Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle BundesligaLive AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
12
4,3 von 5 Sternen
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:23,60 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

1-4 von 4 Rezensionen werden angezeigt(4 Sterne). Alle 12 Rezensionen anzeigen
Fernsehbilder haben eine besondere Eigenschaft. Sie sind flüchtig. Was interessiert schon weniger als das Fernsehbild von Gestern? Dabei würde es schon helfen, wenn zumindest einige, wichtige Nachrichtenbilder der letzten zwei Jahrzehnte auf Dauer im Gedächtnis der politisch handelnden Menschen - also uns allen - präsent bleiben würden. Denn gibt es nicht doch mehr Parallelen zwischen Bosnien in der ersten Hälfte der 90er Jahre und Darfur heute?

Um einige der wichtigsten Konflikte der letzten Jahre nicht einfach dem Vergessen anheim fallen zu lassen, hat der ORF-Korrespondent Friedrich Orter ein Buch über seine Reisen als Journalist in Krisengebiete geschrieben und seine Erlebnisse damit auf einem haltbareren Medium dokumentiert. Es geht um den Krieg im Irak, eine kurze aber aufreibende Reise nach Afghanistan und mehrere Reisen auf den Balkan, nach Albanien, Bosnien, Kroatien und in das Kosovo. Orter beschreibt seine Erlebnisse klar, direkt, einfach und schnell lesbar. Man meint beim Lesen, die dazu gehörigen Fernsehbilder sehen zu können. Das ganze wird noch ergänzt durch sehr gute Photos von diesen Reisen, die wie der Text auch eine oft extrem grausame Wirklichkeit abbilden müssen.

Nicht dagegen erwarten sollte man die tiefgehenden, politischen Analysen eines Scholl-Latour oder die emotionale Eindrücklichkeit einer Carolin Emcke, die beide aus denselben Regionen in Büchern berichten. Und auch den unterhaltsamen, zynischen Humor eines P.J. O'Rourke findet man hier nicht. Jeder Autor hat seine eigene Herangehensweise, mit dem Schrecken von Krieg und anderem Wahnsinn umzugehen. Hier bei Orter merkt man, dass ein Reporter schreibt, der im Medium Fernsehen groß geworden ist. Und so liest sich dann auch das Buch. Schnell, hart, aber doch gut konsumierbar.

Dafür erfährt man bei Orter deutlich mehr über den Alltag eines Journalisten als in den Büchern seiner Kollegen. Nicht immer ist die Kamera dabei und eingeschaltet, und manchmal wird sie auch inklusive des Filmmaterials gestohlen. Es sind diese Momente, die mir nach dem Lesen am besten im Kopf geblieben sind. So erlebt der Leser mit Orter hier auch den Umgang mit Bürokratie in Diktaturen, mit der überall präsenten Korruption, mit wirren Grenzbeamten, Milizen und Kriminellen. Und auch die Darminfektion darf nicht fehlen. Man sollte dieses Buch also besser lesen, bevor man sich für den Beruf des Journalisten entscheidet.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Januar 2006
Friedrich Orter beschreibt die Konflikte im Irak, in Afghanistan und den Jugoslawienkrieg, wobei er einen Schreibstil wählt, der seinen bekannten Reportagen entspricht: Knapp, ironisierend. Er nimmt sich dabei bewußt zurück, analysiert und erklärt die Konflikte nicht hochtrabend, ist nicht allwissend wie Konzelmann oder Scholl-Latour (der ist es bis zu einem gewissen Grade wirklich), sondern beschränkt sich im wesentlichen auf die Beschreibungen der Situationen, in denen er sich befindet. Der Kriegsberichterstatter als Mensch, genauso ein Spielball wie die Soldaten und Zivilisten dieser Kriege. In der Situation und im Moment vielleicht genauso unwissend über die wirklichen Zusammenhänge, wie wir vor dem Fernseher. Verrückte Welt. Ein "anderer" Kriegsberichterstatter, auch von den Äusserlichkeiten her. Auf den Bildern im Buch sehen wir nicht den Pseudosoldaten in Drillich mit Kamera und Mikrofon, sondern einen dicklichen Durchschnittsmenschen, der im Sakko (!) in Afghanistan am Strassenrand steht und missmutig dreinschaut. Eher Gelehrter als Abenteurer. Empfehlenswert.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Mai 2010
Das Buch ist ein Erfahrungsbericht - inmitten von Kriegsschauplätzen,inmitten von Menschen. Orter beschreibt dieses sehr unglückliche Paar Mensch - Krieg in deren ganzen Absurdität und Brutalität.
Und dennoch ist wird in diesen Berichten auch Zeugnis Hilfsbereitschaft,Gastfreundschaft und auch unermesslichem Glück abgelegt. Wer sich hier eine politische,historisch aufgearbeitete Analyse erwartet,der wird enttäuscht.
Vielmehr sind es die Widrigkeiten und Umstände, die einen Reporter in Kriegen umgeben,die hier aufgrund persönlicher Erfahrungen wiedergegeben werden. Sehr plastisch,berührend und authentisch.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. November 2005
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Wenn man wissen will wie es einem Kriegsreporter im Kriegsgebiet geht und was grausames so einer erlebt, muss man das Buch einfach lesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken