahrzehnte von einem Schöpfer, der kontinuierlich a seiner Schöpfung weiterarbeitet.

Nun legt der Physiker und Mathematiker Heinz Oberhummer unter dem Titel "Kann das alles Zufall sein?" ein wichtiges Buch vor, das allen Menschen, die sich für Naturwissenschaften interessieren, denen aber viele Abhandlungen zu unverständlich oder kompliziert waren, nur empfohlen werden kann und speziell allen Theologen als Basislektüre zur Ergänzung und ggf. Begründung ihres Welt- und Schöpferbildes dringend ans Herz gelegt werden soll.

Heinz Oberhummer führt in einer an Verständlichkeit und Anschaulichkeit geradezu vorbildlichen Weise in die Geheimnisse des Universums ein. Fünf klar gegliederte Abschnitte handeln die Materie ab. Zunächst erfährt der Leser Wissenswertes über die Erde, unser Sonnensystem, Kometen, die Milchstraße und andere Galaxien, über dunkle Materie und es wird auch die faszinierende Idee eines Multiuniversums beschrieben.
Kapitel zwei befasst sich mit dem Ursprung des Universums. Urknall, kosmische Hintergrundstrahlung, Inflationstheorie, Stringtheorie, Quantengravitation und der dunklen Materie.
Die Geburt und das Vergehen von Sternen sind Thema des dritten Kapitels, in dem er auch aufzeigt, in welchen Zusammenhänge die Sterne und das leben auf der Erde stehen.
Das folgende Kapitel befasst sich mit der schon in zahllosen Büchern beschriebenen Zukunft des Lebens auf dieser Erde, die Oberhummer nüchtern sieht:
"Es gibt renommierte Wissenschaftler, die die Chance des Überlebens der Menschheit in den nächsten hundert Jahren auf gerade einmal 50% abschätzen."
Oberhummer sieht das nicht ganz so pessimistisch. "Kann das alles Zufall sein ?" So hat Oberhummer sein letztes Kapitel und auch sein ganzes Buch überschrieben und er verneint diese Frage: "Meine persönliche Überzeugung ist, dass nicht nur aus naturwissenschaftlichen, sondern auch aus religiösen Gründen die Schöpfung eines Multiversums weitaus plausibler scheint. Denn wenn der Schöpfer ein Universum schaffen kann, so kann er das auch für beliebig viele tun. Um Leben hervorzubringen, würde ein allmächtiges und unendliches höchstes Wesen sich nicht verzetteln, in dem es sine Schöpfungskraft in die extreme Feinjustierung eines einzigen Universums steckt. Vielmehr würde es diese dazu einsetzen, den größten und elegantesten möglichen Wurf zu machen, indem es eine unendliche Anzahl von Universen schafft, denn alles andere wäre einer allmächtigen Gottheit nicht würdig."

Ein gut lesbares und verständliches Buch, das Ihnen Fragen beantwortet, hinter die Sie nie so recht gestiegen sind und das für Theologen und auch für Laien eine verständliche Fundierung sein kann für ihre religiöse Glaubensaussage: Ich glaube an Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
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am 1. April 2017
Dieses Buch gibt einen sehr guten Ansatz der Einblicke in fast alles was wir sind, wo wir herkommen und auf das Fundament, der Energie und dessen Verteilung. Sehr zu empfehlen.. Lesezeit zwei Urlaubstage, weil dessen "Ausderhandlegen" mir fast nicht möglich war..:-)
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am 7. Mai 2010
Der Astrophysiker Heinz Oberhummer wuchs in dem österreichischen Bergdorf Obertauern auf, wo ich meinen 17. Geburtstag verbrachte. Heinz Oberhummer wurde 2 Monate zuvor 21 Jahre alt. Ich erinnere mich wie heute an unvergessliche 4 Ferienwochen im Salzburger Land. Die Naturschönheit der Bergwelt der Radstädter Tauern ist in mir beim Lesen des faszinierenden Buchs: "Kann das alles Zufall sein - Geheimnisvolles Universum" nach fast 5 Jahrzehnten lebendig geworden. Ich schreibe diese Rezension bewusst am Jahrestag von der Uraufführung von Beethovens 9. Sinfonie am 7. Mai 1824 in Wien, die der damals 53 Jahre alte, schon taube deutsche Komponist selbst dirigierte. Im Universum gibt es sicherlich keine Zufälle, Heinz Oberhummer vertritt die These von Multiuniversen. Als der Physiker Albert Einstein im April 1929 den damals 13-jährigen Geiger Yehudi Menuhin in Berlin unter Bruno Walter erlebte, sagte er: "Jetzt weiß ich, dass Gott existiert!"
Heinz Oberhummer schreibt in seinem Buch: "Die meisten Religionen erheben den Anspruch, dass Gott in die Welt immer wieder eingreift. Das Spektrum reicht dabei von gewöhnlichen, persönlichen Wundern bis zum Ursprung und der Entwicklung unseres Kosmos oder auch der Entstehung und Evolution des Lebens. Diese Ansicht ist meines Erachtens viel zu kurz gegriffen und begrenzt. Für einen echten Gott ist unsere kleine Welt viel zu wenig und winzig. Die ungeheure Dimension unseres Universums oder sogar eines Multiuniversums ist weitaus großartiger. Der Naturwissenschaft ist klar geworden, dass wir in einer unermesslichen Kathedrale voll unendlicher Welten und Universen leben könnten, wie wir sie in dieser Größe niemals in der Menschheitsgeschichte auch nur erträumt haben."
Dieses Buch wurde zu Recht als Wissenschaftsbuch des Jahres 2009 ausgezeichnet.

Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Mai 2008
Zu langes Fernsehen ist ungesund und trägt wohl kaum zu Erweiterung des eigenen Bildungshorizontes bei, denn gute Sendungen sind eher Mangelware. Doch halt, ein Kanal macht eine Ausnahme. Rund um die Uhr ist hier die Entstehung unseres Universums zu beobachten - der "Big Bang" live on TV! Sie kennen ihn noch nicht? Platzieren Sie einfach Ihre Familie vor dem Gerät, wählen einen noch nicht mit einem Programm belegten Kanal und schon können Sie einen atemberaubenden Blick in die Vergangenheit werfen.
"Ja, spinnt die denn? Da sind doch nur tanzende Punkte und Schneegriesel zu sehen!" Korrekt! Denn einige Prozent dieses Flimmerns sind auf die kosmische Hintergrundstrahlung, die uns praktisch vom Urknall weg erreicht, zurückzuführen, eine Strahlung, die auch im Bereich der Radio- und Fernsehwellen einen Beitrag liefert.

Derart locker und unterhaltsam führt der nukleare Astrophysiker aus Österreich durch das gesamte Buch und erreicht das beinah Unmögliche: ein schwieriges Thema auch dem Laien verständlich zu machen. Dies schafft er mit einem klaren einfachen Text bar jeglichen Fachjargons, mit simplen Skizzen und einer nach jedem Kapitel befindlichen Zusammenfassung, gewürzt durch witzige Cartoons. Oberhummer dechiffriert sozusagen für die Allgemeinheit die dubiose und schleierhafte Welt der Quanten und den physikalischen Code zum Verständnis der Vorgänge in unserem Universum.

In fünf Kapitel hat er sein Buch untergliedert, die jedoch alle auf ein Thema hinauslaufen: "Kann das alles Zufall sein?" Zufall, dass sich ein Universum mit physikalischen Konstanten herausgebildet hat, die, wenn sie nur um hundertstel nach oben oder unten abweichen würden, den Kosmos als wabernde, materielose Suppe, ohne Galaxien und natürlich auch ohne Leben hinterlassen hätten.

Zuvor erklärt Oberhummer den Aufbau des Universums, mit all seinen Myriaden von Sternen, den Planeten, Kometen und Asteroiden und seiner geheimnisvollen dunklen Materie und Energie. Er erläutert den Urknall, geht kurz auf die angestrebte "Theorie für Alles", die "Superstringtheorie" und das spekulative Vorhandensein von außerirdischem Leben ein. Äußerst interessant und anschaulich wird die Entstehung der Elemente in unseren Sternen aufgezeigt.

Immer wieder erzeugen die witzigen, aber äußerst anschaulichen Cartoons ein Schmunzeln. Da sieht man eine Gas- und Staubwolke kollidieren, in deren Ergebnis ein kleiner Stern mit Nuckel entstanden ist, einen kleinen "weißen Zwerg", der traurig in seinem schwarzen planetarischen Nebel gefangen ist oder eine Baustelle mit dem Hinweisschild "Achtung! Schwarzes Loch!", in das natürlich prompt ein Unvorsichtiger stürzt.

Auf den letzen dreißig Seiten nähert er sich dann mit Hilfe natur- und geisteswissenschaftlicher, als auch theologischer Betrachtungsweisen seinem Titelthema an. Erneut bringt er auch hier einen lockeren Einschub, um die unterschiedliche Vorgehensweise zu erläutern: "Der Physiker sucht in einem finsteren Raum nach einer vorhandenen schwarzen Katze. Der Philosoph sucht in einem finsteren Raum nach einer nicht vorhandenen schwarzen Katze. Schließlich sucht der Theologe in einem finsteren Raum nach einer nicht vorhandenen schwarzen Katze und schreit begeistert: 'Ich habe sie gefunden!'"
In diesem Kapitel gleitet Heinz Oberhummer meines Erachtens etwas zu spekulativ in die Sphären der Theologie ab. Insgesamt tut dies jedoch dem durchweg positiven Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch.

Fazit:
Sicherlich kann sich Oberhummer bei der Fülle an Informationen und dem Umfang dieses Buches nur an der Oberfläche bewegen. Für tiefgehendere Informationen ist weiterführende Literatur unerlässlich, aber für einen ersten Einstieg in die faszinierende Welt der Kosmologie, Astro- und Quantenphysik ist dieses Buch genau richtig.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 100 REZENSENTam 25. März 2008
Kennen Sie den Namen des Hausmeisters noch, der in der Grundschule nach dem Rechten sah? Der meine hiess Spörri. Und ein Bruno Stanek war damals für mich der Herr der Sterne. Denn er erklärte im Fernsehen das Universum auf so anschauliche Weise, dass ich mich noch heute an seinen Namen erinnern kann. Für diesen Abstecher in die Vergangenheit ist der Autor dieses Buches verantwortlich. Und es gut möglich, dass auch sein Name tiefe Spuren in meinem Gedächtnis hinterlässt. Denn er schafft es, mir Erscheinungen zu erklären, die ich bisher nicht fassen konnte. Das Universum so zu beschreiben, dass vor den Augen eines Laien konkrete Bilder entstehen, ist eine Gabe. "Stellen Sie sich vor, ..." ist denn auch eine der Formeln, mit denen Heinz Oberhummer geschickt arbeitet. Immer geht er vom Wahrnehmungsvermögen eines durchschnittlichen Erdenbürgers aus, um dann Schritt für Schritt in meist grössere Dimensionen zu driften. Kurz: Ein Buch, mit dem ich endlich andere ersetzen kann.

Heinz Oberhummer ist Physiker und Mathematiker. Und nicht zufällig erinnert mich sein Stil an Richard Feynman und dessen Buch "Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman! Abenteuer eines neugierigen Physikers." Um Kompliziertes und Komplexes zu vereinfachen, braucht es Distanz. Humor ist eine Möglichkeit, Distanz zu gewinnen. Und den hat Heinz Oberhummer ganz offensichtlich. Aber auch was ihm fehlt, kommt dem Leser zugute. Der Autor hat nämlich keine Angst, kindlich zu sein. Das zeigt sich in seinen Formulierungen ebenso wie in den Zusammenfassungen nach jedem Kapitel. Denn die erinnern eher an gekritzelte Tafelbilder als an unverständliche PowerPoint Präsentationen. Wirklich toll gemacht und nachahmenswert.

Mein Fazit: Wie der Autor seinen Leser das Universum mit all seinen Eigenheiten und unvorstellbaren Grössen erklärt, hat mich sehr überzeugt. Wärmstens empfehlen möchte ich es auch deshalb, weil ausgerechnet Titel und Cover nicht mit der Qualität des Inhalts konkurrieren können. Der Name Oberhummer wird den Lesern auch nach der Lektüre noch in Erinnerung bleiben. Denn wer uns so ernst nimmt, dass er aus akademischen Gefilden heruntersteigt, um unsere Fragen in unsere Sprache zu beantworten, weckt automatisch Sympathie.
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am 16. September 2008
Kann man eine Vorlesung über Astrophysik zwischen zwei Buchdeckel pressen, ohne eine Formel dafür zu benötigen? Ich habe Astrophysik studiert und ich habe bisher gedacht, dies wäre nicht möglich. Heinz Oberhummer belehrt mich eines besseren. Sein Buch "Kann das alles Zufall sein" ist eine wunderbare, leicht lesbare und trotzdem stimmige Tour durch die Astrophysik.

Dieses Buch eignet sich optimal zum Einstieg in der Materie und ist wirklich für jeden, auch für Jugendliche, geeignet. Der Leser findet Antworten auf Fragen wie "Woher kommen die Elemente?", "Wie leben und sterben Sterne?", "Warum scheint die Sonne?" oder "Was passierte im Urknall?".

Der wichtigsten Frage widmet Oberhummer ein eigenes Kapitel. Es ist die Frage aus dem Titel: "Kann das alles Zufall sein?" Es wird wohl wenige Wissenschaftler geben, die besser berufen wären, über diese Frage zu schreiben als Oberhummer, der im Jahr 2000 in der renommiertesten aller wissenschaftlichen Zeitschriften, in SCIENCE, diese Frage behandelt hat. Wie die Antwort lautet?

Wissenschaftlich gesehen ist es extrem unwahrscheinlich, dass eine Welt wie die unsere mit all dem Leben entstehen kann. Trotzdem ist es passiert. Ob man daraus einen Gottesbeweis ableiten kann? Diese Antwort bleibt der Autor uns schuldig. Als Naturwissenschaftler lässt er sich nicht auf das Glatteis von Philosophie und Religion führen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Juni 2008
Prof. Heinz Oberhummers 180-seitiges Buch Kann das alles Zufall sein? von 2008 hat einen etwas irreführenden Titel. Und auch das Cover scheint dem Leser ein Gott würfelt nicht Bild vermitteln zu wollen. Das Buch widmet sich zwar nicht nur rein naturwissenschaftlichen Sichtweisen, sondern schneidet auch theologische Erklärungsversuche an. Und im letzten Kapitel erinnert sich Oberhummer auch wider an das Versprechen des Buchtitels, ohne eine konkrete Antwort zu liefern.

Wer nicht gerade die Frage nach dem Sinn des Lebens beantwortet haben will und den Beweis für die Existenz Gottes sucht, der wird in diesem Buch einige interessante Informationen über Astrophysik finden. Oberhummer schreibt leicht verständlich und spannend. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine kurze Zusammenfassung mit drolligen Zeichnungen und handschriftlichen Schlagworten. Praktisch und amüsant.

Die 32 Seiten mit Farbfotos und Schaubildern sind sehr sehenswert. Ganz besonders das Millionen-Dollar-Foto des Adlernebels, vom Hubble-Weltraumteleskop ist faszinierend.

Das es noch gar nicht so lange her ist, dass Forscher für die Feststellung, dass die Erde keine Scheibe ist auf dem Scheiterhaufen endeten und das die Menschheit im 21. Jahrhundert auf der Kippe zwischen Auslöschung durch einen Atomkrieg oder Naturkatastrophen auf der einen Seite oder aber kurz vor der Kolonialisierung des Mars auf der anderen Seite steht, bringt Oberhummer eindringlich herüber. Es dauert nicht mehr lange und Ressourcen wie Erdöl und Kohle werden erschöpft sein. Umdenken und Abkehr von überholten Verhaltensweisen sind für die Menschheit überlebenswichtig. Die Schlüsse zieht der Autor von Kann das alles Zufall allerdings erst im vorletzten Kapitel. Die ersten drei der insgesamt fünf Kapitel sind eine Bestandsaufnahme der aktuellen Erkenntnisse der Astrophysik.

Warum der Pluto seinen Planetenstatus verloren hat (der einzige Planet der von einem US-Amerikaner entdeckt wurde, weshalb die Aberkennung des Planeten-Status in den USA auf Protest stösst), nach welcher Figur aus der Fernsehserie Xena ein Himmelskörper benannt werden sollte und einige anderen Anekdoten lockern das Buch auf. Sehr gelungen ist das Schaubild, in dem die Grösse des Menschen im Universum veranschaulicht wird. Ein Autor, der daran denkt, dass nicht alle seine Leser Physik studiert haben und ohne Überheblichkeit auf Augenhöhe mit seinem Publikum spricht, ist auf dem richtigen Weg. Wenn auch nicht zur Weltformel, so doch zu einer grossen Leserschaft.

Ein interessantes und gut verständliches Buch über Schwarze Materie, Multiversen, den Urknall u.v.m.

3,5 Sterne
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am 17. Mai 2009
Was passierte beim Big Bang? Wie werden Sterne geboren? Sind wir alleine im Universum? Was ist eigentlich ein Multiversum? Was hat es mit dieser ominösen Stringtheorie auf sich? Wie wird es weitergehen? Fast jeder hat sich schon einmal die eine oder andere dieser Fragen gestellt.

Heinz Oberhummer hat es mit diesem Buch geschafft, dem Leser diese und andere Themen mit leicht verständlichen Worten näher zu bringen. Man braucht kein Physik- oder Astronomiestudium, um den Erläuterungen zu folgen. Lediglich etwas Verstand und ein wenig Begeisterung für Wissenschaft sind mitzubringen. Oberhummer zählt nicht einfach nur auf, was wir wissen, er erläutert auch warum wir wissen, was wir wissen.

Seit dem Tod von Carl Sagan hat die Populärwissenschaft sehr gelitten, denn nur sehr wenige Wissenschaftler haben die Fähigkeit, Wissen auf eine spannende Art und Weise wieder zu geben. Nur mit Büchern wie diesem hier (und ein paar anderen, Sagans fast zeitlose Werke eingeschlossen) bekommt der "Laie" einen umfassenden, einfach gehaltenen aber dennoch faktisch korrekten Überblick über die aktuellen Erkenntnisse der modernen Kosmologie.

Wir sind schließlich alle aus Sternenstaub...
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am 25. September 2008
Heinz Oberhummer, seines Zeichens pensionierter Universitätsprofessor am Atominstitut der TU Wien, legt die Grundlagen der Kosmologie für den Laien leicht verständlich dar. Vielleicht tat ich mir besonders leicht, weil mich Astrophysik als Kind und Jugendlicher begeisterte und viele Dinge die Oberhummer darstellt daher nicht grundlegend neu waren, aber selbst wenn ich dieses Vorwissen ausblende bleibt der Text noch immer leicht lesbar und gut verständlich - zugegeben nicht sehr tiefgreifend aber keinesfalls oberflächlich. Freilich werden Leute die sich schon lange mit Themen rund um die Kosmologie beschäftigen kaum Neues erfahren, aber für alle anderen die sich mit den Grundlagen dieser Naturwissenschaft befassen wollen, bietet das Buch einen hervorragenden Überblick der noch dazu sehr leicht fassbar geschrieben ist.

Oberhummer beginnt quasi bei Adam und Eva - dem Sonnensystem mit seinen nunmehr acht Planeten und stellt natürlich dar, warum für jene die Pluto immer noch für einen solchen halten, dies auf internationaler Ebene heute nicht mehr so gesehen wird. Vor vielen Jahren habe ich auch "Eine kurze Geschichte der Zeit" von Stephen Hawking gelesen und kann daher guten Gewissens sagen, dass Oberhummers Buch deutlich leichter verständlich bleibt.

So läuft das auch die ersten drei Kapitel dahin und kann absolut überzeugen. Dann allerdings wechselt er von einer rein naturwissenschaftlichen Seite auf eine philosophischere Sichtweise und befasst sich z.B. damit ob die Menschen auf dem Raumschiff Erde sich demnächst ausrotten werden oder ob es außerirdisches Leben gibt und ob es sinnvoll ist danach zu suchen. Alles zugegeben sehr interessante Themen, die aber nichts mehr mit den Grundlagen der Kosmologie zu tun haben und auch nichts mit dem Titel des Buches, dem er sich dann im letzten Kapitel widmet.

Das letzte Kapitel ist wohl jenes das ich an dem ganzen Buch am meisten gefürchtet habe. Und zunächst schienen sich meine Befürchtungen zu betätigen, als Oberhummer meinte das Anthropische Prinzip und das Intelligent Design wären nur unterschiedliche Sichtwinkel auf das gleiche Ding. Schließlich kann er sich aber dann doch dazu durchringen zu erklären, die Multiversumstheorie kann ohne einen großen Plan auskommen.

Das Buch ist didaktisch hervorragend aufgebaut und besonders die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels haben es mir angetan. Hier hat der Autor mit handschriftlichen Notizen und Zeichnungen die Kerninhalte nochmals wiedergegeben. Es ist nett anzusehen und eine schöne Idee die lange in Erinnerung bleibt.
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am 30. Juli 2008
Wer dieses Buch gelesen hat, wird wohl wieder ein Stück mehr Achtung vor unserer Erde und dem Universum haben und vielleicht sorgsamer mit dem umgehen, was uns zur Verfügung steht! Dieses Buch ist daher wichtig!
Es ist aber auch spannend und leicht lesbar geschrieben, sodass es wirklich ohne Abstriche für jeden, der sich mit unserem "Woher?" und "Wohin?" beschäftigt (Und das ist wohl jeder Mensch!!), empfehlenswert und wichtig ist!
Bitte lesen!!!
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